Orchesterdirektor – Alexander Steinbeis
Alexander Steinbeis © Matthias Heyde
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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Alexander Steinbeis trat mit Beginn der Spielzeit 2007|2008 das Amt des Orchesterdirektors beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) an. Im März 2006 hatte ihn Ingo Metzmacher, 2007-2010 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des DSO, bereits als Leiter der künstlerischen Planung zum Orchester verpflichtet. Im August 2010 wurde sein Vertrag bis Ende der Spielzeit 2016 verlängert.
Seit seinem Amtsantritt hat Alexander Steinbeis in Zusammenarbeit mit Ingo Metzmacher das spezifische Profil des Orchesters durch eine innovative Programmkonzeption geschärft und konsequent weiterentwickelt. Erstmals bestimmten übergreifende Themenschwerpunkte das Jahresprogramm. Ins Zentrum der Spielzeit 2010|2011 stellte Steinbeis eine Konzertreihe zum Thema ›Nachtgestalten‹, in der Saison 2011|2012 rückt er die Reihe ›Grenzwege‹ in den Fokus. Mit Projekten an neuen und ungewöhnlichen Spielstätten wie dem Berliner Kunsthaus Tacheles oder der Villa Elisabeth in Berlin Mitte und der Einführung des jungen Konzertformats der Casual Concerts mit Ingo Metzmacher unterstrich Alexander Steinbeis die Offenheit des Orchesters und das Bemühen um neue Hörergruppen. Durch die Kammerkonzertserie ›Notturno‹, die das DSO seit der Saison 2010|2011 in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz veranstaltet, setzt er sich für nachhaltige Partnerschaften und die Vernetzung mit Berliner Kulturinstitutionen ein.
Als Orchesterdirektor ist Alexander Steinbeis neben der Programmplanung und Dramaturgie insbesondere auch für die Verpflichtung der Gastdirigenten und Solisten sowie für die Tourneeplanung des Orchesters verantwortlich. So kann das DSO nicht nur auf eine erfolgreiche Asientournee nach Peking, Hong Kong, Tokyo und Kuala Lumpur sowie eine Tournee zu europäischen Festivals wie dem Beethovenfest Bonn und dem Edinburgh International Festival im Konzertjahr 2009 zurückblicken, sondern ebenso auf eine von Presse und Publikum gleichsam gefeierte Eröffnung der Salzburger Festspiele mit der Uraufführung der Oper ›Dionysos‹ von Wolfgang Rihm und einem Konzert bei den legendären ›BBC Proms‹ in London im Sommer 2010. Im Juni 2011 residierte das Orchester bei den Pfingstfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden unter der Leitung von Stefan Soltesz mit Richard Strauss’ Oper ›Salome‹ in der Regie von Nikolaus Lehnhoff. Im Herbst 2011 bestritt es gemeinsam mit Yutaka Sado eine Japan-Tournee mit 13 Konzerten an elf Orten. Mit Vladimir Ashkenazy gibt das Orchester zwischen dem 13. und 19. Mai 2012 im Rahmen einer Südamerika-Tournee Konzerte in São Paulo und Buenos Aires.
Zu den Gastdirigenten, die Alexander Steinbeis regelmäßig verpflichtet, zählen etablierte Pultgrößen wie Herbert Blomstedt, Charles Dutoit, Kent Nagano, Sir Roger Norrington oder Georges Prêtre und herausragende Dirigenten der jüngeren Generation wie Philippe Jordan, Yannick Nézet-Séguin und Tugan Sokhiev. Alexander Steinbeis hat entscheidenden Anteil daran, dass Tugan Sokhiev als siebter Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des DSO für zunächst vier Jahre beginnend mit der Saison 2012|2013 gewonnen werden konnte. Für das Konzertjahr 2009 legte er mit einer Auslastungszahl von 84 % bei insgesamt 51 Symphoniekonzerten in Berlin die beste Quote des DSO der letzten Jahre vor. Neben seiner Tätigkeit für das DSO versieht Alexander Steinbeis im Wintersemester 2011|2012 einen Lehrauftrag im Fach ›Konzertdramaturgie‹ an der Hochschule für Musik und Theater ›Felix Mendelssohn Bartholdy‹ Leipzig im Rahmen des Studiengangs ›Dramaturgie‹.
1974 in München geboren, wuchs Alexander Steinbeis in Deutschland und Großbritannien auf. Nach dem Studium im Fach Management|Kulturmanagement in London, Paris, Oxford und Berlin sammelte er erste Erfahrungen im Bereich der Konzertorganisation an der Opéra National de Paris und der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie bei Konzertagenturen in Frankreich und Deutschland. 1999 verpflichtete ihn Seiji Ozawa als Stellvertretenden Leiter der künstlerischen Planung zum Boston Symphony Orchestra in die USA, wo er bis 2005 tätig war. Dort zählten Konzertplanung und Dramaturgie für Konzerte des Klangkörpers in Boston und des Tanglewood Festivals zu seinen Aufgaben. In diesem Rahmen verband ihn eine enge Zusammenarbeit zunächst mit Seiji Ozawa, später mit James Levine. Darüber hinaus verantwortete er in dieser Zeit eine Reihe wissenschaftlicher Musiksymposien in Zusammenarbeit mit der Harvard University.
