Programm

Johann Sebastian Bach
Orchestersuite Nr. 4 D-Dur BWV 1069

Robert Schumann
Konzert für Violine und Orchester d-Moll

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 41 C-Dur ›Jupiter‹

Mitwirkende

Eduardo Strausser

  • Isabelle Faust Violine

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Robin Ticciati musste seine Mitwirkung an den Konzerten am 10. und 11. November bedauerlicherweise krankheitsbedingt äußerst kurzfristig absagen. Wir danken Eduardo Strausser sehr herzlich für die Übernahme des unveränderten Programms.

Zum Konzert

Robert Schumanns d-Moll-Violinkonzert, das sich viele Jahre gegen unlautere Vereinnahmung und unfaire Beurteilung wehren musste, hatte eine Rehabilitierung lange nötig. 1853, nur wenige Monate vor der psychischen Krise und der Einweisung in die Endenicher Heilanstalt des Komponisten entworfen, galt dieses letzte Orchesterwerk Schumanns Vielen als vom geistigen Verfall seines Urhebers gekennzeichnet und zudem als allzu anspruchsvoll. Selbst der Geiger Joseph Joachim, der den Impuls zur Komposition gab, konnte sich den virtuosen Solopart erst Jahre nach Schumanns Tod erarbeiten. Zur Premiere brachte er das Konzert dennoch nicht; seine Nachkommen untersagten sogar jegliche Aufführung für 100 Jahre. Dass das Werk dann doch bereits 1937 erklang, ist keiner glücklichen Fügung zu verdanken. Nachdem die Nationalsozialisten Felix Mendelssohn Bartholdys beliebtes Violinkonzert aufgrund antisemitischer Ressentiments verboten hatten, suchten sie in dem vergessen Werk des Zwickauer Komponisten einen »ehrenvollen« Ersatz. So kam es, dass das d-Moll-Konzert mit seiner düster-pompösen Eröffnung, den lyrischen wie träumerischen Themen und tänzerischen Charakter vor NSDAP-Funktionären anlässlich der Jahrestagung der Reichskulturkammer in einer anonymisierten Bearbeitung von Paul Hindemith uraufgeführt wurde. Erst Monate später konnte Yehudi Menuhin, der bereits zuvor sein Interesse an dem Fundstück bekundet hatte, allerdings keine Aufführungsrechte erhielt, die erste Einspielung des Konzerts realisieren.

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Schumanns Vermächtnis nähert sich Robin Ticciati in seinen ersten Konzerten im November aus historischer Perspektive: Johann Sebastian Bachs Vierte Orchestersuite eröffnet den Abend mit barocker Pracht, stilisierten französischen Hoftänzen und feierlichem Glanz. Wolfgang Amadeus Mozarts Symphonie Nr. 41, der sein Londoner Impresario Johann Peter Salomon später den Namen ›Jupiter‹ verlieh, verbindet in einzigartiger Meisterschaft hochvirtuose Kontrapunkttechnik mit musikalischer Heiterkeit und erhabenem Gestus.

Cover des Programmheftes
Programmheft

zu den Konzerten

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Übertragung

Freitag, 10.11.2017 | 20.03 Uhr (live)

Deutschlandfunk Kultur
Fr 10 Nov '17

20 Uhr
18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

Sa 11 Nov '17

20 Uhr
18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

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Freitag, 10.11.2017 | 20.03 Uhr (live)

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