Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

 
 

Neue Überraschungen im geeinten Berlin
Vladimir Ashkenazy - »The complete musician«

Neue Überraschungen im geeinten Berlin

1989
Vladimir Ashkenazy wird Chefdirigent des RSO.
9.11.1989
Fall der Berliner Mauer
3.10.1990
Vertrag zur Einheit Deutschlands. Als Geschenk spielt das Orchester unter Ashkenazy ein Konzert mit freiem Eintritt in der Staatsoper unter den Linden.
1991
Elmar Weingarten wird Intendant des RSO (bis 1996). Das 1986 gegründete Hartog-Quartett, eins der wichtigsten Kammermusikensembles des Orchesters, beginnt mit einem fünfjährigen Konzert-Zyklus. In diesem einmaligen und außergewöhnlichen Projekt werden sämtliche Streichquartette von Josef Haydn aufgeführt.
1991/92
In dieser Saison werden die ersten Konzerte mit dem RSO im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt (heute Konzerthaus Berlin) veranstaltet.
1992
Günter Wand, mit dem das Orchester triumphale Erfolge erlebt, besonders mit seinen Bruckner-Interpretationen in der Berliner Philharmonie, wird Erster Gastdirigent des RSO.
Februar 1992
Vladimir Ashkenazy verlängert seinen Vertrag als Chefdirigent. Durch seine vielseitige Programmgestaltung - er setzt jede Saison unterschiedliche Schwerpunkte wie z. B. auf Mendelssohn Bartholdy, russische Ballettmusik oder Schostakowitsch, und er engagiert sich auch für zeitgenössische Musik - hat er sich längst einen Namen als Universalmusiker - "the complete musician" - gemacht. Außerdem steht er dem RSO nicht nur als Dirigent zur Verfügung, sondern gelegentlich auch als Pianist.
1.12.1992
Im Rahmen der von der DECCA veranstalteten Reihe "Entartete Musik" wird "Der gewaltige Hahnrei" von Berthold Goldschmidt aufgenommen und konzertant aufgeführt; ausgezeichnet mit dem Cannes Classical-Award.
1993
Um Verwechslungen in der größer gewordenen Kulturszene Berlins zu vermeiden, ändert das Radio-Symphonie-Orchester (RSO) erneut seinen Namen. Es heißt von nun an Deutsches Symphonie-Orchester Berlin. Die Reihe "RIAS stellt vor" wird unter dem Namen "Debut im DeutschlandRadio" weitergeführt.
1994
Die Sender Deutschlandfunk, RIAS und DS Kultur schließen sich zum DeutschlandRadio zusammen. Um den Fortbestand der mit dem Rundfunk verbundenen Ensembles zu sichern, wird die Rundfunk- Orchester und -Chöre GmbH gegründet (eine Erweiterung der RSO-GmbH), deren Mitglieder das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB), der Rundfunkchor Berlin, der RIAS Kammerchor und die RIAS Big Band sind. Als Gesellschafter der neuen GmbH treten auf: Das DeutschlandRadio (40%), die Bundesrepublik Deutschland (35%), das Land Berlin (20%) und der SFB (5%).
1995
Das Orchester erhält erstmals einen eigenen Probensaal, den Ferenc-Fricsay-Saal im Gebäude des SFB.
Mai/Juni 1996
Tournee nach Rußland, Korea und Japan mit Vladimir Ashkenazy.
1996
Günter Wand wird Ehrendirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.
1996
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin feiert sein 50jähriges Jubiläum. In der Saison 1996/97 treten u.a. Itzak Perlman, Pinchas Zuckerman, Julia Varady, Yo-Yo Ma, Evelyn Glennie, Martha Argerich und Vladimir Ashkenazy als Pianist mit dem Orchester auf.
November 1996
Dieter Rexroth wird Intendant der Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH.
16./17.11. 1996
Konzerte in der Berliner Philharmonie zum 50jährigen Jubiläum des Orchesters: Gustav Mahler, 8. Symphonie, unter der Leitung des Chefdirigenten Vladimir Ashkenazy.
1996/1997
Das Orchester unternimmt mit Marek Janowski seine erste Süd-Amerika-Tournee und mit Vladimir Ashkenazy eine große Tournee durch die USA.
1999
Verpflichtung von Kent Nagano zum neuen Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter ab Herbst 2000.
Oktober 1999
Dreiwöchige Japan-Tournee mit Kent Nagano. Die Konzerte in Tokio werden von den japanischen Kritikern zum Gastpiel des Jahres 1999 gewählt.