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So 21. Mai 2017
20 Uhr Philharmonie Berlin

Sir Roger Norrington

Ian Bostridge Tenor

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Joseph Haydn
Symphonie Nr. 95 c-Moll  
Benjamin Britten
›Nocturne‹ für Tenor, sieben obligate Instrumente und Streichorchester  
Ralph Vaughan Williams
›Job – A Masque for Dancing‹  

18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

 

Zum Programm

Von 2012 bis 2016 widmete sich Sir Roger Norrington, der seinen Landsmann Ralph Vaughan Williams noch persönlich erleben durfte und sich die Aufführung seiner Werke inzwischen zur Lebensaufgabe gemacht hat, mit dem DSO allen Symphonien des Briten. Im Nachklang und als Ergänzung seines Zyklus der Symphonien Vaughan Williams’ präsentiert Norrington nun die Musik zu dessen Ballett ›Job – A Masque for Dancing‹. Vielfältig sind dabei die Einflüsse, die den Komponisten 1927 zu diesem Hauptwerk inspirierten: Da ist die alttestamentarische Erzählung um Leiden, Schmerzen und die Treue zu Gott des Buchs Hiob. Da sind außerdem die Illustrationen des britischen Dichters und Malers William Blake zum nämlichen Bibelteil sowie die eindrucksvollen Gemälde von Botticelli und Rubens zur gleichen Geschichte. Da sind die höfischen Traditionen des Maskenspiels in England, worauf bereits der Titel hinweist, und die Court Dances des 17. Jahrhunderts: Sarabande, Pavane, Galliard. Dies alles verarbeitet Vaughan Williams in acht Szenen mit Epilog zu einem mit Saxophon und Orgel großbesetzten Tableau, dass erstmals im Oktober 1930 im Rahmen des Norwich Festivals als Orchesterfassung aufgeführt wurde. Der Ballettmusik Vaughan Williams‘ stellt Norrington den träumerisch-feinsinnigen Liederzyklus ›Nocturne‹ seines Zeitgenossen und Landsmanns Benjamin Britten sowie die in London entstandene Symphonie Nr. 95 von Joseph Haydn voran.

  • Sir Roger Norrington Dirigent

    Foto: Manfred Esser

    Sir Roger Norrington | DirigentSir Roger Norrington
    Ian Bostridge | TenorIan Bostridge

    Sir Roger Norrington Dirigent

    Sir Roger Norrington ist Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters, Erster Gastdirigent des Kammerorchesters Paris sowie Ehrendirigent beim Orchestra of the Age of Enlightenment. Von 1998 bis 2011 prägte er als Chefdirigent das Profil des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart mit richtungsweisenden Programmen und Interpretationen, mehr als 50 gemeinsame CD-Produktionen umfassen ein Repertoire von Haydn bis Mahler und Elgar.

    Im Laufe seiner fast 50-jährigen Karriere als Dirigent war der Brite bei allen namhaften Orchestern zu Gast, u. a. bei den Berliner Philharmonikern, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, dem Orchestre de Paris, dem NHK Symphony Orchestra in Tokio sowie den Symphonieorchestern in Boston, Chicago, Detroit, Philadelphia und San Francisco. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin verbindet Sir Roger Norrington eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit, ebenso mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

    Bereits während seines Dirigierstudiums am Royal College of Music bei Sir Adrian Boult gründete Sir Roger Norrington Ensembles, die sich auf die Aufführung Alter Musik spezialisierten, so z. B. den Heinrich Schütz Choir. Mit den London Classical Players entstanden in den folgenden Jahren zahlreiche Einspielungen, die ihn als Experten der historisch informierten Aufführungspraxis etablierten.

    1969 wurde er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der neu gegründeten Kent Opera, an der er zahlreiche Aufführungen leitete. Darüber hinaus gastierte er u. a. an der English National Opera, dem Teatro alla Scala in Mailand, dem Teatro La Fenice in Venedig und an der Wiener Staatsoper.

    Sir Roger Norrington wurde 1997 von der Queen zum Ritter geschlagen.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

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