Biografie

Seit seinem Debüt 1974 bei den New Yorker Philharmonikern hat James Conlon alle großen europäischen und amerikanischen Symphonieorchester dirigiert und sich mit langjähriger Konzerttätigkeit sowie einer umfassenden, preisgekrönten Diskografie international den Ruf eines der bedeutendsten amerikanischen Dirigenten erworben. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Der Dirigent begleitete das Orchester im Februar 2013 auf der Gastreise nach Spanien und stand zuletzt im Oktober 2015 am Pult des DSO.

In der vergangenen Saison feierte James Conlon sein zehnjähriges Jubiläum als Musikdirektor an der Los Angeles Opera. In seiner Amtszeit brachte er - erstmalig in Los Angeles - Wagners ›Ring‹ auf die Opernbühne.

Weitere Opernengagements führten den Dirigenten u. a. an die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper, die Lyric Opera of Chicago, ans Mariinsky Theatre in Sankt-Peterburg, ans Royal Opera House in Covent Garden, ans Teatro dell'Opera di Roma und zum Opernfestival Maggio Musicale Fiorentino. Als Chefdirigent der Pariser Nationaloper prägte James Conlon von 1995 bis 2004 eine der wichtigsten europäischen Institutionen des Musiktheaters. Zuvor hat der amerikanische Dirigent über ein Jahrzehnt als Generalmusikdirektor das Musikleben der Stadt Köln mitbestimmt und das dortige Gürzenich-Orchester sowie das Kölner Opernhaus geleitet. Seit der letzten Saison ist James Conlon Chefdirigent des RAI National Symphony Orchestra im italienischen Torino.

Ein besonderes Anliegen des Dirigenten ist die Wiederentdeckung der Komponisten, die aufgrund der Unterdrückung durch das NS-Regime in Vergessenheit geraten sind. Für dieses Engagement wurde James Conlon 2007 mit dem Crystal Globe Award der Anti-Defamation League ausgezeichnet und erhielt 1999 den Zemlinsky-Preis.

James Conlon ist Träger verschiedener Ehrendoktortitel und diverser Preise, darunter vier Grammy Awards, die Medal der American Liszt Society 2008 und den Music Institute of Chicago's Dushkin Award 2009. Zudem ist er Commander des ›Ordre des Arts et des Lettres‹ und seit 2002 Mitglied der französischen ›Légion d'Honneur‹.