Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin präsentiert seine Saison 2026/2027
Im Rahmen der Pressekonferenz des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) am Mittwoch, den 22. April 2026 präsentierten der neue Chefdirigent des DSO Kazuki Yamada, Orchesterdirektor Christian Beuke und die Leiterin der Künstlerischen Planung Marlene Brüggen gemeinsam mit dem Orchestervorstand – Johannes Watzel, Claudia Benker-Schreiber und David Adorján – im Probensaal in den Wilhelm Hallen die Vorhaben der Saison 2026/2027. Herausragende Künstler*innen, großartige Werke, neue Formate und spannende Experimente – das Publikum erwartet eine Saison voller Entdeckungen. Abonnements für die kommende Spielzeit sind ab dem heutigen Tag erhältlich, der Einzelkartenverkauf startet am 15. Juli 2026.
Chefdirigent Kazuki Yamada
Mit der Saison 2026/2027– pünktlich zum 80-jährigen Bestehen des Klangkörpers – beginnt für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin eine neue Ära: Kazuki Yamada tritt sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an. Der 47-jährige Japaner ist damit der neunte in einer illustren Reihe, die 1946 mit Ferenc Fricsay begann. »It’s a match!« steht am Anfang der neuen Saisonbroschüre, und tatsächlich haben sich mit Kazuki Yamada und dem DSO zwei gefunden, die vom ersten Moment an wussten, dass sie füreinander bestimmt sind:
Kazuki Yamada: »Nach den inspirierenden Begegnungen, die ich bereits mit dem DSO erleben durfte, kann ich es kaum erwarten, unsere künstlerische Beziehung nun als Chefdirigent weiter zu vertiefen – insbesondere in Berlin, wo ich zu Hause bin. Das Programm der kommenden Saison vereint Werke herausragender Komponistinnen und Komponisten – von bekannten bis hin zu selten gespielten –, deren Entdeckung mit dem DSO mir besonders am Herzen liegt. Auf den Beginn der gemeinsamen Reise auch mit unserem wunderbaren Publikum freue ich mich sehr.«
Christian Beuke: »Die neue Spielzeit markiert in vielerlei Hinsicht einen Aufbruch: Für das DSO mit Kazuki Yamada als neuen Chefdirigenten ebenso wie für mich in meiner ersten zu verantwortenden Saison. Es ist eine besondere Konstellation, die von großem Vertrauen, künstlerischer Offenheit und gemeinsamer Vision geprägt ist. Die Programme tragen diesen Ansatz in sich – sie verbinden Tradition mit neuen Perspektiven und zeigen das DSO in seiner ganzen stilistischen Vielfalt.«
Der Orchestervorstand: »Die Aussicht auf die erste gemeinsame Saison mit unserem neuen Chefdirigenten Kazuki Yamada erfüllt das Orchester mit großer Vorfreude. Schon in den bisherigen Projekten mit ihm war spürbar, wie inspirierend unsere Zusammenarbeit ist. Wir Musikerinnen und Musiker freuen uns sehr darauf, unser Publikum daran teilhaben zu lassen.«
Mit zunächst sechs Programmen stellt sich Kazuki Yamada mit dem DSO vor. Große Klassiker, Neues, Altes, Unbekanntes und Ungewöhnliches stehen dabei gleichberechtigt und selbstverständlich nebeneinander:
Das Antrittskonzert am 4. Oktober 2026 spannt ein weites Panorama über Mensch, Spiritualität und Natur – mit Ives’ ›Unanswered Question‹, Griegs Klavierkonzert (Alice Sara Ott), Anna Clynes ›Woman of the Mountain‹ und Debussys ›La mer‹. Im Konzert am 20. Dezember 2026 stehen Spiritualität und musikalische Tiefe im Fokus: von Saariahos ›La passion de Simone‹ über Bachs berühmter Chaconne (in einer Orchesterfassung von Hideo Saitō) bis zu Bruckners unvollendeter Neunter Symphonie. Das Konzert am 26. März 2027 beleuchtet böhmisch-amerikanische Verbindungen: Florence Prices Erste Symphonie und Dvořáks Cellokonzert (Pablo Ferrández). Am 25. April 2027 folgt ein Programm mit großer Wirkung: Rufus Wainwrights ›Dream Requiem‹ mit drei Chören, Sopranistin Regula Mühlemann und Iris Berben als Erzählerin. Die Konzerte am 7. und 8. Mai 2027 bilden einen romantischen Höhepunkt mit Bacewiczs Ouvertüre, Dutilleux’ Cellokonzert ›Tout un monde lointain …‹ (Jean-Guihen Queyras) und Berlioz’ ›Symphonie fantastique‹. Musikalische Seelenerkundung mit Schönbergs ›Verklärter Nacht‹ und Strauss’ ›Tod und Verklärung‹ bilden den Abschluss am 23. Mai 2027, gemeinsam mit Fazıl Says kathartisch-mitreißendem Cellokonzert ›Never Give Up‹ (Abel Selaocoe).
