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Mo 12. Juni 2017
20 Uhr Konzerthaus Berlin

Steven Sloane

Juliane Banse Sopran

Birgit Remmert Alt

Tilman Lichdi Tenor

Michael Nagy Bariton

Rundfunkchor Berlin

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Stefan Heucke
Deutsche Messe für Soli, Chor und Orchester – Vertonung des Ordinarium missae in der Übertragung von Norbert Lammert (Auftragswerk des DSO)  

In Zusammenarbeit mit dem Rundfunkchor Berlin

Im Rahmen von ›Luther 2017 – 500 Jahre Reformation‹

Unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters,
Staatsministerin für Kultur und Medien

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages


 

Zum Programm

Bereits im Jahr 2010 warf die Uraufführung der Deutschen Messe ihre Schatten voraus: Damals bezog der Komponist Stefan Heucke Norbert Lammerts Übersetzung des »Pater Noster« in sein Chorwerk ›Unser Vater‹ mit ein. Musikalisch kreuzen sich nun die Wege der beiden Bochumer erneut: Der scheidende Bundestagspräsident übersetzte den römisch-katholischen Messetext für ein großangelegtes, mit vier Solisten, gemischtem Chor und großem Orchester besetztes Auftragswerk des DSO an Heucke. Mit dem Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei werden die zentralen Gebete der Ordinarium missae vertont, denn besonders die »Texte, die so tief in unserem Bewusstsein verwurzelt sind wie die Grundgebete der Messe, laufen Gefahr, zu rituellen Formel und nicht mehr hinterfragt zu werden«, so Lammert. Die Musik dazu ist laut Heucke »als große symphonische Messkomposition konzipiert, durchaus in der Tradition der Messen von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert und Bruckner stehend, dabei aber selbstverständlich der modernen Textgestaltung gemäß in meiner persönlichen, zeitgenössischen Tonsprache komponiert«. Stefan Heucke erhielt für seine Werke bereits zahlreiche Auszeichnungen und realisierte Kompositionsaufträge u. a. für die Städtischen Bühnen Krefeld|Mönchengladbach, das Ruhr-Bistum Essen oder die Bochumer Symphoniker. Als Composer in Residence wirkte er etwa beim US-amerikanischen Staunton Music Festival, beim Philharmonischen Orchester Bremerhaven und den Niederrheinischen Sinfonikern. Die Uraufführung der Messe anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 sind dem Katholiken Lammert und dem Protestanten Heucke dabei ein besonders wichtiges Anliegen: »Wir verstehen die Deutsche Messe als ökumenischen Beitrag zur römisch-katholischen Liturgie in der Tradition Martin Luthers, den gemeinsamen Glauben auch und besonders in der eigenen Muttersprache auszudrücken.«

  • Steven Sloane Dirigent

    Foto: John F. Martin

    Steven Sloane | DirigentSteven Sloane
    Juliane Banse | SopranJuliane Banse
    Tilman Lichdi | TenorTilman Lichdi
    Michael Nagy | BaritonMichael Nagy
    Birgit Remmert | AltBirgit Remmert
    Rundfunkchor BerlinRundfunkchor Berlin

    Steven Sloane Dirigent

    Der aus Los Angeles stammende Dirigent und ehemalige Schüler von Eugene Ormandy, Franco Ferrara und Gary Bertini hat sich nicht nur mit seiner künstlerischen Arbeit, sondern auch mit seinem kulturpolitischen Engagement einen Namen gemacht.

    In der Saison 2014 | 2015 feierte Steven Sloane sein 20-jähriges Jubiläum als Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, die unter seiner Leitung zu einem der führenden Orchester Deutschlands avancierten und aktuell ihr eigenes Musikzentrum beziehen konnten. Bereits 2006 feierten er und sein Orchester mit der spektakulären Ruhrtriennale-Produktion von Bernd Alois Zimmermanns ›Die Soldaten‹ einen außergewöhnlichen Erfolg. Als künstlerischer Direktor von ›Ruhr 2010‹ verhalf er der Region zu vielfältigen kulturellen Impulsen. Im September 2014 war er erneut bei der Ruhrtriennale zu Gast und leitete Heiner Goebbels' Abschiedsproduktion ›Surrogate Cities‹.

    Vielseitigkeit prägte auch seine Arbeit als Musikdirektor des Spoleto Festival in Charleston von 1996 bis 2000 und bei der Opera North in Leeds, die er von 1999 bis 2003 leitete. Er wirkte zudem als Chefdirigent des American Composers Orchestra und des Stavanger Symphony Orchestra und gastiert bei renommierten Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra, Sydney Symphony, Tokyo Metropolitan Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, City of Birmingham Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France und Chicago Symphony Orchestra.

    Darüber hinaus ist er ein gefragter Operndirigent und wird an die großen Häuser engagiert, darunter Covent Garden, Los Angeles, San Francisco, Amsterdam, Lausanne und Stuttgart sowie bei Festivals in Hong Kong, Santa Fe und Salzburg. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen ›Die Liebe zu den drei Orangen‹ an der Deutschen Oper Berlin, die amerikanische Erstaufführung der Oper ›Anna Nicole‹ von Mark-Anthony Turnage an der Brooklyn Academy of Music sowie die Koppelung von ›Herzog Blaubarts Burg‹ und ›Dido und Aeneas‹ in der Regie von Barrie Kosky an der Oper Frankfurt und der L. A. Opera.

    Seit September 2013 ist Steven Sloane Professor für Dirigieren an der Universität der Künste Berlin.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

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