Biografie

Tzimon Barto ist einer der führenden amerikanischen Pianisten. Seinen internationalen Durchbruch feierte er Mitte der 1980er Jahre, als er auf Einladung Herbert von Karajans im Wiener Musikverein und bei den Salzburger Festspielen auftrat. Seither musiziert Tzimon Barto mit den führenden amerikanischen Orchestern in Philadelphia, New York, Cleveland, Chicago, Boston, San Francisco und Houston sowie mit den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphonikern, dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris und dem NHK Symphonieorchester Tokio und gastiert regelmäßig bei großen Festivals. Beim DSO war der Pianist zuletzt zur Saisoneröffnung im September 2017 unter der Leitung von Christoph Eschenbach zu Gast.

Tzimon Barto setzt sich aktiv für zeitgenössische Musik ein. Im Jahr 2006 rief er einen internationalen Kompositionswettbewerb für Klavier – den ›Barto Prize‹ – ins Leben. Wolfgang Rihm widmete ihm sein Zweites Klavierkonzert, das der amerikanische Pianist bei den Salzburger Festspielen 2014 gemeinsam mit dem Gustav Mahler Jugendorchester uraufführte.

Die Diskographie von Tzimon Barto umfasst Alben mit Werken u. a. von Haydn, Rameau, Schubert, Tschaikowsky, Schumann und Brahms. Aktuell sind Einspielungen der Goldberg-Variationen in der Bearbeitung von Ferruccio Busoni sowie ein Paganini-Album mit Werken von Liszt, Brahms, Lutosławski und Rachmaninoff erschienen. Mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann hat Tzimon Barto das selten zu hörende Es-Dur-Klavierkonzert von Hans Pfitzner eingespielt.

In Florida aufgewachsen, studierte Tzimon Barto an der Juilliard School in New York. In dieser Zeit gewann er zwei Mal hintereinander den Gina-Bachauer-Klavierwettbewerb. Für seine Leistungen als junger Dirigent zeichnete ihn das Tanglewood Institute Boston als ›Most Outstanding Student‹ aus.

Über seine musikalischen Fähigkeiten hinaus spricht Tzimon Barto fünf Sprachen fließend und studiert Altgriechisch, Hebräisch, Persisch und Chinesisch. Ein besonderes Interesse gilt der Literatur, der er sich in philosophischen Texte, Romanen und Gedichten widmet.

März 2018

Konzerte mit Tzimon Barto