Programm

Johann Sebastian Bach
Contrapunctus XIX aus ›Die Kunst der Fuge‹, bearbeitet für Kammerorchester von Luciano Berio

Witold Lutosławski
Symphonie Nr. 3

Sergei Rachmaninoff
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll

Mitwirkende

Hannu Lintu

  • Behzod Abduraimov – Klavier

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Konzerteinführung als Podcast

Habakuk Traber im Gespräch mit Volker Michael von Deutschlandfunk Kultur

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Hörvergnügen

Ohne Nikolai Dahl hätte es eines der Lieblingsstücke des Konzertpublikums wohl nie gegeben. Im Januar 1900 suchte Sergei Rachmaninoff die Hilfe des Moskauer Psychiaters, um endlich aus der tiefen Schaffenskrise zu finden, in die ihn die vernichtende Kritik an seiner Ersten Symphonie drei Jahre zuvor gestürzt hatte. Das Zweite Klavierkonzert war bestellt, doch die Arbeit kam einfach nicht in die Gänge. Mit einer Kombination aus Gesprächs- und suggestiver Hypnosetherapie gelang es dem Arzt in wenigen Monaten, den Genius seines Patienten wieder zu entflammen. Ein Jahr später vollendete Rachmaninoff mit dem hochvirtuosen, hochemotionalen und hochromantischen c-Moll-Konzert ein Werk, das nicht nur Dahl gewidmet, sondern bis heute von den Spielplänen nicht wegzudenken ist. Dass es von einigen als bombastisches Schlachtross geschmäht, dass sein zweiter Satz gar für einen Popsong geplündert wurde – Tantiemenstreitigkeiten inklusive –, all das hat dem großartigen Concerto nicht geschadet. Am 30. April kehrt es unter den Fingern von Behzod Abduraimov auf die Bühne der Philharmonie zurück. Der usbekische Pianist gab sein DSO-Debüt 2019 an der Seite von Vladimir Ashkenazy – und sorgte auch damals schon mit einem Werk des Komponisten, der Rhapsodie über ein Thema von Paganini, für »unendliches Hörvergnügen« (rbbKultur).

Wurzeln in der Vergangenheit
Hannu Lintu war seit 2009 mehrere Male beim DSO zu Gast. Der Finne, der seine Ausbildung einst beim legendären Dirigentenmacher Jorma Panula begann, steht nach Stationen in Tampere, Helsingborg und Turku sowie beim Finnischen Radio-Sinfonieorchester seit der aktuellen Saison als Chefdirigent der Finnischen Nationaloper vor. Für den ersten Teil des Konzertabends wählte Lintu zwei Werke mit Wurzeln in der Musikgeschichte. Luciano Berio spürte 2001 mit ›Contrapunctus XIX‹ der Wirkung nach, die Johann Sebastian Bach bis heute auf die Musikwelt ausübt. 250 Jahre nach der Erstveröffentlichung hat Berio das finale Fragment aus Bachs ›Kunst der Fuge‹ für 23 Soloinstrumente transkribiert. Witold Lutosławskis zweisätzige Dritte Symphonie aus dem Jahr 1983 verbindet seine persönliche Auseinandersetzung mit dieser Gattungsform mit Fragen von Kontrolle und individueller, spielerischer Freiheit, aus denen sich ein beeindruckendes Musikerlebnis entspinnt.

CHRISTOPH EVERSMEYER

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Termin wird noch bekannt gegeben

rbbKultur
Sa 30 Apr '22

20 Uhr
Einführung mit Habakuk Traber vorab als Podcast

Philharmonie Berlin

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