Foto: Frank Eidel

Erschienen in den DSO-Nachrichten 01/02 2013


Der Geiger Bernhard Hartog wurde nach seinem Studium zunächst Mitglied des Berliner Philharmonischen Orchesters und wechselte 1980 als Erster Konzertmeister zum DSO. Er unterrichtet an der Universität der Künste Berlin und ist Mitglied zahlreicher Kammermusikensembles wie dem Philharmonischen Streichsextett Berlin und dem Hartog-Quartett, mit dem er sämtliche Haydn- und Schubertquartette zyklisch aufführte. Als Solist spielte er unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, Vladimir Ashkenazy, Riccardo Chailly, Ingo Metzmacher und Kent Nagano. Seit 1987 wirkt er als Konzertmeister im Bayreuther Festspielorchester mit.


Ich bin Geiger geworden, weil ... ich als 5- oder 6-Jähriger Yehudi Menuhin im Radio hörte und mein erster Geigenlehrer mich für die »Krönung aller Instrumente« begeisterte.

Wäre ich nicht Geiger geworden, wäre ich heute … vielleicht Keyboarder in einer Band.

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, … zitterten meine Knie, wie mein Lehrer mir hinterher sagte.

Lampenfieber ist … allgegenwärtig für einen Musiker

Ein Leben ohne Musik wäre … sicher möglich, aber für mich nicht vorstellbar.
 
Meine drei Lieblingswerke der Orchesterliteratur:
1. Haydns Symphonie Nr. 52 c-moll, eine seiner Sturm-und-Drang-Symphonien. Ich lernte sie beim Haydn-Ensemble Berlin in den 90er-Jahren kennen. Ihr brio und ihre schroffen Gegensätze beschleunigen noch heute meinen Puls, wenn ich sie höre.

2. Mendelssohn Bartholdys Vierte, die ›Italienische‹ Symphonie, sie macht einfach unwiderstehlich gute Laune.

3. Milhauds ›La création du monde‹, wegen ihrer Nähe zum Jazz. Ich durfte das Stück vor Jahren beim Jazzfest mit Musikern der Mingus Big Band unter der Leitung Gunter Schullers spielen.

An der Position des Ersten Konzertmeisters reizt mich …
1. Verantwortung, 2. näher dran zu sein an der Entstehung einer Interpretation, 3. Soli spielen zu dürfen.
 
Das DSO ist für mich ... im Laufe von über 30 Jahren Zugehörigkeit musikalischer und menschlicher Halt geworden.

Das höre ich momentan privat am liebsten: Randy Newman: ›Harps and Angels‹

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament? Allegro prudente.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

Gesellschafter: