Programm
György Ligeti
›Concert Românesc‹ für Orchester
Béla Bartók
Rumänische Volkstänze
Mitwirkende
Teresa Riveiro Böhm Dirigent
Fanny Tanck Moderation
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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›Concert Românesc‹ für Orchester
Béla Bartók
Rumänische Volkstänze
Teresa Riveiro Böhm Dirigent
Fanny Tanck Moderation
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Dirigent
Die österreich-spanische Dirigentin Teresa Riveiro Böhm studierte Orchesterdirigieren an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Johannes Wildner und an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln bei Alexander Rumpf und Stephan E. Wehr. Sie gewann den Neeme-Järvi-Preis beim Gstaad Menuhin Festival 2019 und war 2019 bis 2021 Stipendiatin im Leverhulme Conducting Programm des BBC Scottish Symphony Orchestra.
In der Saison 2021/2022 stand sie u. a. am Pult der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Robert-Schumann-Philharmonie, Stavanger Symphony Orchestra, Orchestre National de Metz, Bournemouth Symphony Orchestra, der Stuttgarter Philharmoniker und der Kremerata Baltica beim Kronberg Academy Festival.
Höhepunkte vergangener Spielzeiten beinhalten Auftritte mit dem St. Petersburg Chamber Philharmonic, Philharmonie Südwestfalen, Basel Chamber Orchestra, BBC Scottish Symphony Orchestra, L’Orchestre de Chambre de Geneve und beim Red Note Ensemble. Die junge Dirigentin leitete Opernproduktionen wie Brittens ›The Rape of Lucretia‹ an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz, Mozarts ›Die Zauberflöte‹ an der Oper Burg Gars und Orchesterwerke wie Bruckners neunte Symphonie im Kölner Dom.
Teresa Riveiro Böhm wurde zu zahlreichen Meisterkursen wie dem Conducting Seminar in Tanglewood, in der Gstaad Conducting Academy, der Accademia Chigiana in Siena und der BBC Philharmonic Masterclass eingeladen. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Martyn Brabbins, Sian Edwards, Garry Walker, James Lowe, Clark Rundell, Mark Heron, Baldur Brönimann, Vittorio Parisi, Stuart Stratford, Antony Hermus, David Zinman und Manfred Honeck zusammen. 2021 nahm sie an Paavo Järvis Conductor’s Academy teil.
Riveiro Böhm erhielt den ersten Preis beim Dichler Wettbewerb in Wien, den ersten Orchesterpreis vom Savaria Symphony Orchestera und das Tanglewood Dirigierstipendium. Derzeit schließt sie ihren Master an der Zürcher Universität der Künste unter Johannes Schlaefli ab.

Moderation
Fanny Tanck studierte Philosophie, Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt Universität und kam 2008 zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Hier moderierte sie zehn Jahre lang Musik- und Magazinsendungen beim Popkultur-Sender Radioeins bevor sie zur Nachbarwelle Radio3 vom RBB wechselte. Neben ihrer eigenen Sendung ›Meine Musik‹ schreibt und produziert sie Beiträge für Deutschlandfunk Kultur, den NDR und MDR und moderiert auf Berliner Bühnen, u. a. die ›Opera Lounge‹ an der Deutschen Oper. Sie war Merck-Stipendiatin 2019 und betreibt seit 2020 ihre eigene Gesprächsreihe TANCKSTELLE auf YouTube.

Orchester
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) wurde von der Süddeutschen Zeitung als »orchestraler Think Tank« unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervorgehoben. Durch die beziehungsreiche Dramaturgie seiner Programme, den Einsatz für Musik der Gegenwart und regelmäßige Repertoireentdeckungen zeichnet es sich ebenso aus wie durch den Mut zu ungewöhnlichen Konzertformaten und Präsentationsformen. Innovative Impulse setzte das DSO etwa mit Elektro-Projekten, der Produktion aufsehenerregender Musikfilme sowie durch interdisziplinäre Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Ensembles der freien Szene. Seit über 15 Jahren schlägt es mit seinen moderierten Casual Concerts samt Lounge und Live Act erfolgreich die Brücke zwischen Club und Klassik und erreicht damit ein diverses Publikum. Seit 2014 bringt es Laien- mit Profimusiker*innen zu Berlins größtem Spontanorchester, dem ›Symphonic Mob‹, zusammen – ein Konzept, das mittlerweile auch europaweit lizenziert wird.
In der Saison 2023/2024 sorgte das DSO mit einer Initiative feministischer Musikpolitik unter dem Motto ›Kein Konzert ohne Komponistin!‹ weltweit für Furore; 2024/2025 unterstrich es mit der Kampagne ›Orchester für die Demokratie‹ seine Positionierung für eine offene Gesellschaft und das Eintreten für marginalisierte Gruppen in verschiedenen Konzertprogrammen. Diesem Selbstverständnis blieb sich das DSO auch in der Spielzeit 2025/2026 treu: Unter dem Titel ›Afrodiaspora – Composing While Black‹ rückte es als weltweit erstes Orchester Musik Schwarzer Komponist*innen ins Zentrum, vergab Auftragskompositionen und präsentierte Cellist Abel Selaocoe als »Artist in Focus«.
Durch zahlreiche Gastspiele ist das DSO als Kulturbotschafter Berlins und Deutschlands im nationalen und internationalen Musikleben präsent. In den letzten Jahren konzertierte es in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu Dhabi und in Osteuropa, außerdem bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms. Auch mit vielfach ausgezeichneten CD-Produktionen ist das DSO weltweit gefragt. 2011 erhielt es für die Weltersteinspielung von Kaija Saariahos ›L’amour de loin‹ unter Kent Naganos Leitung den Grammy Award für die beste Opernaufnahme.
Gegründet 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester, wurde es 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin umbenannt. Den heutigen Namen trägt es seit 1993. Seit seiner Gründung hat es das DSO verstanden, herausragende Künstlerpersönlichkeiten an sich zu binden. Ferenc Fricsay definierte als erster Chefdirigent Maßstäbe im Repertoire, im Klangideal und in der Medienpräsenz. 1964 übernahm der junge Lorin Maazel die künstlerische Verantwortung, 1982 folgte Riccardo Chailly und 1989 Vladimir Ashkenazy. Kent Nagano wurde 2000 zum Chefdirigenten berufen. Seit seinem Abschied 2006 ist er dem Orchester als Ehrendirigent eng verbunden. Von 2007 bis 2010 setzte Ingo Metzmacher, von 2012 bis 2016 Tugan Sokhiev und von 2017 bis 2024 Robin Ticciati mit dem Orchester entscheidende Akzente im hauptstädtischen Musikleben. Ihnen folgt der Japaner Kazuki Yamada, der mit Beginn der Spielzeit 2026/2027 als Chefdirigent an der Spitze des DSO steht.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC), die von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) getragen wird.