Programm
Ludwig van Beethoven
Ouvertüre zu ›Coriolan‹
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 4 B-Dur
Mitwirkende
Patrick Hahn Dirigent
- Fazıl Say Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 4 B-Dur
Patrick Hahn Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Dirigent
Der Dirigent, Komponist und Pianist Patrick Hahn gehört zu den aufstrebenden und besonders vielseitigen Dirigenten der jüngeren Generation. Seit der Saison 2021/22 amtiert er sowohl als Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und des Wuppertaler Sinfonieorchesters als auch als Erster Gastdirigent beim Münchner Rundfunkorchester.
Für die Saison 2023/24 wurden in Wuppertal u. a. Mahlers Zweite und Bruckners Neunte Symphonie sowie Wagners ›Der Ring ohne Worte‹ unter Hahns Leitung programmiert. Zu den von ihm dirigierten Opern gehören in derselben Saison Wagners ›Tristan und Isolde‹ sowie, im April 2024, Schönbergs ›Erwartung‹ und Ethel Smyths ›Der Wald‹ in einer Doppel-Premiere. Die Spielzeit des Münchner Rundfunkorchester beendet der Dirigent mit der beliebten Fernsehsendung ›Space Night in Concert‹. Als Gastdirigent wurde Hahn in der Saison 2023/24 zu Debüts beim SWR Symphonieorchester, ans Opernhaus Zürich und das New National Theatre Tokyo eingeladen.
Zu den Höhepunkten der jüngeren Zeit gehören erfolgreiche Debüts bei den Bamberger Symphonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, beim Royal Scottish National Orchestra sowie an der Oper Frankfurt. Weitere Debüts führten Hahn kürzlich ans Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und zu den Salzburger Festspielen mit einer von ihm für die Festspiele komponierten Jugendoper. An der Bayerischen Staatsoper brachte er ein neues, für das Opernstudio des Hauses geschriebene Werk zur Uraufführung.
Patrick Hahn dirigierte zahlreiche renommierte Klangkörper in Europa und Asien, darunter die Hamburger Symphoniker, das Gürzenich-Orchester Köln, die Dresdner Philharmonie, die Wiener, Luzerner und Düsseldorfer Symphoniker und das Camerata Royal Concertgebouw Orchestra. Beim DSO debütierte Patrick Hahn im April 2023 mit Werken britischer und amerikanischer Komponisten.
Als klassischer Pianist ist Hahn mit dem Mozarteum Orchester Salzburg und als Liedbegleiter im Wiener Musikverein aufgetreten. Neben seiner Tätigkeit in der klassischen Musik begleitet er sich selbst beim Singen von Kabarett-Liedern von Georg Kreisler. Als Jazzpianist erhielt er Auszeichnungen vom Chicago Jazz Festival und den ›Outstanding Soloist Award‹ der University of Wisconsin-La Crosse als bester Jazzpianist des 37th Annual Jazz Festival.
Ein Dokumentarfilm über Patrick Hahns ungewöhnliche Karriere wurde 2020 auf ORF TV und 3sat ausgestrahlt.

Klavier
Der Pianist und Komponist Fazıl Say berührt mit seinem außergewöhnlichen Können seit mehr als 30 Jahren Publikum und Kritik gleichermaßen. Geboren in Ankara, studierte Say Klavier in seiner Heimatstadt, bei David Levine an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und an der Universität der Künste Berlin. Als er 1994 die Young Concert Artists International Auditions in New York gewann, begann seine rasante internationale Karriere.
Seitdem hat der türkische Musiker mit fast allen namhaften europäischen und US-amerikanischen Orchestern gespielt, mit zahlreichen führenden Dirigent:innen zusammengearbeitet und dabei ein vielseitiges Repertoire aufgebaut, das von Bach über die Wiener Klassik und die Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik reicht, eingeschlossen seine eigenen Kompositionen für Klavier. Gastspiele führten Fazıl Say in unzählige Länder auf allen Kontinenten, dabei tritt er auch immer wieder als Kammermusiker auf, beispielsweise mit Maxim Vengerov, dem Minetti Quartett, Nicolas Altstaedt, Marianne Crebassa oder als Duo mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja.
