Programm

Hector Berlioz
Konzertouvertüre ›King Lear‹

Jörg Widmann
Violinkonzert

César Franck
Vier Fragmente aus dem Symphonischen Poem ›Psyché‹

Maurice Ravel
›Daphnis et Chloé‹ - Suite für Orchester Nr. 2 aus dem gleichnamigen Ballett

Mitwirkende

Robin Ticciati

  • Alina Ibragimova Violine

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Das zweite Konzert seiner ersten Saison als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des DSO widmet Robin Ticciati musikalisch Erzähltem und Erzählern. Hector Berlioz’ Shakespeare-Begeisterung war spätestens seit 1827 entflammt, als er der ›Hamlet‹-Darbietung einer britischen Theatergruppe in Paris beiwohnte und sich unsterblich in die Ophelia-Darstellerin, seine spätere Ehefrau Harriet Smithson, verliebte. Die lebenslange Leidenschaft für die Shakespear’schen Tragödien hielt jedoch schon vor seiner Heirat Einzug in seine Werke: Das Konzertouvertüre zu ›King Lear‹ entstand bereits im Frühjahr 1831, als Berlioz zwei Monate sinnierend und komponierend in Nizza weilte; sie kann als Zusammenfassung des Dramas samt musikalischer Charakterisierung ihrer Protagonisten gelesen werden.

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Mit »schönheitstrunken, schwärmerisch« überzeichnete der Komponist und Klarinettist Jörg Widmann den Beginn seines halbstündigen Violinkonzerts von 2007. Der kantable Grundcharakter wird in belebteren Passagen kaum verlassen, virtuose Brillanz wechselt einträchtig mit schwelgerischem Orchesterklang. Als »eine einzige, große Arie« bezeichnete der Uraufführungs-Solist des Konzerts, Christian Tetzlaff, einst das Werk, denn schließlich sei der Geiger dabei »Sänger und Erzähler in einem«. Mit seinem Symphonischen Poem ›Psyché‹ widmet sich César Franck der mythischen Romanze zwischen Amor, dem unsterblichen Gott, und Psyche, der sterblichen Königstochter. Aus der umfangreichen Tondichtung extrahierte der Komponist selbst eine viersätzige Suite für den Konzertsaal; sie beschreibt den Schlaf Psyches, ihre Entführung in die Gärten des Eros sowie die schlussendliche Vereinigung der Liebenden in eindrücklicher Weise.

Einer anderen literarischen Liebesgeschichte, derer von Daphnis und Chloe aus dem spätantiken Griechenland, wandte sich Maurice Ravel auf Anregung von Sergej Diaghilew, dem Direktor der Pariser Ballets Russes zu. Zwei Suiten aus der Ballettmusik entstanden als Symphonische Fragmente, wobei die zweite sich bis heute größter Beliebtheit erfreut.

Übertragung

Samstag, 18.11.2017 | 20.04 Uhr

kulturradio vom rbb
Di 03 Okt '17

20 Uhr
18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

Übertragung

Samstag, 18.11.2017 | 20.04 Uhr

kulturradio vom rbb

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