Programm
Dmitri Schostakowitsch
Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 6 A-Dur
Mitwirkende
Tomáš Hanus Dirigent
- Yuya Mizuno Violoncello
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 6 A-Dur
Tomáš Hanus Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Dirigent
Tomáš Hanus ist seit der Saison 2016/2017 Musikdirektor der Welsh National Opera (WNO). Zudem tritt er in der aktuellen Saison 2025/2026 seine Position als Erster Gastdirigent des Iceland Symphony Orchestra an.
Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Nationaltheater Prag, der Wiener Staatsoper sowie der Bayerischen Staatsoper, wo er 2009 mit Janáčeks ›Jenufa‹ debütierte. Janáčeks künstlerischem Schaffen ist er seit langer Zeit verbunden. So war er mit ›Jenufa‹ erstmals am Grand Théâtre de Genève zu erleben, führte die Oper ›Aus einem Totenhaus‹ mit dem WNO-Orchester in Brünn beim Janáček-Festival auf, wofür er mit der Leoš-Janáček-Gedenkmedaille für die Förderung von dessen Musik ausgezeichnet wurde. 2007 bis 2009 war Tomáš Hanus Musikdirektor des Nationaltheaters Brünn, dem Janáček-Opernhaus. In Berlin dirigierte er in der Saison 2012/2013 an der Deutschen Oper ›Das schlaue Füchslein‹.
Seine Konzertengagements führten ihn u. a. zum London Symphony Orchestra, dem Royal Scottish Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem SWR Sinfonieorchester, den Prager Symphonikern, der Tschechischen Philharmonie, der Russischen Nationalphilharmonie, dem Ensemble Intercontemporain, dem Symphonieorchester des Teatro Real in Madrid, der Camerata Salzburg, dem BBC Symphony Orchestra und dem Mostly Mozart Festival New York.
1970 in Tschechien geboren, studierte Tomáš Hanus an der Janáček-Akademie für Musik und Drama in Brünn bei Jiří Bělohlávek. Internationale Aufmerksamkeit erregte er 1999, als er den Internationalen Wettbewerb in Katowice gewann. 2001 debütierte er am Nationaltheater Prag mit Smetanas ›Die Teufelswand‹. Nachdem er 2003 Jiří Bělohlávek bei einer Neuproduktion von Janáčeks ›Katja Kabanowa‹ an der Finnischen Nationaloper assistiert hatte, wurde er eingeladen, die Wiederaufnahme 2005 zu dirigieren und sein Debüt an der Pariser Oper 2007 mit Janáčeks ›Die Sache Makropulos‹ zu geben.
CD-Aufnahmen veröffentlichte er sowohl mit der Prager Philharmonie als auch mit dem Staatlichen Philharmonischen Orchester Brünn; weitere Aufnahmen hat er für den Tschechischen Rundfunk realisiert. In jüngerer Zeit hat er mit dem Prager Symphonieorchester die Symphonien von Viktor Ullmann eingespielt und mit herausragenden tschechischen Solisten für Lotos Records zusammengearbeitet.
Beim DSO war Tomáš Hanus zuletzt im Juni 2023 mit Bruckners Sechster und Mozarts Klarinettenkonzert zu Gast.

Violoncello
Der japanische Cellist Yuya Mizuno schrieb 2025 Geschichte, als er als Erster asiatischer Musiker den ersten Preis in der Kategorie Cello beim 76. Internationalen Musikwettbewerb ›Prager Frühling‹ gewann und außerdem mit vier Sonderpreisen ausgezeichnet wurde.
Mizuno absolvierte sein Masterstudium an der Universität Mozarteum Salzburg unter der Leitung von Clemens Hagen. Zuvor erwarb er ein Solistendiplom an der Toho Gakuen School of Music, wo er bei Sumiko Kurata studierte, und erhielt weitere künstlerische Anregungen von Miklós Perényi an der Liszt Ferenc Musikakademie in Budapest.
