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Mo 15. Mai 2017
20 Uhr Philharmonie Berlin

Vladimir Ashkenazy

Nobuyuki Tsujii Klavier

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Gabriel Fauré
Suite ›Pelléas et Mélisande‹  
Frédéric Chopin
Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll  
Edward Elgar
›Enigma-Variationen‹  

18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

 

Zum Programm

Im zweiten Programm seiner Konzerte mit dem DSO widmet sich Vladimir Ashkenazy facettenreichen Werken im Spannungsfeld von Vieldeutigkeit, Rätsel und Virtuosität. Während eines London-Aufenthaltes 1898 komponierte Gabriel Fauré eine 19-teilige Bühnenmusik zur Maurice Maeterlincks Drama ›Pelléas et Mélisande‹. Die geheimnisvollen, zwielichtigen und tragischen Momente des literarischen Meisterwerks des französischen Symbolismus übernimmt Fauré auch für die musikalische Gestaltung der Stücke. Wenige Jahre später stellte er zunächst drei, schließlich vier Teile der Schauspielmusik zu einer Orchestersuite zusammen. Im Jahr nach der Londoner Aufführung präsentierte der Brite Edward Elgar ebenfalls in der englischen Metropole seine ›Variations on an Original Theme‹. Die Komposition der heute als ›Enigma-Variationen‹ bekannten und beliebten 14 Sätze bereiteten Elgar besonders viel Freude, da er sie »mit den Spitznamen einiger besonderer Freunde« überschrieben habe, wie er in einem Brief gestand. »Es ist ein netter Einfall, und das Ergebnis wird die hinter den Kulissen amüsieren und andererseits den Hörer, der davon nichts weiß, auch nicht stören.« Den überwältigenden Erfolg, den Elgars Variationen zuteilwurde, erhoffte sich 1829 in Warschau auch der noch junge Pianist und Komponist Frédéric Chopin. Um Zuhause und auf Reisen mit brillantem Spiel glänzen zu können, schrieb er kurz hintereinander zwei Klavierkonzerte. Deren erstes in f-Moll, heute als zweites gezählt, verbindet daher auch technische Herausforderungen mit melodisch herausragenden Einfällen, lyrische Passagen mit Anklängen an die polnische Folklore.

  • Vladimir Ashkenazy Dirigent

    Foto: Keith Saunders

    Vladimir Ashkenazy | DirigentVladimir Ashkenazy
    Nobuyuki Tsujii | KlavierNobuyuki Tsujii

    Vladimir Ashkenazy Dirigent

    Vladimir Ashkenazy war von 1989 bis 1998 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Der Ausnahmekünstler verbindet eine erfolgreiche Karriere als Dirigent und als einer der bedeutendsten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Der internationale Durchbruch gelang dem gebürtigen Russen, als er 1955 Erster Preisträger beim Warschauer Chopin-Wettbewerb wurde. Kurz darauf folgte der Erste Preis beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel.

    Im Laufe seiner über 30-jährigen Dirigentenlaufbahn hat Vladimir Ashkenazy bedeutende Orchester auf der ganzen Welt dirigiert. Zuletzt war er bis 2013 als Generalmusikdirektor und Künstlerischer Leiter des Sydney Symphony Orchestra tätig und hatte die Leitung des European Union Youth Orchestra inne. Seit 2000 ist er Ehrendirigent des Philharmonia Orchestra, mit dem er solch aufsehenerregende Projekte wie ›Prokofiev and Shostakovich Under Stalin‹ sowie ›Rachmaninoff Revisited‹ in China und Korea verwirklichte. Die Position des Ehrendirigenten hält er auch beim Iceland Symphony Orchestra sowie beim NHK Symphony Orchestra und ist dem Orchestra della Svizzera Italiana als Erster Gastdirigent verbunden. Eine besonders enge Zusammenarbeit pflegt Vladimir Ashkenazy mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie dem Cleveland Orchestra, dessen Erster Gastdirigent er war.

    Während das Dirigieren den Hauptteil seiner Aktivitäten bildet, widmet sich der Pianist mit Leidenschaft dem Klavier. Seine umfangreiche Diskographie bereicherte er u. a. mit Einspielungen der Präludien und Fugen von Schostakowitsch, die 1999 mit dem Grammy Award ausgezeichnet wurden, Bachs ›Wohltemperiertem Klavier‹, Rachmaninows Transkriptionen und Solowerke für Klavier sowie Beethovens ›Diabelli‹-Variationen. Im Frühjahr 2013 erschien beim Label Decca eine 50 CDs umfassende Jubiläums-Ausgabe aus Anlass der 50-jährigen Zusammenarbeit mit dem Pianisten.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

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