Biografie

Robin Ticciati ist seit der Spielzeit 2017 | 2018 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Bereits im Sommer 2014 trat er sein Amt als Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera an. Von 2009 bis 2017 hatte er die Position als Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra (SCO) inne, von 2010 bis 2013 als Erster Gastdirigent der Bamberger Symphoniker.

Der 35-jährige Engländer mit italienischen Wurzeln stand in der jüngeren Vergangenheit am Pult namhafter Orchester, darunter die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Chamber Orchestra of Europe, das Schwedische Radio-Symphonie-Orchester, das Budapest Festival Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Orchestre National de France und die Tschechische Philharmonie.

Gastspielreisen führten Robin Ticciati mit dem SCO durch Europa und nach Asien sowie zum Edinburgh International Festival. Im Herbst 2016 gab er mit dem London Philharmonic Orchestra und Anne-Sophie Mutter Konzerte im Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, dem Münchener Gasteig und dem Pariser Théâtre des Champs-Élysées. In der Spielzeit 2014 | 2015 leitete Robin Ticciati eine Europatournee des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und war am Wiener Konzerthaus im Rahmen einer Residenz sowohl mit diesem Orchester als auch mit dem London Symphony Orchestra, dem SCO und den Wiener Symphonikern zu erleben.

Als Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera leitete Robin Ticciati Neuproduktionen von Strauss’ ›Der Rosenkavalier‹ und Mozarts ›La finta giardiniera‹, zudem Mozarts ›Entführung aus dem Serail‹ und einen Ravel-Abend mit ›L’heure espagnole‹ und ›L’enfant et les sortilèges‹. In der aktuellen Saison steht er in einer Neuproduktion von Debussys ›Pelléas et Mélisande‹ (Regie: Stefan Herheim) und der Wiederaufnahme von Strauss’ ›Der Rosenkavalier‹ am Pult des London Philharmonic Orchestra. Darüber hinaus dirigierte er in der jüngeren Vergangenheit Brittens ›Peter Grimes‹ an der Mailänder Scala, Mozarts ›Le nozze di Figaro‹ bei den Salzburger Festspielen, Tschaikowskis ›Eugen Onegin‹ am Royal Opera House in London sowie an der Metropolitan Opera in New York Humperdincks ›Hänsel und Gretel‹ und Tschaikowskis ›Eugen Onegin‹.

Zahlreiche CD-Aufnahmen Robin Ticciatis erschienen bei Linn Records, u. a. mit dem SCO Symphonien von Haydn, zwei Berlioz-Alben und Gesamteinspielungen der Schumann- und Brahms-Symphonien sowie mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra Berlioz’ ›L’enfance du Christ‹. Diese wurden von der Kritik allesamt begeistert aufgenommen und vielfach ausgezeichnet. Ebenfalls bei Linn Records legten Robin Ticciati und das DSO im September 2017 ihre hochgelobte Debüt-CD mit Werken von Debussy und Fauré vor, im September 2018 erscheint hier eine zweite Aufnahme mit französischer Musik von Ravel und Duparc. Ticciatis Diskographie umfasst zudem Dvořáks Symphonie Nr. 9, Bruckners f-Moll-Messe und eine Brahms-Einspielung mit den Bamberger Symphonikern und dem Chor des Bayerischen Rundfunks (Tudor) sowie etliche Opern-Aufnahmen für Opus Arte und dem Hauslabel des Glyndebourne Festivals.

Robin Ticciati wurde 1983 in London geboren und zunächst als Violinist, Pianist und Schlagzeuger ausgebildet. Er spielte im National Youth Orchestra of Great Britain, bis er sich im Alter von 15 Jahren dem Dirigieren zuwandte. Zu seinen Mentoren und Förderern gehören Sir Colin Davis und Sir Simon Rattle. 2014 wurde er von der Royal Academy of Music in London zum ›Sir Colin Davis Fellow of Conducting‹ ernannt.

Konzerte mit Robin Ticciati