Seine Konzertkarriere umfasst Auftritte bei führenden Festivals wie dem Budapester Frühlingsfestival, der Mozartwoche, dem Pacific Music Festival Sapporo, dem Takefu International Music Festival und den Chanel Pygmalion Days.
Mizuno hat an Meisterkursen bei einigen der weltweit renommiertesten Cellisten teilgenommen, darunter Frans Helmerson, Ivan Monighetti, Miklós Perényi, David Geringas und Mario Brunello. Er hat zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben erhalten. Im Jahr 2024 gewann er den Ersten Preis beim Enrico-Mainardi-Wettbewerb. Außerdem erhielt er den Ersten Preis und den Publikumspreis beim 13. Musikwettbewerb in Tokio sowie den Ersten Preis und vier Sonderpreise beim 89. Musikwettbewerb von Japan.
Als Solist trat Mizuno mit renommierten Orchestern wie dem Prager Symphonieorchester, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Japan Philharmonic Orchestra, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, dem Osaka Symphony Orchestra und dem Kyoto Symphony Orchestra auf.
Er erhielt Stipendien und Förderungen von renommierten Institutionen wie der Internationalen Musikakademie Liechtenstein, den Dresdner Musikfestspielen, der Ezoe Memorial Recruit Foundation und der Rohm Music Foundation. Mizuno ist außerdem Kernmitglied des Japan National Orchestra unter der Leitung des Pianisten Kyohei Sorita.
Sein Debütalbum mit Kodálys Sonate für Solo-Cello und Chopins Cellosonate erschien 2023.
Er spielt auf einem Cello von Pietro Giacomo Rogeri aus dem Jahr 1710, das ihm großzügigerweise von der Suntory Foundation for the Arts zur Verfügung gestellt wurde, und einem Bogen von F. Tourte aus der Sumino-Sammlung.

Orchester
Seit 1946 strahlt das DSO über die Grenzen Deutschlands hinaus in die Welt. Namhafte Chefdirigenten prägten seine Geschichte: Ferenc Fricsay, Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Vladimir Ashkenazy, Kent Nagano, Ingo Metzmacher und Tugan Sokhiev standen an seiner Spitze. Die langjährige Verbundenheit mit hochkarätigen Gastdirigenten wie Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach, Ton Koopman, Sir Roger Norrington, Sakari Oramo, Leonard Slatkin oder David Zinman trägt ebenso wie die regelmäßige Zusammenarbeit mit seinem heutigen Ehrendirigenten Kent Nagano und den ehemaligen Chefdirigenten zum Renommee des Orchesters bei.
Aufbruch
Ein neues Kapitel in der Geschichte des DSO wird am 26. September 2017 aufgeschlagen: Robin Ticciati dirigiert sein Antrittskonzert als Künstlerischer Leiter. In der Berliner Philharmonie präsentiert sich der neue Chefdirigent in seinen Konzerten der Saison 2017 | 2018 mit einem weiten musikalischen Horizont von der Renaissance bis zur Gegenwart, von der Kammermusik bis zum szenisch eingerichteten Oratorium → S. 30 f. Bereits vor seinem offiziellem Amtsantritt macht der 34-jährige Engländer mit der Leitung eines ›Symphonic Mob‹ seinen Anspruch deutlich, alle Menschen zur Teilhabe am musikalischen Geschehen der reichen Berliner Kulturlandschaft einzuladen. Vor diesem
Hintergrund begibt er sich mit dem Orchester kurz darauf auch ins ›Kraftwerk Berlin‹, um eine Synthese mit der Elektronikszene einzugehen und neue Klangräume zu erkunden.
