Pressemitteilungen der aktuellen Saison
Tänzerisch und elegant: Arabella Steinbacher mit Prokofjews Violinkonzert Nr. 2
Frisch und unverstaubt: Zwei junge Meister befragen große Traditionen
Zweite CD-Box des DSO mit Ehrendirigent Günter Wand bei Hänssler erschienen
DVD-Neuerscheinung: Richard Strauss’ ›Salome‹ mit Angela Denoke und dem DSO
Am Puls der Zeit: Zwei Konzerte mit dem DSO beim 14. ›Ultraschall‹-Festival
Klaviertrios von Schubert und Schostakowitsch in der Villa Elisabeth
›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ – Francesco Angelico am Pult des DSO
Klänge aus Wien mit Kent Nagano, Thomas Zehetmair und dem DSO
Ein märchenhaftes Circus-Spektakel zum Jahresabschluss
Masaaki Suzuki erstmals zu Gast beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin
Brahms für Nofretete: Nächtliches Kammerkonzert im Neuen Museum
›Grenzwege‹ (2.) zwischen Liebe und Tod: Robert Spano mit dem DSO
Höchster Schmerz, himmlischer Trost: Kent Nagano dirigiert Dvořáks Stabat mater
Tugan Sokhiev dirigiert die Jubiläumskonzerte anlässlich 65 Jahre DSO
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin kehrt von erfolgreicher Japan-Tournee zurück
Ensemble des DSO gab auf Japan-Tournee Solidaritätskonzert nahe Sendai
Mitglieder des DSO geben auf Japan-Tournee Solidaritätskonzert nahe Sendai
Das DSO und Yutaka Sado gehen vom 22.10.–6.11. auf Japan-Tournee
Yutaka Sado dirigiert zwei Konzertprogramme am 16. und 17. Oktober
Herbert Blomstedt setzt seinen Bruckner-Zyklus fort
Ingo Metzmacher kehrt mit Schuberts ›Lazarus‹ zum DSO zurück
›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ – Yordan Kamdzhalov am Pult des DSO
Kulturradio-Kinderkonzerte mit dem DSO – Saisonauftakt mit Lutz Rademacher
Auftakt zur Kammermusikreihe des DSO in der Villa Elisabeth
Das DSO steigert seine Abonnentenzahlen um mehr als 10 %
Saisonauftakt des DSO mit Leo Hussain beim ›musikfest berlin 2011‹
LA BONNE HEURE – Klassik zur Mittagszeit im Maison de France
Das DSO gastiert im Berliner Umland und bei schweizer Sommerfestivals
›Klassik im Grünen‹ – Fortsetzung der Kammerkonzertreihe im Botanischen Garten
Tänzerisch und elegant: Arabella Steinbacher mit Prokofjews Violinkonzert Nr. 2
Jonathan Nott dirigiert Janáčeks ›Taras Bulba‹ und Schuberts ›Unvollendete‹
Berlin, 02.02.2012 [DSO] Am 12. Februar interpretiert die junge Ausnahmegeigerin Arabella Steinbacher Prokofjews Zweites Violinkonzert mit dem DSO. Ihm stellt der Dirigent des Abends, Jonathan Nott, Janáčeks Orchester-Rhapsodie ›Taras Bulba‹ und Schuberts ›Unvollendete‹ gegenüber.
Am 12. Februar interpretiert die junge Ausnahmegeigerin Arabella Steinbacher Prokofjews Zweites Violinkonzert mit dem DSO. Am Pult des Orchesters steht Jonathan Nott, der langjährige Chef der Bamberger Symphoniker. Er stellt dem Solokonzert zwei klangmächtige Werke zur Seite: Leoš Janáčeks Orchester-Rhapsodie ›Taras Bulba‹ und Franz Schuberts Symphonie in h-Moll, die ›Unvollendete‹.
»Bei Prokofjews Konzert bin ich emotional dabei und werde berührt«, sagt Arabella Steinbacher über das Zweite Violinkonzert des russischen Komponisten. »Seine Musik ist überaus tänzerisch und elegant.« Die ersten beiden Sätze leben aus der Spannung zwischen instrumentaler Virtuosität und gesanglicher Intensität, der dritte setzt die Welt des Tanzes dagegen. Man hört deutlich die Nachbarschaft zur Ballettmusik ›Romeo und Julia‹, die der Komponist wenig später vollendete.
Die Orchester-Rhapsodie ›Taras Bulba‹ eröffnet den Abend. Janáčeks auskomponiertes Bekenntnis zum russischen Heroismus gründet auf der gleichnamigen Novelle von Nikolai Gogol, die einen Kosakenfeldzug in der Ukraine des 15. Jahrhunderts schildert. Drei Episoden hat der tschechische Komponist daraus als Programm gewählt. Die kraftvolle Musik konzentriert den Inhalt der literarischen Szenen und trägt ihn zugleich über sich selbst hinaus.
Mit Schuberts h-Moll-Symphonie schließt das Konzert mit dem Phänomen einer »unvollendet vollendeten« Komposition. Sicherlich nicht allein dem Mysterium des Fragments, sondern vor allem der Fülle melodischer Einfälle und dem Reichtum an Klangfarben verdankt sie ihren Status als meistgespielte Schubert-Symphonie. Mit seiner ›Unvollendeten‹ bahnte sich der 25-Jährige den Weg zum romantischen Lebensgefühl – die Gattung der Symphonie hat sie nach ihrer posthumen Uraufführung 1865 nachhaltig beeinflusst.
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Benjamin Dries
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Frisch und unverstaubt: Zwei junge Meister befragen große Traditionen
Dirigent David Afkham und Pianist Martin Helmchen zu Gast beim DSO
Berlin, 27.01.2012 [DSO] David Afkham gibt am 6. Februar sein Debüt am Pult des DSO. Auf dem Programm stehen Ligetis ›Atmosphères‹, die Dritte Symphonie von Brahms sowie Mozarts Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll. Solist ist der Berliner Pianist Martin Helmchen.
Am 6. Februar gibt der aufstrebende Dirigent David Afkham sein Debüt am Pult des DSO. Er widmet sich drei Komponisten, deren Werke Epoche machten: Ligetis ›Atmosphères‹, die Dritte Symphonie von Brahms sowie Mozarts Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll stehen auf dem Programm. Solist ist der Berliner Pianist Martin Helmchen, der bereits 2010 mit dem DSO zu begeistern wusste. Wenn junge Künstler wie Afkham und Helmchen – beide 29 Jahre alt, beide leidenschaftlich und hochtalentiert – große Traditionen befragen, erscheinen »Klassiker« der Musikgeschichte in neuem Licht: jugendlich frisch und überraschend modern.
Das Orchesterstück, mit dem David Afkham den Abend eröffnet, geriet bei der Uraufführung 1961 zu einer echten Sensation. Versuche, die faszinierende Wirkung von György Ligetis ›Atmosphères‹ in Worte zu fassen, riefen vielfältige Assoziationen hervor: eine »mächtige Nebelwand aus Klang«, eine »große orchestrale Plastik«, eine »Wolkenformation, die im Zeitlupentempo Dichte und Farbe verändert«. Die Partitur offenbart ein komplexes und unendlich feinfaseriges Motivgewebe aus bis zu 87 Einzelstimmen. Ein ebenso kunstvolles Geflecht schuf Mozart in seinem Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll, das Ausdruck und virtuose Gestaltung auf das Engste miteinander verknüpft. Als eines seiner bedeutendsten und ernsthaftesten Werke, sogar als »abgründig« wird das Konzert bezeichnet; zudem weist es eine der größten instrumentalen Besetzungen in Mozarts Œuvre auf – eine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten, die sich im Orchesterklang wie auch im anspruchsvollen Klavierpart deutlich niederschlägt. Seine populäre Dritte Symphonie schrieb Brahms wohl 1883 während eines Sommeraufenthaltes in Wiesbaden, der »Erbe Beethovens« war mit ihr auf dem Zenit seines Schaffens angelangt.
David Afkham zählt zu den aufsehenerregenden Künstlerpersönlichkeiten der jungen Generation. Die Auszeichnung mit zwei renommierten Dirigentenpreisen in den Jahren 2008 und 2010 bildete die Basis für eine beeindruckende Karriere. Nach zweijähriger Assistenz beim London Symphony Orchestra ist er derzeit Assistenzdirigent beim Gustav Mahler Jugendorchester sowie ›Conducting Fellow‹ beim Los Angeles Philharmonic Orchestra.
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Zweite CD-Box des DSO mit Ehrendirigent Günter Wand bei Hänssler erschienen
Werke von Beethoven, Bruckner, Haydn, Mussorgsky, Strawinsky, Tschaikowsky u. a.
Berlin,
24.01.2012
[DSO]
Neu erschienen ist eine CD-Box mit Aufnahmen des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin mit seinem Ehrendirigenten Günter Wand. Auf Acht CDs liegen Einspielungen ausgewählter Symphonien von Beethoven, Bruckner, Haydn, Mozart und Tschaikowsky, außerdem Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ und Strawinskys ›Der Feuervogel‹ vor. Die neue CD-Zusammenstellung ergänzt die erfolgreiche erste DSO-Serie der ›Günter Wand Edition‹ bei ›Profil Hänssler‹.
Die intensive Zusammenarbeit des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin mit seinem Ehrendirigenten Günter Wand dokumentiert eine weitere CD-Box, die nun im Handel erhältlich ist. Acht CDs versammeln herausragende Interpretationen ausgewählter Symphonien von Beethoven, Bruckner, Haydn, Mozart und Tschaikowsky, außerdem Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ und Strawinskys ›Der Feuervogel‹. Die neue CD-Zusammenstellung ergänzt die erfolgreiche erste DSO-Serie der ›Günter Wand Edition‹ bei ›Profil Hänssler‹.
