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Do 22. Juni 2017
20 Uhr Philharmonie Berlin

Robin Ticciati

Wei Lu Violine

Hanna-Elisabeth Müller Sopran

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Giovanni Gabrieli
›Canzon duodecimi toni‹ für Blechbläser  
Henry Purcell
›In Nomine of six parts‹ und ›In Nomine of seven parts‹ für Streicher  
Thomas Adès
Violinkonzert  
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 4 G-Dur  

18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

 

Zum Programm

Das letztes Konzert vor seinem offiziellen Amtsantritt als Künstlerischer Leiter des DSO im September 2017 eröffnet Robin Ticciati mit unerwarteten, zwischen Renaissance und Barock wandelnden Klängen: Auf Giovanni Gabrielis ›Canzon duodecimi toni‹ für Blechbläser, eine nicht nur bei dem venezianischen Organisten an San Marco äußerst beliebte Instrumentalform seiner Zeit, folgen Henry Purcells im Sommer 1680 entstandenen, der in England gängigen ›Fancy‹ (Fantasie) ähnlichen ›In Nomine‹-Kompositionen für Streicher. Mit ›Concentric Paths‹ stellt Thomas Adès das Zirkulieren als bestimmendes Gestaltungsmerkmal in den Mittelpunkt seines Werks. 2005 erstmals in der Berliner Philharmonie als Auftragswerk der Berliner Festspiele und des Los Angeles Philharmonic aufgeführt, vergleicht der britische Komponist den Aufbau seines Violinkonzerts mit einem Triptychon: Der umfangreichste, zweite Satz, ›Paths‹, zeigt dabei in seiner emotionalen Intensität und Kantabilität die unterschiedlichen Facetten des musikalischen Kreisens ebenso wie ›Rings‹ und ›Rounds‹, die ungleich kürzeren und lebhafteren Seitensätze. Mit der besonders im Vergleich zu den monumentalen Dimensionen der vorherigen Symphonien zurückgenommenen Vierten Gustav Mahlers, der letzten der sogenannten »Wunderhorn-Symphonien«, beschließt Ticciati sein Konzertproramm. Kein großangelegtes, musikalisch furioses Finale bestimmt dabei die Gestaltung der Symphonie, sondern die scheinbar kindliche Vision vom Paradies und dem »himmlischen Leben« nach dem Tod.

  • Robin Ticciati Dirigent

    Foto: Kai Bienert

    Robin Ticciati | DirigentRobin Ticciati
    Wei Lu | ViolineWei Lu
    Hanna-Elisabeth Müller | SopranHanna-Elisabeth Müller

    Robin Ticciati Dirigent

    Robin Ticciati wurde in London geboren und zunächst als Violinist, Pianist und Schlagzeuger ausgebildet. Er spielte im National Youth Orchestra of Great Britain, bis er sich im Alter von 15 Jahren dem Dirigieren zuwandte. Zu seinen Förderern gehören Sir Colin Davis und Sir Simon Rattle.

    Seit 2009 ist Robin Ticciati Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra, mit dem er jüngst Tourneen durch Asien und Europa unternahm. 2014 trat er als Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera die Nachfolge von Wladimir Jurowski an. Damit ist er der erste Musikdirektor von ›Glyndebourne on Tour‹, der auch Musikdirektor der Stammensembles wurde.

    Als Gastdirigent leitet der Brite international führende Orchester wie das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden, das London Symphony Orchestra und das Los Angeles Philharmonic. Von 2010 bis 2013 war er Erster Gastdirigent der Bamberger Symphoniker.

    Gleichzeitig ist Robin Ticciati ein gefragter Operndirigent. So war er zuletzt für ›Peter Grimes‹ in der Mailänder Scala, für ›Le nozze di Figaro‹ bei den Salzburger Festspielen, für ›Eugen Onegin‹ am Royal Opera House in London und an der Metropolitan Opera New York mit ›Hänsel und Gretel‹ zu erleben.

    Robin Ticciatis Diskographie umfasst u. a. zwei CDs mit Werken von Hector Berlioz, die er mit dem Scottish Chamber Orchester für Linn Records einspielte. Seine Einspielung großer Chorwerke von Johannes Brahms mit den Bamberger Symphonikern und dem Chor des Bayerischen Rundfunks wurde mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet.

    Im Herbst 2017 tritt er sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin an.


Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

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