Biografie

Der finnische Dirigent Osmo Vänskä absolvierte sein Dirigierstudium an der Sibelius-Akademie in Helsinki und gewann 1982 den Ersten Preis der International Young Conductors Competition im französischen Besançon. Nach Stationen beim Isländischen Symphonieorchester und der Sinfonia Lahti, denen er heute als Ehrendirigent verbunden ist, sowie beim BBC Scottish Symphony Orchestra wurde er 2003 Chefdirigent des Minnesota Orchestra. Unter seiner Leitung reiste das Minnesota Orchestra im Mai 2015 als erstes US-amerikanisches Orchester der jüngeren Geschichte nach Kuba.

Auch als Gastdirigent ist Osmo Vänskä gefragt und steht am Pult renommierter Orchester wie den Symphonieorchestern von Boston, Chicago, San Francisco und Toronto, dem New York Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Orchestre de Paris, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und den Berliner Philharmonikern. Eine umfangreiche Tournee mit dem Curtis Symphony Orchestra und namhaften Solisten, darunter Peter Serkin und Benjamin Schmid, führten ihn zu Konzerten nach Helsinki, Bremen, Berlin, Dresden, London, Salzburg, Wien und Breslau. Zusammen mit dem DSO präsentierte Osmo Vänskä im September 2015 ein Programm mit Igor Strawinskys ›Le Sacre du printemps‹ und Dmitrij Schostakowitschs Erstem Klavierkonzert.

Mit dem Minnesota Orchestra nahm Osmo Vänskä alle Beethoven-Symphonien für BIS auf. Die Einspielung der Neunten Symphonie wurde für einen Grammy Award nominiert. Mit dem Pianisten Stephen Hough spielte er zudem die drei Klavierkonzerte Tschaikowskys für Hyperion ein. 2014 wurden die ebenfalls mit dem Minnesota Orchestra entstandenen Aufnahmen von Sibelius' Erster und Vierter Symphonie mit einem Grammy ausgezeichnet. Derzeit arbeitet das Orchester unter Vänskäs Leitung an der Gesamteinspielung von Gustav Mahlers Symphonien.

Osmo Vänskä erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein musikalisches Schaffen, u. a. Ehrendoktortitel der Universitäten von Glasgow und Minnesota, den Royal Philharmonic Society Award sowie den Ditson Conductors Award der Columbia University.

März 2018