Ein besonderes Highlight der Neuerscheinung ist der Mitschnitt der »Berliner Beethoven-Werkstatt«, die auf 3 CDs nicht nur Aufführungen der Symphonien Nr. 5 und 6 von Ludwig van Beethoven, sondern ebenso die Proben zu diesen Werken zugänglich macht. Er eröffnet seltene Perspektiven auf die musikalische Arbeit dieses großen Dirigenten, »der für seine unermüdlichen minutiösen Proben so berüchtigt war wie berühmt für die überragende Qualität seiner Interpretationen mit ihrer einzigartigen Balance von emotionalem Gehalt, intellektueller Kontrolle und spiritueller Durchdringung« (Wolfgang Seifert).
Sein erstes Konzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin dirigierte Günter Wand im Alter von 71 Jahren, am 3. April 1983. 1993 nahm er die Position des Ersten Gastdirigenten und 1996 die Auszeichnung des Ehrendirigenten an. Er leitete insgesamt 15 Konzerte des Orchesters. Die meisten wurden in der Philharmonie und im Konzerthaus Berlin durch den RIAS und vom SFB live aufgezeichnet. Deren Archive sind heute dem Deutschlandradio bzw. dem Rundfunk Berlin-Brandenburg zugeordnet.
Rezensionsexemplare
Kerstin Hänssler, Profil Medien Gmbh
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Benjamin Dries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (DSO)
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DVD-Neuerscheinung: Richard Strauss’ ›Salome‹ mit Angela Denoke und dem DSO
Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff aus dem Festspielhaus Baden-Baden
Berlin, 20.01.2012 [DSO] Richard Strauss’ ›Salome‹ ist mit dem DSO unter Stefan Soltesz soeben auf DVD bei Arthaus Musik erschienen. In der Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff aus dem Festspielhaus Baden-Baden vom Juni 2011 sind Angela Denoke (Salome), Doris Soffel (Herodias), Kim Begley (Herodes) und Alan Held (Jochanaan) zu erleben.
Die im vergangenen Jahr von Presse und Publikum hoch gelobte Produktion von Richard Strauss’ ›Salome‹ in der Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin aus dem Fespielhaus Baden-Baden ist soeben auf DVD bei Arthaus Musik erschienen. Mit Angela Denoke (Salome),
Doris Soffel (Herodias), Kim Begley (Herodes) und Alan Held (Jochanaan) sind die Hauptrollen hochkarätig besetzt. Am Pult des Orchesters steht Stefan Soltesz.
Im Juni 2011 setzte das DSO mit seiner Residenz im Festspielhaus Baden-Baden seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Nikolaus Lehnhoff fort. Nach erfolgreichen Produktionen der Wagner-Opern ›Lohengrin‹, ›Parsifal‹ und ›Tannhäuser‹, ebenfalls bei Arthaus Musik auf DVD erhältlich, sowie Puccinis ›Tosca‹ folgte nun die Produktion von Richard Strauss’ Opereinakter ›Salome‹.
Rezensionsexemplare
Cornelia Babrikowski, Pressekontakt Arthaus-Musik GmbH
Tel +49 (0)345 – 299 89 49 60
E-Mail: cbabrikowski@arthaus-musik.com
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Am Puls der Zeit: Zwei Konzerte mit dem DSO beim 14. ›Ultraschall‹-Festival
Arturo Tamayo dirigiert am 23. Januar, Matthias Pintscher am 29. Januar
Berlin, 16.01.2012 [DSO] Das DSO gestaltet auch in diesem Jahr wieder zwei Konzerte im Rahmen von ›Ultraschall‹, dem Festival für neue Musik. Arturo Tamayo leitet das Konzert am 23. Januar. Im Zentrum des Abends steht das 1981 entstandene Werk ›Thirty pieces for Five Orchestras‹ von John Cage, der in diesem Jahr einhundert Jahre alt geworden wäre. Für gleich sieben Orchestergruppen komponierte Luigi Nono ›No hay caminos, hay que caminar … Andrej Tarkowsky‹ . Im Abschlusskonzert am 29. Januar wird es von Matthias Pintscher dirigiert, der außerdem sein jüngstes Violinkonzert ›Mar´eh‹ vorstellt.
Seit seinem Bestehen setzt sich das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin für zeitgenössische Musik ein und befühlt in seinen Programmen den kompositorischen Puls der Zeit. Mit dem 210. und 211. Konzert der verdienten Reihe ›Musik der Gegenwart‹ beteiligt sich das DSO auch in diesem Jahr wieder an ›Ultraschall‹, dem Festival für neue Musik, das von Deutschlandradio Kultur und dem Kulturradio des rbb veranstaltet wird.
Das Konzert am 23. Januar wird von Arturo Tamayo geleitet. Der spanische Dirigent besitzt reiche Erfahrung mit zeitgenössischer Musik und hat viele Werke bedeutender Gegenwartskomponisten zur Uraufführung gebracht. Im Zentrum des ersten ›Ultraschall‹-Programms steht John Cages revolutionäres ›Thirty Pieces for Five Orchestras‹, das Tamayo bereits 1983 in Italien gemeinsam mit dem Komponisten erarbeitet hat. In diesem Jahr wäre Cage 100 Jahre alt geworden. Dem Werk gegenübergestellt sind Misato Mochizukis ›Musubi‹ und Morton Feldmans ›String Quartet and Orchestra‹, bei dem das Pellegrini Quartett dem Orchester zur Seite steht.
Im Abschlusskonzert des diesjährigen Festivals am 29. Januar ist Matthias Pintscher zu Gast am DSO-Pult. »Für die Geige ein einziger liedhafter Bogen über mehr als 20 Minuten, für das Orchester transparente Klanglichkeit und Farbenmelodie« – so beschreibt Pintscher sein jüngstes Violinkonzert ›Mar´eh‹, das an diesem Abend mit der Solistin Hae-Sun Kang zur Aufführung kommt. Der Komponist und Dirigent umrahmt sein Werk von 2011 mit zwei weiteren Kompositionen aus jüngster Zeit: ›Tocar y luchar‹ von Dai Fujikura entstand 2010, ebenso ›… hij …‹ von Mark Andre. Den Schlusspunkt setzt mit Luigi Nono ein Vertreter der »klassischen« Avantgarde. In ›No hay caminos, hay que caminar … Andrej Tarkowsky‹ spürt das Orchester, aufgeteilt in sieben Gruppen, dem akustischen Labyrinth Venedigs nach, der Heimatstadt des Komponisten.
Beide Konzerte werden live im Kulturradio vom rbb übertragen. Weitere Informationen im Internet unter kulturradio.de/ultraschall
Karten zu 18 € | erm. 12 € sind erhältlich über den rbb-Shop unter Tel. 030. 97993-84 944
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Anke Fallböhmer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (rbb)
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Klaviertrios von Schubert und Schostakowitsch in der Villa Elisabeth
Fortsetzung der Kammermusikreihe des DSO mit hochkarätiger Besetzung
Berlin, 06.01.2012 [DSO] Am 15. Januar stellen Michael Mücke (Violine), Dávid Adorján (Violoncello) und Dirk Mommertz (Klavier) Schostakowitschs Erstem Klaviertrio Schuberts Notturno für Klaviertrio Es-Dur und dessen Klaviertrio Es-Dur in der Villa Elisabeth gegenüber. Das Konzert ist nahezu ausverkauft.
Mit Kompositionen für Klaviertrio setzt das DSO zum Jahresanfang seine beliebte Kammermusikreihe in der Villa Elisabeth fort. Das Konzert erkundet die Weiterentwicklungen, die sich in der Gattung nach Ludwig van Beethoven vollzogen, und führt die Zuhörer dabei bis ins 20. Jahrhundert. Am 15. Januar stellen Michael Mücke (Violine), Dávid Adorján (Violoncello) und Dirk Mommertz (Klavier) zwei Trios von Franz Schubert einem Werk von Dmitri Schostakowitsch gegenüber. Das Konzert ist nahezu ausverkauft.
Sein erstes Klaviertrio schrieb Schostakowitsch mit 17 Jahren und wählte dafür eine Form, die die klassische Satzfolge verweigert: Das Stück ist einsätzig, fast rhapsodisch, und birgt doch eine große Fülle musikalischer Einfälle. Auch Schuberts Notturno für Klaviertrio besteht aus nur einem Satz, bei dem es sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Mittelsatz zu einem größeren Werk handelt. Eine von Schuberts letzten Kompositionen ist sein Trio Es-Dur – ein Gipfelpunkt der Gattung, der sich in seiner Ausdehnung und Komplexität an symphonischen Maßstäben orientiert.
Hochkarätige Kammermusiker finden sich an diesem Abend zusammen: Michael Mücke, der in den Ersten Violinen des Deutschen Symphonie-Orchesters spielt, war mit dem Trio Fontenay mehr als zwei Jahrzehnte lang international erfolgreich. Zu den Kammermusikpartnern des DSO-Solocellisten Dávid Adorján gehören u. a. Jörg Widmann, Heinrich Schiff sowie Paolo Giacometti. Und Pianist Dirk Mommertz ist Mitglied des Fauré Quartetts, das zu den weltweit führenden Klavierquartett-Ensembles zählt.
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›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ – Francesco Angelico am Pult des DSO
Flötistin Daniela Koch und Harfenist Emmanuel Ceysson stellen sich als Solisten vor
Berlin, 06.01.2012 [DSO] Im zweiten Symphoniekonzert der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ stellen sich am 16. Januar wieder drei herausragenden Nachwuchsmusikern ertstmals als Solisten dem Publikum im Großen Saal der Berliner Philharmonie vor: Daniela Koch Mit dem Flötenkonzert von Jacques Ibert und Harfenist Emmanuel CeyssonHarfenkonzert von Alberto Ginastera gemeinsam mit dem Dirigenten Francesco Angelico. Dieser umrahmt die beiden Solokonzerte mit zwei Orchesterkompositionen von Maurice Ravel, der Tanz-Suite ›Le tombeau de Couperin‹ und der Märchen-Suite ›Ma mère l´oye‹.
