Robin Ticciati heißt der Nachfolger von Tugan Sokhiev an der Spitze des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Der 32-jährige Engländer übernimmt die Position des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters des Hauptstadt-Klangkörpers ab der Saison 2017 | 2018.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 12. November stellte er sich in der Villa Elisabeth in Berlin persönlich vor und unterschrieb gemeinsam mit roc-berlin-Geschäftsführer Thomas Kipp im Beisein des Orchestervorstands und von Orchesterdirektor Alexander Steinbeis einen Fünf-Jahres-Vertrag.

Erst im September 2014 gab der Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra und Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera seinen Einstand in Berlin beim DSO mit Anton Bruckners ›Romantischer‹ Symphonie. In der aktuellen Spielzeit wird er mit Konzerten am 13. Januar und 22. Juni 2017 zum Orchester zurückkehren.


Biographie von Robin Ticciati

Robin Ticciati ist seit der Saison 2009 | 2010 Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra und seit Sommer 2014 Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera. Mit Beginn der Spielzeit 2017 | 2018 tritt er sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin für zunächst fünf Jahre an.

In dieser und der kommenden Spielzeit kehrt der 32-jährige Engländer nicht nur zum DSO, sondern ebenfalls zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Wiener Symphonikern, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Budapest Festival Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France, den Rotterdamer Philharmonikern sowie dem Philadelphia Orchestra zurück und debütiert u. a. bei den Tschechischen Philharmonikern, dem Chamber Orchestra of Europe und dem NDR Sinfonieorchester in Hamburg.

In der Spielzeit 2013 | 2014 leitete Robin Ticciati eine Europatournee des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und war am Wiener Konzerthaus im Rahmen einer Residenz mit dem Concertgebouw Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra und den Wiener Symphonikern zu erleben. Von 2010 bis 2013 war er Erster Gastdirigent der Bamberger Symphoniker.

In seiner zweiten Spielzeit als Musikdirektor des Glyndebourne Festival dirigierte Robin Ticciati Neuproduktionen von Strauss' ›Der Rosenkavalier‹ und Mozarts ›La finta giardiniera‹, Mozarts ›Entführung aus dem Serail‹ und eine Wiederaufnahme des Ravel-Doppelabends mit ›L'heure espagnole‹ und ›L'enfant et les sortilèges‹. Neben Glyndebourne dirigierte Robin Ticciati in der jüngsten Vergangenheit Produktionen von Brittens ›Peter Grimes‹ an der Mailänder Scala, Mozarts ›Le nozze di Figaro‹ bei den Salzburger Festspielen, Tschaikowskys ›Eugen Onegin‹ am Royal Opera House in London und sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York mit Humperdincks ›Hänsel und Gretel‹. 2017 wird er an die Met zurückkehren.

In seiner mittlerweile siebten Spielzeit als Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra legt Robin Ticciati Schwerpunkte auf Brahms und auf die Zweite Wiener Schule. Gastspielreisen mit seinem Kammerorchester führten ihn durch Europa und nach Asien sowie zu regelmäßigen Auftritten im Rahmen des Edinburgh International Festival. Die eben veröffentlichte gemeinsame Einspielung mit Haydn-Symphonien für Linn Records wurde von der Presse begeistert aufgenommen. Die drei Vorgängeralben, ebenfalls bei Linn Records erschienen, – zwei Berlioz-CDs (›Symphonie fantastique‹; ›Les nuits d'été‹ und ›La mort de Cléopâtre‹) und eine Gesamteinspielung der Schumann-Symphonien – wurden von der Kritik gleichermaßen hochgelobt und u. a. mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Robin Ticciatis Diskographie umfasst außerdem Berlioz' ›L'Enfance du Christ‹ mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra (Linn Records), Dvořáks Neunte Symphonie, Bruckners Messe Nr. 3 und eine Brahms-Einspielung mit den Bamberger Symphonikern und dem Chor des Bayerischen Rundfunks (Tudor) sowie eine Vielzahl von Opern-Aufnahmen für Opus Arte und dem Hauslabel des Glyndebourne Festivals.

Robin Ticciati wurde in London geboren und zunächst als Violinist, Pianist und Schlagzeuger ausgebildet. Er spielte im National Youth Orchestra of Great Britain, bis er sich im Alter von 15 Jahren dem Dirigieren zuwandte. Zu seinen Mentoren und Förderern gehören Sir Colin Davis und Sir Simon Rattle. Kürzlich wurde er von der Royal Academy of Music in London zum ›Sir Colin Davis Fellow of Conducting‹ ernannt.


Das nächste Konzert mit Robin Ticciati

22
Do 22. Juni 2017
20 Uhr Philharmonie Berlin
Robin Ticciati | Wei Lu Violine | Hanna-Elisabeth Müller Sopran
Gabrieli, Purcell, Adès, Mahler
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

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