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Ingo Metzmacher dirigiert das DSO in Salzburg, Ingolstadt, Toblach und London
Uraufführung der Oper ›Dionysos‹ von Wolfgang Rihm bei den Salzburger Festspielen
Berlin,
12.07.2010
[DSO]
Am 27. Juli eröffnen Ingo Metzmacher und das DSO die Salzburger Festspiele 2010 mit der Uraufführung der Oper ›Dionysos‹ von Wolfgang Rihm im Haus für Mozart. Am 29. Juli gestalten sie außerdem ein Konzert mit Kompositionen von Milhaud und Rihm in der Salzburger Felsenreitschule. Das Programm wird am 31. Juli bei den Audi Sommerkonzerten nochmals wiederholt. Im Rahmen der legendären BBC Proms in der Royal Albert Hall in London treffen am 10. August das Orchester und sein Chefdirigent mit dem Geiger Leonidas Kavakos zusammen, der Korngolds Violinkonzert interpretieren wird. Kurz zuvor, am 6. August, sind Besetzung und Programm, das mit Mahlers Symphonie Nr. 7 schließt, bereits bei den Gustav Mahler Musikwochen in Toblach zu erleben.
Während der Sommermonate bestreitet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung seines Chefdirigenten Ingo Metzmacher Operngastspiele und Konzerte im Rahmen renommierter Festivals und an bedeutenden Orten.
So gestaltet das DSO am 27. Juli die Eröffnungspremiere der Salzburger Festspiele im Haus für Mozart mit der Uraufführung der Oper ›Dionysos‹ von Wolfgang Rihm, einem Auftragswerk der Festspiele anlässlich des diesjährigen Rihm-Schwerpunkts. Die Partien sind prominent besetzt, u. a. mit Bariton Johannes Martin Kränzle in der Hauptrolle und Sopranistin Mojca Erdmann; Regie führt Pierre Audi. Darüber hinaus geben das DSO und Ingo Metzmacher am 29. Juli das erste von zehn Konzerten in der Reihe ›Kontinent Rihm‹ in der Salzburger Felsenreitschule sowie am 31. Juli das Abschlusskonzert der Audi Sommerkonzerte mit dem Titel ›Salzburger Festspiele zu Gast‹ im Festsaal Ingolstadt. Darin werden die sieben aufwendig angelegten Bühnenmusiken ›Les Choéphores‹ von Darius Milhaud Wolfgang Rihms ebenfalls groß dimensionierter Ballettmusik ›Tutuguri‹ gegenübergestellt.
Das DSO-Konzert am 10. August in der Londoner Royal Albert Hall im Rahmen der legendären BBC Proms markiert den internationalen Saisonabschluss für das Orchester. Nach den erfolgreichen Konzerten der Europatournee im März treffen an diesem Abend Ingo Metzmacher, Violinist Leonidas Kavakos und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin wieder zusammen. Der international geschätzte Ausnahmegeiger interpretiert das äußerst selten zu hörende Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold. Das ›Nachtstück‹ überschriebene Zwischen-spiel aus dem 3. Akt der Oper ›Der ferne Klang‹ von Franz Schreker ist ihm vorangestellt, die Siebte Symphonie Gustav Mahlers beschließt den Abend. Das Konzertprogramm wird bereits am 6. August im Südtiroler Städtchen Toblach bei den Gustav Mahler Musikwochen präsentiert.
Weitere Informationen: Benjamin Dries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel +49 (0) 30 20 29 87 535 Fax +49 (0) 30 20 29 87 539 E-Mail presse@dso-berlin.de
PM_Sommergastspiele_12-07-10.pdf
(38KB)
Ingo Metzmacher verabschiedet sich am 14. Juni vom Berliner DSO-Publikum
Alban Gerhardt ist als Solist in Dutilleux’ Cellokonzert zu erleben
Berlin,
04.06.2010
[DSO]
In seinem letzten Berliner Konzert als Chefdirigent und Künstelerischer Leiter des DSO dirigiert Ingo Metzmacher im Symphoniekonzert am 14. Juni Claude Debussys ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹ und Ludwig van Beethovens ›Pastorale‹. Im Zentrum des Abends steht das Cellokonzert ›Tout un monde lointain …‹ von Henri Dutilleux. Der Berliner Cellist Alban Gerhardt ist hierin als Solist zu erleben.
Mit dem Symphoniekonzert am 14. Juni verabschiedet sich Ingo Metzmacher als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin vom Berliner Publikum. Das Programm des Abschlusskonzerts der DSO-Saison 2009|2010 ist von außermusikalischen Bezügen geprägt. Es spannt den Bogen von Claude Debussys ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹ über das Cellokonzert ›Tout un monde lointain …‹ von Henri Dutilleux – mit Alban Gerhardt am Violoncello – bis hin zur Sechsten Symphonie von Ludwig van Beethoven.
›Tout un monde lointain …‹ (Alles eine ganz entfernte Welt) – der Titel des 1970 fertig gestellten Cellokonzerts von Henri Dutilleux lässt das poetische Moment des Werkes bereits erahnen. Angeregt durch Charles Baudelaires ›Blumen des Bösen‹ war dem Komponisten nicht an einer Illustration der Gedichtinhalte gelegen, vielmehr sah er im Violoncello den idealen Vermittler »zwischen Baudelaires Universum und der Welt des Klangs«. Der Solopart geriet Dutilleux dabei technisch und künstlerisch höchst anspruchsvoll. Alban Gerhardt, der ein Jahr vor Entstehung des Konzerts in Berlin geborene Cellist, ist hierfür der ideale Interpret. Die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten wie Unsuk Chin, Peteris Vasks, Brett Dean, Jörg Widmann und Matthias Pintscher sowie zahlreiche CD-Einspielungen von höchster Originalität belegen seinen leidenschaftlichen Einsatz für das Cello-Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts.
In direkter Gegenüberstellung mit Dutilleux’ Cellokonzert eröffnet Ingo Metzmacher den Abend mit dem ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹. Debussy entführt hierin den Hörer in die Traumwelt eines liebeshungrigen Wald- und Wiesengotts an einem Sommernachmittag. Das Flöte spielende Fabelwesen des Fauns ist ihm dabei gedanklicher Ausgangspunkt der klanglichen Entwicklung. Beethovens ›Pastorale‹ rückt dagegen den Menschen und sein Erleben der Natur ins Zentrum. Der Freude über die Ankunft auf dem Land, einer idyllischen Szene am Bach, Tanzweisen und einem Gewitter verleiht er musikalischen Ausdruck.
Nach seinem letzten Berliner Konzert wird Ingo Metzmacher mit dem DSO am
27. Juli die Salzburger Festspiele 2010 durch die Uraufführung von Wolfgang Rihms Oper ›Dionysos‹ eröffnen sowie mit Gastspielen im Rahmen der Gustav Mahler Musikwochen in Toblach am 8. August und bei den BBC Proms in London am 10. August seine Chefdirigentenzeit beschließen.
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(46KB)
Kent Nagano dirigiert Berliner Erstaufführung von Unsuk Chins ›Rocaná‹
Vadim Repin ist Solist in Beethovens Violinkonzert
Berlin,
31.05.2010
[DSO]
Kent Nagano stellt ins Zentrum des Konzertprogramms, das er am 8. Juni in der Berliner Philharmonie dirigiert, die Berliner Erstaufführung von Unsuk Chins Orchesterwerk ›Rocaná‹. Der Konzertabend beginnt mit Beethovens Violinkonzert (Solist: Vadim Repin), er wird von Strauss’ Tondichtung ›Don Juan‹ beschlossen.
Kent Nagano leitet am 8. Juni die Berliner Erstaufführung des groß angelegten Orchesterwerks ›Rocaná‹ der Komponistin Unsuk Chin, das er 2008 in Montréal zur Uraufführung brachte. In einem von starken Kontrasten geprägten Konzertprogramm stellt der langjährige Chef- und heutige Ehrendirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin dem neuen Werk Beethovens Violinkonzert D-Dur mit dem Ausnahmegeiger Vadim Repin als Solisten voran, in der zweiten Konzerthälfte lässt er Richard Strauss’ Tondichtung ›Don Juan‹ folgen.
Unsuk Chin war als Schönberg-Preisträgerin in der Saison 2001|2002 die erste in der Reihe von Composers in Residence, mit deren Werken Kent Nagano und das DSO ihr Engagement für die Gegenwartsmusik unterstrichen. Das Violinkonzert, das sie 2001 als Auftragswerk für das DSO komponierte, zählt mittlerweile zu den meist aufgeführten zeitgenössischen Werken seiner Gattung. In der Komposition ›Rocaná‹ bündelt Unsuk Chin Licht in Klang gemäß der Bedeutung des Titels als »Lichtraum«. Die Komponistin intendiert darin keinerlei religiösen oder mythischen Inhalt, sondern bezieht sich ausschließlich auf das Spiel der Lichtwellen und Farbenvielfalt, das sie in Klangwellen überträgt. Das Werk bildet laut Chin eine »Klangskulptur«, welche von verschiedenen Seiten betrachtet ständig die Innenstruktur ändert und dabei trotzdem über die gesamte Zeit monolithisch bestehen bleibt. Inspiration zu ›Rocaná‹ bezog sie u. a. aus Installationen von Ólafur Elíasson.
Im Kontrast zu der klangräumlichen Modellierung Unsuk Chins setzt Kent Nagano mit Strauss’ ›Don Juan‹ ein Paradestück orchestraler Virtuosität, einen Klangrausch, der sich als Auslöser und Katalysator der literarischen Inspiration bedient. – Eingeleitet wird der Abend mit dem Violinkonzert in D-Dur von Ludwig van Beethoven. Es gilt als Prüfstein für Geigensolisten, indem es sich empfindsam gegenüber Nuancen der Interpretation zeigt, dabei verständige Expressivität in einem klaren Rahmen ebenso wie das Bewusstsein für die tieferen Zusammenhänge erfordert. Darauf versteht sich Vadim Repin wie kaum ein Zweiter. Der 1971 in Sibirien geborene Violinsolist, gab mit 14 Jahren seine internationalen Debüts in Tokio, Berlin, München und Helsinki. Mit 16 Jahren gewann er als jüngster Preisträger den Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel. Seitdem tritt er weltweit mit den bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf.
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›Versuchung‹ (6.) - Ingo Metzmacher greift mit Daniel Hope und Nobuko Imai nach den Sternen
Abschlusskonzert der Themenreihe mit Kompositionen von Vivier und Mozart
Berlin,
26.05.2010
[DSO]
Im sechsten und letzten Konzert zum Themenschwerpunkt ›Versuchung‹ stellt Ingo Metzmacher an den Abenden vom 31. Mai und 1. Juni die Werke ›Orion‹ und ›Zipangu‹ des frankokanadischen Komponisten Claude Vivier der Sinfonia concertante und der ›Jupiter-Symphonie‹ von Wolfgang Amadeus Mozart gegenüber. Solisten in Mozarts Sinfonia concertante sind der Geiger Daniel Hope und die Bratschistin Nobuko Imai.
Ingo Metzmacher stellt in seinem abschließenden Konzertprogramm zum Themenschwerpunkt ›Versuchung‹ an den Abenden vom 31. Mai und 1. Juni zwei Komponisten gegenüber, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher erscheinen könnten: Claude Vivier, der hierzulande noch immer ein Geheimtipp ist, jedoch als der bedeutendste frankokanadische Komponist des 20. Jahrhunderts gelten darf, und Wolfgang Amadeus Mozart, der wahrscheinlich populärste klassische Komponist überhaupt.
Als Solisten in Mozarts Sinfonia concertante treten der Geiger Daniel Hope und die Bratschistin Nobuko Imai zusammen mit dem Chefdirigenten des DSO den Beweis an, dass es eine substanzielle Geistesverwandtschaft zwischen den Künstlerpersönlichkeiten gibt, die im »utopischen Streben nach absoluter Schönheit« zu finden ist. Momente der Entrückung und Verzauberung sind Viviers Werken ebenso zu eigen wie den Mozart’schen. Das Trachten der Komponisten nach ästhetischer Vollendung fand beider Maßen ein frühes Ende: Vivier wurde 1983 kurz vor seinem 35. Geburtstag ermordet, Mozart starb 1791 wenige Wochen vor seinem 36.
Ingo Metzmacher zieht in seiner Werkauswahl weitere Querverbindungen: »Vivier schrieb eine Musik, die leuchtet. Sie besitzt ein inneres Licht, ein Blühen, und sie lässt eine tiefe Sehnsucht nach einer anderen Welt in einem aufsteigen. ›Orion‹ [, das Sternbild des großen Jägers der griechischen Mythologie,] symbolisiert gewissermaßen die Versuchung nach dem All, nach ewiger Weite. ›Zipangu‹ hingegen ist die alte Bezeichnung für Japan, für das Land im Fernen Osten, dort, wo die Sonne aufgeht. Auch dieses Stück richtet einen sehnsüchtigen Blick in utopische Ferne. Hierin besteht für mich eine enge Verbindung zu Mozarts ›Jupiter-Symphonie‹, die wir zum Abschluss des letzten Konzertprogramms unserer Themenreihe ›Versuchung‹ spielen.«
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›Versuchung‹ – Filmkonzert mit Ingo Metzmacher und dem DSO im Kino Babylon
Ernst Lubitschs Stummfilmklassiker ›So This is Paris‹ mit Orchesterbegleitung
Berlin,
19.05.2010
[DSO]
Am 26. Mai ist das DSO mit Ingo Metzmacher im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin Mitte in neuer Funktion zu erleben: Als Filmorchester begleitet es den Stummfilmklassiker ›So This is Paris‹ des gebürtigen Berliner und späteren Hollywood-Regisseurs Ernst Lubitsch.
Es geht um die Magie, den Sog bewegter Bilder, die Verführung durch Film. In Kooperation mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin veranstaltet das Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin Mitte am Mittwoch, den 26. Mai passend zum DSO-Jahresthema ›Versuchung‹ ein Filmkonzert. Die Emotionen des Stummfilmklassikers ›So This is Paris‹ von Ernst Lubitsch werden durch das leidenschaftliche Spiel der Orchestermusiker unter Leitung ihres Chefdirigenten Ingo Metzmacher kongenial ergänzt.
Ernst Lubitsch war ein Meister der Versuchung. Der Berliner Regisseur, der 1922 in die USA emigrierte, um in Hollywood sein Glück zu suchen und zu finden, weiß um die Wirkung der Mode, den Fetischismus von Verhüllung, Verwandlung und Entblößung. Die verkleidete Frau, die ihren eigenen Mann verführt, inspirierte ihn zu seinem Stummfilm ›So This is Paris‹. Ingo Metzmacher und das DSO begleiten die Verwechslungskomödie, in der schwachen Männern von gewitzten und selbständigen Frauen der Kopf verdreht wird.
Das Musikarrangement zu dem 120-minütigen Film besorgte Helmut Imig, der neben seinem Wirken als Dirigent einen wesentlichen Akzent seiner Tätigkeit auf Stummfilmkonzerte mit Originalmusiken und eigenen Kompilationen setzt. Für ›So This is Paris‹ hat er diverse Stücke der Spätromantik sowie der École Parisienne zusammengestellt. Unverkennbar ist darin der Einfluss der ›Groupe des Six‹ und deren Mentor Eric Satie; die orientalische Note hat unüberhörbar Nicolai Rimsky-Korsakow mit seiner Scheherazade beigesteuert. Weitere Stücke, die Eingang in die unterhaltsame Filmmusik fanden, stammen u. a. von Jacques Ibert, Johann Strauß und Frédéric Chopin.
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›Versuchung‹ (5.) – Klaus Maria Brandauer in Max von Schillings’ ›Hexenlied‹
Ingo Metzmacher konfrontiert von Schillings mit Schreker und Schönberg
Berlin,
10.05.2010
[DSO]
Am 18. und 19. Mai ist Klaus Maria Brandauer als Sprecher in Max von Schillings' ›Hexenlied‹ zu Gast beim DSO. Im Symphoniekonzert am 18. Mai konfrontiert Ingo Metzmacher von Schillings mit Franz Schrekers ›Vorspiel zu einem Drama‹ und Arnold Schönbergs ›Pelleas und Melisande‹, am 19. Mai erklingt in Gegenüberstellung des Melodrams nur Schrekers ›Vorspiel‹, dafür aber moderiert Ingo Metzmacher im Dialog mit dem Schauspieler das Konzert in gewohnt kurzweiliger Weise.
Gleich zweimal ist der Ausnahmeschauspieler Klaus Maria Brandauer in der kommenden Woche zu Gast beim DSO: Im Symphoniekonzert am 18. Mai und am 19. Mai im Casual Concert ist er als Sprecher in Max von Schillings packendem Melodram ›Das Hexenlied‹ zu erleben. Chefdirigent Ingo Metzmacher stellt es ins Zentrum seines fünften Konzertprogramms zum Themenschwerpunkt ›Versuchung‹. Max von Schillings, ein überzeugter Antisemit und NSDAP-Angehöriger der ersten Stunde, war 1933 als Präsident der Preußischen Akademie der Künste für die Entlassung zweier anderer Komponisten verantwortlich: Franz Schreker und Arnold Schönberg. Metzmacher konfrontiert den Täter mit seinen Opfern, indem er das ›Hexenlied‹ mit Schrekers ›Vorspiel zu einem Drama‹ und Schönbergs ›Pelleas und Melisande‹ »umstellt«.