Saisonmotto ›Ach, Mensch‹
Unter das bewusst vieldeutige Motto ›Ach, Mensch‹ stellt das DSO seine Konzertsaison 2026/2027. Die Themen, die das Orchester in den letzten Jahren explizit beschäftigten – Musik von Frauen, Werke Schwarzer Komponist*innen, gesellschaftspolitische Verantwortung und Demokratie –, sind zu einem selbstverständlichen Teil der Programmplanung und des -angebots geworden. Das DSO weitet nun den Horizont und nimmt den Ausruf ›Ach, Mensch‹ als Ausgangspunkt für eine Spielzeit, die sich dem Menschsein in all seinen Facetten widmet.
Die Konzertprogramme greifen große gesellschaftliche Themen wie Teilhabe, Nachhaltigkeit, Vertreibung, Religion und Liebe auf. Sie laden dazu ein, zuzuhören, mitzuempfinden, über sich selbst und über die Verantwortung von Kunst und Gesellschaft nachzudenken. Das DSO will keine fertigen Antworten parat halten. Vielmehr möchte es Anregungen geben, Fragen stellen, und das zu jedem Konzert. Diese Fragen begleiten die Symphonieprogramme der Saison, mal nachdenklich, mal provokant, mitunter auch humorvoll – häufig stammen sie aus dem berühmten ›Fragebogen‹ des Schriftstellers Max Frisch. Mit ihnen werden die Konzerte zu Orten der Reflektion, in- und außerhalb der Philharmonie – über die Kunst selbst und was es heute bedeutet, Mensch zu sein.
Vor diesem Hintergrund werden in sechs Programmen Carolin Emcke, Michel Friedman, Maja Göpel, Nikolaus Habjan, Navid Kermani und Düzen Tekkal ihre Gedanken und Perspektiven auf das Menschsein und seine vielen Dimensionen mit dem DSO-Publikum teilen. Und in den Pausen der DSO-Konzerte bietet ›ASK! Das Zimmer für jede Antwort‹ den Besucher*innen im Foyer der Philharmonie die Gelegenheit, über das Gehörte und die Fragen mit sich, mit anderen und dem DSO ins Gespräch zu kommen.
Konzerte mit Gastdirigent*innen
Auch seinen ehemaligen Chefdirigenten ist das DSO weiterhin eng verbunden. Ehrendirigent Kent Nagano bringt Schuberts ›Große C-Dur‹-Symphonie auf die Bühne und mit der Uraufführung von Yvonne Loriods ›Pièce sur la souffrance‹ ein Herzensanliegen – und eine echte Entdeckung. Ingo Metzmacher, einst Naganos Nachfolger als Chefdirigent, widmet sich Psalmenkompositionen des 20. Jahrhunderts von Bernstein, Strawinsky und Lili Boulanger.
Langjährige Wegbegleiter*innen und neue Freund*innen gestalten die weiteren Symphoniekonzerte der Saison. Simone Young kehrt mit einem farbenreichen Programm zwischen Todessehnsucht, irdischer Liebe, Meer und Land sowie Werken von Beethoven, Britten, Lim und Mahler zum Saisonauftakt beim Musikfest Berlin zum DSO zurück. Beim Abschlusskonzert des Berliner Orchesterfestivals ist das DSO ein weiteres Mal zu hören, nun gemeinsam mit dem RIAS Kammerchor Berlin, seinem Chefdirigenten Justin Doyle und intimen Requiem-Kompositionen von Duruflé und Schnittke. Eva Ollikainen hat Thomas Larchers Zweite Symphonie auf dem Pult, die er den abertausenden Ertrunkenen im Mittelmeer gewidmet hat.
Manfred Honeck dirigiert zwei Abende mit Mahlers Erster Symphonie, Susanna Mälkki widmet sich der ›Auferstehungssymphonie‹ des Komponisten. Anja Bihlmaiers Konzert führt über Bacewicz und Adams zu Beethovens Siebter, Pablo Heras-Casado stellt dessen Fünfter Schumanns Klavierkonzert und die feine Kunst des Puppenspielers Nikolaus Habjan zur Seite. Auch Schostakowitsch gibt es im Doppelpack: David Afkham dirigiert die Achte Symphonie des Komponisten, Daniele Rustioni dessen Zehnte. Publikumsliebling Dalia Stasevska ist gleich zweimal zu Gast – einmal mit Landschaftsmusiken von Adams, Ligeti, Sibelius und Thorvaldsdottir, ein weiteres Mal mit Bruckners Siebter Symphonie. Fabien Gabel spannt einen Bogen von Bacewiczs Polnischer Rhapsodie zu abenteuerlichen Ballettmusiken von Ravel und Roussel.
Zwei Alte-Musik-Spezialist*innen erkunden mit geschultem Ohr die Musikgeschichte: Thomas Hengelbrock schlägt einen Bogen von Haydns Vokalkunst zu Schumanns früher Symphonik, Jeannette Sorrell stellt in ihren Programm ›Mozart’s Requiem – A Tapestry‹ dem letzten, unvollendet gebliebenen Werk des Wiener Komponisten vier US-amerikanische Zeitgenoss*innen zur Seite, die sich mit Fragen des Erinnerns, der Tradition, des Rassismus und dem Streben nach Freiheit auseinandersetzen.
Barbara Hannigan präsentiert als Sopranistin und Dirigentin in Personalunion Francis Poulencs Monodram ›La voix humaine‹ als mitreißende, multimediale Opernperformance. Auch Wayne Marshall ist so eine Doppelbegabung – er dirigiert Musik von Gershwin, Wallen und Weill und übernimmt in der ›Rhapsody in Blue‹ den Solopart. Das dritte Multitalent ist der Geiger Renaud Capuçon, der vom Pult aus Werke von Sohy und Brahms interpretiert.
Mit einem polnisch-böhmischen Programm, Raritäten von Bacewicz und Martinů sowie Dvořáks Achter gibt Dinis Sousa seinen Einstand am Pult des DSO, ebenso wie Hankyeol Yoon, der mit Tschaikowskys ›Pathétique‹ und Unsuk Chins ›Frontispiece‹ anreist. Ihr ›Debüt im Deutschlandfunk Kultur‹ geben in der neuen Spielzeit Riley Court-Wood und Chloé Dufresne. Zu Silvester und Neujahr dirigiert Lee Reynolds die beliebten Shows im Tempo-drom mit dem Circus-Theater Roncalli. Olha Dondyk, Sora Elisabeth Lee, Sasha Scolnik-Brower, Natan Sugár, Ralf Sochaczewsky und Molly Turner stehen schließlich bei den radio3 Kinderkonzerten am Pult des DSO.
Gastkünstler*innen
Klavier-Prominenz ist in der DSO-Saison 2026/2027 in beeindruckender Zahl zu Gast – mit Rafał Blechacz, Elisabeth Leonskaja, Jan Lisiecki, Gabriela Montero, Alice Sara Ott, Francesco Piemontesi, Fazıl Say und Tamara Stefanovich. An der Violine lassen Renaud Capuçon, Veronika Eberle, Vilde Frang, Bomsori Kim und Gil Shaham von sich hören, auch die Violoncelli sind mit Nicolas Altstaedt, Pablo Ferrández, Julia Hagen, Jean-Guihen Queyras und dem letztjährigen »Artist in Focus« Abel Selaocoe prominent vertreten. Aus den DSO-eigenen Reihen lassen die Schlagzeuger Jens Hilse und Sergey Mikhaylenko – gemeinsam mit den Artist*innen des Circus-Theaters Roncalli – zu Silvester und Neujahr von sich hören. Das Trio Catch und das Vision String Quartet sind in zwei Werken für Ensemble und Orchester zu Gast.
Die Saison kann erneut auch mit zahlreichen großen Stimmen aufwarten. Eva Zaïcik (Mezzosopran) singt Haydn und Schumann, Golda Schultz (Sopran) sowie Okka von der Damerau (Mezzosopran) Mahlers Zweite; Jennifer Johnston und Catriona Morison (Mezzosopran) bringen Geistliches auf die Bühne, Bassbariton Davóne Tines ein Concerto aus eigener Feder. Regula Mühlemann verleiht Rufus Wainwrights ›Dream Requiem‹ ihre Stimme, während Carine Tinney (Sopran), J’Nai Bridges (Mezzosopran), Siyabonga Maqungo (Tenor) und Kevin Deas (Bassbariton) Mozarts Requiem im Spiegel der Gegenwart erkunden.
Auch zwei hochgeschätzte Partnerensemble in der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC) stehen wieder mit dem DSO auf der Bühne: Der RIAS Kammerchor Berlin präsentiert zwei ungewöhnlich innige Requien, der Rundfunkchor Berlin lässt mit Psalmenvertonungen von Strawinsky, Bernstein und Lili Boulanger, Mozarts Requiem in Verbindung mit Stücken von Damien Geter, Eric Gould und Jessie Montgomery, Mahlers ›Auferstehungssymphonie‹ und Wainwrights ›Dream Requiem‹ von sich hören – hier gesellen sich noch der Staats- und Domchor Berlin sowie der Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin hinzu, außerdem ist die Schauspielerin Iris Berben als Erzählerin mit von der Partie. Der Chor Cantus Domus ist bei einem Kinderkonzert zu Gast. Die Autorinnen Heddi Feilhauer, Malin Schwerdtfeger und Neneh Sowe gestalten Lesungen im Rahmen der Kammerkonzertreihe ›Heldinnen‹. Ihr ›Debüt im Deutschlandfunk Kultur‹ geben schließlich der Pianist David Khrikuli, die Geigerin Geneva Lewis, die Bratscherin Sindy Mohamed und der Klarinettist Elad Navon.
Bewährte und neue Konzertformate
Mit Sonderkonzerten öffnet sich das DSO für neue Zielgruppen und bringt ungewöhnliche Konzertprojekte ins Haus des Rundfunks: Gemeinsam mit ARD Klassik und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) holt ›Game on Symphony‹ am 12. Oktober 2026 Musik aus Computerspielen in den Konzertsaal und live auf die Videoplattform Twitch. Das neue Format ›classic:klassik‹ mit den Podcast-Hosts Caro Worbs und Miguel Robitzky wagt einen unkonventionellen Blick auf legendäre Kompositionen und bietet an zwei Abenden Kontext statt Klassik-Mythos und Geschichten statt heiliger Ehrfurcht.
Ganz neue Facetten lassen sich bei FERRO:TON entdecken. Mit diesem Festival, das vom 28. bis 30. Mai 2027 in den Wilhelm Hallen und in Kooperation mit den Wilhelm Studios stattfindet, vernetzt sich das DSO mit der Kulturszene seiner neuen Heimat Reinickendorf. Zu den vielfältigen und innovativen Konzertprojekten, die hier geboten werden, gehört neben einem Abend, der performative Ausdrucksformen queerer Communities auf die Bühne bringt, auch das genreübergreifende Konzertprojekt ›Club Symphony: Technophonic‹ des Pianisten und Komponisten Francesco Tristano, das klassische Orchesterklänge mit elektronischer Clubmusik verbindet. Mit einem Zirkusprogramm, einem Kinderkonzert, zahlreichen Kammerkonzerten und einer Open Stage für lokale Musiktalente entsteht an den Festivalnachmittagen ein offenes Miteinander der Künste und Kulturformen, das die Wilhelm Hallen zum Ort der Begegnung und Teilhabe für Menschen jeder Altersgruppe werden lässt.
Im Großen Sendesaal finden zudem sechs Mal pro Saison die radio3 Kinderkonzerte statt sowie das Auftakt- und Abschlusskonzert des Festivals für neue Musik ›Ultraschall Berlin‹ unter der Leitung von Vitali Alekseenok und Karen Kamensek.
Die Casual Concerts in der Philharmonie gehören seit 2007 zu den Markenzeichen des DSO. Die drei Abende der 20. Casual-Saison moderieren und dirigieren Ingo Metzmacher, Anja Bihlmaier und Dalia Stasevska. In Zusammenarbeit mit radioeins verwandeln in der Lounge nach den Konzerten wieder spannende DJs und Live Acts der internationalen Popularmusikszene das Philharmonie-Foyer in einen Dancefloor.
Kammermusik in vielerlei Gestalt
Die Konzerte der traditionellen Kammermusikserie finden in der Saison 2026/2027 an drei verschiedenen Spielorten statt: Drei Abende laden im Museum Fotografiska an der Oranienburger Straße zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Fotokunst ein. Drei Gesprächskonzerte der Reihe ›Heldinnen‹ präsentieren in der Villa Elisabeth Leben und Geschichten außergewöhnlicher Frauen – Ethel Smyth, Rosa Parks und Margot Friedländer –, einen weiteren Abend gestalten dort die Akademist*innen des DSO. Vier weitere Konzerte bespielen erneut den Spiegelsaal in Clärchens Ballhaus. Die beliebte Reihe ›Notturno‹, die das DSO seit 2010 gemeinsam mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz veranstaltet, geht in ihre nunmehr 17. Saison; diesmal können das Bode-Museum, das Museum für Fotografie und das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz musikalisch und in vorangehenden Führungen erkundet werden.
Das 2023 eingeführte Format ›Musik und Verbrechen‹ wurde rasch zu einem Publikumserfolg. In Zusammenarbeit mit dem beliebten Podcast ›ZEIT Verbrechen‹ und dessen Hosts präsentiert es an einem Abend im Haus des Rundfunks neue, turbulente Kriminalgeschichten – mit Sabine Rückert, Gründerin des Podcasts und Herausgeberin des Magazins ZEIT Verbrechen, Andreas Sentker, Geschäftsführender Redakteur der ZEIT und Herausgeber des Magazins ZEIT WISSEN, und einem Kammermusikensemble des DSO.
Im Rahmen der Berlin Art Week 2026 und des ›Hallen 07‹-Festivals bespielen Kammermusikensembles des DSO am 13. September wieder das Areal der Wilhelm Studios. Das Orchester, das seit März 2025 sein neues Domizil in den Wilhelm Hallen in Berlin-Reinickendorf gefunden hat, verortet sich damit ein weiteres Mal in seiner neuen Nachbarschaft. Am Pfingstmontag, den 17. Mai 2027, ist das DSO zudem auf der Musikbühne im Berliner Zoo zu Gast.
›Symphonic Mob‹ in Berlin, Deutschland und Europa
Berlins größtes Spontanorchester, der ›Symphonic Mob‹, findet in der Saison 2026/2027 bereits zum 13. Mal statt. Seit 2014 begeistert das populäre und innovative Mitspielformat des DSO regelmäßig über 1.000 enthusiastische Amateur*innen, die sich erneut mit den Orchesterprofis unter dem Dach des Centers am Potsdamer Platz zum gemeinsamen Musizieren versammeln. Das Konzert am 12. Juni 2027 leitet Friedrich Praetorius.
Wie in den vergangenen Jahren wurde und wird der ›Symphonic Mob‹ auch diesmal wieder an weiteren Orten von lokalen Orchestern in Kooperation mit dem DSO umgesetzt, darunter Bad Kissingen, Colmar, Göttingen, München und Salzburg.
Gastspiele
In der Spielzeit 2026/2027 ist das DSO über seine Konzerte in Berlin hinaus wieder im nationalen und internationalen Musikleben präsent. Eine Tournee Anfang Juli dieses Jahres führt das Orchester, seinen Ehrendirigenten Kent Nagano und den Pianisten Mao Fujita zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, in den Concertgebouw Amsterdam, zum Klavierfest Ruhr in Wuppertal, zum Kissinger Sommer sowie nach Passau zu den Europäischen Wochen. Kurz darauf ist das Orchester dann noch mit seinem zukünftigen Chefdirigenten Kazuki Yamada und der Saxophonistin Asya Fateyeva beim Schleswig-Holstein Musik Festival und bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten zu erleben. Im März 2027 gastieren das DSO, Dirigent Pablo Heras-Casado und Pianist Francesco Piemontesi in Antwerpen, im Mai in der Hamburger Elbphilharmonie mit Chefdirigent Kazuki Yamada und Cellist Jean-Guihen Queyras. Weitere Gastspiele sind in Planung.
Erfolgsbilanz 2025 und ein Ausblick in Zahlen
Das DSO setzte seine äußerst positive wirtschaftliche Entwicklung auch im vergangenen Konzertjahr mit insgesamt 60 Berliner Eigenveranstaltungen fort. Nach der Rekordbilanz von 2,89 Millionen Euro 2024 blieb der Umsatz mit 2,88 Millionen Euro 2025 auf höchstem Niveau stabil.
In der Saison 2026/2027 gibt das DSO insgesamt 65 Konzerte in Berlin, davon 28 Symphoniekonzerte, drei Casual Concerts und zwei Konzerte der Reihe ›Debüt im Deutschlandfunk Kultur‹ in der Philharmonie, zwei Silvesterkonzerte und ein Neujahrskonzert im Tempodrom, vier Sonderkonzerte im Haus des Rundfunks, zwei Konzerte im Rahmen des Festivals ›Ultraschall Berlin‹, sechs radio3 Kinderkonzerte sowie 17 Kammerkonzerte an unterschiedlichen Orten, darunter drei Konzerte im Fotografiska, jeweils vier in der Villa Elisabeth und Clärchens Ballhaus, drei in Berliner Museen. Hinzu kommen drei Konzerttage beim FERRO:TON-Festival in den Wilhelm Hallen und jeweils ein Konzerttag im Berliner Zoo und beim ›Hallen 07‹-Festival im Rahmen der Berlin Art Week.
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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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