Als Komponist hat Fazıl Say unter anderem Auftragswerke für die Salzburger Festspiele, den WDR, das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Wiener Konzerthaus, die Dresdner Philharmonie, das Orpheus Chamber Orchestra und die BBC geschrieben. Sein Schaffen umfasst u. a. vier Symphonien, zwei Oratorien, verschiedene Solokonzerte sowie zahlreiche Klavier- und Kammermusikwerke.
Die Saison 2024/2025 war kompositorisch geprägt von zwei großen Werken: ›Mozart & Mevlana‹ versteht sich als Hommage an Mozarts Requiem und verkörpert Says Identität von Orient und Okzident. Die Uraufführung wurde vom Luzerner Sinfonieorchester unter Michael Sanderling, dem Berliner Rundfunkchor und einem hochkarätigen Sänger:innencast realisiert. Ein weiterer Höhepunkt war Says neues Klavierkonzert ›Mother Earth‹, das im Rahmen der World Expo in Osaka im Mai 2025 uraufgeführt wurde und die Folgen des Klimawandels thematisiert.
Fazıl Say hat mit über 50 CDs eine umfangreiche Diskografie vorgelegt. Seine Einspielungen bei Teldec Classics, naïve und Warner wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit vier ECHO Klassik und einem Gramophone Classical Music Award. Bei Warner Classics erschien 2020 seine Einspielung aller Beethoven-Klaviersonaten sowie 2022 seine Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen. Mit Patricia Kopatchinskaja hat der Pianist 2023 eine Aufnahme mit Sonaten von Bartók, Janáček und Brahms vorgelegt (Alpha). Zuletzt veröffentlichte er 2024 das Doppelalbum ›Morning & Evening‹ bei Warner. Unter seinem Label ACM spielt er fortlaufend seine eigenen Werke ein.

Orchester
Seit 1946 strahlt das DSO über die Grenzen Deutschlands hinaus in die Welt. Namhafte Chefdirigenten prägten seine Geschichte: Ferenc Fricsay, Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Vladimir Ashkenazy, Kent Nagano, Ingo Metzmacher und Tugan Sokhiev standen an seiner Spitze. Die langjährige Verbundenheit mit hochkarätigen Gastdirigenten wie Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach, Ton Koopman, Sir Roger Norrington, Sakari Oramo, Leonard Slatkin oder David Zinman trägt ebenso wie die regelmäßige Zusammenarbeit mit seinem heutigen Ehrendirigenten Kent Nagano und den ehemaligen Chefdirigenten zum Renommee des Orchesters bei.
Aufbruch
Ein neues Kapitel in der Geschichte des DSO wird am 26. September 2017 aufgeschlagen: Robin Ticciati dirigiert sein Antrittskonzert als Künstlerischer Leiter. In der Berliner Philharmonie präsentiert sich der neue Chefdirigent in seinen Konzerten der Saison 2017 | 2018 mit einem weiten musikalischen Horizont von der Renaissance bis zur Gegenwart, von der Kammermusik bis zum szenisch eingerichteten Oratorium → S. 30 f. Bereits vor seinem offiziellem Amtsantritt macht der 34-jährige Engländer mit der Leitung eines ›Symphonic Mob‹ seinen Anspruch deutlich, alle Menschen zur Teilhabe am musikalischen Geschehen der reichen Berliner Kulturlandschaft einzuladen. Vor diesem
Hintergrund begibt er sich mit dem Orchester kurz darauf auch ins ›Kraftwerk Berlin‹, um eine Synthese mit der Elektronikszene einzugehen und neue Klangräume zu erkunden.