Der wohl erfolgreichste deutschsprachige Schauspieler unserer Zeit gab dem Teufel einst sein Gesicht: Als Hendrik Höfgen in der Verfilmung von Klaus Manns Roman ›Mephisto‹ verkörperte Klaus Maria Brandauer einen Schauspieler und dessen Paraderolle – den Teufel in Goethes Faust – in Personalunion. Klaus Mann zeichnete in Höfgens Figur Gustaf Gründgens nach, der als Schauspieler in der NS-Zeit ebenso wie der Komponist von Schillings der Versuchung zur Macht erlag. Im ›Hexenlied‹ spricht Brandauer den Mönch Medardus, der auf dem Totenbett liegend, dem Wahnsinn nahe, von seiner unerfüllten Liebe zu einer jungen Frau berichtet, die er einst vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen hätte bewahren können. Das Lied, das sie kurz vor ihrer Hinrichtung sang, verfolgt ihn sein Leben lang.
Am 19. Mai erklingen Teile des ›Versuchungs‹-Programms im Casual Concert, das Ingo Metzmacher in gewohnt legerer Atmosphäre moderiert, diesmal im Gespräch mit Klaus Maria Brandauer. Anschließend laden Chefdirigent und Musiker des DSO zum letzten Mal in dieser Saison zur After Concert Lounge in den Club ›40seconds‹ ein. Als Live Act gestaltet hier die Sängerin Dorothea Breil zusammen mit dem Pianisten Bijan Azadian ein unterhaltsames Programm mit Songs von u. a. Weill, Hollaender und Gershwin.
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(36KB)
Leonard Slatkin dirigiert am 12. Mai ein amerikanisch-französisches Programm
Jonathan Biss debütiert beim DSO mit Ravels Klavierkonzert G-Dur
Berlin,
04.05.2010
[DSO]
Der amerikanische Maestro Leonard Slatkin dirigiert am 12. Mai Werke von Rabaud, Barber und Gershwin. Der Pianist Jonathan Biss, ebenfalls amerikanischer Herkunft, debütiert beim DSO mit Ravels Klavierkonzert G-Dur.
Am 12. Mai steht mit Leonard Slatkin ein langjähriger Freund des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin am Pult. Seit mehr als zwanzig Jahren dirigiert der US-Amerikaner das DSO in bewährter Regelmäßigkeit. Dabei ließ er das Repertoire seines Heimatlandes nun schon längere Zeit außen vor. Zu Samuel Barbers einhundertstem Geburtstag, den der Komponist in diesem Jahr gefeiert hätte, stellt er jetzt ein amerikanisch-französisches Programm zusammen: Im Zentrum finden sich mit George Gershwin und Maurice Ravel, zwei Komponisten, die sich hoch schätzten und auf beiden Seiten des Atlantiks von erheblichem Einfluss waren. Der Pianist Jonathan Biss, ebenfalls amerikanischer Herkunft, debütiert in diesem Abend beim DSO. Er zählt mit seinen knapp dreißig Jahren zu den Großen seiner Disziplin.
Respekt und gegenseitige Bewunderung prägten die wenigen Begegnungen von George Gershwin und Maurice Ravel. Erstmals trafen sie sich 1928 während eines Amerika-Aufenthalts des Franzosen in New York. Ravels Klavierkonzert G-Dur, das 1929-31 entstand, ist deutlich von Jazz und Blues aus dem Amerika der Zwanzigerjahre beeinflusst. Schon früh erfreuten sich amerikanische Jazzmusiker größter Beliebtheit bei der künstlerischen Pariser Avantgarde, denn auch umgekehrt fand der Austausch statt: So reiste Gershwin wenige Monate nach seiner Begegnung mit Ravel nach Europa und komponierte dort sein packendes Orchesterwerk ›An American in Paris‹. Darin gibt er »Impressionen eines amerikanischen Besuchers in Paris wieder, wie er durch die Stadt schlendert, den unterschiedlichen Geräuschen der Straßen lauscht und die französische Atmosphäre aufnimmt«.
Samuel Barber, am 9. März 1910 in West Chester geboren, gehört neben Gershwin zu den großen Komponistenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, die Amerika hervorbrachte. Während eines Europa-Aufenthaltes, den ihm ein Stipendium der American Academy in Rom ermöglichte, entstand 1936 seine Erste Symphonie. Sie komprimiert die Essenz der klassischen vier Sätze in einem einzigen. Und obgleich stark von der Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts beeinflusst, war Barbers lyrisches Klangideal schon früh zu der Eigenständigkeit und Expressivität gelangt, die sich in der Symphonie in hochdramatischer Gestalt manifestierten.
Für Jonathan Biss’ Großmutter, Raya Garbousova, schrieb Samuel Barber sein Violoncellokonzert. Biss, der Pianist aus anerkanntem Musikerhaushalt – seine Eltern sind die Geigerin Miriam Fried und der Bratscher Paul Biss – konzertierte in seiner noch jungen Karriere bereits mit allen großen amerikanischen und herausragenden europäischen Orchestern unter renommierten wie Daniel Barenboim, James Levine oder Lorin Maazel. Er ist Preisträger des Gilmore Young Artistic Award (2002), des Borletti-Buitoni Trust Award (2003) und des Leonard Bernstein Award (2005). Etliche Einspielungen legte er exklusiv bei EMI vor.
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(46KB)
Pianist Lars Vogt ersetzt Leon Fleisher im DSO-Konzert am 25. April
Philippe Jordan dirigiert Werke von Bartók, Beethoven und Strauss
Berlin,
21.04.2010
[DSO]
Pianist Lars Vogt ist im Symphoniekonzert am 25. April Solist für Leon Fleisher, der wegen der großräumigen Sperrung des europäischen Luftraums bedauerlicher Weise nicht in der Lage, rechtzeitig zu Probenbeginn anzureisen und musste seine Teilnahme leider absagen musste. Lars Vogt spielt Beethovens Klavierkonzert Nr. 4. Philippe Jordan dirigiert darüber hinaus Werke von Bartók und Strauss.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin freut sich sehr, dass sich Lars Vogt kurzfristig bereit erklärt hat, am kommenden Sonntag, den 25. April, für Leon Fleisher im Symphoniekonzert unter Philippe Jordan einzuspringen. Er wird Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur interpretieren, anstatt des ursprünglich für die Programmfolge vorgesehenen Klavierkonzerts D-Dur für die linke Hand von Maurice Ravel. Leon Fleisher war wegen der großräumigen Sperrung des europäischen Luftraums bedauerlicher Weise nicht in der Lage, rechtzeitig zu Probenbeginn anzureisen und musste seine Teilnahme leider absagen.
Der Dirigent Philippe Jordan steht am 25. April erstmals in einem Abonnementkonzert am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Er gehört zu den herausragenden Dirigenten der jüngeren Generation. Seit Beginn der aktuellen Saison ist er Musikdirektor der Opéra National de Paris. Im Rahmen des DSO-Gastspiels 2008 am Festspielhaus Baden-Baden arbeitete er erstmals mit dem Orchester zusammen. Am kommenden Sonntag dirigiert er neben Beethovens Klavierkonzert ›Zwei Bilder‹ von Béla Bartók und Richard Strauss’ Symphonische Dichtung ›Also sprach Zarathustra‹.
Der 1970 in Westfalen geborene Pianist Lars Vogt zog erstmals große Aufmerksamkeit auf sich, als er 1990 den zweiten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb in Leeds gewann. Darauf schloss sich eine herausragende Karriere sowohl in Europa als auch in den USA sowie in Fernost an. Er gastierte u.a. bei den New Yorker Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem NHK Symphony, dem London Symphony Orchestra, den Wiener Philharmonikern und dem Concertgebouw Orchester. Im Konzert mit dem DSO spielt er Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 4. Es entstand in der produktivsten Phase des Komponisten in den Jahren 1805|06 und steht am Übergang von der klassischen zur romantischen Epoche.
Dem Klavierkonzert werden am 25. April zwei aufsehenerregende Werke des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt. Der Ton in Strauss’ ›Also sprach Zarathustra‹ ist euphorisch und sarkastisch, herausfordernd und zart, vermessen und trivial, kühn, versonnen, aufbrausend und herablassend – wie die Sprache der gleichnamigen Vorlage von Friedrich Nietzsche. Béla Bartóks ›Zwei Bilder‹ führen Einflüsse aus der damaligen französischen Moderne um Debussy und Ravel einerseits und Inspiration aus alten rumänischen und ungarischen Liedern und Tänzen andererseits in einer Tondichtung zusammen.
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Dirigentin Eva Ollikainen beim DSO: ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹
Eugene Ugorski und Philipp Tutzer debütieren mit Werken von Barber und Jolivet
Berlin,
08.04.2010
[DSO]
Im Rahmen der etablierten Konzertreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ treten am 13. April die finnische Dirigentin Eva Ollikainen, der russische Geiger Eugene Ugorski und der aus Südtirol stammende Fagottist Philipp Tutzer erstmals in Berlin auf - mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Auf dem Programm stehen Werke von Lutosławski, Bernstein, Barber und Jolivet.
Die Finnin Eva Ollikainen gibt am Dienstag, den 13. April ihr Debüt am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Im Rahmen der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹, in der seit über 50 Jahren junge Künstler ihre Berlin-Premiere geben, dirigiert sie u. a. Witold Lutosławskis ›Mała suita‹ und Leonard Bernsteins Symphonische Tänze aus ›West Side Story‹. Mit ihr debütiert der junge Geiger Eugene Ugorski, der das Violinkonzert von Samuel Barber interpretiert. Dritter Debütant in der Philharmonie ist Philipp Tutzer. Der Fagottist aus Südtirol spielt das Konzert für Fagott, Streichorchester, Harfe und Klavier von André Jolivet.
Geboren 1982 in Finnland, von Jorma Panula und Leif Segerstam ausgebildet, gewann Eva Ollikainen 2003 den Internationalen Jorma-Panula-Dirigierwettbewerb. Eine Einladung zur Internationalen Dirigentenakademie der Allianz-Kulturstiftung ermöglichte ihr die Zusammenarbeit mit dem London Philharmonic Orchestra und Kurt Masur sowie dem Philharmonia Orchestra und Christoph von Dohnányi. Darüber hinaus war sie u. a. beim Tanglewood-Festival, beim Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und an der Finnischen Nationaloper zu Gast. Das Konzert mit dem DSO ist Eva Ollikainens Deutschland-Debüt.
Ab seinem sechsten Lebensjahr erhielt Eugene Ugorski Violinunterricht, unter anderem bei dem Heifetz-Schüler Igor Gruppman. Im Alter von acht Jahren gab der 1989 geborene Geiger sein Debüt mit dem San Diego Symphony Orchestra. 2005 lud Valery Gergiev ihn zum Osterfestival nach Moskau ein, und noch im selben Jahr engagierte ihn das Rotterdam Philharmonic Orchestra. Seither ist er international als Solist gefragt. Am 13. April interpretiert er das höchst anspruchsvolle Violinkonzert von Samuel Barber, dessen 100. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr feiert.
Philipp Tutzer wurde in Bozen, Italien, geboren und studierte Fagott in seiner Heimatstadt bei Claudio Alberti, in Wien bei Stepan Turnovsky sowie bei Dag Jensen in Hannover. Seit 2004 erhielt er Preise bei zahlreichen Wettbewerben, u. a. 2006 beim Internationalen ›Aeolus‹-Bläserwettbewerb in Düsseldorf und 2007 beim Kurt-Alten-Wettbewerb. Im September 2008 wurde ihm der zweite Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München verliehen. Seit 2007 ist er Solofagottist im Mozarteumorchester Salzburg.
Mit dem DSO führt Philipp Tutzer Jolivets Solokonzert für Fagott, Streichorchester, Harfe und Klavier auf. An der Harfe ist die langjährige Soloharfenistin des DSO, Elsie Bedleem, zu erleben. Der Berliner Pianist Holger Groschopp übernimmt den Klavierpart.
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Das DSO und Ingo Metzmacher kehren von Europatournee zurück
Neun gefeierte Konzerte mit Violinist Leonidas Kavakos und Pianist Kirill Gerstein in Österreich, Frankreich, Belgien und Polen
Berlin,
01.04.2010
[DSO]
Das DSO und sein Chefdirigent Ingo Metzmacher sind von einer äußerst erfolgreichen Europatournee mit Konzerten vor mehr als 14.000 Zuhörern im Congress Innsbruck, im Musikverein Wien, in der Pariser Salle Pleyel, im Palais des Beaux Arts Brüssel und in den Philharmonien von Łódź und Warschau zurückgekehrt. Violinist Leonidas Kavakos und Kirill Gerstein waren Solisten der Gastspielreise.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und sein Chefdirigent Ingo Metzmacher sind von einer mehrwöchigen Europatournee zurückgekehrt. Insgesamt neun äußerst erfolgreiche Konzerte gab das DSO in sechs europäischen Städten. Mehr als 14.000 Zuhörer verfolgten die Auftritte des Orchesters im Congress Innsbruck, im Musikverein Wien, in der Pariser Salle Pleyel, im Palais des Beaux Arts Brüssel und in den Philharmonien von Łódź und Warschau. Veranstalter aller Konzertorte sprachen dem Orchester gegenüber Wiedereinladungen aus.
Begleitet wurde das DSO von zwei namhaften Solisten: Leonidas Kavakos interpretierte die Violinkonzerte Karl Amadeus Hartmanns und Ludwig van Beethovens, Kirill Gerstein spielte in Warschau das Zweite Klavierkonzert von Johannes Brahms. Außerdem standen Gustav Mahlers Symphonie Nr. 7 und Igor Strawinskys vollständige Ballettmusik ›Der Feuervogel‹ auf dem Programm.
Die Gastspiele in Brüssel und Warschau wurden in Zusammenarbeit mit dem deutschen Auslandssender Deutsche Welle realisiert. Sein Abschlusskonzert der Tournee gab das DSO im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten des 14. Ludwig-van-Beethoven-Osterfestivals in Warschau.
Begeistert aufgenommen wurde das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in den fast drei Wochen der Gastspielreise von Publikum und Presse gleichermaßen. Alle Tourneedaten, Konzertprogramme und Rezensionen stehen im ›DSO Reiseblog‹ unter dso-berlin.de/blog zum Nachlesen zur Verfügung. Überdies geben hier Text- und Bildbeiträge der Orchestermitglieder Einblicke in den Reisealltag des Orchesters.
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PM_Europatournee_Rueckkehr_01-04-10.pdf
(52KB)
Das DSO und Ingo Metzmacher gehen im März auf Europatournee: insgesamt neun Konzerte in Österreich, Frankreich, Belgien und Polen
Geiger Leonidas Kavakos und Pianist Kirill Gerstein sind Solisten der Tourneeprogramme
Berlin,
03.03.2010
[DSO]
Das DSO und Ingo Metzmacher geben zwischen dem 9. und 26. März im Rahmen ihrer Europatournee neun Konzerte in insgesamt sechs Städten Europas: drei Konzerte im Wiener Musikverein, je ein Konzert im Innsbrucker Congress, in der Pariser Salle Pleyel, im Brüsseler Palais des Beaux Arts und der Artur-Rubinstein-Philharmonie Łódź sowie abschließend ein Konzert in der Warschauer Philharmonie. Leonidas Kavakos ist Solist in Hartmanns ›Concerto funebre‹ und Beethovens Violinkonzert, Kirill Gerstein interpretiert das Klavierkonzert Nr. 2 von Brahms.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und sein Chefdirigent Ingo Metzmacher geben zwischen dem 9. und 26. März im Rahmen ihrer Europatournee neun Konzerte in insgesamt sechs Städten Europas. Leonidas Kavakos und Kirill Gerstein sind die Solisten in Solokonzerten von Ludwig van Beethoven, Karl Amadeus Hartmann und Johannes Brahms. Die Symphonie Nr. 7 von Gustav Mahler sowie Igor Strawinskys vollständige Ballettmusik ›Der Feuervogel‹ komplettieren die Tourneeprogramme in Österreich, Frankreich, Belgien und Polen. Den Tournee-Auftakt bildet am 9. März ein Konzert im Congress Innsbruck. Auf dem Programm steht neben Strawinskys ›Feuervogel‹ das Violinkonzert D-Dur von Ludwig van Beethoven. Leonidas Kavakos, international geschätzter Geigenvirtuose und erfolgreicher Dirigent gleichermaßen, interpretiert als Solist das Werk, welches Beethoven 1806 auf Bitte des Konzertmeisters im Theater an der Wien, Franz Clement, komponierte.
Dieses Programm erklingt auch an den ersten beiden Abenden im Wiener Musikverein. Im historischen Großen Musikvereinssaal mit seiner weltberühmten Akustik gibt das DSO vom 10. bis 12. März insgesamt drei Konzerte. Am letzten Abend steht neben Mahlers Symphonie Nr. 7 das ›Concerto funebre‹ von Hartmann auf dem Programm, das ebenfalls der Grieche Leonidas Kavakos interpretiert.
Am 15. März konzertiert das Orchester in der legendären Salle Pleyel in Paris, wiederum mit den Werken Beethovens und Strawinskys. In der Europa-Hauptstadt Brüssel folgt am 18. März ein Gastspiel im Palais des Beaux Arts.
Zum Abschluss gibt das DSO drei Konzerte in Polen. Hier gastiert es zunächst in der Artur-Rubinstein-Philharmonie Łódź, die nach dem berühmten Sohn der Stadt benannt ist. Im Rahmen der ›Łódźer Oster-Musik‹ spielt das DSO am 24. März Gustav Mahlers Symphonie Nr. 7. Diese steht auch am ersten Abend in Warschau auf dem Programm.
Als eines der internationalen Gastorchester beim 14. Ludwig-van-Beethoven-Osterfestival gibt das DSO zwei Konzerte in der polnischen Hauptstadt. Am 25. und 26. März konzertiert es in der Warschauer Philharmonie. Für das letzte Konzertprogramm ist Pianist Kirill Gerstein mit dem Klavierkonzert Nr. 2 von Johannes Brahms zu Gast.
Die Gastspiele in Belgien und Polen werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle realisiert.
Weitere Informationen: Benjamin Dries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel +49 (0) 30 20 29 87 535 Fax +49 (0) 30 20 29 87 539 E-Mail presse@dso-berlin.de
PM_Europatournee_03-03-10.pdf
(58KB)
Violinist Leonidas Kavakos mit dem ›Concerto funebre‹ zu Gast beim DSO
Ingo Metzmacher kombiniert Hartmanns Violinkonzert mit Gustav Mahlers Symphonie Nr. 7
Berlin,
25.02.2010
[DSO]
Im Symphoniekonzert am 7. März in der Berliner Philharmonie konfrontieren das DSO und Chefdirigent Ingo Metzmacher Gustav Mahlers Siebte Symphonie mit Karl Amadeus Hartmanns Violinkonzert ›Concerto funebre‹. Solist ist Leonidas Kavakos.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und sein Chefdirigent Ingo Metzmacher werden am 7. März einmal mehr ihrem Ruf als innovative Programmgestalter gerecht: Exakt zwei Monate vor Gustav Mahlers 150. Geburtstag wird seine Symphonie Nr. 7 dem Violinkonzert ›Concerto funebre‹ von Karl Amadeus Hartmann gegenübergestellt. Solist ist der griechische Geiger Leonidas Kavakos.
Gustav Mahler sagte einst über seine Siebte Symphonie, sie sei sein »bestes Werk und vorwiegend heiteren Charakters«. Tatsächliche Heiterkeit wohnt genau genommen nur dem letzten Satz inne, dem Rondo-Finale, welches in der Literatur eine kontroverse Beurteilung erfuhr: Als starken Ausdruck von Optimismus begrüßten es die einen, die anderen erkannten bemühtes, ausgehöhltes, sich selbst ins Absurde manövrierendes Pathos, noch andere wollten in dem Satz ein Grandioso des Scheiterns entdecken. Ingo Metzmacher wählt am 7. März einen ganz besonderen Zugang zu dieser vielschichtigen Komposition: »Ich nähere mich den Symphonien von Gustav Mahler gerne über ein neueres Werk, und ich verwende auf dessen Auswahl besondere Sorgfalt. Denn als Antwort darauf wirken Mahlers große und komplexe Symphonien auf einmal klar, prägnant und hoch aktuell.«
So erklingt in der Philharmonie zu Beginn des Abends Karl Amadeus Hartmanns ›Concerto funebre‹ für Solo-Violine und Streichorchester. 1939 vor dem Hintergrund der Ereignisse in den ersten Monaten des Zweiten Weltkriegs entstanden, sollte es ursprünglich »Musik der Trauer« heißen. Ein Freund des Komponisten, Max See, schrieb über Hartmanns Bedürfnis, sein Entsetzen in Musik auszudrücken: »Was uns Gleichgesinnte lediglich erbitterte, das zwang ihn, seinen Zorn und seine abgrundtiefe Trauer in Tönen mitzuteilen.« Entsprechend düster setzt das Konzert allen Opfern der Nazidiktatur einen Gedenkstein und vermag gleichzeitig, den programmatischen Hintergrund mit höchstem technischen Anspruch zu verbinden.
Leonidas Kavakos ist als Geiger und Dirigent gleichermaßen gefragt und widmet sich neben seiner solistischen Tätigkeit intensiv der Kammermusik. Von 2007 bis 2009 war Kavakos Künstlerischer Leiter der Camerata Salzburg, seit dieser Saison ist er ›Artist in Focus‹ beim Southbank Centre in London. Für seinen individuellen warmen Ton, seine mühelose Technik und sein präzises musikalisches Stilverständnis ist er international geschätzt. Im März begleitet Leonidas Kavakos das DSO und Ingo Metzmacher mit Hartmanns ›Concerto funebre‹ und Ludwig van Beethovens Violinkonzert auf ihrer Tournee durch Europa, u. a. in den Musikverein Wien, die Salle Pleyel Paris und den Palais des Beaux Arts Brüssel.
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(46KB)
›Versuchung‹ (4.) – Ingo Metzmacher dirigiert Schumanns ›Faust‹-Szenen
Christian Gerhaher, Mojca Erdmann, Camilla Nylund und weitere Solisten mit dem Rundfunkchor Berlin und dem Staats- und Domchor Berlin zu Gast beim DSO
Berlin,
17.02.2010
[DSO]
Im vierten Programm der Reihe zum Saisonschwerpunkt ›Versuchung‹ dirigiert Ingo Metzmacher an den Abenden vom 26.|27. Februar Schumanns ›Szenen aus Goethes ›Faust‹‹. Bariton Christian Gerhaher singt die Titelpartie. Camilla Nylund, Georg Zeppenfeld, Mojca Erdmann, Werner Güra, Ingeborg Danz und Marina Bartoli gehören dem Solistenensemble an, der Rundfunkchor Berlin und der Staats- und Domchor Berlin übernehmen die Chorpartien.
In diesem Jahr feiert die Musikwelt Robert Schumanns 200. Geburtstag. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin widmet dem Jubilar einen weiteren Höhepunkt seiner Themenreihe ›Versuchung‹: Am 26. und 27. Februar leitet Chefdirigent Ingo Metzmacher die nur selten aufgeführten ›Szenen aus Goethes ›Faust‹‹ mit dem DSO, dem Rundfunkchor Berlin und dem Staats- und Domchor Berlin. Bariton Christian Gerhaher singt die Titelpartie. Camilla Nylund als Gretchen und Georg Zeppenfeld als Mephisto ergänzen das erstklassige Solistenensemble, dem neben Tenor Werner Güra als Ariel u. a. Mojca Erdmann als Sorge, Ingeborg Danz als Mangel und Ulrike Helzel als Schuld angehören.
Für Robert Schumann gehörte Literatur so eng zum Leben, dass er kurze Zeit erwog, Schriftsteller statt Musiker zu werden. Goethes Werke kannte er seit seiner Jugend. Den Vertonungen etlicher Goethe-Gedichte ließ er in den Jahren 1844-53 schließlich eine Komposition auf Grundlage des monumentalen ›Faust‹-Dramas folgen. Im Gegensatz zu Louis Spohr und anderen Tondichtern, die sich an eine ›Faust‹-Vertonung wagten, legt Schumann seinem Werk nicht die inhaltliche Dramaturgie der Vorlage zugrunde. Mit der Sicherheit des Literaturkenners wählte er stattdessen einzelne Teile des Dramas aus und stellte sie in drei Abteilungen zusammen, die neben der Gretchen-Episode ausführlich Fausts Tod und Verklärung behandeln – die weniger bekannten Szenen aus dem Zweiten Teil des Dramas.
Faust steht als Zweifler, der dem Teufel seine Seele verschreibt und sich den Versuchungen des Lebens – Liebe und Macht – hingibt, exemplarisch für den Menschen in seiner Fehlbarkeit. Er paktiert mit dem Bösen und erliegt der Versuchung wissentlich. Dass Fausts Seele nach seinem Ableben dennoch nicht in die Hölle fährt, sondern erlöst wird, ist die spirituelle Revolution der Goethe’schen Vorlage. Bei Schumann bilden der Tod und die Apotheose Fausts den formalen Schwerpunkt und damit einen zentralen Aspekt der Vertonung.
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(35KB)
Spitzenmusiker von morgen beim DSO: ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹
Drei Debütanten interpretieren u. a. Nielsens Klarinettenkonzert und Strawinskys Violinkonzert
Berlin,
11.02.2010
[DSO]
Im Rahmen der Konzertreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ debütieren am 15. Februar Dirigent Jayce Ogren, Violinistin Yoriko Muto und Klarinettist Julian Bliss in der Berliner Philharmonie zusammen mit dem DSO. Auf dem Programm stehen das Klarinettenkonzert von Carl Nielsen, Igor Strawinskys Violinkonzert und ›Scherzo à la russe‹ sowie die Symphonie Nr. 7 C-Dur von Jean Sibelius.
Zwei Solisten und ein Dirigent geben am 15. Februar in der Philharmonie ihre Berlin-Premiere beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. In der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ präsentieren sich als Solisten an diesem Abend Julian Bliss mit dem Klarinettenkonzert von Carl Nielsen und Yoriko Muto mit Igor Strawinskys Violinkonzert. Am Pult des DSO steht Jayce Ogren aus den USA, der neben den beiden Solokonzerten die Symphonie Nr. 7 C-Dur von Jean Sibelius und Strawinskys ›Scherzo à la russe‹ dirigieren wird.
Von 2006 bis 2009 war Jayce Ogren Assistent von Franz Welser-Möst beim Cleveland Orchestra. Als Fulbright-Stipendiat hat der gebürtige US-Amerikaner u. a. an der Königlichen Musikakademie in Stockholm studiert und schon früh mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra zusammengearbeitet. Inzwischen ist der junge Dirigent, zu dessen Lehrern Jorma Panula und David Zinman gehören, bei zahlreichen renommierten Klangkörpern zu Gast, so etwa beim Los Angeles Philharmonic, New World Symphony und beim BBC Symphony Orchestra.
Der Brite Julian Bliss ist Schüler von Sabine Meyer und gehört zu den gefragtesten Klarinettisten seiner Generation. Mit gerade einmal 20 Jahren hat er bereits mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France oder dem Tokyo Symphony Orchestra konzertiert. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Joshua Bell, Mischa Maisky und Hélène Grimaud. Mit dem hoch virtuosen Klarinettenkonzert von Carl Nielsen gibt er beim DSO sein Berlin-Debüt.
Mit 14 Jahren kam Yoriko Muto nach Deutschland, um bei Rainer Kussmaul in Freiburg zu studieren. 2006 gewann die japanische Geigerin im Alter von 18 Jahren den ersten Preis beim ›Internationalen Johann Sebastian Bach‹-Wettbewerb in Paris. Seither hat sie ihre Studien durch Meisterkurse u. a. bei Zakhar Bron, Igor Ozim und Valery Gradow ergänzt. Am 15. Februar interpretiert sie Strawinskys höchst anspruchsvolles Violinkonzert in D-Dur, das vom Widmungsträger, Samuel Dushkin, zunächst in Teilen als unspielbar abgelehnt worden war. Er brachte es dennoch am 23. Oktober 1931 unter der Leitung des Komponisten zur Uraufführung – in der Berliner Philharmonie.
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Hans Graf dirigiert beim DSO Franz Schuberts Große C-Dur-Symphonie
DSO-Solocellist Andreas Grünkorn interpretiert Samuel Barbers Violoncellokonzert
Berlin,
26.01.2010
[DSO]
Am 7. Februar dirigiert Hans Graf zwei Werke von Franz Schubert: die Ouvertüre D-Dur und seine Große C-Dur-Symphonie. Im Zentrum des Konzertabends aber steht Samuel Barbers Violoncellokonzert, interpretiert durch Andreas Grünkorn, dem Ersten Solocellisten des DSO.
Im Symphoniekonzert am 7. Februar präsentiert das DSO unter der Leitung von Hans Graf einen Solisten aus den eigenen Reihen: Andreas Grünkorn, Erster Solocellist des Orchesters. Er interpretiert in der Berliner Philharmonie das äußerst selten aufgeführte Violoncellokonzert von Samuel Barber, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Zwei Werke von Franz Schubert rahmen das Programm: seine Ouvertüre D-Dur und die Große C-Dur-Symphonie. Samuel Barber hatte eine Mission. Nicht von ungefähr ließ er seine Mutter bereits im Alter von neun Jahren in einem Brief wissen: »I was meant to be a composer«. Heute gehört der am 9. März 1910 in West Chester, Pennsylvania, geborene Tondichter zu den großen Komponistenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sein Violoncellokonzert gilt als eines der schwierigsten seiner Gattung. Am 7. Februar wird es durch den Ersten Solocellisten des DSO erstmals mit dem Orchester zur Aufführung gebracht. Andreas Grünkorn studierte bei David Geringas an der Musikhochschule Lübeck, wo er 1989 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Bereits ein Jahr vor seiner Abschlussprüfung engagierte ihn das Philharmonische Orchester Dortmund als Ersten Solocellisten. Beim DSO hat er diese Position seit 1996 inne. Sein Solistendebüt beim DSO gab er 1999 mit dem Ersten Violoncellokonzert von Dmitri Schostakowitsch unter der Leitung von Zdeněk Mácal. Seitdem konzertierte er als Solist mit Dirigenten wie Kent Nagano, Gary Bertini, Neeme Järvi, Andrey Boreyko und Jonathan Nott. Franz Schuberts Große C-Dur-Symphonie wurde erst zwölf Jahre nach dem Tod des Komponisten durch Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt. Zu Schuberts Lebzeiten war das Werk zwar geprobt, aber für zu lang und zu schwierig befunden worden. Hinsichtlich der Dauer der Symphonie befand Robert Schumann, sie sei von »himmlischer Länge, wie ein dicker Roman in vier Bänden etwa von Jean Paul«.
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Das DSO gibt zwei Konzerte im Rahmen des Festivals für neue Musik ›Ultraschall‹
Zu Gast sind u. a. Martyn Brabbins, Alejo Peréz und Antoine Tamestit
Berlin,
18.01.2010
[DSO]
Das DSO beteiligt sich auch 2010 mit zwei Konzerten im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks am ›Ultraschall‹-Festival für neue Musik. Das Konzert am 24. Januart mit Kompositionen von Johannes Maria Staud, Nigel Osborne, Jonathan Harvey und Gerhard Grosskopf dirigiert Martyn Brabbins. Das GrauSchumacher Piano Duo ist solistisch zu erleben. Alejo Peréz leitet das Konzert am 31. Januar. Antoine Tamestit bringt darin das Violakonzert von Olga Neuwirth als Solist zur Uraufführung. Otto Katzameier singt die Baritonpartie in Mark-Anthony Turnages Komposition ›When I woke ...‹. Daneben stehen Werke von Magnus Lindberg und George Benjamin auf dem Programm.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin beteiligt sich auch 2010 mit zwei ambitionierten Konzertprogrammen am ›Ultraschall‹-Festival für neue Musik. Bereits zum zwölften Mal gibt das Festival, veranstaltet vom Kulturradio des rbb und dem Deutschlandradio Kultur, spannende Einblicke in die Musik der Gegenwart.
Martyn Brabbins steht im ersten Konzert, am 24. Januar, am Pult des DSO. Er leitet im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks u. a. die Uraufführung eines Werks des Berliner Komponisten Erhard Grosskopf. ›… durch ein Unendliches‹ ist eine Auftragskomposition des rbb für das ›Ultraschall‹-Festival. Johannes Maria Stauds ›Im Lichte‹ für Orchester und zwei Soloklaviere wurde 2008 in Salzburg uraufgeführt und wird nun beim DSO vom GrauSchumacher Piano Duo erstmals in Berlin interpretiert. Der 35-jährige Komponist erhielt 2009 den Hindemith-Preis und hat bereits Auftragswerke für die Wiener Philharmoniker und das Cleveland Orchestra komponiert. Die Zweite Symphonie von Nigel Osborne und ›Body Mandala‹ von Jonathan Harvey, ein Werk, das durch Erfahrungen des Komponisten mit Ritualen eines tibetischen Klosters inspiriert ist, runden das aufsehenerregende Programm des Abends ab. Im zweiten Konzert, das am 31. Januar ebenfalls im Haus des Rundfunks stattfindet, ist Bratschist Antoine Tamestit zu erleben. Der junge Franzose, derzeit Artist in Residence am Konzerthaus Berlin, ist Schüler von Tabea Zimmermann und wurde bereits mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen wie etwa dem Credit Suisse Young Artist Award bedacht. Er ist Solist in der deutschen Erstaufführung eines Konzerts für Soloviola und Orchester von Olga Neuwirth, die im Mai 2010 mit dem Louis-Spohr-Preis der Stadt Braunschweig ausgezeichnet werden wird. Alejo Peréz, derzeit musikalischer Leiter des Teatro Argentino de la Plata in Buenos Aires, wird darüber hinaus Werke von Magnus Lindberg und George Benjamin dirigieren. Solist in Mark-Anthony Turnages ›When I woke…‹ ist der Bariton Otto Katzameier.
Karten zu 18 € | erm. 12 € sind erhältlich über den rbb-Shop unter Tel. 030. 97993-84 944
Pressekarten Marko Nowak, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (rbb)
Tel +49 (0) 30 97993-12 101 E-Mail: rbb-presseteam@rbb-online.de
Weitere Informationen Benjamin Dries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (DSO)
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PM_Ultraschall_18-01-10.pdf
(36KB)
Das DSO zieht eine Erfolgsbilanz für das Konzertjahr 2009
Höchste Auslastungszahlen und Karteneinnahmen für das DSO
Berlin,
14.01.2010
[DSO]
Das legt für das Konzertjahr 2009 mit einer Auslastung der Berliner Symphoniekonzerte von 84 % und einer Gesamtkonzertbesucherzahl von 87.090 Spitzenzahlen vor.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) kann auf ein außerordentlich erfolgreiches Konzertjahr 2009 zurückblicken. Mit einer Auslastungszahl von 84 % bei insgesamt 51 Symphoniekonzerten in Berlin legt das DSO die beste Quote der letzten Jahre vor und übertrifft noch die Spitzenjahreswerte von 2005. Sie entspricht einer Gesamtkonzertbesucherzahl von 87.090 aller Eigenveranstaltungen. Während noch im Kalenderjahr 2008 im Durchschnitt 1250 zahlende Zuhörer ein Symphoniekonzert des DSO besuchten, konnte die durchschnittliche Besucherzahl für das Jahr 2009 auf 1453 gesteigert werden.
Die Karteneinnahmen des Orchesters entwickelten sich gleichermaßen positiv: Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Karteneinnahmen der Eigenveranstaltungen um rund 243.000 Euro gesteigert und insgesamt 1,66 Mio. Euro durch Kartenverkäufe eingenommen werden. Dies entspricht einem Anteil von 59 % der Gesamtkarteneinnahmen der Eigenveranstaltungen der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin). Analog konnte das DSO seine wirtschaftliche Auslastung über die letzten Jahre stetig verbessern: Während der Wert 2007 noch bei 31% und 2008 bei 39% lag, stieg er 2009 auf 53% an. Das DSO ist optimistisch, die günstige Entwicklung der letzten Jahre auch 2010 fortschreiben zu können.
Neben den Berliner Konzertprogrammen, die in den vergangenen beiden Spielzeiten unter den Themenschwerpunkten ›Aufbruch 1909‹ bzw. ›Versuchung‹ standen, präsentierte sich das DSO mit seinem Chefdirigenten Ingo Metzmacher im Konzertjahr 2009 bei zahlreichen Gastspielen im In- und Ausland. Außerhalb Berlins gab das Orchester insgesamt 19 Konzerte vor 29.660 Zuhörern. Zu diesem positiven Ergebnis trugen im wesentlichen zwei überaus erfolgreiche Gastpielreisen bei, eine ausgedehnte Asientournee im März 2009 nach Peking, Hong Kong, Tokyo und Kuala Lumpur sowie eine Festivaltournee zu Festspielen in Deutschland (Beethovenfest Bonn, Rheingau Musik Festival, Kunstfest Weimar), Schottland (Edinburgh International Festival) und Italien (Sagra Musicale Malatestiana Rimini, Meraner Musikwochen).
Im Sommer 2010 wird das DSO die Salzburger Festspiele mit der Uraufführung der Oper ›Dionysos‹ von Wolfgang Rihm eröffnen und ein Gastspiel bei den legendären ›BBC Proms‹ in London geben.
Ansprechpartner: Benjamin Dries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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(45KB)
Peter Ruzicka und Pianistin Elena Bashkirova zu Gast beim DSO
Werke von Beethoven, Strauss und Ruzicka in der Berliner Philharmonie
Berlin,
08.01.2010
[DSO]
Peter Ruzicka dirigiert am am 18. Januar sein Werk ›Maelstrom‹ und eine eigene Bearbeitung Strauss' Fantasie ›Die Frau ohne Schatten‹. Im ersten Programmteil werden Werke von Beethoven gegenübergestellt, die Ouvertüre zu ›König Stephan‹ und das Erste Klavierkonzert. Solistin ist Elena Bashkirova.
Am 18. Januar kehrt ein langjähriger Freund zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zurück: Peter Ruzicka dirigiert sein eigenes Werk ›Maelstrom‹ und stellt seine Bearbeitung der Fantasie ›Die Frau ohne Schatten‹ von Richard Strauss der Öffentlichkeit vor. Die Ouvertüre zu ›König Stephan‹ und das Erste Klavierkonzert C-Dur von Ludwig van Beethoven vervollständigen das Programm in der Philharmonie. Solistin ist die russische Pianistin Elena Bashkirova.
Keine 23 Jahre zählte Peter Ruzicka und noch keine 25 das heutige DSO, als im Mai 1971 ein Werk des Komponisten-Dirigenten beim damaligen RSO uraufgeführt wurde. Nur vier Jahre später wurde er zum Intendanten des Orchesters berufen. Ruzicka fokussierte die Saison-Planungen auf Schwerpunktprojekte und stellte lange verdrängte Musik in Konzerten und Symposien zur Diskussion. Der junge Künstler-Intendant prägte Profil und Stil des DSO auf Jahre hinaus. Auch nach Ende seiner Amtszeit stand er dem Orchester immer wieder mit Rat und Tat zur Seite; bis heute ist er ein gern gesehener Gastdirigent des DSO.
Für das Konzert am 18. Januar stellt Ruzicka ein Programm zusammen, das von der Spannung zwischen Musiktheater und autonomer Tonkunst lebt. Sein eigenes Werk ›Maelstrom‹, eine Berliner Erstaufführung, bezieht sich auf seine Oper ›Hölderlin‹, die 2008 an der Berliner Staatsoper uraufgeführt wurde. Indem Ruzicka Strauss’ Fantasie ›Die Frau ohne Schatten‹ wieder in die Instrumentierung der Oper »rückübersetzt«, verstärkt er die Bindung des Orchesterwerks an das ursprüngliche Musiktheater. Die Bearbeitung erfährt in diesem Konzert ihre Uraufführung. Ludwig van Beethovens Ouvertüre zum Schauspiel ›König Stephan‹ wird im ersten Programmhälfte mit seinem Klavierkonzert C-Dur kombiniert.
Elena Bashkirova, in Moskau geboren, studierte am Tschaikowsky Konservatorium in der Meisterklasse ihres Vaters, des berühmten Pianisten und Musikpädagogen Dimitrij Bashkirov. Sie ist weltweit als Solistin wie auch kammermusikalisch und als Liedbegleiterin gefragt. In der Saison 2008|09 gab Elena Bashkirova im Rahmen einer Asientournee umjubelte Konzerte in Beijing mit dem China Philharmonic Orchestra und in Taipeh mit dem National Symphony Orchestra. Beim DSO war Bashkirova bereits 2004 mit Schostakowitschs Erstem Klavierkonzert zu Gast.
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PM_Ruzicka_08-01-10.pdf
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Herbert Blomstedt und das DSO mit der Urfassung von Bruckners 2. Symphonie
Pianist Martin Helmchen interpretiert Felix Mendelssohns Zweites Klavierkonzert
Berlin,
04.01.2010
[DSO]
Am 7. und 9. Januar dirigiert Herbert Blomstedt beim DSO die Urfassung der Zweiten Symphonie Bruckners. Solist in Mendelssohns Zweiten Klavierkonzert ist der junge Berliner Pianist Martin Helmchen.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin eröffnet mit zwei Konzerten am 7. und 9. Januar unter der Leitung von Herbert Blomstedt das Neue Jahr. Der schwedisch-amerikanische Maestro setzt in der mittlerweile vierten Spielzeit seine Bruckner-Reihe beim DSO fort und dirigiert an den beiden Abenden in der Berliner Philharmonie die Urfassung der Zweiten Symphonie Anton Bruckners. Solist im selten gespielten Zweiten Klavierkonzert d-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy ist der junge Berliner Pianist Martin Helmchen.
Herbert Blomstedt ist langjähriger Gastdirigent beim DSO und hat in den vergangenen Spielzeiten bereits die Vierte, Neunte und Dritte Symphonie Bruckners dirigiert. Nun lässt er dessen Zweite in der Urfassung folgen. Der Komponist unterwarf viele seiner Werke einem ausgeprägten Umarbeitungs-prozess; so liegen etliche seiner Symphonien in gleich mehreren Fassungen vor. Die Erstversion der Zweiten unterscheidet sich von ihren Revisionen u. a. durch die auffällige Häufung von Generalpausen, die ihr den Beinamen »Pausensymphonie« einbrachte. Zwischen die einzelnen Themenkomplexe gesetzt, lassen die ausgeprägten Zäsuren die formale Architektur des Werkes für den Zuhörer nachvollziehbar werden.
Der Monumentalsymphonie Bruckners wird Felix Mendelssohns Zweites Klavierkonzert in d-Moll gegenübergestellt. Er komponierte es 1839 in nur wenigen Wochen auf seiner Hochzeitsreise. Trotz des glücklichen biografischen Hintergrunds ist dem Solokonzert ein ernster, melancholischer Zug zu eigen, der das alte Vorurteil von Mendelssohns fehlendem Tiefgang entkräftet. Solist ist der 1982 in Berlin geborene Martin Helmchen, der 2003 beim DSO sein Berlin-Debüt gab. Von der Neuen Zürcher Zeitung wurde er für seine »glückliche Verbindung von Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit« gelobt. So gesehen steht er dem Komponisten, in dessen Werk das Leichte dem Ernsten nicht zuwiderläuft, sondern es sinnvoll ergänzt, musikalisch besonders nahe.
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Julian Kuerti dirigiert für Neeme Järvi zwei DSO-Silvesterkonzerte im Tempodrom
Jahresabschluss mit Artisten des Circus Roncalli und Sängerin Salome Kammer
Berlin,
21.12.2009
[DSO]
Julian Kuerti ersetzt den bedauerlicherweise kurzfristig erkrankten Neeme Järvi als Dirigent der traditionellen DSO-Silvesterkonzerte im Berliner Tempodorom mit den Artisten des Circus Roncalli. Solistin ist in diesem Jahr die Sängerin Salome Kammer.
Ein poetisches Spektakel beschließt das musikalische Jahr beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin: Nach einer besinnlichen Weihnachtszeit laden die Virtuosen der Manege und die Artisten der Orchesterkultur zu den diesjährigen Silvesterkonzerten ins Tempodrom ein. Im steinernen Zelt am Anhalter Bahnhof präsentieren Artisten des Circus Roncalli und Musiker des DSO gemeinsam mit der Sängerin Salome Kammer ein festliches Programm mit Werken u. a. von Berlioz, Chabrier, Gershwin, Khatschaturian, Ravel, Tschaikowsky und Weill. Julian Kuerti ersetzt den bedauerlicherweise kurzfristig erkrankten Neeme Järvi.
Bereits zum sechsten Mal begeht das DSO die Feierlichkeiten zum Jahresende mit diesem besonderen Veranstaltungsformat. Musik und Akrobatik werden elegant aufeinander abgestimmt; zum Spiel des Orchesters und dem Gesang der Solistin präsentiert der Circus Roncalli akrobatische Einlagen von poetischer Kraft und Magie, die von Trapez- und Jonglierkunst bis hin zur Clownerie reichen. Höhepunkte der gemeinsamen Programmgestaltung sind Nummern mit Roncalli-Künstlern wie dem Clown David Larible, der Jonglage-Artistin Elena Drogalova, dem Kraftmenschen Encho Keryasov und der Akrobatik-Truppe ›Shenyang‹.
Salome Kammer – Sängerin, Schauspielerin und Performance-Künstlerin – wird diese Jahreswende mitgestalten. Sie ist in Kurt Weills Musiktheater, in Friedrich Holländers Chansons und in den experimentellen Ausdruckswelten der Avantgarde gleichermaßen zu Hause; eine Künstlerin, die die Mischung ihrer Talente immer neu erprobt und ausbalanciert.
Mit Julian Kuerti konnte ein exzellenter Dirigent der jungen Generation gewonnen werden. Der 1976 in Toronto geborene Sohn des Pianisten Anton Kuerti hat bereits mit Orchestern wie dem Houston Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, National Arts Centre Orchestra und dem Budapest Festival Orchestra zusammengearbeitet. Von 2005 bis 2008 war Kuerti Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Berliner Solistenensembles Kaleidoskop. In der Saison 2009|10 dirigiert er beim Boston Symphony Orchestra ein Programm mit dem Cellisten Yo-Yo Ma im Rahmen des Tanglewood-Festivals und ist während einer Europa-Tournee beim Orchestre Philharmonique du Luxembourg zu Gast. Mit den Silvesterkonzerten debütiert Julian Kuerti beim DSO.
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›VERSUCHUNG‹ (3.) – Nina Stemme zu Gast beim DSO
Ingo Metzmacher dirigiert Werke von Debussy, Hindemith und Strauss
Berlin,
10.12.2009
[DSO]
Das DSO setzt am 15. Dezember die Themenreihe ›Versuchung‹ mit dem vierten Konzert fort. Ingo Metzmacher dirigiert Debussy Symphonische Fragmente ›Le martyre de Saint Sébastien‹, Hindemiths Symphonie ›Mathis der Maler‹ und aus Strauss' Oper ›Salome‹ den ›Tanz der sieben Schleier‹ und Schlussgesang. Die Sopranistin Nina Stemme schlüpft in die Rolle der berühmten Femme fatale.
Chefdirigent Ingo Metzmacher und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin setzen am 15. Dezember ihre Themenreihe ›Versuchung‹ in der Berliner Philharmonie fort. Zu Gast ist die weltweit geschätzte, schwedische Sopranistin Nina Stemme, die den Schlussgesang der ›Salome‹ interpretieren wird. Werke von Claude Debussy, Paul Hindemith und Richard Strauss erzählen an diesem Abend von den verschiedenen Spielarten der Versuchung.
Versuchung ist des Teufels Waffe gegen Gott, ein Thema biblischer Stoffe, großer Kunstwerke, alterhergebrachter Legenden. Am ›Martyrium des Heiligen Sebastian‹ hatten Ekstase und Leidenschaft erheblichen Anteil. Zum gleichnamigen Mysterienspiel auf einen Text Gabriele d’Annunzios wurde Debussy 1911 um eine Bühnenmusik gebeten. Den Komponisten faszinierte die Figur des Sebastian, in der er Christus und Adonis als Symbole der Auferstehung, des ewigen Lebens und der liebesdurchwehten Natur vereint sah. Die Ballettmusik, die Debussy komponierte, konnte sich nicht etablieren, wohl aber eine Suite für den Konzertsaal aus vier ›Symphonischen Fragmenten‹, die Debussys Schüler André Caplet mit Einverständnis seines Lehrers für den Konzertgebrauch zusammenstellte.
Mit Träumen berückender Erotik und bizarrer Qualen wollte der Versucher den Eremiten Antonius aus der heiligen Bahn werfen. Eine Bildtafel des ›Isenheimer Altar‹ des Malers Matthias Grünewalds erzählt davon. Der Altar inspirierte Hindemith zu seiner Oper ›Mathis der Maler‹. Die drei Sätze der daraus exzerpierten ›Mathis‹-Symphonie beziehen sich auf die drei Retabeln ›Engelkonzert‹, ›Grablegung‹ und ›Versuchung des heiligen Antonius‹.
Richard Strauss’ Einakter ›Salome‹ nach Oscar Wildes gleichnamiger Tragödie entfesselt durch Inhalt und Musik erotische Anarchie. Ingo Metzmacher wird zum Abschluss des Konzerts den ›Tanz der sieben Schleier‹ und den Schlussgesang der Salome dirigieren und die Versuchung zur Liebe in unmittelbare Nähe zur Todessehnsucht stellen. Nina Stemme schlüpft in die Rolle der berühmten Femme fatale.
Am 16. Dezember erklingen die Werke Debussys und Strauss’ im Casual Concert erneut. Ingo Metzmacher führt im Gespräch mit Nina Stemme unterhaltsam-informativ durch das Programm. Im Anschluss an das Konzert findet wie immer eine After Concert Lounge statt, bei der die Grenzen zwischen Publikum und Orchester, Zuhörer und Mitwirkenden verwischen. Ort der Begegnungen ist diesmal das Foyer der Philharmonie.
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Große Erleichterung beim DSO über das gescheiterte Fusionsvorhaben
Die Musikerinnen und Musiker des DSO und Chefdirigent Ingo Metzmacher begrüßen das Bekenntnis der Gesellschafter der roc berlin zum DSO
Berlin,
09.12.2009
[Musikerinnen und Musiker des DSO und Ingo Metzmacher]
Die Musikerinnen und Musiker des DSO und Ingo Metzmacher sind erleichtert, dass das Vorahben die beiden unter dem Dach der roc berlin angesiedelten Orchester zu fusionieren gescheitert ist und das DSO dank der breiten öffentlichen Unterstützung erhalten bleiben wird.
Die Musikerinnen und Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) mit ihrem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter Ingo Metzmacher sind erleichtert, dass sich die Gesellschafter der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin), insbesondere Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, so schnell und eindeutig zum Fortbestand der Ensembles der roc berlin und somit zur Bedeutung des DSO für die nationale und internationale Kulturlandschaft bekannt haben.
Das DSO und Ingo Metzmacher bedanken sich ausdrücklich für die breite Unterstützung der Öffentlichkeit und bei all denjenigen, die sich in dieser gefährlichen Situation mit größtem Engagement und mit Entschlossenheit für die Rettung des Orchesters eingesetzt haben.
Die Musikerinnen und Musiker des DSO sind sich trotz der Erleichterung über das gescheiterte Fusionsvorhaben gleichwohl der zukünftigen Herausforderungen zur dauerhaften Erhaltung und Sicherung der vier derzeit unter dem Dach der roc berlin organisierten Klangörper bewusst. Nach den für die Existenz des DSO bedrohenden Ereignissen der vergangenen Tage fordert Orchesterdirektor Alexander Steinbeis: »Jetzt gilt es, Überlegungen zur strukturellen Sicherung und Aufstellung der Ensembles der roc berlin anzustellen, die eine stabile Perspektive und den langfristigen Fortbestand der Chöre und Orchester ermöglichen. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist bereit, die Zukunft aktiv mit zu gestalten und die dafür notwendigen Gespräche in aller Offenheit zu führen.«
PM_Erleichterung_beim_DSO_09-12-09.pdf
(33KB)
Protest gegen die Fusionierungspläne von Deutschlandradio
Musikerinnen und Musiker des DSO und Chefdirigent Ingo Metzmacher protestieren gegen die Zusammenlegung von DSO und RSB
Berlin,
04.12.2009
[Musikerinnen und Musiker des DSO und Ingo Metzmacher]
Die Musikerinnen und Musiker des DSO und Ingo Metzmacher potestieren gegen das Vorhaben, die beiden unter dem Dach der roc berlin geführten Orchester DSO und RSB zu fusionieren.
Der Intendant von Deutschlandradio, Hauptgesellschafter der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin), Dr. Willi Steul verkündete heute am späten Nachmittag im Deutschlandfunk seine Fusionierungspläne der beiden unter dem Dach der roc berlin organisierten Orchester, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB).
