Programm

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur

Carl Nielsen
Symphonie Nr. 4 ›Das Unauslöschliche‹

Mitwirkende

Andrew Manze

  • Martin Helmchen Klavier

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Mit dem heutigen Programm setzen Andrew Manze und Martin Helmchen ihre Zusammenarbeit am Zyklus der Beethoven’schen Klavierkonzerte fort, die in der letzten Spielzeit ihren Anfang nahm. Dem Vierten stellen sie dieses Mal die spätromantische Symphonik des Dänen Carl Nielsen an die Seite.

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Am 22. Dezember 1808 wurde ein Publikum, ob bewusst oder unbewusst, Zeuge gleich mehrerer Zäsuren der Musikgeschichte. In einem einzigen Mammutkonzert erklangen erstmals öffentlich Beethovens Symphonien Nr. 5 und 6 sowie das Vierte Klavierkonzert. In letzterem dürfte nicht nur das unvermittelte Eintreten des Soloinstruments für eine Überraschung gesorgt haben. Noch nie zuvor sind sich Klavier und Orchester derart auf Augenhöhe begegnet, waren derart miteinander im musikalischen Geschehen verwachsen, dass von einem symphonischen Konzert gesprochen werden kann. In der Dichte des Ausdrucks, seiner Lyrik und mystischen Schönheit war es folgenreich für kommende Musikergenerationen – für Schumann war es »Beethovens vielleicht größtes Klavierkonzert«.

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs fasste Carl Nielsen den Plan zu einer humanistischen Bekenntnismusik. In einem Brief an seine Frau teilte er seine Vorstellungen von der neuen Arbeit mit, die zwar »kein Programm hat, die aber ausdrücken soll, was wir unter Lebensdrang oder Lebensäußerungen verstehen«. Nielsen vollendete seine Vierte Symphonie im Januar 1916 und versah sie mit dem Titel ›Das Unauslöschliche‹. Damit wollte er nicht nur »den elementaren Willen zum Leben« seiner Musik Ausdruck verleihen, sondern unterstrich zugleich ihren »streng musikalischen Charakter«, wie er im Vorwort der Partitur preisgab. In der Tat ist das Werk von einer aggressiven Stimmung geprägt, die sich mitunter an der Grenze zur Atonalität bewegt. Die Musik trägt einen ständigen Kampf zwischen Hoffnung und Zerstörung aus. Einst ein glühender Nationalist, zeigt er sich nun erschüttert über das Weltgeschehen. »Das Nationalgefühl,« so Nielsen, »ist zu einer Art geistiger Syphilis geworden, die die Gehirne auffrisst und mit irrsinnigem Hass aus den leeren Augenhöhlen herausgrinst.«

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

kulturradio vom rbb
Sa 04 Mai '19

20 Uhr
18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

kulturradio vom rbb

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