Biografie

Emanuel Ax erregte 1974 internationale Aufmerksamkeit, als er im Alter von 25 Jahren den ersten Arthur-Rubinstein-Klavierwettbewerb in Tel Aviv gewann. Fünf Jahre später erhielt er außerdem den Avery-Fisher-Preis in New York.

Seither ist der amerikanische Pianist polnischer Herkunft ein gefragter Solist bei den bedeutenden Symphonieorchestern weltweit wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem London Symphony Orchestra und dem Orchestre National de France sowie bei den großen Klangkörper der Vereinigten Staaten in New York, Los Angeles, San Francisco, Chicago und Boston. Er arbeitet regelmäßig mit renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mariss Jansons, Sir John Eliot Gardiner, Vladimir Jurowski, Bernard Haitink, Yannick Nezet-Seguin, Iván Fischer und Sir Colin Davis zusammen. Mit dem DSO und Robin Ticciati trat Emanuel Ax zuletzt im April 2020 mit Brahmsʼ Zweitem Klavierkonzert auf.

Als Kammermusiker hat sich Emanuel Ax an der Seite von Künstlerpersönlichkeiten wie Isaac Stern, Peter Serkin, Yefim Bronfman und Itzhak Perlman einen herausragenden Ruf erworben. In der letzten Saison kehrte Ax u.a. für eine Festivaltournee mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Jakob Hrusa, eine Residenz beim Gürzenich Orchester Köln und Francois-Xavier Roth sowie eine Russlandtournee mit Vladiir Jurowski und dem Staatlichen Symphonieorchester Russlands nach Europa zurück.

Zu seinen Veröffentlichungen gehören Mendelssohn Bartholdys Klaviertrios mit Itzhak Perlman und Yo-Yo Ma sowie Gesamteinspielung von Chopins Werk für Klavier und Orchester. Seine Aufnahme der Klaviersonaten Haydns sowie von Werken Beethovens und Brahmsʼ wurde mit einem Grammy Award ausgezeichnet. 2013 erhielt er einen ECHO Klassik für sein Solo-Album ›Variations‹. Seine jüngste Einspielung widmet sich Brahms Trios mit Yo-Yo Ma und Leonidas Kavakos.

In den letzten Jahren richtete der Pianist seine Aufmerksamkeit auf die Musik des 20. Jahrhunderts und brachte u. a. Werke von John Adams, Christopher Rouse, Melinda Wagner, HK Gruber, Bright Sheng und Krzysztof Penderecki zur Uraufführung.

Emanuel Ax wurde an der Juilliard School von Mieczyslaw Munz unterrichtet. Außerdem studierte er Französisch an der Columbia University und wurde von den Universitäten Yale und Columbia zum Ehrendoktor für Musik ernannt.

April 2022

Konzerte mit Emanuel Ax

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