Biografie

Ildar Abdrazakov wurde 1976 in Ufa, der Hauptstadt der Sowjetrepublik Baschkirien, als Kind eines Künstlerpaares geboren. Nach seinem Abschluss an der Staatlichen Kunsthochschule in Ufa wurde er Mitglied an der Baschkirischen Oper und machte bei Gesangswettbewerben auch international auf sich aufmerksam. Der Sieg beim Maria-Callas-Wettbewerb in Parma im Jahr 2000 führte zu seinem Debüt an der Mailänder Scala im darauffolgenden Jahr.

Seitdem hat sich Ildar Abdrazakov zu einem der gefragtesten Bässe etabliert und ist bereits in fast allen großen Opernhäusern der Vereinigten Staaten und Europas aufgetreten, etwa am Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Teatro Real Madrid, der Pariser Opéra Bastille, der San Francisco Opera, der Washington National Opera und der Los Angeles Opera.

Die letzte Spielzeit führte ihn in der Titelpartie von ›Le nozze di Figaro‹ und als Assur in ›Semiramide‹ an die Metropolitan Opera New York, wo er 2004 in ›Don Giovanni‹ unter James Levine debütiert hat und seitdem regelmäßig zu erleben ist. Unlängst gab er an der Pariser Oper sein Rollendebüt in der Titelpartie von Mussorgskis ›Boris Godunow‹ und war bei den Salzburger Festspielen in der Wiederaufnahme von Rossinis ›L'italiana in Algeri‹ zu Gast. Eine besonders enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet den Sänger mit Riccardo Muti, unter dessen Leitung er in mehreren Konzerten und Opern aufgetreten ist, u. a. als Moses in der Produktion von Rossinis ›Moïse et Pharaon‹, die auf CD und DVD erschienen ist.

Darüber hinaus arbeitet Ildar Abdrazakov regelmäßig mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Riccardo Chailly und Antonio Pappano zusammen und wird von so renommierten Orchestern wie dem Chicago Symphony, den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rotterdam Philharmonic und dem Orchestre National de France eingeladen.

Seit dem Frühjahr 2017 ist Ildar Abdrazakov Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon und hat dort zusammen mit Rolando Villazón Duette italienischer und französischer Opern aufgenommen.

März 2018