Elisabeth Leonskaja mit Beethovens Viertem Klavierkonzert beim DSO am Do., 09.04.
Aivis Greters dirigiert Strauss’ ›Alpensinfonie‹ und George Walkers ›Lyric for Strings‹
Zum Konzert am Donnerstag, den 9. April begrüßt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) die Pianistin Elisabeth Leonskaja in der Philharmonie. Unter der Leitung von Aivis Greters interpretiert sie Ludwig van Beethovens Viertes Klavierkonzert. Neben der opulenten Tondichtung ›Eine Alpensinfonie‹ von Richard Strauss ist außerdem ›Lyric for Strings‹ von George Walker zu hören, der 1946 als erster afroamerikanischer Komponist mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnet wurde.
Mit Elisabeth Leonskaja ist am 9. April eine der großen Pianistinnen unserer Zeit beim DSO zu erleben. Ihre enorme Musikalität fühlt sich vor allem dort zuhause, wo Klassik und Romantik sich begegnen – wie in Beethovens Viertem Klavierkonzert, das von seinem lyrischen Anfang bis zu seinem impulsiv-virtuosen Ende einen weiten Bogen spannt. Zuvor eröffnet Aivis Greters den Abend mit Musik von George Walker, der als erster afroamerikanischer Komponist den Pulitzer Prize für sein Schaffen erhielt. ›Lyric for Strings‹ gedenkt seiner versklavten Großmutter und zeichnet sich durch eine tief berührende Tonsprache aus. Zum fulminanten Abschluss erklingt die monumentale ›Alpensinfonie‹: Mit Hilfe von Windmaschine, Donnerblech und Kuhglocken sowie imposanter Orchesterbesetzung empfindet Richard Strauss in seiner Symphonischen Dichtung eine so idyllisch wie gefahrvolle Bergwanderung nach.
Die gebürtige Georgierin Elisabeth Leonskaja gewann noch als Studentin Preise bei wichtigen internationalen Klavierwettbewerben, 2020 wurde ihr der International Classical Music Award für ihr Lebenswerk verliehen; ihre Wahlheimat Österreich zeichnete sie für ihre besonderen Verdienste mit dem Ehrenkreuz aus, und auch ihre umfangreiche Diskografie wurde vielfach mit renommierten Preise gewürdigt. Als Solistin tritt sie mit den führenden Orchestern der Welt auf, darunter das New York Philharmonic, das London Symphony und die Berliner Philharmonikern. Beim DSO war sie zuletzt 2015 unter der Leitung von Tugan Sokhiev zu Gast.
Aivis Greters ist seit 2024 Erster Gastdirigent an der Göteborger Oper. Der lettische Dirigent leitete alle wichtigen Klangkörper seiner Heimat und stand nach Erfolgen bei internationalen Wettbewerben, darunter der Zweite Preis beim Deutschen Dirigentenpreis 2021, Klangkörpern wie dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Orchestre de Paris, den Wiener Symphonikern und dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra vor. Sein Debüt beim DSO gab er im März 2024 mit der Dritten Symphonie von Bruckner und Wagners ›Wesendonck-Liedern‹.
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