Biografie

Isabelle Faust ist eine der bemerkenswertesten Geigerinnen der Gegenwart.

Als Preisträgerin des Leopold-Mozart-Wettbewerbs in Augsburg und des Paganini-Wettbewerbs in Genua musizierte sie bereits in jungen Jahren mit bedeutenden Orchestern in aller Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Freiburger Barockorchester oder dem Chamber Orchestra of Europe. Beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin war die Geigerin zuletzt im Juni 2016 zu Gast und spielte unter Sir Roger Norrington Mozarts Viertes Violinkonzert. Seit 2016 ist sie ›Artistic Partner‹ des Mahler Chamber Orchestra.

Ihr Repertoire reicht von Bach bis hin zu zeitgenössischer Geigenliteratur. Olivier Messiaen, Werner Egk und Jörg Widmann zählen zu den Komponisten, deren Werke sie uraufgeführt hat. Zudem engagiert sie sich für die Musik von György Ligeti, Morton Feldman und Luigi Nono.

Regelmäßig arbeitet die Geigerin mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Daniel Harding, Bernard Haitink und Andris Nelsons zusammen. Eine besonders enge Beziehung verband sie mit Claudio Abbado, mit dem sie in mehreren Ländern konzertierte und eine mehrfach preisgekrönte CD mit den Violinkonzerten Beethovens und Bergs einspielte. Diese Aufnahme mit dem Orchestra Mozart wurde mit dem ›Diapason d'or‹, einem ›ECHO Klassik‹, dem ›Gramophone Award 2012‹ und dem japanischen ›Record Academy Award‹ ausgezeichnet.

Mit ihrem langjährigen Kammermusikpartner Alexander Melnikov hat Isabelle Faust zahlreiche Alben eingespielt, darunter Sonaten für Violine und Klavier von Brahms und Klaviertrios von Schumann. Zu ihren aktuellen CD-Aufnahmen zählt die Gesamteinspielung von Mozarts Violinkonzerten mit Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini, sowie ein Bach-Album mit dem Spezialisten für historische Tasteninstrumente Kristian Bezuidenhout.

Isabelle Faust spielt die ›Dornröschen‹-Stradivari von 1704.