Biografie

Julie Boulianne studierte an der Schulich School of Music in Montreal. Heute ist sie Gast an den führenden Opernhäusern, bei Festivals und in Konzertsälen wie der New Yorker Metropolitan Opera, dem Royal Opera House Covent Garden in London, dem Pariser Théâtre des Champs-Elysées, am La Monnaie in Brüssel und an den Opernhäusern von Paris, Dijon, Lyon, Marseille, Toulouse, Vancouver, Quebec, Montreal und Zürich. Sie ist im Concertgebouw in Amsterdam, in Boston, Miami und bei den BBC Proms aufgetreten, sowie bei den Festspielen in Aix-en-Provence und Glyndebourne, beim Glimmerglass Festival in den USA und beim Saito Kinen Festival in Japan.

Ihr Repertoire reicht von Glucks ›Iphigénie en Tauride‹ bis zu Philippe Boesmans ›Pinocchio‹, bei dessen Uraufführung in Aix-en-Provence sie mitgewirkt hat. Eine besondere Neigung zeigt die Sängerin für die französische Oper mit Rollen in ›La damnation de Faust‹ und ›Béatrice et Bénédict‹ von Berlioz, Massenets ›Cendrillon‹, Chabriers ›L’étoile‹ und Ravels ›L’enfant et les sortilèges‹. Darüber hinaus sang sie die Elvira in Mozarts ›Don Giovanni‹, Cherubino in ›Le nozze di Figaro‹, Annio und Sesto in ›La clemenza di Tito‹ und wirkte in Aufführungen von Rossinis ›Il barbiere di Siviglia‹ und ›La Cenerentola‹ sowie Bellinis ›I Capuleti e i Montecchi‹ mit. An der Oper Frankfurt feierte die Sopranistin im Dezember 2017 ihr Deutschland-Debüt als Charlotte in Jules Massenets ›Werther‹. Zuvor war sie mit Händels ›Giulio Cesare in Egitto‹ erstmals am Theater an der Wien zu erleben.

Auch als Konzertsängerin ist Julie Boulianne international gefragt und arbeitet mit namhaften Orchestern unter der Leitung von Dirigenten wie Yannick Nézet-Séguin, Franz Welser-Möst, Charles Dutoit, Mark Elder, John Eliot Gardiner, Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Marin Alsop und Tugan Sokhiev zusammen. Ihr Konzert-Repertoire umfasst u. a. Berlioz' ›Les nuits d’été‹ und ›Roméo et Juliette‹, Händels ›Messiah‹, Bachs h-moll-Messe, Beethovens ›Missa solemnis‹, Honeggers ›Jeanne d’Arc au bûcher‹, Janáčeks ›Glagolitische Messe‹, Mahlers Dritte Symphonie und Ravels ›Shéhérazade‹.

März 2018