Am Puls der Zeit
Als »orchestralen Think Tank« hat die Süddeutsche Zeitung einst das DSO unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervorgehoben, womit auf die beziehungsreiche Dramaturgie der Konzertprogramme, den Einsatz für die Musik der Gegenwart sowie auf stetige Repertoireentdeckungen angespielt wurde – und auf den Mut zu ungewöhnlichen Musikvermittlungsformen, der das Orchester bis heute auszeichnet. So holt das DSO durch das Konzertformat der moderierten Casual Concerts mit anschließender Lounge seit mittlerweile elf Jahren die Kunst näher an den Puls des modernen Lebens. Seit 2014 richtet es jährlich einen ›Symphonic Mob‹ aus und brachte damit zuletzt mehr als 1000 Musikenthusiasten mit Musikerinnen und Musikern aus den eigenen Reihen
zu einem gemeinsamen Auftritt unter Kent Nagano zusammen. Innovative Impulse setzte das Orchester außerdem mit zwei internationalen Remix-Wettbewerben und dem Konzertprojekt ›Ostinato‹, das 2016 neue symphonische Formen an der Schnittstelle zwischen Orchestermusik und Live-Elektronik vorstellte.
Tourneen und Gastspiele
Im Rahmen zahlreicher Gastspiele ist das DSO dauerhaft im internationalen Musikleben präsent. Konzertreisen führten es nach Russland, Asien, Nord- und Südamerika sowie in den Libanon. In Kooperation mit der Deutschen Welle und dem Auswärtigen Amt gastierte das Orchester in den letzten Jahren in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu-Dhabi und in Osteuropa. Neben Auftritten bei nationalen und internationalen Festspielen wie dem Rheingau Musik Festival, dem Edinburgh International Festival, den Salzburger Festspielen, den BBC Proms und dem Beethovenfest Bonn ist das DSO regelmäßig in den großen Konzertsälen Europas zu erleben. In der aktuellen Saison stehen Gastspiele mit Robin Ticciati und Kent Nagano u. a. in der Alten Oper Frankfurt, der Hamburger Elbphilharmonie und in der Münchner Philharmonie auf dem Programm.
Mediale Präsenz
Die Symphoniekonzerte des DSO in der Berliner Philharmonie werden von Deutschlandfunk Kultur, von Deutschlandfunk und vom Kulturradio des rbb aufgezeichnet und in Deutschland sowie über die European Broadcasting Union auch europaweit und darüber hinaus gesendet. Für Liveübertragungen und spätere TV-Ausstrahlungen intensiviert sich seit 2013 eine Zusammenarbeit mit ARTE Concert und dem rbb-Fernsehen. Etliche Opernmitschnitte aus dem Festspielhaus Baden-Baden und von den Salzburger Festspielen sind als DVD bei Arthaus Musik erhältlich. Auch mit zahlreichen ausgezeichneten CD-Einspielungen ist das DSO weltweit präsent. 2011 erhielt es für die Erstaufnahme von Kaija Saariahos Oper ›L’amour de loin‹ unter Naganos Leitung den Grammy Award. In den vergangenen Jahren erschienen u. a. bei Sony Classical drei von der Fachpresse hochgelobte Einspielungen des Prokofjew-Zyklus mit Tugan Sokhiev. Mit Werken von Debussy und Fauré legen das DSO und Robin Ticciati
im September 2017 bei Linn Records ihre erste gemeinsame CD vor.
Geschichte
Der Blick zurück in die Geschichte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin fördert gleich drei Namen ein und desselben Klangkörpers zutage. Gegründet wurde es als RIAS-Symphonie-Orchester vom Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS). Musik des 20. Jahrhunderts bildete in der Programmgestaltung von Anfang an eine feste Größe neben den Interpretationen des klassischen Repertoires, die sich durch Transparenz, strukturelle Prägnanz und Plastizität auszeichneten. Als sich 1956 der Sender Freies Berlin (heute Rundfunk Berlin-Brandenburg, rbb) an der Trägerschaft des Orchesters beteiligte, nannte es sich fortan Radio-Symphonie-Orchester Berlin (RSO). Seit 1993 führt es seinen heutigen Namen und gehört seit dem darauffolgenden Jahr zur Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin), die von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) getragen wird.