Programm
›Harry Potter und die Kammer des Schreckens‹ – Film mit Live-Orchesterbegleitung. Musik von John Williams
Mitwirkende
Timothy Henty Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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Timothy Henty Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Dirigent
Timothy Henty studierte am Royal College of Music in London, wo ihm für seine außergewöhnlichen Leistungen mit der Tagore Goldmedaille die höchste Auszeichnung verliehen wurde – überreicht von Prinz Charles persönlich.Mit gerade einmal Mitte 30 hat sich der britische Dirigent schon einen beachtlichen Ruf auf der Konzert- und Opernbühne erworben.
Zu den britischen Orchestern, die Timothy Henty in seiner noch jungen Karriere geleitet hat, gehören die Academy of St Martin in the Fields, das BBC Scottish Symphony Orchestra, die Royal Northern Sinfonia, das Royal und Royal Liverpool Philharmonic, sowie das Royal Scottish National und Ulster Orchestra. Hinzu kommen seine Gastspiele beim Het Gelders Orkest, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, RTÉ Concert Orchestra, Orquestra Filarmônica de Goiás, Sinfonia Lahti und Sinfonieorchester Basel. Dabei arbeitete er mit Solisten wie Maxim Vengerov, Wayne Marshall und Michel Legrand zusammen.
Mit 24 Jahren debütierte der Dirigent beim Royal Ballet am Royal Opera House in Covent Garden und leitete seitdem Produktionen mit dem Dutch National Ballet, dem Scottish Ballet, dem Ballett Basel und der britischen Tanzkompanie New Adventures.
Als Operndirigent trat Timothy Henty mit Aufführungen von Puccinis ›Madame Butterfly‹ an der Nederlandse Reisopera und Donizettis ›L’elisir d’amore‹ an der Dorset Opera in Erscheinung. Sein besonderes Interesse gilt den komischen Opern des britischen Künstler-Duos Gilbert und Sullivan. Von ihnen brachte er ›The Pirates of Penzance‹ an der English National Opera und ›Ruddigore‹ an der Opera North zur Aufführung. Darüber hinaus erarbeitete er eine rekonstruierte Fassung der als verschollen geltenden Oper ›Thespis‹, die bisher in Großbritannien, den USA und Australien gezeigt wurde.
Seit 2017 arbeitet Timothy Henty mit CineConcerts zusammen und feiert mit ›Harry Potter in Concert‹ europaweit Erfolge.

Orchester
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) wurde von der Süddeutschen Zeitung als »orchestraler Think Tank« unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervorgehoben. Durch die beziehungsreiche Dramaturgie seiner Programme, den Einsatz für Musik der Gegenwart und regelmäßige Repertoireentdeckungen zeichnet es sich ebenso aus wie durch den Mut zu ungewöhnlichen Konzertformaten und Präsentationsformen. Innovative Impulse setzte das DSO etwa mit Elektro-Projekten, der Produktion aufsehenerregender Musikfilme sowie durch interdisziplinäre Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Ensembles der freien Szene. Seit über 15 Jahren schlägt es mit seinen moderierten Casual Concerts samt Lounge und Live Act erfolgreich die Brücke zwischen Club und Klassik und erreicht damit ein diverses Publikum. Seit 2014 bringt es Laien- mit Profimusiker*innen zu Berlins größtem Spontanorchester, dem ›Symphonic Mob‹, zusammen – ein Konzept, das mittlerweile auch europaweit lizenziert wird.
In der Saison 2023/2024 sorgte das DSO mit einer Initiative feministischer Musikpolitik unter dem Motto ›Kein Konzert ohne Komponistin!‹ weltweit für Furore; 2024/2025 unterstrich es mit der Kampagne ›Orchester für die Demokratie‹ seine Positionierung für eine offene Gesellschaft und das Eintreten für marginalisierte Gruppen in verschiedenen Konzertprogrammen. Diesem Selbstverständnis blieb sich das DSO auch in der Spielzeit 2025/2026 treu: Unter dem Titel ›Afrodiaspora – Composing While Black‹ rückte es als weltweit erstes Orchester Musik Schwarzer Komponist*innen ins Zentrum, vergab Auftragskompositionen und präsentierte Cellist Abel Selaocoe als »Artist in Focus«.
Durch zahlreiche Gastspiele ist das DSO als Kulturbotschafter Berlins und Deutschlands im nationalen und internationalen Musikleben präsent. In den letzten Jahren konzertierte es in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu Dhabi und in Osteuropa, außerdem bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms. Auch mit vielfach ausgezeichneten CD-Produktionen ist das DSO weltweit gefragt. 2011 erhielt es für die Weltersteinspielung von Kaija Saariahos ›L’amour de loin‹ unter Kent Naganos Leitung den Grammy Award für die beste Opernaufnahme.
Gegründet 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester, wurde es 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin umbenannt. Den heutigen Namen trägt es seit 1993. Seit seiner Gründung hat es das DSO verstanden, herausragende Künstlerpersönlichkeiten an sich zu binden. Ferenc Fricsay definierte als erster Chefdirigent Maßstäbe im Repertoire, im Klangideal und in der Medienpräsenz. 1964 übernahm der junge Lorin Maazel die künstlerische Verantwortung, 1982 folgte Riccardo Chailly und 1989 Vladimir Ashkenazy. Kent Nagano wurde 2000 zum Chefdirigenten berufen. Seit seinem Abschied 2006 ist er dem Orchester als Ehrendirigent eng verbunden. Von 2007 bis 2010 setzte Ingo Metzmacher, von 2012 bis 2016 Tugan Sokhiev und von 2017 bis 2024 Robin Ticciati mit dem Orchester entscheidende Akzente im hauptstädtischen Musikleben. Ihnen folgt der Japaner Kazuki Yamada, der mit Beginn der Spielzeit 2026/2027 als Chefdirigent an der Spitze des DSO steht.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC), die von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) getragen wird.