Foto: Sigi Müller

Erschienen in den DSO-Nachrichten 09/10 2012.


Paolo Mendes wurde 1988 in Hamburg geboren, ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und seit 2010 Solo-Hornist des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Als Solist trat er mit dem DSO, den Hamburger und Düsseldorfer Symphonikern sowie der Norddeutschen Philharmonie Rostock auf und konzertierte u. a. mit dem Münchner Kammerorchester, der Hamburger Camerata und der Polnischen Kammerphilharmonie. Zudem ist er gern gesehener Gast bei zahlreichen Festivals, wie z. B. den Mecklenburg-Vorpommern Festspielen, dem Rheingau Musikfestival und dem Europäischen Klassikfestival Ruhr.


Ich bin Hornist geworden, weil … meine drei älteren Geschwistern bereits alle ein Blasinstrument spielten. Ich wollte eigentlich wie meine große Schwester Oboe lernen, doch meine Arme waren damals zu kurz, um das Instrument zu greifen. Im Nachhinein bin ich froh darüber. Denn als Hornist kann ich mir das Rohre bauen sparen ...

Wenn ich nicht Hornist geworden wäre, wäre ich heute … Sportjournalist.

Meine drei Lieblingswerke der Orchesterliteratur:
1. Mahlers Siebte Symphonie – die erste, die ich mit dem DSO spielte. Es war zudem mein erstes Konzert im Wiener Musikverein. Deswegen hat sie sich besonders eingeprägt.

2. Prokofjews Fünfte Symphonie: Geniale Melodik, vor allem im zweiten Satz. Die Holzbläserstellen fallen mir interessanterweise oft morgens in der Dusche ein.

3. Mendelssohns Dritte Symphonie: Die herzerwärmende Thematik dieser Symphonie ist unvergleichlich!

Alle drei Werke sind nicht nur hervorragende Kompositionen, es macht auch unheimlich viel Spaß, sie zu spielen – was keine Selbstverständlichkeit ist.

Welcher Komponist hätte unbedingt noch ein Hornkonzert schreiben sollen? Johannes Brahms. Er hat als Kind selbst Horn gespielt und verstand es wunderbar, für das Instrument zu komponieren. Bestes Beispiel: das Waldhorn-Trio, eines der interessantesten und schönsten Kammermusikwerke, die ich kenne.

Das DSO ist für mich … Champions League.

Wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte, würde ich ... zurück in die frühen 80er Jahre reisen, um die großen
Erfolge des HSV zu erleben.

Wenn ich nicht Horn spiele, ... treibe ich gerne Sport, vor allem Schlägersportarten wie Tennis und Golf, aber z.B. auch Crossfit, bei dem man sich so richtig auspowern kann. Sport ist ein unabdingbarer Ausgleich für die Musik.

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament? Die eine Tempobezeichnung gibt es leider nicht, da mein Temperament viel zu wechselhaft ist.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

Gesellschafter: