Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

 

Abo-Konzert Serie A

 
12
Sa 12. Januar 2013
20 Uhr
Philharmonie Berlin

Tugan Sokhiev

Olga Borodina Mezzosopran

Ildar Abdrazakov Bass

Wladimir Kaminer Sprecher

Rundfunkchor Berlin

Tobias Löbner Choreinstudierung

Staats- und Domchor Berlin

Kai-Uwe Jirka Choreinstudierung

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Sergej Prokofjew
›Iwan der Schreckliche‹ – Oratorium für Sprecher, Alt, Bariton, Chor und Orchester 

18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

In Zusammenarbeit mit dem Rundfunkchor Berlin

Künstler

Tugan Sokhiev Dirigent Foto: Urban Zintel

Tugan Sokhiev | DirigentTugan Sokhiev

Ildar Abdrazakov | BassIldar Abdrazakov

Olga Borodina | MezzosopranOlga Borodina

Wladimir Kaminer | SprecherWladimir Kaminer

Tugan Sokhiev Dirigent

Tugan Sokhiev tritt mit Beginn der Saison 2012|2013 das Amt als siebter Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) an. Bereits seit 2008 ist der Nordossete Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre National du Capitole de Toulouse, zu dem er nach drei Jahren als Erster Gastdirigent berufen wurde. Auch mit dem Mariinsky-Theater in St. Petersburg und dem Londoner Philharmonia Orchestra verbindet ihn eine regelmäßige künstlerische Partnerschaft.

Darüber hinaus ist Tugan Sokhiev ein weltweit gefragter Gastdirigent führender Opernhäuser und Orchester. Sein Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker 2010 führte unmittelbar zu Wiedereinladungen. Mit großem Erfolg debütierte er im Jahr zuvor bei den Wiener Philharmonikern. Weiterhin trat er in der jüngeren Vergangenheit mit dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchester der Fondazione Arturo Toscanini, Orquesta Nacional de España, den Symphonieorchestern in Bournemouth und Sydney, den Philharmonischen Orchestern in Montpellier, Moskau, München, Oslo, Rotterdam und Strasbourg, den Rundfunkorchestern in Frankfurt, Helsinki, Paris, Stockholm, Tokyo, Turin und Wien sowie mit dem Bayerischen Staatsorchester, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und im Rahmen der Konzertreihe der Mailänder Scala auf.

Mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Philharmonia Orchestra und dem Mahler Chamber Orchestra gab Tugan Sokhiev zahlreiche vielbeachtete Gastspiele, u. a. in Frankreich, Deutschland, Österreich, Kroatien, Spanien, China, Japan, Südamerika und Russland. 2005 wählte ihn die Union der französischen Musikkritiker nach einem umjubelten Auftritt im Théâtre des Champs-Elysées zur »musikalischen Entdeckung des Jahres«. Seine ersten beiden Einspielungen für Naïve Classique – darunter Tschaikowskys Vierte Symphonie, Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ und Prokofjews ›Peter und der Wolf‹ – erhielten hervorragende Rezensionen. Die Aufnahmen von Schostakowitschs ›Festlicher Overtüre‹ und Tschaikowskys Fünfter Symphonie wurden vom Magazin ›Gramophone‹ als ›Editor’s Choice‹ gewürdigt.

2002 gab Tugan Sokhiev sein Operndebüt in Großbritannien mit ›La Bohème‹ an der Welsh National Opera, zu deren Leitung er danach für ein Jahr berufen wurde. 2003 debütierte er mit der ›Eugen Onegin‹-Produktion des Mariinsky-Theaters an der Metropolitan Opera in New York. Außerdem dirigierte er 2004 erstmals beim Festival in Aix-en-Provence (›Die Liebe zu den drei Orangen‹), gefolgt von erfolgreichen Wiederaufnahmen in Luxemburg und am Teatro Real in Madrid. 2006 leitete er eine gefeierte Aufführung von ›Boris Godunow‹ an der Houston Grand Opera, am Mariinsky-Theater dirigierte er Produktionen von ›Der goldene Hahn‹, ›Iolanta‹, ›Samson und Delilah‹, ›Der feurige Engel‹ und ›Carmen‹ sowie am Théâtre du Capitole viel beachtete Aufführungen von ›Pique Dame‹, ›Iolanta‹ und ›Tosca‹. Produktionen von ›Pique Dame‹ und ›Boris Godunow‹ dirigierte er kürzlich an der Wiener Staatsoper.

Tugan Sokhiev wurde 1977 in Wladikawkas, der Hauptstadt Nordossetiens, geboren. Nach zwei Jahren Dirigierunterricht bei Anatoli Briskin begann er auf Rat und durch Vermittlung seines Lehrers bei Ilja Musin, der einst die Schule des Dirigierens in Russland begründet hatte, in St. Petersburg zu studieren.


