Biografie

Der tschechische Cellist Tomáš Jamník hat sich als Interpret sowohl klassischer als auch zeitgenössischer Kompositionen in der internationalen Klassikszene etabliert.

2006 gewann er den Internationalen Musikwettbewerb des Festivals Prager Frühling, zudem wurde er u. a. mit dem Tschechischen Rundfunkpreis, dem Oleg Podgorny-Preis und dem Preis der Pro Harmonia Mundi-Stiftung ausgezeichnet.

Seitdem ist der Musiker mit international renommierten Orchestern in Europa, den USA und Asien aufgetreten. Zu diesen gehören die Tschechische Philharmonie und die Prager Philharmoniker, das Jerusalem Symphony und das Londoner Philharmonia Orchestra. Zu seinen Kammermusik-Partnern zählen der Pianist Leif Ove Andsnes, der Geiger Josef Špaček, die Mezzosopranistin Magdalena Kožená und das Pavel Haas-Quartett. Der Cellist ist außerdem Mitglied des Dvořák Trios. Jamník konzertiert in so bedeutenden Konzertsälen wie der Londoner Barbican Hall und der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie in Hamburg, dem Rudolfinum in Prag und dem Salzburger Mozarteum.

In den vergangenen Spielzeiten hat der Musiker seine eigene Version von Dvořáks Erstem Violoncellokonzert in A-Dur beim Dvořák-Festival in Prag und ›Narcissus‹ für Cello und Orchester von Jan Ryant Dřízal uraufgeführt. Im Rahmen seines Engagements für zeitgenössische Musik brachte er u. a. Werke der tschechischen Komponisten Miroslav Srnka, Michal Nejtek, Slavomír Hořínka und Ondřej Kukal zur Uraufführung.

Für die Saison 2020/2021 ist Jamníks Debüt beim DSO sowie die erste USA-Tournee des Künstlers geplant. Ab Herbst 2020 wird er als Fulbright-Stipendiat an der Juillard School in New York tätig sein.

Neben seiner Konzertkarriere ist der Künstler auch als Pädagoge und Musik-Vermittler aktiv. Seit 2015 ist er künstlerischer Leiter der Tschechischen Kammermusikakademie, seit 2019 amtiert er in derselben Position an der Ševčík-Akademie.

Der Cellist, der aktuell in Berlin lebt, studierte u. a. bei Josef Chuchro an der Prager Akademie der darstellenden Künste, später an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig bei Peter Bruns und an der Universität der Künste Berlin bei Jens Peter Maintz. Tomáš Jamník spielt ein Lorenzo Storioni-Violoncello von 1784, das ihm großzügig aus der Privatsammlung von Aleš Voverka zur Verfügung gestellt wird.

Konzerte mit Tomáš Jamník

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