Erschienen in den DSO-Nachrichten 09/10 2013.


Tomer Maschkowski studierte Posaune am Konservatorium seiner Geburtsstadt Rotterdam und an der UdK Berlin. Er war Stipendiat der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin und ist noch heute Mitglied von Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra. Der mehrfache Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs pflegt mit Sergei Nakariakov, Guy Braunstein und als Mitglied mehrerer Ensembles seine Leidenschaft für die Kammermusik. Seit März 2013 ist er Bassposaunist des DSO.


Ich bin Posaunist geworden, weil … mein Großvater 34 Jahre lang Posaunist beim Israel Philharmonic Orchestra gewesen ist. Ich habe mich einfach in die Posaune verliebt!

Wäre ich nicht Posaunist geworden, wäre ich heute … vielleicht Fußballspieler beim FC Barcelona :-)

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, … habe ich mich sehr wohl gefühlt, ganz wie zuhause. Jetzt ist das leider manchmal anders :-)))

Lampenfieber ist … etwas, an dem man lebenslang arbeitet. Ich muss mich immer mental vorbereiten, bevor ich auf die Bühne gehe, um die Angst zu reduzieren und einfach die Musik zu genießen.

Ein Leben ohne Musik … „wäre ein Irrtum“. Da bin ich mit Nietzsche einer Meinung. Da ich in eine musikalische Familie hineingeboren wurde, wäre es für mich unnatürlich, keine Musik in meinem Leben zu haben.

Meine drei Lieblingswerke der Orchesterliteratur:
1. Wagners ›Die Walküre‹: Ich konnte sie mit dem Orchester der Mailänder Scala unter Barenboim spielen. Das war ein Traum!

2. ›Die Zauberflöte‹ von Mozart: Ich habe sie schon oft gespielt, genieße die Musik aber jedes Mal so, als wäre es das erste Mal.

3. Brahms’ Zweite Symphonie: Ich bin mit Carlos Kleibers Aufnahme aufgewachsen, und sie war die erste Symphonie, die ich selbst gespielt habe.

Das DSO ist für mich … genau das, was ich mir immer gewünscht und erträumt habe: Ein Top-Orchester mit einer Seele, Leidenschaft und Professionalität – und in der schönsten Stadt der Welt!

Wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte, ... würde ich nach Israel vor die Zeit der Staatsgründung (1948) reisen, um zu sehen, wie Juden und Araber damals zusammengelebt haben.

Das höre ich momentan privat am liebsten: Schuberts Streichquintett in C Dur.

Wenn ich nicht Posaune spiele, … bin ich am liebsten mit meiner Familie, meinem süßen Sohn und meiner lieben Frau zusammen, trinke auch gerne mal ein Bier mit guten Freunden.

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament?
Andante, manchmal auch Scherzo! Ich wünsche mir also ein Leben ohne Stress, locker und mit viel Lachen!

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

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