Gegen die Zusammenführung der beiden Klangkörper legen die Musikerinnen und Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin mit ihrem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter Ingo Metzmacher entschiedenen Protest ein:
»Es ist inakzeptabel, dass ein renommiertes und international erfolgreiches Orchester wie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das in einzigartiger Weise mit der 60-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland verbunden ist, durch eine Fusionierung zum Verschwinden gebracht werden soll.
Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass durch die Fusionierung zweier erstklassiger Orchester ein noch viel besserer Klangkörper entstehen könne.
Die Fusionierung von DSO und RSB würde kulturpolitisch ein völlig falsches Signal aussenden. Das DSO zeichnet sich seit Jahren durch eine innovative, engagierte und in die Zukunft gerichtete Arbeit aus, die Vorbildcharakter hat. Es für verzichtbar zu erklären, ist unverständlich und zeugt von Ignoranz gegenüber der Leistung und der Bedeutung dieses Orchesters.«
PM_Protest_gegen_Fusionierungsplaene_04-12-09.pdf
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Martha Argerich und Charles Dutoit im Rahmen der DSO-Themenreihe ›Versuchung‹
Werke von Weber, Rachmaninoff, Ravel und Schumann erzählen vom Tanz
Berlin,
09.11.2009
[DSO]
Das Erfolgsduo Martha Argerich und Charles Dutoit geben zwei Konzerte mit dem DSO. Am 19. und 20. November erklingen Werke von Rachmaninoff, Ravel und Weber sowie Schumanns Klavierkonzert a-Moll.
Nach ihren umjubelten Konzerten mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin im Dezember 2007 kehren Martha Argerich und Charles Dutoit für zwei Konzertabende am 19. und 20. November zum DSO zurück. Gemeinsam gestalten sie in der Berliner Philharmonie das zweite Programm der Themenreihe ›Versuchung‹. Charles Dutoit dirigiert Kompositionen von Carl Maria von Weber, Serge Rachmaninoff und Maurice Ravel, die vom rauschhaft-verführerischen Wesen des Tanzes erzählen. Martha Argerich ist Solistin in Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll. Tanz ist Versuchung – als Medium erotischer Verführung, als ekstatische Ausdrucksform, als Abdrehen aus der Wirklichkeit, als Wirbel um und über den Abgrund. Weber, Rachmaninoff und Ravel; sie alle näherten sich der musikalischen Sublimierung körperlicher Bewegung von unterschiedlichen Seiten. So wird der Zuhörer bei Webers ›Aufforderung zum Tanze‹ zum Voyeur einer entzückenden Szene: Sie führt von ersten schüchternen Avancen des Tänzers über den ausgelassenen Tanz selbst bis hin zum Verabschieden der Dame und Zurückgeleiten an ihren Platz. Rachmaninoff hingegen beschreibt in den ›Symphonischen Tänzen‹, seiner letzten großen Orchesterkomposition, einen Lebenszyklus. Wenn nach dem ›Dies irae‹ am Schluss des dritten Satzes im vierten die Apotheose in Form des Halleluja der orthodoxen Liturgie durchbricht, liegt die Vermutung nahe, dass hier die persönliche Vorausahnung des nahen Todes und gleichzeitig die Hinwendung zum Glauben eingeschrieben sind. Ravels choreographisches Gedicht ›La valse‹ wiederum ist eine Hommage an Johann Strauss und zudem als Persiflage auf das unbeschwerte Drehen im 3/4-Takt angelegt. Harmonik und Rhythmik zeichnen zu einer Entstehungszeit nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs das Zerrbild einer untergegangenen Epoche; das Werk gerät zum Kollaps des Wiener Walzers selbst, zum skurrilen Tanz auf dem Vulkan. Die argentinische Pianistin Martha Argerich betrat vor nunmehr über 40 Jahren die internationale Bühne und ist für ihre eigenwilligen, kraftvollen Interpretationen der virtuosen Klavierliteratur v. a. des 19. und frühen 20. Jahrhunderts berühmt. Ihr temperamentvolles, hinreißendes Spiel hat seitdem nichts an Vitalität, bestechender Brillanz und Poesie eingebüßt. Das Klavierkonzert in a-Moll von Robert Schumann zählt seit Dekaden zu ihrem Kernrepertoire, an die zehn Mal hat sie es bis heute eingespielt. Ihre pianistische Finesse und Fähigkeit, auch an einem so bekannten Werk immer wieder neue Facetten und feinste Nuancen hörbar werden zu lassen, sind einzigartig.
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Dirigent Pietari Inkinen und Violinist Julian Rachlin zu Gast beim DSO
Werke von Grieg, Sibelius und Schostakowitsch in der Philharmonie
Berlin,
04.11.2009
[DSO]
Nach seinem Berlin-Debüt in den Silvesterkonzerten der vergangenen Saison dirigiert Pietari Inkinen erneut das DSO. Am 13. und 14. November leitet er ein Programm mit Werken von Grieg, Sibelius und Schostakowitsch. Julian Rachlin ist der Solist des Violinkonzerts von Jean Sibelius.
Am 13. und 14. November begrüßt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin zwei bedeutende Musiker der jüngeren Generation: Julian Rachlin interpretiert das Violinkonzert von Jean Sibelius, der Dirigent Pietari Inkinen leitet die Programme in der Berliner Philharmonie. Beide Künstler haben bereits mit dem DSO konzertiert und kehren nun für zwei Symphoniekonzerte zurück.
Julian Rachlins internationale Solistenkarriere begann im Alter von 14 Jahren, als er 1988 im Concertgebouw Amsterdam mit dem ›Young Musician of the Year‹-Preis ausgezeichnet wurde; zur selben Zeit studierte er bereits das Sibelius-Violinkonzert ein. Nur sechs Jahre später folgte seine erste Aufnahme des technisch äußerst anspruchsvollen Werks mit Lorin Maazel und dem Pittsburgh Symphony Orchestra. Beim DSO war Rachlin zuletzt mit dem Violinkonzert von Tschaikowsky zu Gast.
Nachdem der finnische Dirigent Pietari Inkinen in der vergangenen Saison sein Berlin-Debüt in den Silvesterkonzerten des DSO im Tempodrom gab, leitet er nun erstmals ein Konzert in der Berliner Philharmonie. Noch keine 30 Jahre alt, steht Inkinen weltweit am Pult von Spitzenorchestern, seit Januar 2008 ist er Music Director des New Zealand Symphony Orchestra. Mit Julian Rachlin hat Inkinen bereits mehrfach zusammengearbeitet. Das Sibelius-Violinkonzert kennt er als ausgebildeter Geiger aus der Sicht des Dirigenten ebenso wie als Solist.
Die Komposition des Finnen Sibelius aus dem Jahr 1903 wird von zwei Werken gerahmt, die ebenfalls im Hohen Norden entstanden: Die ›Peer Gynt‹-Suiten von 1874 stellte Edvard Grieg aus seiner Bühnenmusik für Ibsens gleichnamiges Drama zusammen. Als Synthese aus dem Schaffen zweier norwegischer Künstler werden sie häufig als paradigmatisch »skandinavische« Musik verstanden. Am 13. und 14. November ist die erste der beiden Suiten zu hören. Schostakowitschs Fünfte Symphonie wiederum wurde 1937 in Sankt Petersburg erstmals aufgeführt. Der Tondichter schrieb sie in nur drei Monaten nieder – als Rehabilitationsversuch nach der fatalen Kritik an seiner Oper ›Lady Macbeth von Mzensk‹. Tatsächlich geriet die Uraufführung der Symphonie zum wahren Triumph, und Schostakowitsch war für’s erste wieder sicher vor Verfolgung durch das Regime.
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Neeme Järvi ersetzt Ingo Metzmacher als Dirigent der Silvesterkonzerte
Jahresabschluss mit dem DSO, den Artisten des ›Circus Roncalli‹ und Sängerin Salome Kammer im Tempodrom
Berlin,
22.10.2009
[DSO]
Der estnische Dirigent Neeme Järvi hat sich bereit erklärt, die Silvesterkonzerte des DSO im Tempodrom zu leiten. Gemeinsam mit der Sängerin Salome Kammer und den Artisten des ›Circus Roncalli‹ geben er und das Orchester am 31. Dezember zwei Konzerte. Ingo Metzmacher musste seine Teilnahme aus dispositionellen Gründen absagen.
Der weltweit gefragte Dirigent Neeme Järvi übernimmt die Leitung der diesjährigen Silvesterkonzerte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Am 31. Dezember gestalten er und das DSO zwei Konzerte mit der Sängerin Salome Kammer und den Artisten des ›Circus Roncalli‹ im Tempodrom. Der Chefdirigent und Künstlerische Leiter des DSO, Ingo Metzmacher, musste seine Teilnahme aus dispositionellen Gründen leider absagen.
Mit Neeme Järvi steht ein höchst vielseitiger Dirigent am Pult des DSO, der auf allen Gebieten musikalischer Ausdruckskunst bewandert ist: in Oper und Konzert, im romantischen und im zeitgenössischen Fach. Er ist Chefdirigent des Residentie Orkest in Den Haag sowie Ehrendirigent und Künstlerischer Leiter des New Jersey Symphony Orchestra. Zudem ist er Ehrendirigent des Detroit Symphony Orchestra, der Göteborger Symphoniker und des Royal Scottish National Orchestra sowie Erster Gastdirigent des Japan Philharmonic Orchestra. Ab der Spielzeit 2010|11 übernimmt er die Chefdirigenten-Position beim Estonian National Symphony Orchestra in Tallinn.
Der estnische Maestro stellt seine Programme gern mit hintergründigem Humor zusammen. Im letzten Konzert mit dem DSO im November 2004 ließ er Paul Hindemith auf Joseph Lanner, den Schubert-Zeitgenossen und Wiener Walzer-König treffen, konfrontierte den elegischen Sergej Prokofjew mit dem hochfahrenden Richard Strauss. In den Silvesterkonzerten wird er u. a. Werke von Chabrier, Gershwin, Ginastera und Schostakowitsch gegenüberstellen.
Bereits zum sechsten Mal begeht das DSO die Feierlichkeiten zum Jahresende mit diesem besonderen Veranstaltungsformat. Musik und Akrobatik werden elegant aufeinander abgestimmt; zum Spiel des Orchesters und dem Gesang der Solistin präsentiert der ›Circus Roncalli‹ akrobatische Einlagen von poetischer Kraft und Magie, die von Trapez- und Jonglierkunst bis hin zur Clownerie reichen.
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Das DSO begeht das 50-jährige Jubiläum von ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹
Gerd Albrecht und Domonkos Héja gestalten mit weiteren ehemaligen Debütanten das Galakonzert
Berlin,
21.10.2009
[DSO]
Am 3. November gibt das DSO ein Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Es dirigieren Gerd Albrecht und Domonkos Héja, die einst ebenso mit dem heutigen DSO in Berlin debütierten wie die Solisten des Abends: Kolja Blacher, Isabelle Faust, Baiba Skride, Antonio Meneses, François Leleux, Stefan Schilli, Sergio Azzolini, Claudia Antonelli, Martin Helmchen, Anton Kuerti und Edgar Krapp.
Am Dienstag, den 3. November gibt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie ein Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Gerd Albrecht und Domonkos Héja teilen sich das Dirigat des außergewöhnlichen Programms. Sie haben – wie alle Künstler des Abends – einst selbst mit dem heutigen DSO in Berlin debütiert: Albrecht 1963, Hèja 2004. Zu den Solisten des Abends zählen Kolja Blacher, Isabelle Faust, Baiba Skride, Antonio Meneses, François Leleux, Stefan Schilli, Sergio Azzolini, Claudia Antonelli, Martin Helmchen und Edgar Krapp. Für sie wie für viele andere Musiker bedeutete das ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ einen wichtigen Schritt in ihrer Karriere.
Die Konzertreihe wurde 1959 unter dem Namen ›RIAS stellt vor‹ ins Leben gerufen. Damals entwarf Wolfgang Geiseler, Hauptabteilungsleiter Musik beim RIAS Berlin, ein Veranstaltungsformat, in dem sich verheißungsvolle junge Künstler auf der Berliner Bühne erstmalig beweisen können. Das Prinzip war klar und einfach: In der Regel drei junge Künstler, ein Dirigent und zwei Solisten, geben mit dem Deutschen (damals Radio-) Symphonie-Orchester ihr Berlin-Debüt. Die Voraussetzung: Sie dürfen zuvor in Berlin noch nicht mit einem Orchester aufgetreten sein. Zudem erhält das Publikum die Chance, die Stars von morgen im Aufbruchsgeist ihrer Jugend zu erleben. Dies war auch schon bei den Berlinpremieren von Daniel Barenboim und Cecilia Bartoli, Jacqueline du Pré und Jessye Norman, Christian Thielemann und Sir Simon Rattle der Fall. Viele der einstigen Debütanten verbindet mit dem DSO bis heute eine enge Zusammenarbeit; einige von ihnen kehren nun zum Jubiläumskonzert zurück. Unter den bis heute auf internationalen Bühnen gefeierten Stars wird am 3. November auch einer zugegen sein, der in den letzten Jahren nur noch selten das Konzertpodium betrat: Anton Kuerti, Jahrgang 1938. Er war Klaviersolist im ersten Debütkonzert am 3. November 1959. Er wird mit dem DSO zum Jubiläumskonzert Mendelssohns ›Capriccio brillant‹ für Klavier und Orchester interpretieren.
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Andrew Manze dirigiert das DSO im Symphonie- und im Kulturradio-Kinderkonzert
In einem englischen Programm erklingen Werke von Händel, Purcell und Britten
Berlin,
15.10.2009
[DSO]
Der Alte-Musik-Spezialist Andrew Manze dirigert nach seinen erfolgreichen Osterkonzerten 2009 mit dem DSO am 25. Oktober im Kinderkonzert des rbb im konzertsaal der Universität der Künste in der Hardenbergstr. (neuer Ort!) und am 27. Oktober im Symphoniekonzert in der Berliner Philharmonie erneut das DSO. Mit Werken von Händel, Purcell und Britten reist er aus seiner Heimat England an.
Am 27. Oktober steht Andrew Manze am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Der renommierte Barockspezialist, der mit dem DSO in der Vergangenheit regelmäßig Oratorien und Festtagskonzerte gestaltete, dirigiert in der Berliner Philharmonie ein Programm, das ganz der britischen Musik gewidmet ist.
Feierlich wird das Konzert mit Auszügen aus Georg Friedrich Händels ›Wassermusik‹ eröffnet. Nicht nur der 250. Todestag des Komponisten ist Anlass, sich seinem Werk zu widmen. Er steht als gebürtiger Deutscher, der den größten Teil seines Lebens in England verbrachte, vermittelnd zwischen den Kulturtraditionen der beiden Nationen, die den Komponisten gleichermaßen als einen der ihren verehren.
Der hingegen »wahre« Engländer Benjamin Britten ist an diesem Abend mit zwei Werken vertreten. Seine ›Sinfonia da Requiem‹ verknüpft im Titel geradezu widersprüchlich das Genre des Instrumentalstücks mit der geistlichen Totenmesse. Tatsächlich sind die drei Sätze der ›Sinfonia‹ mit den Bezeichnungen ›Lacrymosa‹, ›Dies Irae‹ und ›Requiem aeternam‹ versehen. Der düstere Ton und der nachdenkliche Gestus des Werkes verweisen bereits auf den Komponisten des späteren ›War-Requiems‹.
Im Kontrast dazu steht Brittens ›The Young Person’s Guide to the Orchestra‹. Hier werden die einzelnen Instrumente des Orchesters wortwörtlich vorgestellt: Ein Thema durchläuft sukzessive alle Stimmgruppen und umschreibt somit einmal den Orchesterapparat. Dieses Werk ist außerdem eine Hommage Brittens an einen berühmten Vorgänger, denn es stellt eine Variation über ein Thema Henry Purcells dar. Vom großen Komponisten des Elisabethanischen Zeitalters wird am 27. Oktober die Suite für Orchester in einer Bearbeitung von Andrew Manze erklingen. 2009 feiert die Musikwelt den 350. Geburtstag Purcells.
Bereits am 25. Oktober erklingt Brittens ›Guide‹ im Kulturradio-Kinderkonzert des rbb, das dieses Mal im Konzertsaal der UdK in der Hardenbergstraße stattfindet. Ab 10.30 Uhr können hier Kinder ab 6 Jahren Instrumente im ›Open House‹ ausprobieren; um 12 Uhr beginnt das Konzert, durch das wie gewohnt rbb-Moderator Christian Schruff das junge Publikum führt. Auch an diesem Tag wird Andrew Manze dem DSO die Ehre geben.
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Das DSO und Ingo Metzmacher ehren Ferenc Fricsay mit Werken von Ligeti und Bartók
Pianist David Fray interpretiert Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll
Berlin,
30.09.2009
[DSO]
Zum 95. Geburtstag seines ersten Chefdirigenten Ferenc Fricsay gibt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit Ingo Metzmacher ein Gedenkkonzert. Der Pianist David Fray interpretiert das Klavierkonzert Nr. 3 von Ludwig van Beethoven. Werke von Béla Bartók und György Ligeti umrahmen das Konzert.
Am 11. Oktober gibt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit Ingo Metzmacher und dem Pianisten David Fray in der Berliner Philharmonie ein Gedenkkonzert zum 95. Geburtstag von Ferenc Fricsay. Damit wird nicht nur einem großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts gedacht, sondern auch dem ersten Chefdirigenten des heutigen DSO. Im Dezember 1948 übernahm Fricsay das damalige RIAS-Symphonie-Orchester und verwandelte es in den etablierten Berliner Klangkörper, den es bis heute darstellt. Einen Schwerpunkt seines Wirkens bildete für den Ungarn Fricsay die Beschäftigung mit seinem Landsmann Bartók. Dieser bot sich wegen seiner spezifischen Stellung im Umfeld der musikalischen Moderne zwischen Debussy, Hindemith und Schönberg als Mittler zeitgenössischer Musik an, deren Wiederbelebung Fricsay anstrebte. Viele Bartók-Einspielungen, die Fricsay mit dem Orchester seinerzeit machte, gelten bis heute als vorbildlich. Wenn Ingo Metzmacher als fünfter Nachfolger Fricsays das Gedenkkonzert mit Bartóks Konzert für Orchester beschließt, schlägt er eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart seines Orchesters. Zudem ist mit dem 28-jährigen Franzosen David Fray ein Pianist auf der Bühne zu erleben, der ebenfalls Verbindungen knüpft: Für seine Einspielung von Werken Bachs und Boulez’ erhielt er im vergangenen Jahr den ›Echo Klassik‹. Nun wird er am 18. Oktober erneut die Auszeichnung erhalten, diesmal als ›Instrumentalist des Jahres – Klavier‹. Bereits eine Woche vor dem Medienereignis interpretiert der junge Shooting-Star zusammen mit dem DSO Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll. Eröffnet wird das Gedenkkonzert mit dem Werk eines weiteren Ungarn: György Ligeti war ein etwas jüngerer Zeitgenosse Fricsays und wäre wohl Bartóks Schüler geworden, wäre dieser nicht vorzeitig verstorben. Wie Fricsay setzte er im modernen Musikleben neue Maßstäbe. In die Gruppe der Klangkompositionen gehört Ligetis Orchesterstück ›Lontano‹ (ital. »fern«) aus dem Jahr 1967, das mit der Ästhetik des weiten Raums spielt. Als programmatischen Zusammenhang für dieses Stück nannte der Komponist »die riesigen bunten Glasfenster der Sainte-Chapelle, wo man, wenn von draußen die Sonne hineinscheint, sich fühlt, als wäre man in der Mitte eines Diamanten eingeschlossen«.
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Versuchung (1.) – Das erste Konzert zum Saisonschwerpunkt mit Christine Schäfer
Das DSO spielt unter der Leitung von Chefdirigent Ingo Metzmacher Werke von Alban Berg
Berlin,
28.09.2009
[DSO]
Ingo Metzmacher und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin eröffnen
die Themenreihe der Saison: ›Versuchung‹. Den Anfang machen sie mit Werken eines einzigen Komponisten: Alban Berg. Solistin ist die Sopranistin Christine Schäfer.
Die weltweit geschätzte Sopranistin Christine Schäfer und DSO-Chefdirigent Ingo Metzmacher eröffnen am Montag, den 5. Oktober die Themenreihe ›Versuchung‹ mit einem Konzertprogramm, das Alban Bergs Werken allein gewidmet ist. Wie kaum ein anderer hat der Wiener Komponist das »Triebleben der Klänge« erforscht, seiner Musik Zeichen sehnlichster Wünsche eingeschrieben. Vor allem ist es Bergs ›Lulu‹, die vielleicht zwiespältigste Frauengestalt der Operngeschichte, die von der Versuchung ein Lied zu singen weiß. Geradezu geheimniskrämerisch ging der Komponist mit den Inhalten der 1926 geschriebenen ›Lyrischen Suite‹ um. Musikalische Anspielungen und Zitate weisen auf seine ersehnte, doch vermutlich niemals erfüllte Beziehung zu Hanna Fuchs-Robettin hin. Die emotionale und romantische Wirkung des Werkes überspielt fortlaufend die strenge Kompositionstechnik, die den Kriterien der Zwölftontechnik unterliegt. Einen Hinweis auf seine leidenschaftliche Beziehung zur französischen Kultur, der Berg zeitlebens nahe stand, birgt die Konzertarie ›Der Wein‹. Er wählte hierfür drei Gedichte aus dem Fünferzyklus ›Le Vin‹ des Schriftstellers Charles Baudelaire. In dem Zwölftonwerk kokketiert er mit der »leichten Musik«, lässt den Tango als erotischen Tanz durchscheinen und beschreibt mit der »Melancholie des Saxophon-Solos« die »erotisierende Wirkung des Weines« (Berg). Alban Berg hatte sich schon seit längerer Zeit ein großes Orchesterwerk nach Mahlerschem Vorbild zum Ziel gesetzt. Seine ›Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskarten-Texten von Peter Altenberg‹ orchestrierte er schließlich auch für einen riesigen Klangkörper, doch ein zeitlich ausgedehntes, symphonisches Werk entstand dennoch nicht. Zu hören bekam das Publikum vielmehr persönliche, fast intime Miniaturen um die Themen Liebe, Tod, Nichtigkeit und Einsamkeit. Text und Musik lassen dabei viel Raum für Assoziationen. 1928 fasste der Komponist den Entschluss, Frank Wedekinds Dramen ›Erdgeist‹ und ›Die Büchse der Pandora‹ zu einer Oper zu vereinen. Diese jedoch blieb unvollendet. 1934 fasste Berg Teile des Opernfragments zu einer fünfsätzigen Symphonie, der ›Lulu-Suite‹, zusammen. Doppelte Moral, Sinnlichkeit und selbstlose Liebe enden im tiefen Abgrund – eindringlicher kann ›Versuchung‹ nicht beschrieben werden. Teile des Konzertprogramms werden in gleicher Besetzung auch am Dienstag, den 6. Oktober im ersten Casual Concert der neuen Saison erklingen. Ingo Metzmacher führt im Gespräch mit Christine Schäfer gewohnt unterhaltsam und informativ durch das Konzert .
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Spiegel der Welt – Ingo Metzmacher dirigiert Mahlers dritte Symphonie
Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter übernimmt die Altpartie
Berlin,
17.09.2009
[DSO]
Am 23. und 25. September interpretieren Ingo Metzmacher und das DSO Mahlers Symphonie Nr. 3. Solistin ist die weltweit geschätzte Mezzospopranistin Anne Sofie von Otter. Die Chorpartien werden von den Damen des Rundfunkchores Berlin und den Knaben des Staats- und Domchors Berlin übernommen.
Mit Gustav Mahlers Symphonie Nr. 3 knüpfen Ingo Metzmacher, das Deutsche Symphonie-Orchester und die Damen des Rundfunkchores Berlin an den Abenden vom 23. und 25. September an die Aufführungen des letzten Jahres von Mahlers zweiter Symphonie an. An der Seite wissen sie mit Anne Sofie von Otter eine der großen Mahlerinterpretinnen ihres Fachs. Seit zwanzig Jahren singt die Mezzosopranistin auf allen bedeutenden Bühnen und in allen renommierten Konzerthäusern weltweit als Opern-, Oratorien und Liedinterpretin. Den ›Glockenchor‹ und die ›Engelsstimmen‹ übernimmt die älteste musikalische Einrichtung Berlins: der Staats- und Domchor Berlin.
Gustav Mahlers Dritte sprengte alle bislang dagewesenen Ausmaße. Keine längere Symphonie wurde bis dato geschrieben. Umfang und Gestalt weichen von der Tradition der Gattung erheblich ab. Das sah auch Mahler so: »Dass ich sie Symphonie nenne, ist eigentlich unzutreffend«, bekannte er seiner Vertrauten Natalie Bauer-Lechner, »denn in nichts hält sie sich an die herkömmliche Form. Aber Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen.«
In seiner Dritten versammelt Mahler die unterschiedlichsten musikalischen Formen: Symphonie, Kantate, Lied, Symphonische Dichtung, Militärmarsch und Volksmusik. Nichts weniger als einen Weg ins und durchs Leben, auf dessen höchster Stufe die Vollendung durch die Liebe Gottes steht, beschreibt er unter Einbeziehung des menschlichen Gesangs. Die zu Grunde gelegten Texte entstammen im Wesentlichen der Volksliedersammlung ›Des Knaben Wunderhorn‹, die Achim von Arnim und Clemens Brentano 1805 und 1808 herausgaben. Die Spannung zwischen dem Naiven und der höchsten Kunst, zwischen Erhabenheit und Trivialität, zwischen der Weltanschauung des Kindes und des Weisen, die in den Texten bereits angelegt ist, komponiert Mahler in seiner dritten Symphonie auf genialische Weise aus.
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Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Chefdirigent Ingo Metzmacher und Geiger Christian Tetzlaff kehren von erfolgreicher Festival-Tournee zurück
12.000 Zuhörer in 7 Konzerten an 6 Festspielstätten Europas
Berlin,
10.09.2009
[DSO]
Das DSO, Ingo Metzmacher und Christian Tetzlaff kehren von einer erfolgreichen Festival-Tournee in Deutschland, Schottland und Italien zurück. 12.000 Zuhörer und die Presse feierten das DSO in 7 Konzerten an 6 Festspielstätten.
Nach der erfolgreichen Asientournee nach China, Japan und Malaysia im März dieses Jahres ist das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit seinem Chefdirigenten Ingo Metzmacher und dem Geiger Christian Tetzlaff soeben von einer Festival-Tournee in Deutschland, Schottland und Italien zurückgekehrt.
12.000 Zuhörer feierten das DSO in 7 Konzerten bei einer Reihe renommierter Festspiele: Rheingau Musik Festival, Kunstfest Weimar, Edinburgh International Festival, Bonner Beethovenfest (Eröffnungskonzert), Festival Sagra Musicale Malatestiana in Rimini und Meraner Musikwochen. Wiedereinladungen zu weiteren Gastspielen in den kommenden Jahren wurden ausgesprochen. Kommentare der Presse reichten von: »Brahms’ Vierte war eine der besten Aufführungen, die ich seit langem gehört habe« (The Times | Hilary Finch) bis zu dem Urteil »Beethovens ›Eroica‹ geriet zu einem Bekenntniswerk« (Frankfurter Rundschau | Guido Fischer).
Die Programme, die das DSO in diesem Rahmen zur Aufführung brachte, spannten einen weiten Bogen vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart: Beethoven Symphonie Nr. 3 Es-Dur ›Eroica‹, Brahms Symphonie Nr. 4 e-Moll, Debussy ›La Mer‹, Eggert ›Number Nine VIII: Zeitarbeit‹ für Solist und Orchester (UA), Schreker ›Nachtstück‹ aus ›Der ferne Klang‹ und Webern Passacaglia. Christian Tetzlaff war umjubelter Solist in drei verschiedenen Violinkonzerten: Ludwig van Beethoven Violinkonzert D-Dur, Alban Berg Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹ und Felix Mendelssohn Bartholdy Violinkonzert e-moll.
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PM_Rueckkehr_Festival-Tournee_10-09-09.pdf
(37KB)
Ingo Metzmacher dirigiert zum Saisonauftakt Eislers ›Deutsche Sinfonie‹
Christa Mayer, Matthias Goerne und Thorsten Grümbel übernehmen Solopartien
Berlin,
07.09.2009
[DSO]
Der Saisonauftakt des DSO findet am 16. September im Rahmen des ›musikfest berlin 09‹ statt. Ingo Metzmacher dirigiert Max Regers ›Toteninsel‹, Iannis Xenakis' Orchesterwerk ›Jonchaies‹ und Hanns Eislers ›Deutsche Sinfonie‹. Solisten der großen Vokalsymphonie sind Christa Mayer (Mezzosopran), Matthias Goerne (Bariton) und Thorsten Grümbel (Bass). Es singt weiterhin der Rundfunkchor Berlin.
Der Saisonauftakt des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin unter seinem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter Ingo Metzmacher findet am 16. September im Rahmen des ›musikfest berlin 09‹ statt. Das DSO widmet sich auch in diesem Jahr einem überaus ambitionierten Programm, in dem drei nur selten zu hörende Werke von Max Reger, Iannis Xenakis und Hanns Eisler vorgestellt werden.
Reger komponierte seine Tondichtung ›Die Toteninsel‹ nach der gleichnamigen Bilderserie des Malers Arnold Böcklin. Seine Musik ist tief empfundene Emotionalität, sie erzählt von Verzweiflung und rasendem Schmerz, und endet doch versöhnlich in friedvollem Dur. Musik wird hier zur Bildbetrachtung, zum Nachdenken über das Dargestellte: die fast starre Statik des Gemäldes, aus der doch überall Farben und Zeichen des Lebens ragen.
Ein Bild, ein Naturspektakel, stand auch Iannis Xenakis vor Augen, als er seine Komposition mit dem Titel ›Jonchaies‹ (dt. Röhrichte) schuf. Wie Schilf am Uferrand vom Sturm hin- und hergeworfen wird, beschreiben Töne einen Tanz der Gewalten und Klangmassen. Das Individuum, dargestellt in vereinzelt aufscheinenden melodischen Konturen, droht unter der Wucht zu zerbrechen. Für kein anderes Werk verlangte der Komponist griechischer Herkunft eine derart riesige Orchesterbesetzung: 109 Musikerinnen und Musiker agieren auf der Bühne.
Der Kampf zwischen Kollektiv und Individuum findet in Hanns Eislers ›Deutscher Sinfonie‹ seinen stärksten Ausdruck. Wie Xenakis setzt sich Eisler mit dem Phänomen der Masse auseinander, allerdings nicht wie jener auf mathematische Weise, sondern auf sozialtheoretische und -utopische Art. Für dieses monumentale Hauptwerk des 20. Jahrhunderts konnte eine exzellente Solistenriege gewonnen werden: Christa Mayer (Mezzosopran), Matthias Goerne (Bariton) und Thorsten Grümbel (Bass). Der kürzlich erneut mit einem ›Echo Klassik‹ und einem ›Grammy Award‹ ausgezeichnete Rundfunkchor Berlin übernimmt die anspruchsvollen Chorpartien.
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PM_Saisonauftakt_07-09-09.pdf
(43KB)
Das DSO geht mit Chefdirigent Ingo Metzmacher auf Festival-Tournee
Christian Tetzlaff begleitet das Orchester als Solist
Berlin,
27.08.2009
[DSO]
Das DSO und Ingo Metzmacher gastieren zusammen mit dem Geiger Christian Tetzlaff vom 27. August bis 7. September mit sieben Konzerten bei einer Reihe renommierter Festspiele in Deutschland, Schottland und Italien.
Neben den Konzertprogrammen in der Berliner Heimat präsentiert sich das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) mit seinem Chefdirigenten in der Spielzeit 2009|2010 auf zahlreichen Gastspielen im In- und Ausland. Noch vor dem Berliner Saisonstart am 16. September gastieren das Orchester und Ingo Metzmacher mit dem Geiger Christian Tetzlaff vom 27. August bis 7. September mit sieben Konzerten bei einer Reihe renommierter Festspiele in Deutschland, Schottland und Italien.
Stationen der Festival-Tournee sind das Rheingau Musik Festival im Kurhaus Wiesbaden (27. August), das Kunstfest Weimar (28. August), das Edinburgh International Festival (2. September), das Bonner Beethovenfest (4. September), das das DSO mit der Uraufführung des Orchesterwerks ›Number Nine VIII: Zeitarbeit‹ von Moritz Eggert, einer Auftragkomposition des Beethovenfests, eröffnet wird, das Festival Sagra Musicale Malatestiana in Rimini (5.|6. September) und die Meraner Musikwochen (7. September).
Die Programme, die das DSO in diesem Rahmen zur Aufführung bringt, spannen einen weiten Bogen vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Einzelnen erklingen folgende Werke: Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 3 Es-Dur ›Eroica‹ und Violinkonzert D-Dur, Alban Berg Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹, Johannes Brahms Symphonie Nr. 4 e-Moll, Claude Debussy ›La Mer‹, Moritz Eggert ›Number Nine VIII: Zeitarbeit‹ für Solist und Orchester (UA), Felix Mendelssohn Bartholdy Violinkonzert e-moll, Franz Schreker ›Nachtstück‹ aus ›Der ferne Klang‹ und Anton Webern Passacaglia.
Der Geiger Christian Tetzlaff zählt zu den renommiertesten Musikern seines Fachs weltweit. Mit Werken der Klassik, der Romantik und des 20. Jahrhunderts konzertierte er bereits mehrfach mit dem DSO in Berlin und auf nationalen wie internationalen Konzertreisen. Zuletzt begleitete Christian Tetzlaff das Orchester und Ingo Metzmacher im März dieses Jahres auf eine ausgedehnte Asien-Tournee nach China, Japan und Malaysia.
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PM_Festival-Tournee_27-08-09.pdf
(35KB)
Erfüllung und Liebestod – Saisonabschluss mit dem DSO und Deborah Voigt
Ingo Metzmacher dirigiert Werke von Debussy, Mahler, Wagner und Strauss
Berlin,
11.06.2009
[DSO]
Zum Saisonabschluss dirigert Ingo Metzmacher am 19. Juni Claude Debussys symphonische Skizzen ›La Mer‹, Vorspiel und Liebestod aus ›Tristan und Isolde‹ von Richard Wagner, das Adagio aus der Symphonie Nr. 10 von Gustav Mahler und Strauss' ›Vier letzte Lieder‹. Solistin des Abends ist die amerikanische Sopranistin Deborah Voigt.
Das Konzert am 19. Juni beschließt die Berliner Konzertsaison 2008|09 des DSO. Ingo Metzmacher dirigiert Werke spätromantischer Komponisten, die die Themen Erfüllung und Liebestod inhaltlich aufgreifen. Interpretin der ›Vier letzten Lieder‹ von Richard Strauss ist die amerikanische Sopranistin Deborah Voigt. Diesen vorangestellt sind Claude Debussys symphonische Skizzen ›La Mer‹, Vorspiel und Liebestod aus ›Tristan und Isolde‹ von Richard Wagner sowie das Adagio aus der Symphonie Nr. 10 von Gustav Mahler.
In Claude Debussys ›La Mer‹ verbinden sich französischer Impressionismus und wagnerianischer Geist zu einer neuen Form. Sie soll, so Debussy, der Natur gemäß nicht starr und fest sein: »Die Musik ist eine geheimnisvolle Mathematik, deren Elemente am Unendlichen teilhaben. Sie lebt in der Bewegung der Wasser, im Wellenspiel wechselnder Winde«. Klanglich versucht der Komponist dem immer wiederkehrenden Rauschen des Meeres nahezukommen.
Von der »unendlichen Melodie« spricht auch Richard Wagner. Die enge Verschlingung von Liebe, Tod und Erfüllung im Jenseits steht bei seinem Vorspiel und Liebestod zu seiner Oper ›Tristan und Isolde‹ im Vordergrund. Zur Zeit der Konzeption des Musikdramas stand der Komponist unter dem Bann von Mathilde Wesendonck. Das Scheitern der Beziehung versucht er in der Tragik seines Opernstoffes zu verarbeiten. Die Liebe zwischen Tristan und Isolde endet unweigerlich im Tod, weil Isolde König Marke und nicht Tristan versprochen ist.
Den Wirrungen der Liebe widmet sich auch der einzig vollständig erhaltene Satz aus der fragmentarisch gebliebenen Symphonie Nr. 10 Gustav Mahlers. Hier trauert der Komponist der Liebe seiner eigenen Frau, Alma Mahler, hinterher. Diese war zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu dem Architekten Walter Gropius eingegangen.
Richard Strauss schafft mit seinen ›Vier letzten Liedern‹, in denen er Gedichte von Hesse und Eichendorff zur Vorlage nimmt, einen elegischen Grundton. Sie dokumentieren eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Abschied, auch vor dem Hintergrund des vergangenen Krieges und in Gewärtigung des eigenen, baldigen Todes.
Hochkarätiger Gast des Abends ist, die Sopranistin Deborah Voigt, die nicht zuletzt mit den großen Partien aus Opern Strauss’ und Wagners maßgebliche Akzente setzte.
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PM_Saisonabschluss_11-06-09.pdf
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›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ fördert Spitzenmusiker von morgen
Drei junge Musiker spielen Werke von Elgar, Strauss, Saint-Saëns und Mussorgsky
Berlin,
05.06.2009
[DSO]
Im Konzert ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ am 14. Juni interpretiert Marie-Elisabeth Hecker Elgars Violoncellokonzert, Ivan Podyomov das Oboenkonzert von Richard Strauss. Zudem dirigiert Alan Buribayev Saint-Saëns' ›Danse macabre‹ und Mussorgskys ›Eine Nacht auf dem Kahlen Berge‹.
Drei Ausnahmetalente der jungen Generation stellen am 14. Juni ihr Können im Rahmen der traditionsreichen Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ vor. Die 22-jährige Cellistin Marie-Elisabeth Hecker bringt das eindrucksvolle Violoncellokonzert von Edward Elgar zu Gehör, der russische Oboist Ivan Podyomov stellt sich den hohen Anforderungen des Oboenkonzerts D-Dur von Richard Strauss. Zudem werden zwei fesselnde Werke der Programmmusik erklingen – der ›Danse macabre‹ von Camille Saint-Saëns und die Symphonische Dichtung ›Eine Nacht auf dem Kahlen Berge‹, komponiert von Modest Mussorgsky.
Beide Solokonzerte, die an dem Abend erklingen, sind Dokumente einer durch Kriegswirren gekennzeichneten Zeit. Die Arbeit an Elgars Violon¬cellokonzert e-Moll konnte der Komponist, anders als geplant, erst nach dem Ersten Weltkrieg aufgreifen. Dank des Cellisten Pablo Casals setzte es sich durch und wurde zu Elgars international erfolgreichstem Werk. Ebenfalls ein Spätwerk ist Richard Strauss’ Oboenkonzert, das er unter den verheerenden Eindrücken des Zweiten Weltkriegs schrieb. Das Opus vermeidet spätromantische Ausbrüche, die Elgars Konzert immer wieder wagt. Es flüchtet durch die einfach gehaltene kammermusikalische Besetzung in ein klassisches Ideal. Höchste Anforderungen stellt es an seinen Solisten.
Neben beiden Solokonzerten stehen zwei Tondichtungen auf dem Programm, die sich altbekannten Mythen über Tod und Hexentanz widmen: Dem ›Danse macabre‹ von Camille Saint-Saëns liegt eine musikalische Beschreibung der Gewalt des Todes über den Menschen zugrunde; mit seiner Symphonische Dichtung ›Eine Nacht auf dem Kahlen Berge‹ lässt Modest Mussorgsky den grauenerregenden Tanz der Hexen in der Johannisnacht auf dem Berg Triglav vor dem inneren Auge entstehen.
Der junge, aus Kasachstan stammende Dirigent Alan Buribayev, derzeitig Chefdirigent des Norrköping Symphony Orchestra, hat bereits, wie beide Solisten des Abends, eine erstaunliche Karriere vorgelegt. Marie-Elisabeth Hecker gewann 2005 den hochdotierten 1. Preis des Mstislaw-Rostropowitsch-Wettbewerbs in Paris und kann auf eine Zusammenarbeit mit den Orchestern der Wiener Philharmoniker und dem Mahler Chamber Orchestra zurückblicken. Ivan Podyomov wurde beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2007 mit dem 2. Preis ausgezeichnet, beim Wettbewerb des Prager Frühlings 2008 erhielt er den 1. Preis.
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(35KB)
Hannu Lintu dirigiert für den erkrankten Mikko Franck das DSO-Konzert am 7. Juni
Jean Sibelius’ Symphonie Nr. 2 ersetzt Josef Suks Tondichtung ›Ein Sommermärchen‹
Berlin,
03.06.2009
[DSO]
Am 7. Juni dirigiert der Finne Hannu Lintu für den erkrankten Mikko Franck. Anstelle der Tondichtung ›Ein Sommermärchen‹ von Josef Suk erklingt die Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43 von Jean Sibelius dirigieren.
Kurzfristig ergibt sich für das Konzert des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin am kommenden Sonntag, den 7. Juni eine Dirigentenänderung, damit einhergehend auch eine Änderung des Konzertprogramms: der Finne Hannu Lintu hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, das Dirigat für den erkrankten Mikko Franck zu übernehmen. Anstelle der Tondichtung ›Ein Sommermärchen‹ von Josef Suk wird er im zweiten Programmteil die Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43 von Jean Sibelius dirigieren. Die beiden Werke des ersten Teils – das Konzert für Vogelstimmen und Orchester ›Cantus Arcticus‹ von Einojuhani Rautavaara und das Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur von Dmitri Schostakowitsch in der Interpretation von Steven Isserlis – bleiben bestehen.
Hannu Lintu debütiert am Pult des DSO. Unter den jungen Dirigenten Finnlands hat er sich weltweit einen festen Platz gesichert. Chefdirigentenpositionen bekleidete er beim Helsingborg Symfoniorkester 2002–2005, beim Turku Philharmonic Orchestra 1998-2001. In der Spielzeit 2009|2010 tritt er die Position des Chefdirigenten des Tampere Philharmonic Orchestra an. Er ist außerdem regelmäßiger Gastdirigent des ›Avanti! Chamber Orchestra‹. Als Künstlerischer Leiter des Festivals des Orchesters in Porvoo hat er sich einen Namen vor allem durch sein Engagement für zeitgenössische Musik gemacht. Seine weiteren Programmschwerpunkte liegen bei Haydn, Mahler, Debussy, Ravel, Strawinsky sowie nordischen Komponisten. Hannu Lintus Diskographie enthält Aufnahmen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Finnischen Radio Sinfonieorchester, dem Danish Radio Symphony, dem Helsingborg Symfoniorkester und Tampere Philharmonic für Hyperion, Ondine, Naxos, Danacord und Claves.
PM_Dirigenten-_und_Programmaenderung_03-06-09.pdf
(35KB)
Seelenklänge – Mikko Franck und Steven Isserlis zu Gast beim DSO
Werke von Einojuhani Rautavaara, Dmitri Schostakowitsch und Josef Suk
Berlin,
28.05.2009
[DSO]
Am 7. Juni in der Berliner Philharmonie. Mikko Franck dirigiert ›Cantus Arcticus‹, ein Konzert für Vögel und Orchester, von Einojuhani Rautavaara, das Violoncellokonzert Nr.1 Es-Dur von Dmitri Schostakowitsch und die Tondichtung ›Ein Sommermärchen‹ von Josef Suk. Solist ist der Cellist Steven Isserlis.
Einblicke in die Seelenwelt ihrer Schöpfer erlaubt das DSO-Konzert am 7. Juni in der Berliner Philharmonie. Unter dem Dirigat des 30-jährigen Finnen Mikko Franck stehen drei sehr persönliche Werke ihrer Schöpfer auf dem Programm: ›Cantus Arcticus‹, ein Konzert für Vögel und Orchester, von Einojuhani Rautavaara, das Violoncellokonzert Nr.1 Es-Dur von Dmitri Schostakowitsch und die Repertoire-Rarität ›Ein Sommermärchen‹ von Josef Suk. Solist des Abends ist der für sein leidenschaftliches Spiel weltweit geschätzte Cellist Steven Isserlis.
Die Natur mit der Kunst auf eindrucksvolle Art verbindet Einojuhani Rautavaara in seinem wohl bekanntesten Werk ›Cantus Arcticus‹. In diesem spürt der Komponist den Klängen seiner Heimat Finnland nach und macht diese zum Ausgangspunkt seiner mystisch anmutenden, heiter-melancholischen Komposition. Vogelstimmen, die auf Tonbändern eingespielt der Musik unterlegt sind, gehen mit dem Orchester eine Wechselbeziehung ein und spannen weite Melodiebögen von sehnsuchtsvollem aber unaufdringlichem Gestus.
Ein persönliches Dokument ganz anderer Qualität ist das Violoncellokonzert Nr. 1 von Dmitri Schostakowitsch. Das Werk, welches 1959 uraufgeführt wurde und dem Cellisten Mstislav Rostropowitsch gewidmet ist, steht im Geiste der »Entkrampfung«, die der Tod Stalins für die russischen Kulturschaffenden und vor allem auch für Schostakowitsch selbst bedeutete. In diesem Virtuosenstück, das als Grundmuster traditionelle jüdische Melodien verwendet, geht es nicht nur um wirkungsvolle Brillanz, sondern auch um Diagnosen der Humanität und ihrer Gefährdung.
Der tschechische Komponist Josef Suk überwand mit der Symphonischen Dichtung ›Ein Sommermärchen‹ gleich zwei persönliche Verluste, die ihn in kurzer Aufeinanderfolge trafen – den Tod seines Schwiegervaters und Lehrers Antonin Dvořák und den seiner Frau. Sein Tonpoem markiert das Ende einer düsteren Lebensphase, wenn es zuletzt in ruhiger, vielfarbiger Intensität zum tönenden Ebenbild von innerem Frieden und Versöhnung wird.
Sein Berlin-Debüt gab der finnische Dirigent Mikko Franck 1998 in der DSOSerie ›Musik des Nordens‹. Als ein Spezialist auf dem Gebiet der finnischen Musik fühlt er sich dem Werk Rautavaaras seit langem eng verbunden. Er leitete 2002 das Rautavaara Festival in Helsinki, nahm seine Werke für CD auf, gab mit dem Komponisten ›Conversations and Writings‹ heraus und war zuletzt 2000 ebenfalls mit Musik des Finnen beim DSO zu erleben.
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›Klassik im Grünen‹ mit Musikern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
Kammerkonzerte im Botanischen Garten am 3. Juni und 6. Juli
Berlin,
27.05.2009
[DSO]
Unter dem Motto ›Klassik im Grünen‹ finden an den Abenden vom 6. Juni und 3. Juli finden jeweils ab 18 Uhr Kammerkonzerte im Botanischen Garten Berlin statt. DSO-Ensembles spielen Werke von Tschaikowsky, Elgar, Morley, Arutjunjan, Strawinsky, Ewazen, Dowland, Borodin, Crespo, u.a.
Die Reihe ›Klassik im Grünen‹ entführt auch dieses Jahr wieder in die einzigartige Naturatmosphäre des Botanischen Gartens Berlin. Kammerkonzerte zweier Ensembles des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin sind hier an den Abenden vom 6. Juni und 3. Juli jeweils ab 18 Uhr zu erleben – bei gutem Wetter unter freiem Himmel, bei Regen im Neuen Glashaus.
Eröffnet werden die »Open Air«-Konzerte am 6. Juni durch Iona-Silvia Musat (Violine), Johannes Watzel (Violine), Anna Bortolin (Viola) und Christopher Jepson (Violoncello) mit Tschaikowskys Streichquartett Nr. 1 D-Dur und Elgars Streichquartett e-Moll.
Das Konzert am 3. Juli gestaltet wie im vergangenen Jahr das Blechbläserquintett des DSO. Unter dem Motto ›Feuertanz‹ stehen Kompositionen von Morley, Arutjunjan, Strawinsky, Ewazen, Dowland, Borodin, Crespo, u.a. auf dem Programm.
Die Konzertkarte zum Einheitspreis von 13 € gilt zugleich als Tageskarte für den Botanischen Garten.
Karten zum Einheitspreis von 13 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel. 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an den Kassen des Botanischen Gartens.
Pressekarten bestellen Sie bitte direkt beim Botanischen Garten unter
Tel. 030. 838 501 26.
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(34KB)
Ewiger Abschied, Aufbruch und Erwartung
Ingo Metzmacher dirigiert zum Abschluss der DSO-Themenreihe ›Aufbruch 1909‹ Gustav Mahlers ›Lied von der Erde‹ und Schönbergs Monodram ›Erwartung‹
Berlin,
20.05.2009
[DSO]
Ingo Metzmacher dirigiert zum Abschluss der DSO-Themenreihe ›Aufbruch 1909‹ Mahlers ›Lied von der Erde‹ und Schönbergs ›Erwartung‹. Solisten sind ngela Denoke (Sopran), Christianne Stotijn (Mezzosopran) und Stephen Gould (Tenor).
Das große Finale. Zwei Hauptwerke der Epoche beschließen an den Konzertabenden vom 26. und 27. Mai die DSO-Themenreihe ›Aufbruch 1909‹ in der Berliner Philharmonie: Gustav Mahlers Gesangssymphonie ›Das Lied von der Erde‹ aus den Jahren 1907|08 und Arnold Schönbergs Monodram ›Erwartung‹, entstanden 1909. Chefdirigent Ingo Metzmacher stellt die wegweisenden Kompositionen mit einer prominenten Solistenriege vor: Angela Denoke (Sopran), Christianne Stotijn (Mezzosopran) und Stephen Gould, der die Tenor-Partie dankenswerter Weise kurzfristig für den erkrankten Johan Botha übernimmt.
Mahler lässt in seinem ›Lied von der Erde‹ das Leben in seiner ganzen Fülle besingen, führt die Endlichkeit vor Ohren, schreibt seiner Partitur schließlich den Abschied vom Diesseits ein. Seine eigentlich neunte Symphonie komponierte er vor dem Hintergrund persönlicher Schicksalsschläge: Seinen Posten als Direktor der Wiener Hofoper musste er niederlegen, seine Tochter Maria Anna verstarb an Diphterie, ihm selbst wurde ein schweres Herzleiden diagnostiziert. Die empfundene Wehmut über diese Tragödien liegt in der Musik offen. Ingo Metzmacher aber ist sich sicher, dass außer der Erfahrung der Endlichkeit des Lebens noch andere Töne mitschwingen: »Mahler komponiert den ›Abschied‹ so, als hätte er gewusst, dass hier auch im Musikalischen etwas zu Ende ging. Und es brauchte jemand anderen, der über die Schwelle trat in eine neue Welt: Arnold Schönberg.«
Schönbergs Musik kündet von einer neuen Zeit, proklamiert aufs Schärfste einen Bruch mit dem romantischen Idiom. Das was der Wiener Neutöner in seiner Kammermusik bereits erprobt hatte, das Verlassen des gesicherten Grunds der Dur-Moll-Tonalität, tritt hier in der großen Form offen zutage. Wie bei Mahler werden in Schönbergs Kurzdrama mit einer einzigen Akteurin ›Erwartung‹ Schönheit, Liebe, Rausch und Abschied zum Fluchtpunkt jenseits des absoluten Gegensatzes von Leben und Tod.
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Ingo Metzmacher hebt im Symphoniekonzert und im Casual Concert versunkene Schätze
Kompositionen von Schreker, Stephan, Busoni und Reger in der Themenreihe ›Aufbruch 1909‹
Berlin,
08.05.2009
[DSO]
Chefdirigent Ingo Metzmacher und das DSO stellen im Symphoniekonzert am 18. Mai im Rahmen der DSO-Themenreihe ›Aufbruch 1909‹ weitegehend unbekannte Kompositionen von Franz Schreker, Rudi Stephan, Ferruccio Busoni und Max Reger vor. Am 19. Mai präsentiert Ingo Metzmacher die Werke von Schreker und Reger auch im letzten Casual Concert dieser Saison.
Vergessenes und weitgehend Unbekanntes für das Repertoire wiederzugewinnen, diesem Anliegen folgen Chefdirigent Ingo Metzmacher und das DSO auch diesmal wieder, wenn es darum geht den Faden des Jahresthemas ›Aufbruch 1909‹ weiterzuspinnen. Im Symphoniekonzert am 18. Mai stehen spannende Begegnungen mit noch immer unterschätzten und im Konzertleben völlig zu unrecht unterrepräsentierten Kompositionen von Franz Schreker, Rudi Stephan, Ferruccio Busoni und Max Reger auf dem Programm. Aufbruch verband sich bei ihnen mit einem entschiedenen Traditionsbewusstsein, das zu unerhörten Klängen führte.
