Gastdirigenten

Tugan Sokhiev
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Tugan Sokhiev tritt mit Beginn der Saison 2012|2013 sein Amt als siebter Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) für zunächst vier Jahre an. Bereits ab der Konzertsaison 2010|2011 trägt er den Titel des Designierten Chefdirigenten. Drei Mal leitete er in der Vergangenheit sein zukünftiges Orchester, zum ersten Mal 2003, damals 25-jährig, in der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Am 10. und 11. November 2007 dirigierte er Rachmaninoffs Symphonische Tänze mit großem Erfolg, zwei Jahre danach, am 6. Dezember 2009, hinterließ er einen mindestens ebenso nachhaltigen Eindruck, insbesondere mit seiner Interpretation von Tschaikowskys Fünfter Symphonie. Sie »geriet unter der gleichermaßen präzisen wie aufwühlenden Leitung Sokhievs zu einem flammenden Appell für die Kunst« (rbb Kulturradio).
Der Nordossete ist außerdem Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre National du Capitole de Toulouse, zu dem er nach drei Jahren als Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater 2008 berufen wurde. Die Verbindung zwischen Tugan Sokhiev und seinen Musikern in Toulouse wird von Publikum und Presse mit stetig wachsender Begeisterung aufgenommen – der ›Figaro‹ beschrieb die Partnerschaft erst kürzlich als »das Zentrum des französischen Musiklebens«. Auch mit dem Mariinsky-Theater verbindet ihn eine enge künstlerische Partnerschaft. Außerdem ist er ein weltweit gefragter Gastdirigent führender Opernhäuser und Orchester.
Tugan Sokhiev debütierte 2009 mit großem Erfolg am Pult der Wiener Philharmoniker. Zu den weiteren Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit gehören seine erfolgreichen Debüts bei den Berliner und den Rotterdamer Philharmonikern. Pläne der Saison 2010|2011 und der Folgespielzeiten sehen eine Produktion von ›Pique Dame‹ an der Wiener Staatsoper vor, ferner die Rückkehr zu Orchestern, mit denen er in regelmäßiger Zusammenarbeit verbunden ist. Zu diesen zählen das Finnische Rundfunkorchester, das DSO Berlin und das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Zudem wird er Konzerte und eine Europatournee mit dem Philharmonia Orchestra (mit dem er jährlich zusammenarbeitet) und dem Mahler Chamber Orchestra sowie etliche Produktionen am Mariinsky-Theater leiten. Seine Planungen mit dem Orchester in Toulouse umfassen weitere Aufnahmeprojekte, ausgedehnte Tourneen und Opernaufführungen am Théâtre du Capitole.
Als Gastdirigent trat Tugan Sokhiev u. a. mit dem Orquesta Nacional de España, dem Orchester der Fondazione Arturo Toscanini, den Symphonieorchestern in Bournemouth und Sydney, den Philharmonischen Orchestern in Wien, Berlin, Moskau, München, Strasbourg, Montpellier und Oslo, den Rundfunkorchestern in Frankfurt, Stockholm, Helsinki, Paris, Wien, Turin und Tokyo sowie mit dem Bayerischen Staatsorchester, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und im Rahmen der Konzertreihe der Mailänder Scala auf.
Mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse gab Tugan Sokhiev zahlreiche hochgelobte Gastkonzerte in Frankreich, Deutschland, Österreich, Kroatien, Spanien, China und Japan. 2005 wählte ihn die Union der französischen Musikkritiker nach einem umjubelten Gastauftritt zur »musikalischen Entdeckung des Jahres«. Im Herbst 2010 unternimmt er mit dem Orchester aus Toulouse eine Russlandtournee. Seine ersten beiden Einspielungen für Naïve Classique – darunter Tschaikowskys Vierte Symphonie, Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ und Prokofiews ›Peter und der Wolf‹ – erhielten hervorragende Bewertungen.
2002 gab Tugan Sokhiev sein Operndebüt in Großbritannien mit ›La Bohème‹ an der Welsh National Opera, 2003 debütierte er mit der ›Eugen Onegin‹-Produktion des Mariinsky-Theaters an der Metropolitan Opera in New York. Außerdem dirigierte er 2004 erstmals beim Festival in Aix-en-Provence (›Die Liebe zu den drei Orangen‹), gefolgt von äußerst erfolgreichen Wiederaufnahmen in Luxemburg und am Teatro Real in Madrid. 2006 leitete er eine gefeierte Aufführung von ›Boris Godunov‹ an der Houston Grand Opera, am Mariinsky-Theater dirigierte er Produktionen von ›Der goldene Hahn‹, ›Iolanta‹, ›Samson und Delilah‹, ›Der feurige Engel‹ und ›Carmen‹ sowie am Théâtre du Capitole in jüngerer Vergangenheit viel beachtete Aufführungen von ›Pique Dame‹ und ›Iolanta‹.
