Programm

Edward Elgar
Introduction and Allegro für Streicher

Helen Grime
Schlagzeugkonzert (Deutsche Erstaufführung)

Hector Berlioz
›Symphonie fantastique‹

Mitwirkende

Robin Ticciati

  • Colin Currie Schlagzeug

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Von Hector Berlioz dirigiert Chefdirigent Robin Ticciati mit dem DSO nach ›L’enfance du Christ‹, ›Roméo et Juliette‹ und ›La damnation de Faust‹ in der Spielzeit 2020/2021 ›Harold en Italie‹ für Solo-Bratsche und Orchester im Rahmen der ›Wagner-Perspektiven‹ sowie die berühmte ›Symphonie fantastique‹. Die Popularität der 1830 uraufgeführten Komposition ist alles andere als zufällig: Sie ist ein Gründungsdokument der europäischen Programmmusik, bevor diese als Idee überhaupt formuliert worden war und ein gewichtiger musikalischer Beitrag zur schwarzen Romantik, deren Ästhetik das Schöne ebenso wie das Hässliche, das Lyrische wie das Groteske, Liebe und Tod umfasste. Die Handlung des Programms führt den Protagonisten durch festliche Ball- und idyllische Naturszenerien und lässt ihn im Drogenrausch die eigene Hinrichtung und einen Hexensabbat zu den Klängen des mittelalterlichen ›Dies Irae‹-Themas halluzinieren. In allen fünf brillant instrumentierten Sätzen taucht in den unterschiedlichsten musikalischen Gestalten die berühmte »Idée fixe« auf, welche die unerwiderte Liebe des Helden zu einer Frau symbolisiert. Inspirieren ließ sich Berlioz zu seinem Werk von Shakespeare-Aufführungen einer englischen Theatergruppe in Paris. In die Hauptdarstellerin Harriet Smithson verliebte sich der Komponist unsterblich. Die Jahre später tatsächlich mit ihr geschlossene Ehe endete allerdings in Unglück und Trennung. Wie so oft in Berlioz’ Leben ließ sich auch hier die Fantasie nicht in die Wirklichkeit übertragen.

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Auch von der für ihre virtuosen Orchesterpartituren bekannten Komponistin Helen Grime haben Ticciati und das DSO bereits mehrere Werke interpretiert. In der neuen Spielzeit steht die deutsche Erstaufführung ihres Schlagzeugkonzerts auf dem Programm. In der einsätzigen, aber in drei Abschnitte eingeteilten Komposition kommen Vibraphon und Glockenspiel zu besonders prominentem Einsatz. Wie bei der Uraufführung in London wird auch in Berlin der schottische Perkussionist Colin Currie den Solopart übernehmen.

In Edward Elgars Introduction and Allegro – Abschluss des dem englischen Komponisten gewidmeten Spielzeit-Schwerpunkts – steht das solistisch eingesetzte Streichquartett einem Streichorchester gegenüber. Die nach einem Eröffnungsfanal erklingende Melodie der Introduktion, die Elgar bei einem Ferienaufenthalt in Wales hatte singen hören, ist lyrischen, das Hauptthema des Allegro festlich-drängenden Charakters. Nach einem vom Komponisten als »Teufelsfuge« bezeichneten Abschnitt endet das Werk effektvoll mit einem kollektiven Pizzicato des Orchesters. Elgar schrieb das Stück 1905 für die Gründung des London Symphony Orchestra, dessen aktueller musikalischer Leiter Sir Simon Rattle in der Spielzeit 2020/2021 nach vielen Jahren wieder als Gastdirigent zum DSO zurückkehrt.

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

Deutschlandfunk Kultur
Sa 13 Mär '21

20 Uhr
19.10 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

Deutschlandfunk Kultur

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