April 2012

Ildar Abdrazakov Bass Foto: Alexander Vasiljev

Tugan Sokhiev | DirigentTugan Sokhiev

Ildar Abdrazakov | BassIldar Abdrazakov

Olga Borodina | MezzosopranOlga Borodina

Wladimir Kaminer | SprecherWladimir Kaminer

Ildar Abdrazakov Bass

Der Bass Ildar Abdrazakov wurde 1976 im russischen Ufa geboren und studierte dort bei Milyausha Murtazina am Staatlichen Institut der Künste. Er war Erster Preisträger des Internationalen Glinka Gesangswettbewerbs 1997 sowie des Rimsky-Korsakov-Wettbewerbs 1998 und gewann 2000 den Internationalen Maria Callas Fernseh-Wettbewerb. 2001 gab er sein Debüt am Teatro alla Scala in Mailand, wo er in der Saison 2003|2004 in der Titelrolle von Rossinis ›Moses und Pharao‹ unter Riccardo Muti auch seinen weltweiten Durchbruch feierte. Seitdem singt er in den großen Opernhäusern wie der Metropolitan Opera New York, der San Francisco Opera und der Wiener Staatsoper, aber auch bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen. Er arbeitet mit vielen namhaften Dirigenten, Solisten und Orchestern zusammen, wie z. B. Riccardo Chailly, Valery Gergiev, der Accademia di Santa Cecilia unter der Leitung von Myung-Whun Chung, dem BBC Philharmonic Orchestra bei den Londoner ›Proms‹, dem Orchestre National de France und den Wiener Philharmonikern.

Ildar Abdrazakovs breites Repertoire reicht von Mozarts ›Figaro‹ über Rossinis ›Stabat Mater‹ bis hin zu Boitos ›Mefistofele‹. Seine CD-Einspielungen wurden unter Decca Records, EMI Classics und Chandos Records veröffentlicht. Für die Aufnahme von Verdis ›Messa da Requiem‹ mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti wurde er 2011 mit dem ›Grammy Award‹ für das beste Klassik-Album des Jahres ausgezeichnet.

Olga Borodina Mezzosopran Foto: Philips Classics

Tugan Sokhiev | DirigentTugan Sokhiev

Ildar Abdrazakov | BassIldar Abdrazakov

Olga Borodina | MezzosopranOlga Borodina

Wladimir Kaminer | SprecherWladimir Kaminer

Olga Borodina Mezzosopran

Ihre internationale Karriere begründete die russische Mezzosopranistin Olga Borodina 1992 mit ihrem Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London, als sie an der Seite von Placido Domingo die Titelrolle in Camille Saint-Saëns ›Samson et Dalila‹ sang. Als Rossinis ›La Cenerentola‹, Marguérite in Berlioz’ ›La damnation de Faust‹ und in Mussorskys ›Khovanshchina‹ kehrte sie später erfolgreich nach Covent Garden zurück. Ihr Amerika-Debüt gab sie 1995 an der San Francisco Opera, wo sie auch in Bizets ›Carmen‹ und ›The Tzar’s Bride‹ Rimski-Korsakows zu hören war. Seither tritt sie auf den großen Bühnen der Welt wie der Metropolitan Opera New York auf.

Olga Borodina konzertierte unter anderem mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, den Wiener Philharmonikern und dem Orchestre National de France. Dabei arbeitete sie mit renommierten Dirigenten wie James Conlon, Valery Gergiev bei den Londoner ›Proms‹, Mstislaw Rostropowitsch und Riccardo Muti zusammen.

Zu ihrem Konzertrepertoire, da sie unter anderem mit dem Metropolitan Opera Orchestra unter James Levine aufführte, zählen Verdis ›Messa da Requiem‹, Rimski-Korsakows ›Scheherezade‹, Berlioz’ ›La mort de Cleopatre‹, Rossinis ›Stabat Mater‹, Strawinskys ›Pulcinella‹-Suite sowie Prokofjews ›Iwan der Schreckliche› und ›Alexander Newski‹.

Olga Borodina wurde im Jahr 2002 als ›People’s Artist of Russia‹ ausgezeichnet und war 2007 Preisträgerin des Staatspreises der Russischen Föderation. Ihre jüngste Aufnahme der ›Messa da Requiem‹ von Verdi mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti gewann 2011 den ›Grammy Award‹ für das beste Klassik-Album des Jahres.

Wladimir Kaminer Sprecher Foto: Katja Hentschel

Tugan Sokhiev | DirigentTugan Sokhiev

Ildar Abdrazakov | BassIldar Abdrazakov

Olga Borodina | MezzosopranOlga Borodina

Wladimir Kaminer | SprecherWladimir Kaminer

Wladimir Kaminer Sprecher

»Privat ein Russe, beruflich ein deutscher Schriftsteller.«

Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte ›Russendisko‹. Mit der gleichnamigen Erzählsammlung (2000) sowie zahlreichen weiteren Büchern wie ›Militärmusik‹ (2001), ›Die Reise nach Trulala‹ (2002), ›Karaoke‹ (2005) und zuletzt ›Liebesgrüße aus Deutschland‹ (2011) avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands. Alle seine Bücher gibt es als Hörbuch, von ihm selbst gelesen.