Biografie

Aurélien Bello studierte Musiktheorie, Harfe und Orchestrierung an der Musikhochschule in Lyon und wechselte anschließend zum Dirigierstudium an die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Als Harfenist spielte er bei renommierten Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio-France und dem DSO Berlin unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Pierre Boulez, Tugan Sokhiev oder Gustavo Dudamel. Auf Vermittlung von Claudio Abbado konnte Aurélien Bello 2005 in Venezuela bei mehreren Orchestern aus dem ›Sistema‹-Netzwerk als Dirigent debütieren.

Als freischaffender Konzert- und Operndirigent arbeitet der junge Franzose vor allem mit deutschen Orchestern zusammen, darunter das Konzerthausorchester Berlin, Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, die Bremer Philharmoniker und Concerto Köln. Seit 2009 ist Aurélien Bello ständiger Dirigent der Jungen Philharmonie Brandenburg und hat auch die Leitung der Jungen Kammerphilharmonie Berlin seit ihrer Gründung 2015 inne. Mit diesem Orchester war Aurélien Bello im Sommer 2017 bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg in der Aufführung von Georges Bizets ›Carmen‹ zu Gast.

Opernproduktionen führten ihn zu den Osterfestspielen Baden-Baden, ans Staatstheater Schwerin, an die Komische Oper Berlin und ans Theater Bielefeld, mit Werken wie Puccinis ›Tosca‹, Prokofjews ›Die Liebe zu den Drei Orangen‹, ›Cendrillon‹ von Pauline Viardot sowie die Uraufführung der Opern ›Die Schneekönigin‹ von Pierangelo Valtinoni und ›Orlando‹ von Vito Žuraj. Als Kapellmeister am Theater Kiel konnte Aurélien Bello 2009/2010 sein Opernrepertoire erweitern.

Aurélien Bello ist neben seiner Dirigiertätigkeit auch als Arrangeur und Komponist aktiv. Zu seinen Orchesterbearbeitungen gehören der ›Ring in 100 Minuten‹ von Richard Wagner, aufgeführt 2014 vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, und eine Neuorchestrierung von Modest Mussorgskis ›Bilder einer Ausstellung‹. Für die Berliner Philharmoniker schuf er die Bearbeitung ›Der kleine Rosenkavalier‹ nach der Oper von Richard Strauss sowie die Ballettmusik zu Claude Debussys ›La Boîte à joujoux‹.

Konzerte mit Aurélien Bello