Seit über 50 Jahren gibt die Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ herausragenden Nachwuchsmusikern die Möglichkeit, sich an der Seite des Deutschen Symphonie-Orchesters einem großen Konzertpublikum zu präsentieren. Am 16. Januar stehen die Flötistin Daniela Koch und der Harfenist Emmanuel Ceysson zum ersten Mal auf der Bühne der Berliner Philharmonie. Mit dem Flötenkonzert von Jacques Ibert und dem Harfenkonzert von Alberto Ginastera werden sie ihr Können unter Beweis stellen. Die Leitung des Konzerts übernimmt Francesco Angelico, der ebenfalls sein Debüt beim DSO gibt. Er umrahmt die beiden Solokonzerte mit zwei Orchesterkomposition von Maurice Ravel, der Tanz-Suite ›Le tombeau de Couperin‹ und der Märchen-Suite ›Ma mère l´oye‹.
Der 1977 auf Sizilien geborene Francesco Angelico machte in jüngster Zeit durch mehrere Auszeichnungen international auf sich aufmerksam, unter anderem gewann er im Mai 2011 den Deutschen Dirigentenpreis. Nach Abschluss seines Dirigierstudiums bei Giorgio Bernasconi in Lugano 2006 arbeitete er mit führenden europäischen Orchestern und Kammerorchestern zusammen, darunter die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das Orchestra della Svizzera italiana. An der Staatsoper seiner Wahlheimat Hannover dirigierte er unter anderem Mozarts ›Le nozze de Figaro‹.
Die 22-jährige Flötistin Daniela Koch gehört zu den aufsehenerregenden Talenten ihrer Generation. Geboren im österreichischen Kitzbühel, nahm sie bereits mit 16 Jahren ihr Studium am Salzburger Mozarteum auf. 2009 gewann sie als jüngste Teilnehmerin den 1. Preis bei der ›7. International Flute Competition‹ im japanischen Kobe, einem der bedeutendsten Flötenwettbewerbe. Ein Jahr später erhielt sie, als jüngste der vier Finalisten, den 2. Preis sowie einen Sonderpreis beim ARD-Musikwettbewerb in München. Seit Beginn der Saison 2011I12 spielt sie als Soloflötistin bei den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie.
Emmanuel Ceysson wurde 1984 im französischen Oulins geboren. Er studierte zunächst in Lyon, bevor er zu Isabelle Moretti ans Pariser Conservatoire wechselte, wo er 2005 sein Diplom mit dem ›Premier Prix‹ abschloss. Neben anderen Auszeichnungen gewann er 2009 den 1. Preis beim ARD-Musikwettbewerb in München sowie jüngst den Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Bereits seit 2006 ist der gefragte Solist und begeisterte Kammermusiker 1. Soloharfenist im Orchester der Pariser Bastille-Oper.
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Klänge aus Wien mit Kent Nagano, Thomas Zehetmair und dem DSO
Schubert, Berg und Schönberg zum 100. Geburtstag von DSO-Ehrendirigent Günter Wand
Berlin, 29.12.2011 [DSO] Am 7. Januar dirigert Kent Nagano Schuberts Fünfte Symphonie, Alban Bergs Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹ und Arnold Schönbergs Symphonische Dichtung ›Pelleas und Melisande‹. Solist ist der Geiger Thomas Zehetmair. Das Konzert ist Günter Wand - neben Nagano Ehrendirigent des DSO - gewidmet, der an diesem Tag seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.
Am 7. Januar ist Kent Nagano zum zweiten Mal in dieser Saison zu Gast bei seinem ehemaligen Orchester. In den Konzerten mit dem DSO hat er die sorgfältige Programmkonzeption zu seinem Markenzeichen gemacht; Meisterwerke der Musikgeschichte werden über Epochengrenzen hinweg neu beleuchtet. Für das Konzertprogramm zum Jahresauftakt 2012 hat Nagano drei Stücke von Wiener Komponisten ausgewählt, die das Musikleben der Stadt in besonderer Weise prägten. Franz Schuberts Fünfte Symphonie, Alban Bergs Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹ und Arnold Schönbergs Symphonische Dichtung ›Pelleas und Melisande‹ beschreiben den Weg von der Schwelle zwischen Klassik und Romantik über die Spätromantik bis hin zur Moderne. Solist ist der Berliner Geiger Thomas Zehetmair, ein gefragter Interpret für zeitgenössische Musik.
Ein Rückbezug auf musikalische Vergangenheit kennzeichnet alle drei Kompositionen, jede jedoch auf ganz individuelle Art: Schuberts Fünfter hört man die Begeisterung ihres Schöpfers für Wolfgang Amadeus Mozart an; mit einer ungewöhnlich kleinen Bläserbesetzung erweckt er das leichte Klangbild der Klassik wieder zum Leben. Alban Berg errichtet den letzten Satz seines Violinkonzerts auf und um den Bach-Choral ›Es ist genug‹. Und Schönbergs ›Pelleas und Melisande‹ ist eines seiner letzten nachromantischen Werke; wenige Jahre danach sollte der Komponist und Lehrer Alban Bergs die westliche Tonsprache revolutionieren.
Kent Nagano, ehemaliger Chefdirigent und Künstlerischer Leiter, ist seit 2006 Ehrendirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Den Titel teilt er sich mit einem der großen Pultmeister des 20. Jahrhunderts: Günter Wand stand viele Male am Pult des DSO, was zahlreiche Aufnahmen eindrucksvoll dokumentieren; am 7. Januar 2012 wäre er 100 Jahre alt geworden. Dem Gedenken des Ausnahmedirigenten ist das Konzert dieses Abends gewidmet.
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Ein märchenhaftes Circus-Spektakel zum Jahresabschluss
Die DSO-Silvesterkonzerte im Tempodrom mit den Artisten des Circus Roncalli und dem Trompeter Sergei Nakarikov unter der Leitung von Alan Buribayev
Berlin, 21.12.2011 [DSO] Die Silvesterkonzerte des DSO mit den Artisten des Circus Roncalli im Tempodrom sind legendär. In diesem Jahr wird das poetische Spektakel in der Manege erstmals von Alan Buribayev geleitet. Solist ist der Trompetenvirtuose Sergei Nakarikov. Die Vorstellungen finden um 15 Uhr und um 19 Uhr statt.
In die Welt der Märchen aus Orient und Okzident entführen in diesem Jahr die Silvesterkonzerte mit den Musikern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und den Künstlern des Circus Roncalli. Die schon Tradition gewordenen »Außer-der-Reihe-Konzerte« werden erstmals von Alan Buribayev geleitet, dem Chefdirigenten des Dubliner RTÉ National Symphony Orchestra, der durch seine reiche Opernerfahrung zirzensisches Gespür mitbringt. Besonderer Gast in der Manege ist der Ausnahmetrompeter Sergei Nakarikov, dessen Virtuosität das Publikum ebenso zu fesseln vermag wie die abwechslungsreichen Darbietungen der Artisten und Clowns des Circus Roncalli. Das Tempodrom unweit des Potsdamer Platzes bietet für diesen besondern Anlass den passenden Rahmen.
Mal ungestüm und witzig, mal traurig-melancholisch, mal bunt und exotisch sind die Geschichten, die wir aus der Sammlung der Gebrüder Grimm oder den ›Märchen aus 1001 Nacht‹ kennen. Doch eins verbindet sie alle: Sie entspringen im Reich der Fantasie, das keine Grenzen kennt. Zahlreiche Komponisten ließen sich von dieser schöpferischen Freiheit inspirieren und schufen berückende Orchesterstücke, Opern und Ballette, in denen Magier, Hexen und Feen, verzauberten Tiere, Prinzen und Prinzessinnen zu musikalischem Leben erwachen.
Das DSO begibt sich auf eine poetische Reise durch märchenhafte Welten und spielt Werke von Berlioz, Borodin, Chabrier, Dvořák, Grieg, Humperdinck, Mendelssohn-Bartholdy, Rimsky-Korsakow, Smetana, Strauß und vielen anderen mehr. Aus der perfekten Symbiose von Musik und artistischer Manegenkunst entfaltet sich ein faszinierendes Schauspiel mit einzigartiger, fast magischer Atmosphäre. Sie ist der Grund dafür, warum die Silvesterkonzerte, die das DSO zum achten Mal gemeinsam mit dem Circus Roncalli gestaltet, so frisch sind wie im ersten Jahr. Ein Fest der Schönheit und Eleganz, voll Spannung – und atemlosem Staunen.
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Masaaki Suzuki erstmals zu Gast beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin
Der japanische Bach-Experte dirigiert Werke von Bach und Mozart
Berlin, 09.12.2011 [DSO] Der japanische Bach-Spezialist Masaaki Suzuki dirigiert am 18. Dezember erstmals das Deutsche Symphonie-Orchesters Berlin und den RIAS Kammerchor. Auf dem Programm stehen geistliche Vokalwerke von Bach und Mozart. Solisten sind Simona Šaturová und Véronique Gens (Sopran), Annette Markert (Alt), Lothar Odinius (Tenor) sowie Dominik Wörner (Bass).
Masaaki Suzuki, Gründer und Leiter des Bach Collegium Japan, hat sich weltweit einen Namen als anerkannter Bach-Experte gemacht. Am 18. Dezember feiert der ehemalige Schüler Ton Koopmans in der Philharmonie Premiere am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und des RIAS Kammerchors. Auf dem Programm stehen geistliche Vokalwerke von Bach und Mozart. Das erlesene Solisten-Ensemble bilden Simona Šaturová und Véronique Gens (Sopran), Annette Markert (Alt), Lothar Odinius (Tenor) sowie Dominik Wörner (Bass).
Die Kantate BWV 63 ›Christen, ätzet diesen Tag‹ für den ersten Weihnachtstag wird auf die Jahre 1713–1716 datiert, stammt also aus Bachs Weimarer Zeit. Eingangs- und Schlusschor stattete der Komponist mit Trompeten und Pauken aus, jenen Instrumenten der Repräsentation und Majestät, die auch der ersten und letzten Kantate des ›Weihnachtsoratoriums‹ ihr festliches Gepräge verleihen. Weniger pompös, jedoch von ebenso inniger Fröhlichkeit sind die Tanzsätze der Ersten Orchestersuite BWV 1066, mit der Masaaki Suzuki das Programm an diesem Abend eröffnet.
Ein Produkt der intensiven Auseinandersetzung mit den Werken Bachs ist Mozarts c-Moll-Messe. Kurz nach seiner Vermählung mit Constanze im Sommer 1782 hatte er mit der großangelegten Komposition begonnen, die als Zuneigungsbezeugung und als eine Art Votivgabe für seine Frau entstand; sie war auch Sopransolistin der Uraufführung in der Salzburger Peterskirche. Doch ebenso wie das Requiem blieb auch die Große Messe in c-Moll ein Fragment: Weite Teile des Credo sind unvollendet, das Agnus Dei fehlt ganz. Gleichwohl ist sie ein herausragendes Werk ihrer Gattung und gibt eindrucksvoll Zeugnis von Mozarts tonschöpferischer Kunst.
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Brahms für Nofretete: Nächtliches Kammerkonzert im Neuen Museum
Das DSO setzt am 9. Dezember mit Horntrios seine ›Notturno‹-Konzertreihe fort
Berlin, 05.12.2011 [DSO] Am 9. Dezember bespielt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im Rahmen seiner Reihe nächtlicher Kammerkonzerte ›Notturno‹ das Neue Museum. Auf dem Programm stehen Werke für Horntrio.
Musikalische Nachtschwärmer und Liebhaber ägyptischer Kunst empfängt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin am 9. Dezember im Neuen Museum. Zum Saisonauftakt der nächtlichen Kammermusikreihe ›Notturno‹, die das DSO in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz veranstaltet, stehen Werke für Horntrio auf dem Programm. In der fabelhaften Akustik des Treppenhauses spielen Ozan Cakar (Horn), Kamila Glass (Violine) und Anna Kirichenko (Klavier) Kompositionen von Lennox Berkeley, Karol Szymanowski und Johannes Brahms.
Ab 21 Uhr wird Dr. Olivia Zorn, stellvertretende Direktorin des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung, die Besucher begrüßen und eine kurze Einführung geben; anschließend kann das Neue Museum in Kurzführungen erkundet werden. Um 22 Uhr beginnt das etwa einstündige Konzert.
Dreimal in dieser Saison lädt das DSO in seinen ›Notturno‹-Konzerten an Orte der Kunst und des Wissens. Besondere Kulturstätten Berlins werden dabei in nächtliche Konzertsäle verwandelt. Nächste Stationen der musikalischen Kunstexpedition sind das Ethnologische Museum (9. März 2012) und der Neue Lesesaal der Staatsbibliothek Unter den Linden (1. Juni 2012).
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›Grenzwege‹ (2.) zwischen Liebe und Tod: Robert Spano mit dem DSO
Auszüge aus György Ligetis ›Le grand macabre‹ konzertant
Berlin, 05.12.2011 [DSO] Robert Spano tritt am 11. Dezember im zweiten Konzert der Themenreihe ›Grenzwege‹ erstmals ans Pult des DSO. Der amerikanische Dirigent stellt Auszüge aus Ligetis grotesker Oper ›Le grand macabre‹ ins inhaltliche Zentrum des Programms. Solisten der konzertanten Aufführung sind Silke Evers (Sopran), Nadine Weissmann (Mezzosopran), Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Tenor), als Einspringer für den erkrankten Graham Clark, und Thomas J. Mayer (Bass). Spano bereitet Ligetis Bühnenwerk mit zwei Kompositionen vor: der Tanz-Suite von Béla Bartók, der Ligeti und ›La mer‹ von Claude Debussy.
Neue ›Grenzwege‹ beschreitet das DSO am 11. Dezember im zweiten Konzert der aktuellen Themenreihe. Im Zentrum stehen Auszüge aus György Ligetis
›Le grand macabre‹ in einer konzertanten Aufführung, mit der das DSO einen Kontrapunkt zu den besinnlichen Konzerten der Vorweihnachtszeit setzt. Die Leitung hat der amerikanische Dirigent Robert Spano. Silke Evers (Sopran), Nadine Weissmann (Mezzosopran), Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Tenor), als Einspringer für den erkrankten Graham Clark, und Thomas J. Mayer (Bass) sowie der Ernst Senff Chor Berlin übernehmen die Vokalpartien. In Solistenquartett und Chor weiß das DSO zwei Ensembles an seiner Seite, die in der Interpretation zeitgenössischer Musik gleichermaßen versiert sind.
Ligetis Oper gibt dem ewigen Drama von Liebe und Tod eine ganz neue und ungewöhnliche Gestalt. Komödie und absurdes Theater, Tragödie und Groteske, Komplexes und Triviales, alles fließt hier in einem großen Welttheater zusammen; keine Grenze wird respektiert, textlich ebenso wenig wie in der Musik. Verhandelt wird das große Menschheitstrauma, das auch Ligeti seit Kindertagen begleitete und das er in seinem Werk zu überwinden sucht: die Angst vor dem Tod. Der Komponist begegnet ihr mit distanzierendem Humor. In ›Breughelland‹, einer Mischung aus Schlaraffenland und Gomorrha, wird gelebt, geliebt, gehurt und gegaunert – bis Nekrotzar auftaucht und die Apokalypse ankündigt. Zwischen Alkohol- und Liebesrausch findet jeder seine eigene Weise, dem drohenden Weltuntergang entgegenzusehen.
Robert Spano, der für seine dramaturgisch ausgefeilten und überraschenden Programme weltweit geschätzt wird, bereitet Ligetis Bühnenwerk mit zwei Kompositionen vor: der Ländergrenzen überschreitenden Tanz-Suite von Béla Bartók, der Ligeti Maßstab und Vorbild war, und ›La mer‹ von Claude Debussy, der mit dem Ineinanderfließen von Himmel und Meer die Entgrenzung musikalisch zum Programm machte.
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Höchster Schmerz, himmlischer Trost: Kent Nagano dirigiert Dvořáks Stabat mater
An der Seite des DSO der Rundfunkchor Berlin und ein erlesenes Solistenquartett
Berlin, 18.11.2011 [DSO] Am 26. und 27. November dirigiert Kent Nagano das Stabat mater von Antonín Dvořák. Neben dem DSO sind an seiner Seiter der vielfach preisgekrönte Rundfunkchor Berlin und ein exquisites Solistenquartett.
Am 26. und 27. November dirigiert Kent Nagano das Stabat mater von Antonín Dvořák. An beiden Konzertabenden findet auf der Bühne der Berliner Philharmonie ein preisgekröntes Dreigespann zusammen: Kent Nagano, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der Rundfunkchor Berlin waren erst Anfang 2011 mit dem ›Grammy Award‹ für die beste Operneinspielung ausgezeichnet worden. Nun widmen sie sich Dvořáks abendfüllendem Sakralwerk, das seinem Komponisten den lang erwarteten internationalen Durchbruch bescherte. Das Solistenquartett aus Krassimira Stoyanova, Renata Pokupić, Pavol Breslik und Roberto Scandiuzzi vervollständigt die Besetzung.
Mit seiner Stabat-mater-Vertonung reiht sich der tschechische Komponist in eine lange Liste berühmter Kollegen ein. Viele ließen sich inspirieren von dem mittelalterlichen Hymnus über die tiefen Leiden der Gottesmutter Maria, die um ihren sterbenden Sohn weint. Was Dvořáks Werk unter ihnen besonders hervorstechen lässt, ist nicht nur die außergewöhnliche Länge, sondern auch die enge Verbindung mit seinem persönlichem Schicksal: Er selbst hatte mehrere seiner Kinder verloren. 1875 starb eine Tochter kurz nach der Geburt, 1877 innerhalb von nur wenigen Wochen zwei weitere Kinder. Am 13. November desselben Jahres vollendete Dvořák die Partitur des Stabat mater. Womöglich fand er im Komponieren Trost, denn der Text endet voll Hoffnung – der Hoffnung auf die himmlische Seeligkeit des Paradieses. Sie findet musikalisch Ausdruck in einem jubelnden Schlusssatz, der jedoch überraschend still ausklingt.
Nagano, der frühere Chef- und heutige Ehrendirigent des DSO, steht in dieser Saison dreimal am Pult »seines« Orchesters. Nachdem mit dem Stabat mater ein Werk mit Passionsthematik den Anfang gemacht hat, erzählen auch die beiden Konzerte im kommenden Jahr von Abgrund und Verklärung: Schuberts Fünfte Symphonie wird am 7. Januar Bergs Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹ und Schönbergs Symphonischer Dichtung über die verbotene, todgeweihte Liebe zwischen ›Pelleas und Melisande‹ gegenübergestellt; und am 7. April stimmen Strauss’ düster-klagende ›Metamorphosen‹ ein auf die konzertante Aufführung von Bartóks Einakter ›Ritter Blaubarts Burg‹.
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Tugan Sokhiev dirigiert die Jubiläumskonzerte anlässlich 65 Jahre DSO
Ein französisches Konzertprogramm mit Pianist Nikolai Tokarev am 18.|19.11.
Berlin, 10.11.2011 [DSO] Tugan Sokhiev, der Designierte Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dirigiert am 18. und 19. November die Jubiläumskonzerte anlässlich 65 Jahre DSO. Auf dem Programm stehen Kompositionen von Olivier Messiaen, Frédéric Chopin und César Franck. Nikolai Tokarev gibt mit sein Debüt beim DSO als Solist in Chopins Zweitem Klavierkonzert.
Tradition und Aufbruch: Tugan Sokhiev, der Designierte Chefdirigent des DSO, steht am 18. und 19. November in den Jubiläumskonzerten zum 65-jährigen Bestehen am Pult seines zukünftigen Orchesters. An diesen Abenden macht der 34-Jährige mit Kompositionen von Olivier Messiaen, Frédéric Chopin und César Franck die grenzüberschreitende Offenheit französischer Musik erfahrbar. Nikolai Tokarev, der vielfach ausgezeichnete russische Pianist, ist dabei als Solist in Chopins Zweitem Klavierkonzert zu erleben.
An den Anfang des Konzertprogramms stellt Tugan Sokhiev mit ›Les offrandes oubliées‹ das erste öffentlich aufgeführte und publizierte Orchesterwerk von Olivier Messiaen aus dem Jahr 1930. Kühle Konstruktion und klangsinnliche Ekstase halten sich in den symphonischen Meditationen die Waage. Einfluss auf die Partitur hatte die Kenntnis des Avantgardisten um gregorianische Gesänge und hinduistische Rhythmen. Hundert Jahre zuvor, 1830, hatte Chopin sein f-Moll-Klavierkonzert geschrieben. An Polen, das Heimatland seiner Mutter, erinnert der Charakter des Finales, die ausdrucksvolle Eleganz des Soloparts scheint dagegen für Frankreich, dem Herkunftsland seines Vaters, wie geschaffen. Zeitlich zwischen den beiden Werken entstand 1886-88 die d-Moll-Symphonie von César Franck, die ein mehr als fünfzigjähriges symphonisches Schweigen französischer Komponisten beendete. Beethovens und Brahms’ Erbe sind darin ebenso lebendig wie Anklänge an Wagner und Liszt.
Der 28-jährige Pianist Nikolai Tokarev gibt mit Chopins Zweitem Klavierkonzert sein Debüt beim DSO. Geboren 1983 in Moskau, schloss er 2004 sein Studium am Royal Northern College of Music in Manchester mit der ›Goldmedaille‹ ab. Seit 2006 studiert er bei Barbara Szepanska an der Hochschule für Musik in Düsseldorf. Im selben Jahr gewann er beim Concours Géza Anda in Zürich den Zweiten Preis der Jury sowie den Publikumspreis für seine Interpretation von Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 3. Nur wenige Monate später erlangte er bei den Orpheum-Musiktagen in Zürich den Publikumspreis für die beste Interpretation eines Mozart-Klavierkonzerts. Für seine CD-Einspielung mit Werken von Chopin, Liszt, Schubert, Bach und Rosenblatt erhielt er u. a. den ›Echo Klassik‹ 2007.
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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin kehrt von erfolgreicher Japan-Tournee zurück
25.306 Zuhörerinnen und Zuhörer in 13 Konzerten an 11 Orten
Berlin, 08.11.2011 [DSO] Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist von seiner ausgedehnten Japan-Tournee zurückgekehrt. Die Gastspielreise war ein voller Erfolg: In restlos ausverkauften Sälen spielte das DSO vor 25.306 Zuhörerinnen und Zuhörern in 13 Konzerten an 11 Orten.
Am gestrigen Abend kehrte das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin von seiner überaus erfolgreichen 19-tägigen Japan-Tournee zurück. In restlos ausverkauften Sälen spielte das DSO vor 25.306 Zuhörerinnen und Zuhörern in 13 Konzerten an 11 Orten. Gemeinsam mit dem japanischen Dirigenten Yutaka Sado und dem jungen bulgarischen Pianisten Evgeni Bozhanov trat das Orchester in Matsumoto, in Tokio – an den Veranstaltungsorten NHK Hall und Suntory Hall –, in Fuji, Yokohama, Niigata, Nagaoka, Nagoya, Hyogo, Ōtsu und Sapporo auf. Alle Konzerte fanden euphorische Aufnahme durch das japanische Publikum.
Als Herzstück der Gastspielreise gab ein Streicherensemble des DSO bestehend aus 25 Musikerinnen und Musikern ein Solidaritätskonzert vor Angehörigen von Opfern der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe. Auf Initiative von Orchestermitgliedern wurde dieses unter Beteiligung des japanischen Dirigenten Yutaka Sado in der Stadt Natori nahe Sendai veranstaltet. Den betroffenen Menschen in der Region, die im vergangenen März wie kaum eine andere verwüstet worden war, konnte mit dem musikalischen Engagement in besonderer Weise Verbundenheit signalisiert, Mut und Hoffnung gebracht werden. Ermöglicht wurde das Konzert durch die großzügige Unterstützung von Bayer in Japan.
Die Tournee ist auf den Internetseiten des Orchesters unter dso-berlin.de/blog anhand von Text-, Foto- und Videobeiträgen dokumentiert.
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Ensemble des DSO gab auf Japan-Tournee Solidaritätskonzert nahe Sendai
Signal der Verbundenheit mit Opfern der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe
Tokio, 26.10.2011 [DSO] Mitglieder des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin gaben ein Solidaritätskonzert in Natori nahe der Stadt Sendai (Japan) vor von der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe betroffenen Menschen.
Im Rahmen ihrer Japan-Tournee gaben Mitglieder des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin am heutigen Mittwoch ein Solidaritätskonzert in Natori nahe der Stadt Sendai. Vor rund 200 von der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe betroffenen Menschen wurde es auf Initiative der Musikerinnen und Musiker unter Beteiligung des japanischen Dirigenten Yutaka Sado veranstaltet. Der Konzertort Shimin Kaikan hatte vor kurzem noch als Notunterkunft gedient. Auf dem Programm standen Werke von Mendelssohn Bartholdy und Mozart sowie Tschaikowskys Streicherserenade, die von Sado dirigiert wurde.
Orchestervorstand Michael Mücke richtete Worte an die japanische Hörerschaft: »Seit Jahrzehnten kommen wir sehr gerne nach Japan. Wir lieben die Menschen, ihre Gastfreundschaft, Herzlichkeit und die Begeisterung für die Musik, die wir auch in diesem Jahr in jedem Konzert erleben dürfen. So ist es uns eine Herzensangelegenheit, Ihnen in schwierigen Zeiten musikalisch solidarisch zur Seite zu stehen. Jedes Konzert der Tournee ist für uns wichtig, dieses jedoch von ganz besonderer Bedeutung.«
Der Bürgermeister der Stadt Natori, Isoo Sasaki, nach der Aufführung: »Wir können Ihnen allen nicht genug danken, dass Sie heute in unsere Stadt gekommen sind, um Hoffnung und Trost zu bringen. Ihr Konzert war für uns nicht nur eine große Freude, sondern es hat vor allem auch heilende Kraft gespendet.«
Ermöglicht wurde das Konzert durch die großzügige Unterstützung von Bayer in Japan. Anlässlich seines 100-jährigen Firmenjubiläums engagiert sich der Pharmakonzern in beträchtlichem Umfang für die nach Beben, Tsunami und Evakuierungen obdachlos gewordenen Menschen.
Seit dem 22. Oktober befindet sich das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin auf Japan-Tournee. In 16 Tagen stehen 13 Konzerte in 11 Städten mit 2 Programmen auf dem Spielplan. Die angesteuerten Konzertorte sind Matsumoto, Tokio mit den Sälen NHK Hall und Suntory Hall, Fuji, Yokohama, Niigata, Nagaoka, Nagoya, Hyogo, Ōtsu und Sapporo. Alle Konzerte sind mit insgesamt rund 25.000 Karten restlos ausverkauft.
Das Solidaritätskonzert in Natori wurde großzügig unterstützt von Bayer in Japan.
Alle Tourneedaten sind im Internet unter dso-berlin.de/gastspiele einsehbar. Außerdem bietet das Orchester auf der Website dso-berlin.de/blog die Möglichkeit, die Japan-Tournee anhand von Text-, Foto- und erstmals auch Videobeiträgen tagesaktuell mitzuverfolgen.
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Mitglieder des DSO geben auf Japan-Tournee Solidaritätskonzert nahe Sendai
Signal der Verbundenheit mit Opfern der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe
Berlin, 19.10.2011 [DSO] Mitglieder des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin geben am Mittwoch, den 26. Oktober in Natori ein Solidaritätskonzert für Betroffene der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe. Den Menschen in der Region soll damit Mut und Hoffnung zugesprochen werden.
Im Rahmen ihrer Japan-Tournee geben Mitglieder des Deutschen Symphonie-
Orchesters Berlin am Mittwoch, den 26. Oktober ein Solidaritätskonzert für
Angehörige und Familien von Opfern der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe.
Auf Initiative von Orchestermitgliedern wird es unter Beteiligung des japanischen
Dirigenten Yutaka Sado in der Stadt Natori nahe Sendai veranstaltet. Den
betroffenen Menschen in der Region, die im vergangenen März wie kaum eine
andere verwüstet wurde, soll mit dem musikalischen Engagement Verbundenheit
signalisiert, Mut und Hoffnung zugesprochen werden.
Ursprünglich sollte das Orchester auf seiner Gastspielreise ein Konzert in
Sendais größtem Konzertsaal, der Electron Hall, spielen. Unmittelbar nach der
verheerenden Katastrophe musste dieses abgesagt werden; wie weite Teile der
Provinz, so wurde auch dieser Veranstaltungsort schwer beschädigt. Das
Solidaritätskonzert wird in der von Sendai rund 12 Kilometer entfernten Stadt
Natori in einem Saal stattfinden, der noch vor Kurzem als Notunterkunft für nach
Beben, Tsunami und Evakuierungen obdachlos gewordene Menschen diente.
Auf dem Programm des Solidaritätskonzerts stehen die Sinfonia Nr. 10 h-Moll
von Felix Mendelssohn Bartholdy und ›Eine kleine Nachtmusik‹ von Wolfgang
Amadeus Mozart. Als Hauptwerk erklingt die Streicherserenade von Pjotr I.
Tschaikowsky, bei der Yutaka Sado das Ensemble dirigiert.
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Das DSO und Yutaka Sado gehen vom 22.10.–6.11. auf Japan-Tournee
In 16 Tagen gibt das Orchester 13 Konzerte in 11 Städten mit 2 Programmen
Berlin, 17.10.2011 [DSO] In wenigen Tagen begibt sich das DSO auf Japan-Tournee. Gemeinsam mit dem Dirigenten Yutaka Sado und dem Pianisten Evgeni Bozhanov gibt es 13 Konzerte in 11 Städten.
Nur wenige Tage nach den Berliner Konzerten am 16.|17. Oktober gehen das
Deutsche Symphonie-Orchester und Yutaka Sado vom 22.10.–6.11. gemeinsam
mit dem jungen bulgarischen Pianisten Evgeni Bozhanov auf Japan-Tournee.
Rund 25.000 Zuhörer werden mit dieser Reise erreicht, alle Konzerte sind
ausverkauft.
In 16 Tagen stehen 13 Konzerte in 11 Städten mit 2 Programmen auf dem
Spielplan: im Landesinneren, in der Hauptstadt, an der Ost- und Westküste, im
Süden des Landes und zuletzt auf der Nordinsel Hokkaidō. Die angesteuerten
Städte sind Matsumoto, Tokio mit den Veranstaltungsorten NHK Hall und
Suntory Hall, Fuji, Yokohama, Niigata, Nagaoka, Nagoya, Hyogo, Ōtsu und
Sapporo. Die dortigen Konzertsäle zählen zu den modernsten weltweit und
überzeugen durch ihre hervorragende Akustik.
Als ein besonders bewegendes Ereignis werden Musiker des Deutschen
Symphonie-Orchesters Berlin unter Beteiligung von Yutaka Sado am 26. Oktober
ein Solidaritätskonzert für Angehörige und Familien von Opfern der Tsunami- und Erdbeben-Katastrophe spielen. Veranstaltet wird es in Natori, nahe der Stadt Sendai.
Die detaillierten Tourneedaten sind im Internet unter dso-berlin.de/gastspiele
einzusehen. Außerdem bietet das Orchester auf der Website dso-berlin.de/blog
die Möglichkeit, die Japan-Tournee anhand von Text-, Foto- und erstmals auch
Videobeiträgen tagesaktuell mitzuverfolgen.
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Yutaka Sado dirigiert zwei Konzertprogramme am 16. und 17. Oktober
Violinist Joshua Bell und Pianist Evgeni Bozhanov sind Solisten der Aufführungen
Berlin, 10.10.2011 [DSO] Vor seiner mehrwöchigen Konzertreise durch Japan stellt das DSO Teile der beiden Tourneeprogramme am 16. und 17. Oktober dem Berliner Publikum vor. Es dirigiert Yutaka Sado, als Solisten sind Evgeni Bozhanov und Joshua Bell zu erleben.
Bevor das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin zu einer mehrwöchigen Gastspielreise nach Japan aufbricht, stellt es Teile der beiden Tourneeprogramme am 16. und 17. Oktober dem Berliner Publikum vor. Am Pult, in Berlin wie in Fernost, steht mit Yutaka Sado einer der bedeutendsten japanischen Dirigenten. Seit über einem Jahrzehnt ist der langjährige Assistent von Leonard Bernstein und Seiji Ozawa regelmäßiger Gast beim DSO. Solisten der Konzerte sind der bulgarische Pianist Evgeni Bozhanov, Preisträger des Internationalen Chopin-Wettbewerbs und des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs 2010, sowie einer der herausragenden Violinisten unserer Zeit, Joshua Bell.
Mit der Symphonischen Dichtung ›Don Juan‹ eröffnen Sado und das DSO den
Konzertabend am 16. Oktober. Die Lebens- und Liebeskraft des Titelhelden goss der junge Richard Strauss in eindrucksvolle Klänge. An Brillanz steht dem
Tonpoem die Paganini-Rhapsodie für Klavier und Orchester in nichts nach. Der
Variationsreichtum, den Serge Rachmaninoff der virtuosen Idee des »Teufelsgeigers« abgewann, ist schier endlos. Das passende Gegengewicht hierzu stellt mit ihrer Spannung zwischen Extrovertiertheit und nach innen gerichteter Besinnung schließlich Ludwig van Beethovens Siebte Symphonie, seine »Freiheitssymphonie«, dar.
Das Konzertprogramm am 17. Oktober setzt die idealistische Siegesstimmung
Beethovens mit der dritten ›Leonoren-Ouvertüre‹ fort. Sie gilt als eindrucksvollste
und vielschichtigste der vier Ouvertüren, die Beethoven im Laufe von zehn
Jahren zu den Fassungen seiner Oper ›Fidelio‹ schrieb. Im Zentrum des Abends steht Joseph Haydns Symphonie Nr. 86, eine seiner Maßstäbe setzenden ›Pariser Symphonien‹. Tschaikowskys Violinkonzert, das durch die Verbindung von überbordender Virtuosität und gefühlvollen Melodien zu den meistgespielten Werken des Violinrepertoires zählt, beschließt den zweiten Berliner Konzertabend mit Yutaka Sado und dem DSO.
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Herbert Blomstedt setzt seinen Bruckner-Zyklus fort
Das DSO interpretiert die monumentale Achte Symphonie von Anton Bruckner
Berlin, 28.09.2011 [DSO] Der langjährige Gastdirigent des DSO Herbert Blomstedt ist am 8.|9. Oktober in der Berliner Philharmonie zu erleben. Im Rahmen seines Bruckner-Zyklus dirigiert er die monumentale Achte Symphonie.
Als Herbert Blomstedt die Berliner DSO-Saison Ende Juni mit Anton Bruckners Erster Symphonie fulminant beendete, ernannte die Berliner Zeitung den Maestro und das Orchester zum »Bruckner-Traumpaar«. Am 8.|9. Oktober ist er mit der Achten Symphonie des Komponisten wiederum beim DSO zu erleben. Die letzte vollendete Symphonie Bruckners gilt heute als eines der bedeutendsten symphonischen Werke des 19. Jahrhunderts. Nach ihrer Uraufführung im Jahr 1892 wurde sie sogar als »Krone der Musik unserer Zeit« gefeiert.
Mit der Achten Symphonie kehrt Herbert Blomstedt zu seinen Wurzeln beim DSO zurück. Sie stand auf dem Programm des ersten gemeinsamen Konzertes vor zwei Jahrzehnten. Aus langjähriger Zusammenarbeit wurde freundschaftliche Verbundenheit: Seit der Saison 2006|2007 wird die musikalische Partnerschaft jährlich gepflegt, und jedes Mal standen die Orchesterwerke Anton Bruckners im Zentrum. Fast alle Symphonien des Komponisten hat Herbert Blomstedt beim DSO mittlerweile dirigiert. Ihnen fühlt sich der Altmeister besonders verbunden: »Es ist [ihre] Größe, die mich fasziniert«, bekannte er in einem Interview. »Denn es ist eine Größe mit Inhalt. Hätte sie keinen Inhalt, handelte es sich um Kitsch. Wenn aber die Gedanken und ihre Ausarbeitung brillant sind, kann etwas Großartiges entstehen.«
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Ingo Metzmacher kehrt mit Schuberts ›Lazarus‹ zum DSO zurück
Eröffnung der Themenreihe ›Grenzwege‹ und Casual Concert
Berlin, 15.09.2011 [DSO] Bereits ein Jahr nach dem Ende seiner Zeit als Chefdirigent des DSO kehrt Ingo Metzmacher als Gast zu »seinem« Orchester zurück. Am 25. und 26. September leitet er zwei prominent besetzte Aufführungen von Franz Schuberts einzigem Oratorium ›Lazarus‹: im Auftaktkonzert der aktuellen Themenreihe ›Grenzwege‹ und im ersten Casual Concert dieser Saison, das Ingo Metzmacher selbst moderiert.
Erstmals seit seiner Zeit als Chefdirigent kehrt Ingo Metzmacher als Gast ans Pult des DSO zurück. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden ist der international gefragte Dirigent mit seinem ehemalige Orchester und einem prominent besetzten Sänger-Ensemble in der Philharmonie zu erleben: am 25. September im ersten Konzert der Themenreihe ›Grenzwege‹ und am 26. September im ersten Casual Concert der Saison.
Ingo Metzmacher hat in seiner Zeit als Chefdirigent des DSO Themenreihen als Leitlinien einer Saison etabliert. Das Symphoniekonzert am 25. September eröffnet die aktuelle Serie ›Grenzwege‹, indem es den Übergang zwischen Leben und Tod beleuchtet. Franz Schuberts einziges Oratorium ›Lazarus‹ erzählt die biblische Geschichte dieses besonderen Jesusfreundes bis hin zu dessen Grablegung. Den umgekehrten Weg – vom Tod zurück ins Leben – beschreibt Olivier Messiaen in seinem Orchesterstück ›L’ascension‹.
