Biografie

Der tschechische Dirigent Jakub Hruša studierte unter anderem bei Jiří Bělohlávek. Von 2002 bis 2005 war er Assistent der Chefdirigenten der Tschechischen Philharmonie Vladimir Ashkenazy und Zedenek Mácal, anschließend Assistent des Orchestre Philharmonique de Radio France und von 2009 bis 2015 Musikdirektor und Chefdirigent der Prager Philharmoniker.

Seit Sommer 2016 ist Jakub Hrůša neuer Chefdirigent der Bamberger Symphoniker. Darüber hinaus ist er als Erster Gastdirigent dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra eng verbunden und arbeitet regelmäßig mit führenden Orchestern wie dem Cleveland und Philharmonia Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, der Tschechischen Philharmonie und dem Leipziger Gewandhausorchester zusammen. Höhepunkte seiner Karriere waren die Debüts beim Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, der Filarmonica della Scala, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, dem New York Philharmonic und bei den Symphonieorchestern in Boston, Chicago und San Francisco. Beim DSO stand der Dirigent erstmals im April 2007 in der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ am Pult. Im September 2016 eröffnete er die Spielzeit des Orchesters mit einem Konzert beim Musikfest Berlin.

Auch auf dem Gebiet der Oper ist Jakub Hrůša sehr erfolgreich. Seit seinem Debüt 2008 beim Glyndebourne Festival gastiert er dort regelmäßig und leitete von 2010 bis 2012 das ›Glyndebourne on Tour‹-Projekt. Engagements führten ihn an die Königliche Oper Kopenhagen, die Opéra National de Paris, die Wiener Staatsoper, die Oper Frankfurt und ans Prager Nationaltheater. Mit Bizets ›Carmen‹ debütierte er in der Spielzeit 2017 | 2018 am Royal Opera House in Covent Garden.

Jakub Hrůša hat bisher sechs CD mit tschechischer Musik veröffentlicht, darunter der Live-Mitschnitt von Bedřich Smetanas ›Mein Vaterland‹ beim Festival ›Prager Frühling‹ 2010. Weitere Aufnahmen sind u. a. Violinkonzerte von Tschaikowsky und Bruch mit der Solistin Nicola Benedetti und der Tschechischen Philharmonie, Berlioz' ›Symphonie fantastique‹ mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und Cellokonzerte von Dvořák und Lalo mit Johannes Moser und den Prager Philharmonikern.

März 2018

Konzerte mit Jakub Hrůša