Biografie

Seit ihrem Debüt beim New York Philharmonic unter Zubin Mehta im Alter von 11 Jahren kann die japanische Geigerin Midori auf eine einzigartige Karriere als Musikerin, Pädagogin und Aktivistin zurückblicken. Im Laufe ihrer über 30-jährigen Bühnenpräsenz hat sie mit allen großen Orchestern weltweit konzertiert und auf bedeutenden Kammermusikpodien gestanden. Beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin war sie zuletzt im November 2013 mit Béla Bartóks Zweitem Violinkonzert unter der Leitung von Christoph Eschenbach zu Gast.

Die Geigerin begeistert sich für zeitgenössische Musik und führte schon zu Beginn ihrer Karriere die ›Serenade‹ von Leonard Bernstein unter Leitung des Komponisten auf. Sie hat zahlreiche Werke in Auftrag gegeben, z.B. von Rodion Shchedrin, Krzysztof Penderecki und Einojuhani Rautavaara. Höhepunkte ihres Engagements für die Musik der Gegenwart waren die Uraufführungen der ihr gewidmeten Violinkonzerte von Peter Eötvös und Johannes Maria Staud. Die Aufnahme von Hindemiths Violinkonzert mit dem NDR-Sinfonieorchester und Christoph Eschenbach wurde 2013 mit einem ›Grammy‹ ausgezeichnet.

Ihre Konzertaktivität ergänzt die Künstlerin durch ihren Einsatz für Bildung und gemeinnützige Initiativen. 1992 gründete sie in New York die non-profit-Organisation ›Midori & Friends‹, die unterprivilegierten Kindern den Zugang zu Musik ermöglicht. Drei weitere von ihr initiierte Programme – ›Music Sharing‹, ›Orchestra Residencies Program‹ und ›Partners in Performance‹ – verfolgen ähnliche Ziele und werden in den USA, Japan und mittlerweile auch in Costa Rica, Bulgarien, Mongolei, Brasilien und Kambodscha u.a. durchgeführt. Für ihr soziales Engagement wurde Midori 2007 vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, zur Botschafterin des Friedens ernannt und 2012 mit dem renommierten ›Crystal Award‹ des World Economic Forum in Davos ausgezeichnet.

Ihrer umfassenden Diskografie mit Werken des Barock bis in die Gegenwart fügte die Geigerin 2015 Aufnahmen der Solosonaten und -partiten von Bach hinzu und 2017 eine DVD-Einspielung derselben auf Schloss Köthen, sowie 2016 die Einspielung des ihr gewidmeten Violinkonzerts ›DoReMi‹ von Peter Eötvös. 2004 veröffentlichte der Henschel Verlag Midoris Autobiographie ›Einfach Midori‹, die 2012 in einer erweiterten Neuauflage erschienen ist.

Midori spielt die ›ex-Huberman‹ Guarnerius del Gesù von 1734.

Konzerte mit Midori