Schuberts ›Lazarus‹ ist eines der selten aufgeführten Meisterwerke der Musikgeschichte. Mit überwältigender Musik bringt der Komponist die biblische Erzählung von Lazarus zum Klingen – eine Geschichte, der sich kein Komponist jemals zuvor gewidmet hatte. Neben dem DSO und Ingo Metzmacher versprechen bekannte Solistennamen wie Marlis Petersen, Sandra Trattnigg, Martina Janková, Steve Davislim, Werner Güra und Gerald Finley eine außergewöhnlich eindrucksvolle Aufführung.
Einen Tag nach der Eröffnung der Themenreihe ›Grenzwege‹ leitet Ingo Metzmacher das erste Casual Concert dieser Saison. Dieses junge Konzertformat, das er in seiner Zeit als Chefdirigent des DSO selbst ins Leben gerufen hat, liegt dem Pultstar besonders am Herzen. Ingo Metzmacher erläutert auf seine persönliche Art, was ihn an Schuberts ›Lazarus‹ fasziniert. Im Anschluss laden Dirigent und Musiker vor den Saaltüren der Philharmonie zur After Concert Lounge mit der Band ›Brandt Brauer Frick‹ als Live Act ein.
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›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ – Yordan Kamdzhalov am Pult des DSO
Geigerin Hyeyoon Park und Pianist Michail Lifits mit Werken von Sibelius und Skrjabin
Berlin, 14.09.2011 [DSO] Der Nachwuchsdirigent Yordan Kamdzhalov leitet am 20. September das Konzert des DSO in der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Als Solisten treten Hyeyoon Park mit Jean Sibelius' Violinkonzert und Michail Lifits mit Alexander Skrjabins Klavierkonzert vor das Orchester. Außerdem erklingen an diesem Abend die Orchesterkomposition ›Helix‹ von Esa-Pekka Salonen sowie die ›Feuervogel‹-Suite von Igor Strawinsky.
Der künstlerische Spitzen-Nachwuchs wird seit über 50 Jahren in der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ präsentiert. Mit dem Violinkonzert d-Moll von Jean Sibelius und dem Klavierkonzert fis-Moll von Alexander Skrjabin betreten die junge Geigerin Hyeyoon Park und der Pianist Michail Lifits am 20. September erstmals gemeinsam mit dem DSO die große Konzertbühne der Berliner Philharmonie. Die Leitung des Konzerts übernimmt Yordan Kamdzhalov, zukünftiger Generalmusikdirektor in Heidelberg. Er dirigiert neben den beiden Solokonzerten Esa-Pekka Salonens höchst anspruchsvolle Orchesterkomposition ›Helix‹ und Igor Strawinskys nicht minder diffizile ›Feuervogel‹-Suite.
Der 1980 geborene Bulgare Yordan Kamdzhalov gewann internationale Aufmerksamkeit durch Auszeichnungen beim Gustav Mahler Dirigentenwettbewerb und beim Internationalen Dirigentenwettbewerb ›Jorma Panula‹. Seit der Saison 2010|11 dirigiert er regelmäßig das Philharmonia Orchestra London und das London Philharmonic Orchestra. Von Esa-Pekka Salonen wurde er als Cover-Dirigent zum Los Angeles Philharmonic Orchestra eingeladen. Yordan Kamdzhalov ist kürzlich zum Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg ernannt worden.
Die 19-jährige Südkoreanerin Hyeyoon Park gehört zu den vielversprechendsten Violintalenten ihrer Generation. 2009 gewann sie als jüngste Preisträgerin den 1. Preis sowie zwei Sonderpreise beim 58. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. 2011 wurde sie mit dem prestigeträchtigen Londoner Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet. Als Solistin spielte Hyeyoon Park mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und dem Sinfonieorchester des Mariinsky-Theaters in St. Petersburg. Bei ihren internationalen Auftritten konzertierte sie u. a. mit Lars Vogt, Antje Weithaas, Daniel Hope und Jan Vogler.
Michail Lifits wurde 1982 in Taschkent (Usbekistan) geboren und debütierte 1991 mit ersten Auftritten in seiner Heimat, gefolgt von zahlreichen Konzerten in ganz Europa und den USA. Beim 57. Internationalen Klavierwettbewerb ›Ferruccio Busoni‹ in Bozen erhielt er den 1. Preis, den Publikumspreis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Klavierkonzertes von Mozart. Konzertengagements führten Michail Lifits u. a. in die Carnegie Hall in New York und die Salle Cortot in Paris. Im Jahr 2010 war Lifits beim Klavierfestival Ruhr und dem Kissinger Sommer zu Gast.
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Kulturradio-Kinderkonzerte mit dem DSO – Saisonauftakt mit Lutz Rademacher
Christian Schruff moderiert die beliebte Konzertreihe im Haus des Rundfunks
Berlin, 12.09.2011 [DSO] Das DSO und der rbb veranstalten auch in dieser Saison wieder 6 Kulturradio-Kinderkonzerte, die von Christian Schruff moderiert werden. Unter dem Motto ›Wir spazieren durch Paris‹ präsentiert das DSO unter Lutz Rademacher am 18. September George Gershwins Orchesterwerk ›An American in Paris‹.
Gemeinsam mit dem rbb lädt das DSO auch in dieser Spielzeit wieder Kinder im Grundschulalter ein, in sechs Konzerten Orchestermusik unmittelbar zu erleben. Die Moderation von Christian Schruff lässt die sechs- bis zwölfjährigen Konzertbesucher selbst zu Entdeckern werden. Sie dürfen mitmachen, mitreden, experimentieren. Und das schon vor dem Konzert: Beim Open House können die Kinder unter Anleitung von Orchestermitgliedern die verschiedenen Instrumente kennen lernen und ausprobieren, sich schminken lassen, basteln, singen und vieles andere mehr. Das Beste aus den Konzerten sendet das Kulturradio später in der Sendung ›Klassik für Kinder‹.
Zum Saisonauftakt am 18. September entführt Moderator Christian Schruff das Publikum ins Paris der 1920er-Jahre. Unter dem Motto ›Wir spazieren durch Paris‹ lässt das DSO unter Lutz Rademacher den Klang und die Gefühlswelt von George Gershwin während eines Parisaufenthalts im Jahr 1928 lebendig werden. In seinem meisterhaften Orchesterwerk ›An American in Paris‹ mischen sich amerikanische Musikstile wie Ragtime oder Blues kunstvoll mit Geräuschen des damaligen Pariser Alltags. Zu den lautmalerischen Besonderheiten zählen vier gestimmte Taxihupen, die Gershwin für die Uraufführung in der Carnegie Hall New York eigens aus Paris kommen ließ.
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Auftakt zur Kammermusikreihe des DSO in der Villa Elisabeth
Streichsextette von Brahms und Korngold mit dem Ersten Konzertmeister des DSO
Berlin, 12.09.2011 [DSO] Zum Auftakt der neuen Saison setzt das DSO am 18. September seine Kammermusikreihe in der Villa Elisabeth mit einem Streichsextettprogramm fort. Wie in der vergangenen Saison bietet das DSO wiederum je drei Konzerttermine freitags um 20.30 Uhr (2.12.|24.2.|30.3.) sowie an Sonntagnachmittagen um 17 Uhr an (18.09.|15.1.|29.4.).
Das DSO setzt seine erfolgreiche Kammermusikreihe in der Villa Elisabeth fort. Den Auftakt zur neuen Saison gestaltet am 18. September der Erste Konzertmeister des DSO, Wei Lu, mit einem Streichsextett-Programm. Es erklingen zwei Sextette, die jeweils einen Meilenstein in der Entwicklung ihrer Komponisten darstellten. Johannes Brahms schrieb sein Streichsextett Nr. 1 mit 27 Jahren; es ist das erste bedeutende Werk, in dem er sich mit Musikstilen der Vergangenheit auseinandersetzt. Erich Wolfgang Korngolds Streichsextett in D-Dur ist dagegen das Werk eines erfolgreichen 19-jährigen Musikgenies; die Musik ist von großer Intensität; nur im Intermezzo wird der Wiener Walzer mit zarter Ironie umspielt.
Die Villa Elisabeth, einst als Gemeindehaus im klassischen Stil erbaut, hat sich als Ort für Kammermusik außerordentlich gut bewährt. In der vergangenen Saison bespielte das DSO den dortigen Galeriesaal mit einer eigenen Kammerkonzertreihe und stieß damit beim Publikum auf große Resonanz. Daher werden auch in der neuen Saison die bereits zur Tradition gewordenen Konzerttage beibehalten: Freitags bietet das DSO drei Konzerte um 20.30 Uhr an (2.12.|24.2.|30.3.); an Sonntagnachmittagen finden drei weitere Konzerte um 17 Uhr statt (18.09.|15.1.|29.4.). Die große Bandbreite dieser Sechser-Serie umfasst Klassiker wie das Oktett von Felix Mendelssohn Bartholdy und selten gespielte Werke wie Dmitri Schostakowitschs Erstes Klaviertrio.
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Das DSO steigert seine Abonnentenzahlen um mehr als 10 %
Berlin, 07.09.2011 [DSO]
Noch vor Beginn der Spielzeit 2011|12 konnte das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin seine Abonnementbuchungen nach heutigem Stand um 10,9 % steigern. Orchesterdirektor Alexander Steinbeis ist hocherfreut über die kontinuierlich positive Entwicklung: »Wir freuen uns darüber, dass unsere verschiedenen Konzertformate so gut angenommen werden und die besonders zugeschnittenen Abonnementangebote auf derart große Resonanz stoßen. Die guten Zahlen spiegeln die enge Verbindung zu unserem Publikum und sind eine Bestätigung unserer engagierten Programmpolitik.«
Die aktuelle Saison des DSO steht unter dem Titel ›Grenzwege‹ und bietet Konzerte mit vier Chefdirigenten. Neben dem designierten Chefdirigenten Tugan Sokhiev kehren Kent Nagano, Vladimir Ashkenazy und Ingo Metzmacher ans Pult ihres ehemaligen Orchesters zurück.
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Saisonauftakt des DSO mit Leo Hussain beim ›musikfest berlin 2011‹
Organist Cameron Carpenter und Bratschistin Tabea Zimmermann spielen Werke von Rihm, Saint-Saëns und Liszt
Berlin, 06.09.2011 [DSO] Leo Hussain dirigiert am 13. September das Konzert des DSO zum Saisonauftakt im Rahmen des ›musikfest berlin 2011‹. Organist Cameron Carpenter interpretiert die ›Orgelsymphonie‹ von Camille Saint-Saëns sowie ein virtuoses Solostück von Franz Liszt. Als weiteres Solistenkonzert erklingt Wolfgang Rihms Zweites Bratschenkonzert mit Tabea Zimmermann.
Zum Saisonauftakt am 13. September dirigiert der Brite Leo Hussain, Chefdirigent am Salzburger Landestheater, im Rahmen des ›musikfest berlin 2011‹ ein facettenreiches Programm, in dem Franz Liszt den wichtigsten Bezugspunkt darstellt. Zu Beginn des Konzerts erklingen dessen Zwei Episoden aus Lenaus ›Faust‹, denen als Schlusspunkt die Liszt gewidmete Symphonie Nr. 3 c-Moll (›Orgelsymphonie‹) von Camille Saint-Saëns gegenübersteht. Mit einer Paraphrase von Liszts ›La Campanella‹ überträgt der schillernde Organist Cameron Carpenter ein mitreißendes Virtuosenstück auf die Orgel. Einen Kontrapunkt dazu setzt die Bratschistin Tabea Zimmermann mit ihrer Interpretation von Wolfgang Rihms introvertiertem Bratschenkonzert Nr. 2, das sie vor neun Jahren zur Uraufführung brachte.
Leo Hussain gehört zu den interessantesten Dirigentenpersönlichkeiten seiner Generation. Der 1978 geborene Brite sammelte Erfahrungen in der Arbeit mit Sir Simon Rattle, Riccardo Muti und Valery Gergiev, bevor er 2004 zum künstlerischen Leiter der English Touring Opera und 2009 zum Chefdirigenten des Landestheaters Salzburg ernannt wurde. Seit einigen Jahren ist Leo Hussain ständiger Gast bei den Salzburger Festspielen.
Tabea Zimmermann gilt als weltweit führende Bratschistin, die regelmäßig von den bedeutenden internationalen Orchestern eingeladen wird. Zu den Höhepunkten der vergangenen Saison zählten Auftritte mit dem London Symphony Orchestra im Leipziger Gewandhaus und in der Berliner Philharmonie sowie ein Gastspiel bei den Salzburger Festspielen. Mit großem Engagement setzt sie sich für die Erweiterung des Viola-Repertoires ein.
Cameron Carpenter hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Orgel zu revolutionieren. Neben dem traditionellen Repertoire spielt er eigene Kompositionen sowie eigene Bearbeitungen virtuoser Klavierwerke. Seine Auftritte zeichnen sich durch größte technische Perfektion aus, lassen ungeahnte Klangfarben aufscheinen und sind stets fesselnde Erlebnisse für das Publikum. Diese einzigartige Mischung bildet das Fundament seiner internationalen Karriere, die ihn zu den großen Konzerthäusern der Welt führte. Mit seinem Album ›Revolutionary‹ wurde er als erster Organist für einen ›Grammy Award‹ nominiert.
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LA BONNE HEURE – Klassik zur Mittagszeit im Maison de France
Werke von Schumann und Mendelssohn Bartholdy mit Musikern des DSO
Berlin, 30.08.2011 [DSO] Erstmals nach der Sommerpause findet am 7. und 21. September wieder der beliebte Klassiklunch im Maison de France statt.
Mit Konzerten am 7. und 21. September startet die Reihe ›La bonne heure‹ in die neue Saison. Sie wurde im vergangenen Jahr als Zusammenarbeit des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin mit dem Institut français und Concentus Records aus der Taufe gehoben. Seitdem hat die Klassik zur Mittagszeit überwältigenden Zuspruch gefunden. Jeweils am ersten und dritten Mittwoch im Monat finden in dem akustisch hervorragenden Konzertsaal des Maison de France von 12.45 bis 13.30 Uhr kammermusikalische Programme in immer neuen Besetzungen statt.
Am Mittwoch, den 7. September ist ›La bonne heure‹ erstmals nach der Sommerpause wieder zu erleben. Kamila Glass, seit 2002 Geigerin im DSO, bringt mit ihren Kammermusikpartnern das Klavierquartett Es-Dur von Robert Schumann zu Gehör. Zwei Wochen später, am 21. September, präsentieren Thomas Hecker und Eve Wickert ein Programm mit Werken für Oboe und Viola von August Klughardt und Felix Mendelssohn Bartholdy.
Bereits ab 12 Uhr kann man an der denkmalgeschützten Bar aus den fünfziger Jahren kulinarische Köstlichkeiten genießen.
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Das DSO gastiert im Berliner Umland und bei schweizer Sommerfestivals
Philippe Jordan und Lars Vogt interpretieren Werke von Wagner, Schumann und Brahms
Berlin, 18.08.2011 [DSO] Das DSO ist unter der Leitung von Philippe Jordan zwischen dem 27. August und dem 3. September zu Gast bei renommierten Musikfestivals in Bernau, Stolpe, Locarno und Montreux.
Das Deutsche Symphonie-Orchester gibt unter der Leitung von Philippe Jordan, Musikdirektor an der Pariser Oper, zwischen dem 27. August und dem 3. September vier Konzerte bei renommierten Musikfestivals. Der international gefragte Pianist Lars Vogt ist der Solist in Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll. Die Erste Symphonie von Johannes Brahms sowie die Ouvertüre zu ›Tannhäuser‹ von Richard Wagner komplettieren das Gastspielprogramm.
Den Auftakt zu der Gastspielreise bilden am 27. und 28. August Konzerte im Rahmen der Brandenburgischen Sommerkonzerte und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Das Deutsche Symphonie-Orchester war vor 20 Jahren an der Gründung des Brandenburger Festivals beteiligt und ist seitdem jedes Jahr mit mindestens einem Konzertprogramm vertreten. Das Konzert am 27. August findet in der Marienkirche Bernau statt. Bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern ist das DSO am 28. August in diesem Jahr bereits das zweite Mal zu Gast. Nach dem erfolgreichen Konzert mit Hilary Hahn am 26. Juni konzertiert das DSO nun in der Scheune des Gutshauses Stolpe.
Zwei weitere Konzerte führen das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin am 2. und 3. September in die Schweiz: in die Chiesa di San Francesco Locarno und in das Auditorium Stravinski Montreux. Das Konzert in Locarno ist Teil des traditionsreichen Festivals ›Settimane Musicali di Ascona‹. Das ›Festival de Musique Classique Montreux-Vevey‹ gilt als Anziehungspunkt internationaler Spitzenorchester. In diesem Jahr sind neben dem DSO u. a. die Wiener Philharmoniker und das Royal Philharmonic Orchestra eingeladen.
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›Klassik im Grünen‹ – Fortsetzung der Kammerkonzertreihe im Botanischen Garten
Zwei »Open Air«-Konzerte mit Musikern des DSO am 19. und 26. August
Berlin, 09.08.2011 [DSO] Mit zwei Konzerten am 19. und 26. August beschließt das DSO seine diesjährige Kammerkonzertreihe ›Klassik im Grünen‹. Zu erleben sind Streichquartette von Luigi Boccherini und Johannes Brahms mit dem ›Anamyktos Streichquartett‹ sowie Werke für Klavier und Streicher von Charles Ives und Erich Wolfgang Korngold.
Mit der Reihe ›Klassik im Grünen‹ entführt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin auch dieses Jahr wieder in die einzigartige Naturatmosphäre des Botanischen Gartens. Zwei Kammerkonzerte sind hier an den Abenden vom 19. und 26. August jeweils um 18 Uhr zu erleben – bei gutem Wetter unter freiem Himmel, bei Regen im Neuen Glashaus. Die Konzertkarte zu 15 € (ermäßigt 10 €) gilt zugleich als Tageskarte für den Botanischen Garten.
Am 19. August präsentiert sich das ›Anamyktos Streichquartett‹, das bereits im letzten Sommer das Publikum im Botanischen Garten zu begeistern wusste. Zwei Meisterwerke des 18. und 19. Jahrhunderts bilden den Rahmen für delikate musikalische Miniaturen. Neben dem Streichquartett des Cellovirtuosen Luigi Boccherini ist mit dem Zweiten Streichquartett von Johannes Brahms eines der bedeutendsten Werke der Gattung zu hören. Des Weiteren stehen das ›Angelus‹ von Franz Liszt sowie drei selten gespielte Menuette des großen Opernkomponisten Giacomo Puccini auf dem Programm.
Musikgenuss auf höchstem Niveau bietet eine Woche später, am 26. August, auch das Konzert dreier Streicher des DSO mit der Pianistin Senka Brankovic. Die Suite von Erich Wolfgang Korngold, dem Wunderkind im Wien der 1920er Jahre, beeindruckt durch brillante Virtuosität. Charles Ives’ Klaviertrio wird das Publikum mit Elementen der Ragtime-Tradition in den Bann ziehen.
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