Am Puls der Zeit
Als »orchestralen Think Tank« hat die Süddeutsche Zeitung einst das DSO unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervorgehoben, womit auf die beziehungsreiche Dramaturgie der Konzertprogramme, den Einsatz für die Musik der Gegenwart sowie auf stetige Repertoireentdeckungen angespielt wurde – und auf den Mut zu ungewöhnlichen Musikvermittlungsformen, der das Orchester bis heute auszeichnet. So holt das DSO durch das Konzertformat der moderierten Casual Concerts mit anschließender Lounge seit mittlerweile elf Jahren die Kunst näher an den Puls des modernen Lebens. Seit 2014 richtet es jährlich einen ›Symphonic Mob‹ aus und brachte damit zuletzt mehr als 1000 Musikenthusiasten mit Musikerinnen und Musikern aus den eigenen Reihen
zu einem gemeinsamen Auftritt unter Kent Nagano zusammen. Innovative Impulse setzte das Orchester außerdem mit zwei internationalen Remix-Wettbewerben und dem Konzertprojekt ›Ostinato‹, das 2016 neue symphonische Formen an der Schnittstelle zwischen Orchestermusik und Live-Elektronik vorstellte.
Tourneen und Gastspiele
Im Rahmen zahlreicher Gastspiele ist das DSO dauerhaft im internationalen Musikleben präsent. Konzertreisen führten es nach Russland, Asien, Nord- und Südamerika sowie in den Libanon. In Kooperation mit der Deutschen Welle und dem Auswärtigen Amt gastierte das Orchester in den letzten Jahren in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu-Dhabi und in Osteuropa. Neben Auftritten bei nationalen und internationalen Festspielen wie dem Rheingau Musik Festival, dem Edinburgh International Festival, den Salzburger Festspielen, den BBC Proms und dem Beethovenfest Bonn ist das DSO regelmäßig in den großen Konzertsälen Europas zu erleben. In der aktuellen Saison stehen Gastspiele mit Robin Ticciati und Kent Nagano u. a. in der Alten Oper Frankfurt, der Hamburger Elbphilharmonie und in der Münchner Philharmonie auf dem Programm.
Mediale Präsenz
Die Symphoniekonzerte des DSO in der Berliner Philharmonie werden von Deutschlandfunk Kultur, von Deutschlandfunk und vom Kulturradio des rbb aufgezeichnet und in Deutschland sowie über die European Broadcasting Union auch europaweit und darüber hinaus gesendet. Für Liveübertragungen und spätere TV-Ausstrahlungen intensiviert sich seit 2013 eine Zusammenarbeit mit ARTE Concert und dem rbb-Fernsehen. Etliche Opernmitschnitte aus dem Festspielhaus Baden-Baden und von den Salzburger Festspielen sind als DVD bei Arthaus Musik erhältlich. Auch mit zahlreichen ausgezeichneten CD-Einspielungen ist das DSO weltweit präsent. 2011 erhielt es für die Erstaufnahme von Kaija Saariahos Oper ›L’amour de loin‹ unter Naganos Leitung den Grammy Award. In den vergangenen Jahren erschienen u. a. bei Sony Classical drei von der Fachpresse hochgelobte Einspielungen des Prokofjew-Zyklus mit Tugan Sokhiev. Mit Werken von Debussy und Fauré legen das DSO und Robin Ticciati
im September 2017 bei Linn Records ihre erste gemeinsame CD vor.
Geschichte
Der Blick zurück in die Geschichte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin fördert gleich drei Namen ein und desselben Klangkörpers zutage. Gegründet wurde es als RIAS-Symphonie-Orchester vom Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS). Musik des 20. Jahrhunderts bildete in der Programmgestaltung von Anfang an eine feste Größe neben den Interpretationen des klassischen Repertoires, die sich durch Transparenz, strukturelle Prägnanz und Plastizität auszeichneten. Als sich 1956 der Sender Freies Berlin (heute Rundfunk Berlin-Brandenburg, rbb) an der Trägerschaft des Orchesters beteiligte, nannte es sich fortan Radio-Symphonie-Orchester Berlin (RSO). Seit 1993 führt es seinen heutigen Namen und gehört seit dem darauffolgenden Jahr zur Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin), die von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) getragen wird.