Biografie

Nachdem die argentinische Cellistin Sol Gabetta in jüngerer Vergangenheit mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle sowie dem Los Angeles Philharmonic unter der Leitung von Gustavo Dudamel aufgetreten war, wurde sie mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 Capell-Virtuosin der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Zum Auftakt spielte sie unter der Leitung von Daniele Gatti das Erste Violoncellokonzert von Saint-Saëns. In derselben Saison amtierte sie auch als Porträtkünstlerin bei den Bamberger Symphonikern und konzertierte in dieser Funktion mit Klaus Mäkelä und Jakub Hrůša. Mit dem Gewandhausorchester Leipzig führte sie Weinbergs Violoncellokonzert auf, das sie im Mai 2021 auch mit dem DSO interpretieren wird.

Zu den Höhepunkten der Saison gehörte auch eine Europa-Tournee mit dem NHK Symphony Orchestra unter Paavo Järvi und die Uraufführung des für sie geschriebenen Violoncellokonzerts ›Concerto en Sol‹ von Wolfgang Rihm.

Als Kammermusikerin unternahm sie eine Italienreise mit Pianist Nelson Goerner und trat mit ihrem langjährigen Konzertpartner Bertrand Chamayou auf. Gabettas Engagement für die Kammermusik führte sie in der Vergangenheit u. a. zu Veranstaltungsorten wie dem New Yorker Lincoln Center, der Wigmore Hall in London sowie zu den Festivals in Luzern, Verbier und Schwetzingen. Sol Gabetta ist Künstlerische Leiterin des von ihr gegründeten Solsberg Festival.

Die Cellistin ist mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet worden: 2018 erhielt sie bei den Salzburger Osterfestspielen den Herbert-von-Karajan-Preis, der ECHO Klassik wurde ihr alle zwei Jahre zwischen 2007 und 2013 und zuletzt 2016 verliehen. Auch beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb und beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München wurde sie ausgezeichnet. Ihre umfangreiche Diskografie bei Sony hat sie in den letzten Jahren durch eine Aufnahme von späten Schumann-Werken und durch Cellokonzerte von Elgar und Martinů mit den Berliner Philharmonikern ergänzt.

Sol Gabetta spielt ein Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1730 in Venedig, das ihr vom Atelier Cels zur Verfügung gestellt wurde. Seit 2005 unterrichtet sie an der Musik-Akademie Basel.

Mai 2020

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