01

Sa 01. Juli 2017
20 Uhr Philharmonie Berlin

Tugan Sokhiev

Vadim Gluzman Violine

Johannes Moser Violoncello

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Nikolai Rimski-Korsakow
Ouvertüre ›Russische Ostern‹  
Jelena Firssowa
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester (UA – Auftragswerk des DSO)  
Pjotr I. Tschaikowsky
Symphonie Nr. 4 f-Moll  

18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

 

Zum Programm

Zum Abschluss der Jubiläumssaison 2016|2017 kehrt Tugan Sokhiev, der zuletzt die Geschicke des Orchesters leitete, für zwei Konzerte zum DSO zurück und setzt dabei einen weiteren Akzent in der Auseinandersetzung mit dem russischen Musikrepertoire. Die Uraufführung des Konzerts für Violine, Violoncello und Orchester von Jelena Firssowa mit den Violin-Virtuosen Vadim Gluzman und dem Cellisten Johannes Moser steht dabei im Zentrum seines Programms. Die aus Russland stammende Firssowa verbindet in ihren Werken die avantgardistischen Strömungen Westeuropas der 1970er-Jahre mit einer individuellen, auf Melodie und lyrischen Ausdruck bedachten Tonsprache. Die Stiloffenheit, die in Ihren Kompositionen zum Ausdruck kommt, führte 1979 trotz ihrer erfolgreichen Aufführungen vor allem in Deutschland und Großbritannien dazu, dass sie und auf dem Kongress des Komponistenverbandes ihres Heimatlandes für unwürdig befunden wurde, sowjetische Musik im Ausland zu repräsentieren und in der Folge nach England emigrierte. Ihrem neuen Doppelkonzert voran stellt Sokhiev die konzertante Ouvertüre »Russische Ostern« von Nikolai Rimski-Korsakow aus dem Jahr 1888, die dieser zum Großteil aus Melodien der russisch-orthodoxen Liturgie zusammenfügte. Mit der Vierten Symphonie, von Pjotr Tschaikowsky 1877 mit »Liebe und Glühender Begeisterung« verfasst, lässt das DSO seine Spielzeit in der Berliner Philharmonie ausklingen.

  • Tugan Sokhiev Dirigent

    Foto: David Beecroft

    Tugan Sokhiev | DirigentTugan Sokhiev
    Vadim Gluzman | ViolineVadim Gluzman
    Johannes Moser | VioloncelloJohannes Moser

    Tugan Sokhiev Dirigent

    Tugan Sokhiev war von September 2012 bis Juni 2016 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Seit Januar 2014 ist er Musikdirektor des Bolschoi-Theaters und Chefdirigent des Bolschoi-Orchesters in Moskau sowie seit 2008 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre National du Capitole de Toulouse. Auch mit dem Mariinsky-Theater in St. Petersburg und dem Londoner Philharmonia Orchestra verbindet ihn eine regelmäßige künstlerische Partnerschaft.

    Darüber hinaus ist Tugan Sokhiev ein weltweit gefragter Gastdirigent führender Opernhäuser und Orchester. Seine Debüts am Pult der Wiener und Berliner Philharmoniker 2009 und 2010 führten unmittelbar zu Wiedereinladungen. 2013 debütierte er mit großem Erfolg beim Chicago Symphony Orchestra und beim Gewandhausorchester Leipzig. Weiterhin trat er in der jüngeren Vergangenheit mit dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchester der Fondazione Arturo Toscanini, dem Orquesta Nacional de España, dem Symphonieorchester in Bournemouth, den Philharmonischen Orchestern in Montpellier, Moskau, München, Oslo, Rotterdam und Strasbourg, den Rundfunkorchestern in Frankfurt, Helsinki, Paris, Stockholm, Tokyo, Turin und Wien sowie mit dem Bayerischen Staatsorchester, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und im Rahmen der Konzertreihe der Mailänder Scala auf.

    Mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Philharmonia Orchestra und dem Mahler Chamber Orchestra gab Tugan Sokhiev zahlreiche vielbeachtete Gastspiele, u. a. in Frankreich, Deutschland, Österreich, Kroatien, Spanien, China, Japan, Südamerika und Russland. 2005 wählte ihn die Union der französischen Musikkritiker nach einem umjubelten Auftritt im Théâtre des Champs-Elysées zur »musikalischen Entdeckung des Jahres«. Seine ersten beiden Einspielungen für Naïve Classique – darunter Tschaikowskys Vierte Symphonie, Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ und Prokofjews ›Peter und der Wolf‹ – erhielten hervorragende Rezensionen. Die Aufnahmen von Schostakowitschs ›Festlicher Overtüre‹ und Tschaikowskys Fünfter Symphonie wurden vom Magazin ›Gramophone‹ als ›Editor’s Choice‹ gewürdigt. 2013 erschienen Einspielungen von Strawinskys Ballettmusiken ›Le sacre du printemps‹ und ›Der Feuervogel‹.

    2002 gab Tugan Sokhiev sein Operndebüt in Großbritannien mit ›La Bohème‹ an der Welsh National Opera, 2003 debütierte er mit der ›Eugen Onegin‹-Produktion des Mariinsky-Theaters an der Metropolitan Opera in New York. Außerdem dirigierte er 2004 erstmals beim Festival in Aix-en-Provence (›Die Liebe zu den drei Orangen‹), gefolgt von erfolgreichen Wiederaufnahmen in Luxemburg und am Teatro Real in Madrid. 2006 leitete er eine gefeierte Aufführung von ›Boris Godunow‹ an der Houston Grand Opera, am Mariinsky-Theater dirigierte er Produktionen von ›Der goldene Hahn‹, ›Iolanta‹, ›Der feurige Engel‹, ›Carmen‹, ›Eugen Onegin‹, ›Aida‹ und ›Madame Butterfly‹ sowie am Théâtre du Capitole viel beachtete Aufführungen von ›Pique Dame‹, ›Iolanta‹ und ›Tosca‹. Produktionen von ›Pique Dame‹ und ›Boris Godunow‹ dirigierte er an der Wiener Staatsoper.

    Tugan Sokhiev wurde 1977 in Wladikawkas, der Hauptstadt Nordossetiens, geboren. Nach zwei Jahren Dirigierunterricht bei Anatoli Briskin begann er auf Rat und durch Vermittlung seines Lehrers bei Ilja Musin, der einst die Schule des Dirigierens in Russland begründet hatte, in St. Petersburg zu studieren.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

Gesellschafter: