Wer ist hier der größere Star: der Komponist oder die Interpretin? Die Italienerin Beatrice Rana ist schon öfter in den »Wettbewerb« mit dem Ersten Klavierkonzert von Pjotr Tschaikowsky getreten. Obwohl dessen Mentor Nikolai Rubinstein es für »schlecht, trivial, vulgär« hielt, gehört es seit bald 150 Jahren zu den meistgespielten Hits überhaupt. Kein Wunder bei den Zutaten: zupackende Virtuosität, Ohrwurmqualitäten und Melodien, die sich in einen nimmer endenden Rausch hineinsteigern.
Im Anschluss verordnete Musik. Ein Befehl zum Jubel. Nichts anderes ist Dmitri Schostakowitschs Fünfte Symphonie von 1937. Die Willkür des Totalitarismus und Stalins Terror hatte er kurz zuvor zu spüren bekommen. Nach zunächst großem Erfolg hatte seine Oper ›Lady Macbeth von Mzensk‹ das Missfallen des Diktators erregt. Über Nacht wurde er 1936 vom Sprachrohr des Sowjet-Regimes, der Prawda, zum Staatsfeind deklariert. Ein Leben zwischen Angst und Anpassung folgte. Er wusste, dass man von seiner Musik »Einfachheit und Volkstümlichkeit« erwartete. Seine Fünfte besteht demzufolge aus vier Sätzen im klassischen Sinn mit klar fassbaren Themen, die da lauten: Heroische Tragödie – Ausdruck gesunder Lebensfreude – Meditation – Erringen des Sieges.
Keine Lebensfreude ist indes mehr im Death Valley möglich, dem Tal des Todes in der Mojave Wüste, wo die Erde so sehr ausgetrocknet ist, dass kaum mehr Leben mehr möglich ist – ›heliosis‹ (Sonnenstich) nannte Hannah Eisendle ihre dazugehörige Komposition von 2022, die den Konzertabend eröffnet.
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