Die Werke tragen mitunter melancholische Züge. Die ›Berceuse élégiaque‹ von Feruccio Busoni, klanglich eines seiner kühnsten Werke, schrieb dieser als sehr persönliches Wiegenlied im Gedenken an seine 1909 verstorbene Mutter. Gleichsam aus dem Untergrund der Empfindungen kommt das ›Nachtstück‹ aus Franz Schrekers Oper ›Der ferne Klang‹. In der Gesamtdramaturgie des Bühnenwerks leitet es über in die finale Szene, in der zwei Liebende das ersehnte Glück finden – für einen letzten Augenblick.
Eine enge Beziehung von Drama und Instrumentalmusik ging auch Max Reger in seinem ›Symphonischen Prolog zu einer Tragödie‹ ein. Dieses groß besetzte, klanglich überwältigende Werk weiß von den Spannungen seiner Zeit plastisch zu erzählen. Ihnen zum Opfer fiel eine der damals großen Hoffnungen der jungen Generation, der Wormser Komponist Rudi Stephan. Zum Expressionismus des Schönbergkreises entwickelte er eine Alternative. Ausführen konnte er sie nicht mehr. Er starb nach zwei Wochen Fronteinsatz im Ersten Weltkrieg, 28 Jahre jung.
Für das Casual Concert am 19. Mai wählte Ingo Metzmacher unter dem Leitgedanken ›Brennpunkt 1909‹ die Werke von Schreker und Reger des Vorabends aus. Er erläutert ihre Intention, die Besonderheit der Komposition, die Bedeutung der Farbe für die Musik und die Offenheit der Tonkunst für das, was um sie her im Jahr 1909 an Neuem aufbrach. Im Anschluss lädt der Chefdirigent wie immer dazu ein, den Abend in der After Concert Lounge im nahe gelegenen Club ›40seconds‹ fortzusetzen. Als »Live Act« ist diesmal die Band ›Bonnie and the Camerons‹ aus Berlin|Kansas mit »Opern Beats« zu erleben.
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Zwischen Palais Lobkowicz und Petersburger Blutsonntag
Nelson Freire spielt Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 – Ingo Metzmacher dirigiert Schostakowitschs Elfte
Berlin,
05.05.2009
[DSO]
Ingo Metzmacher dirigiert am 11. | 12. Mai das DSO in der Berliner Philharmonie. Auf dem Programm stehen Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 und Schostakowitschs Symphonie Nr. 11 G-Dur ›Das Jahr 1905‹. Solist der Aufführungen ist Nelson Freire.
In ihrer Musik spiegeln sie die geistigen und politischen Verhältnisse ihrer Zeit wider, und als Revolutionäre auf ihrem Gebiet stehen sie dem Aufbruchsgedanken der aktuellen DSO-Spielzeit nahe: Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch. Unter der Stabführung von Chefdirigent Ingo Metzmacher spielt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin an den Abenden vom 11. | 12. Mai in der Berliner Philharmonie Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 und Schostakowitschs gewaltige Symphonie Nr. 11 G-Dur ›Das Jahr 1905‹. Solist der Aufführungen ist Nelson Freire. Seit Jahrzehnten gehört dieser zu den weltweit gefragtesten Pianisten.
Im Gegensatz zu den drei vorangegangenen Klavierkonzerten aus der Feder Beethovens ist dem vierten ein ausgesprochen lyrischer Gestus zueigen. In den vielfältigen Formen des Dialogs und des gemeinsamen Musizierens entwirft Beethoven Klangbilder von einer lichten Heiterkeit und transparenten Farbigkeit, wie sie in seinem bisherigen Schaffen nicht zu hören waren. Das Konzert ist im Wesentlichen auf die gemeinschaftliche Ergänzung und Weiterentwicklung des musikalischen Materials ausgerichtet. Einzig im Mittelsatz argumentieren Solist und Streicher wie Gegenpole, die vollendete Synthese wird an den letzten Satz delegiert.
Über die Sensibilität im musikalischen Dialogisieren verfügt ausgewiesener Maßen der Pianist Nelson Freire. Der häufig als kongenialer und inspirierender Duo-Partner von Martha Argerich auftretende Brasilianer eroberte sich als Wunderkind rasch die Podien der Welt. Nach dem letzten gemeinsamen Konzert 1986 – damals spielte er unter Ádám Fischer das zweite Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns – gibt er nach über 20 Jahren dem DSO erneut die Ehre. Kürzlich wurde seine bei DECCA veröffentlichte Einspielung von Werken Claude Debussys von Publikum und Kritik hoch gelobt.
Ingo Metzmacher wählte als Gegenüber für das Schwergewicht der klassischen Konzertliteratur ein ebenso gewichtiges Werk der Orchestermusik des
20. Jahrhunderts: Schostakowitschs Symphonie Nr. 11 G-Dur ›Das Jahr 1905‹. Mit seinem Opus 103 setzte der Komponist den verheerenden Geschehnissen des Jahres 1905 ein Denkmal. Unter revolutionärem Trommelwirbel zogen am 9. Januar die Menschen in St. Petersburg auf die Straße, um friedlich für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Die brutale Niederschlagung dieser doch friedlich gesinnten Proteste durch die zaristischen Soldateska ging als Petersburger Blutsonntag in die Geschichte ein. Die historischen Geschehnisse wie die unfreien Verhältnisse in der Sowjetunion im Entstehungsjahr 1957 verarbeitet Dmitri Schostakowitsch in dieser berückenden Komposition.
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Kammermusik von Korngold und Schönberg im Rahmen des DSO-Jahresschwerpunkts ›Aufbruch 1909‹
DSO-Musiker interpretieren die musikalische Vielfalt Wiens um die Jahrhundertwende
Berlin,
30.04.2009
[DSO]
Im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin wird am 10. Mai ein Kammerkonzert der DSO-Musiker Bernhard Hartog (Erster Konzertmeister) und Andreas Grünkorn (Erster Solocellist) zusammen mit Pianistin Sevimbike Elibay und Bariton Sebastian Noack Werke von Arnold Schönberg und Erich Wolfgang Korngold interpretieren.
Der Monat Mai steht ganz im Zeichen des DSO-Jahresthemas ›Aufbruch 1909‹. Das Kammerkonzert am 10. Mai schafft hierfür das Entrée. Musiker des DSO - Bernhard Hartog, Erster Konzertmeister und Andreas Grünkorn, Erster Solocellist - präsentieren mit Pianistin Sevimbike Elibay und Bariton Sebastian Noack Werke von Arnold Schönberg und Erich Wolfgang Korngold. Auf dem Programm stehen neben Korngolds Klaviertrio op. 1 (1909-10) auch seine ›Sechs einfachen Lieder‹ für Bariton und Klavier op. 9 (1911-16). Ihnen gegenübergestellt wird eine Bearbeitung für Klaviertrio von Schönbergs Streichsextett ›Verklärte Nacht‹ (1899).
Obgleich beide Komponisten in Wien lebende Zeitgenossen jüdischer Abstammung waren, so unterscheidet sich ihre Musik in späteren Jahren doch deutlich voneinander. Korngold blieb zeitlebens dem spätromantischen Klangideal eines Strauss oder Regers treu. Das im Alter von zwölf Jahren komponierte Klaviertrio lässt angesichts seiner kompositorischen Reife das bestätigen, was viele Zeitgenossen von dessen Schöpfer sagten, dass er ein Wunderkind gewesen sei.
Im Gegensatz zu Korngold verließ Schönberg um 1909 das klangliche Gerüst der Tonalität. Er revolutionierte die Musikwelt mit seiner Idee der freien Tonalität und schuf später mit der Zwölftonmusik ein System, das vielfach maßgebend für weitere Komponisten des 20. Jahrhunderts wurde. In seinem Streichsextett ›Verklärte Nacht‹ ist hiervon allerdings noch nichts zu spüren. In der Tondichtung Schönbergs spiegeln sich die Gedanken des gleichnamigen Gedichts aus der Feder des deutschen Schriftstellers Richard Dehmel wider. An diesem Abend wird eine selten zu erlebende Fassung für Klaviertrio in der Bearbeitung eines Schönberg-Schülers Eduard Steuermann zu hören sein.
Bariton Sebastian Noack, bei Fischer-Dieskau ausgebildet, gilt seit Jahren als versierter Interpret im Bereich des Liedes und trat bereits mit namhaften Dirigenten auf den Konzertpodien der Welt auf. Die Pianistin Sevimbike Elibay war bereits mehrmals im Rahmen der Kammermusikreihe des DSO zu erleben.
Ansprechpartner & Pressekarten: Benjamin Dries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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PM_Korngold_Schoenberg_30-04-09.pdf
(38KB)
Das sakrale Vermächtnis von Verdi und Ives – Sir Andrew Davis am Pult des DSO
Erneut arbeiten das DSO und der Rundfunkchor Berlin zusammen
Berlin,
23.04.2009
[DSO]
Sir Andrew Davis dirigiert am 1. Mai das DSO und den Rundfunkchor Berlin. Auf dem Programm stehen die ›Quattro pezzi sacri‹ von Giuseppe Verdi sowie die Symphonie Nr. 4 von Charles Ives.
Am 1. Mai dirigiert der Brite Sir Andrew Davis das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) in der Berliner Philharmonie. Neben dem DSO fällt an diesem Konzertabend dem Rundfunkchor Berlin die musikalisch tragende Rolle zu. Auf dem Programm stehen zwei selten zu hörende Werke, die im Rückgriff auf traditionelle geistliche Texte und Melodien entstanden und sich dennoch im weltlichen Konzertsaal verorten lassen: die ›Quattro pezzi sacri‹ von Giuseppe Verdi sowie die Symphonie Nr. 4 von Charles Ives. Letzere erlebte 1965 durch das Radio-(heute: Deutsches) Symphonie-Orchester Berlin ihre Europäische Erstaufführung und zweite Aufführung überhaupt.
Mit den ›Vier geistlichen Stücken‹ wird ein Spätwerk Verdis zur Aufführung gebracht, das dieser in den Sterbejahren seiner Frau, der Sängerin Giuseppina Strepponi, geschrieben haben soll. Die vier einzelnen Teile hatte Verdi ursprünglich nicht als Zyklus angelegt, doch er akzeptierte den Vorschlag seines Verlegers einer Zusammenstellung der bis heute üblichen Abfolge, in der sich reine a-cappella-Musik mit vom Orchester begleitetem Gesang dramaturgisch sinnfällig abwechselt. Der Zyklus endet mit dem großen Lobgesang ›Te Deum‹ im Verklingen der Stimmen in himmlischen Weiten. 1898, bereits nach dem Tod von Verdis Ehefrau, erlebten die ›Quattro pezzi sacri‹ unter fulminantem Beifall Ihre Uraufführung.
In der zweiten Hälfte des Konzerts erklingt die Symphonie Nr. 4 des amerikanischen Komponisten Charles Ives. So radikal wie nie zuvor komponierte Ives seine Vierte aus der Gleichzeitigkeit vorgefundenen musikalischen Materials, vor allem aus Choralgesängen, die er seit früher Jugend genau kannte. Der Hörer bewegt sich zwischen mehreren musizierenden Ensembles, wird aktiv in das Geschehen eingebunden. Der erste Satz der Symphonie basiert auf der Melodie des geistlichen Liedes ›Watchman tell us of the night‹. Es handelt von der Frage nach dem Weg in das Gelobte Land und steht darin den Gesängen Verdis nahe. Im Laufe der Symphonie werden Themen wie der Sinn des Lebens und die Hoffnung auf Kommendes unterschiedlich musikalisch interpretiert, bevor es im vierten und letzten Satz zum großen musikalischen Credo kommt, das von Orchester und Chor gleichermaßen getragen wird.
Der Brite Sir Andrew Davis ist seit 2000 Music Director und Principal Conductor der Lyric Opera of Chicago und Ehrendirigent des Toronto und BBC Symphony Orchestra. Das DSO (damals RSO) dirigierte er zuletzt 1992. Mit dem Rundfunkchor Berlin konzertiert das DSO regelmäßig. Seine Interpretationen des Brahms-Requiems und Strawinskys ›Psalmensymphonie‹ unter Sir Simon Rattle wurden mit dem Grammy Award ausgezeichnet.
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PM_Davis_23-04-09.pdf
(35KB)
Vladimir Ashkenazy kehrt für ein Konzert zum DSO zurück
Berliner Erstaufführung des Hornkonzerts von Krysztof Penderecki
Berlin,
09.04.2009
[DSO]
Vladimir Ashkenazy, Chefdirigent des DSO von 1989 bis 1999, dirigiert am 22. April Kompositionen von Gabriel Fauré und Albert Roussel sowie die Berliner Erstaufführung des Hornkonzerts von Krysztof Penderecki. Der ehemalige Solohornist des damaligen RSO und heutigen DSO, Radovan Vlatković, ist Solist des Abends.
Nach Kent Nagano kehrt in dieser Saison ein weiterer Vorgänger Ingo Metzmachers an das Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin für ein Konzert zurück: Vladimir Ashkenazy, Chefdirigent des DSO von 1989 bis 1999. Er leitet am 22. April einen musikalischen Brückenschlag zwischen Frankreich und Polen. Kompositionen von Gabriel Fauré und Albert Roussel rahmen das Hornkonzert von Krysztof Penderecki aus dem Jahr 2008.
Mit dem ehemaligen Chefdirigenten gestaltet der ehemalige Solohornist des damaligen RSO und heutigen DSO, Radovan Vlatković, als Solist den Konzertabend. Ein Stück DSO-Geschichte wird also am 22. April lebendig. Der weltweit geschätzte Musiker aus Kroatien war von 1982 bis 1990 Mitglied des Orchesters, seitdem konzertiert er als freiberuflicher Solist und Kammermusiker, ist Professor an der Zürcher Hochschule der Künste und am Mozarteum in Salzburg.
Musik aus Frankreich bildet den Rahmen des Konzertprogramms. Maurice Materlincks Drama von ›Pelléas et Mélisande‹, eine Dichtung der schwebenden Ahnungen und Empfindungen, faszinierte um die vorletzte Jahrhundertwende viele Komponisten. Unter den kleineren Projekten zu diesem Thema sticht die Schauspielmusik von Gabriel Fauré (1845-1924) hervor. Gegenüber der großformatigen Symphonischen Dichtung Arnold Schönbergs besticht sie durch pointierte Klarheit und lyrische Eleganz.
Vladimir Ashkenazy beschließt das Konzert mit zwei Suiten der wenig bekannten Ballettmusik ›Bachus et Ariane‹ von Albert Roussel (1869-1937). Unter den Komponisten der Debussy-Ravel-Generation war Roussel der Außenseiter, als Seefahrer auch beruflich ein Exzentriker unter den Künstlern. Auf den Reisen über die Weltmeere kultivierte er den Sinn für das Exotische, das Gefühl für Höhen- und Tiefenrausch. Seiner Musik teilten sich diese Erfahrungen mit. In ›Bacchus et Ariane‹ sind sie gleichsam konzentriert.
In der Mitte des Konzertabends aber steht das Hornkonzert von Krzysztof Penderecki (*1933), das dieser als Auftragswerk der Philharmonischen Gesellschaft Bremen eigens für Radovan Vlatković schrieb. Im vergangenen Jahr wurde es uraufgeführt, am 22. April wird es durch den Widmungsträger erstmals in Berlin zu erleben sein.
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(47KB)
Andrew Manze dirgiert Bach und Mendelssohn in den Osterkonzerten des DSO
Mendelssohns ›Elias‹ steht am Ostersonntag mit dem RIAS Kammerchor auf dem Programm
Berlin,
02.04.2009
[DSO]
Die Osterkonzerte des DSO dirigiert auch in diesem Jahr Andrew Manze. Am Karfreitag werden Werke von J. S. Bach und Mendelssohn gegenübergestellt, am Ostersonntag steht Mendelssohns Oratorium ›Elias‹ auf dem Programm. Klaviersolist im Karfreitagskonzert ist Stephen Hough. Vokalsolisten am Ostersonntag sind Marlis Petersen (Sopran), Kelley O’Connor (Mezzosopran), Christoph Strehl (Tenor) und Andrew Foster-Williams (Bassbariton). Es singt der RIAS Kammerchor.
Die diesjährigen Osterkonzerte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin am 10. April (16 Uhr) und 12. April (20 Uhr) sind den Komponisten Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmet. Am Karfreitag werden Werke beider Meister gegenübergestellt, der Ostersonntag gehört ganz Mendelssohns dramatischem Oratorium ›Elias‹. Beide Konzerte stehen mit Andrew Manze unter der bewährten Leitung eines der führenden Interpreten der Alte-Musik-Szene. Seit 1999 verdankt ihm das DSO einen stetigen Erkenntniszugewinn um historische Spielkultur und Aufführungspraxis. Als Hauptwerk des Nachmittagskonzerts am Karfreitag erklingt Mendelssohns ›Reformationssymphonie‹. Diese brachte der 23-jährige Hamburger 1832 in der Berliner Singakademie zur Uraufführung. Zu Lebzeiten unveröffentlicht geblieben, erfuhr sie erst posthum die Aufmerksamkeit, die ihr gebührt. Ganz anders das Klavierkonzert Nr. 1: Vom Klavier aus stellte es Mendelssohn im Jahr zuvor mit großem Erfolg erstmals der Öffentlichkeit vor. Den Solistenpart übernimmt am 10. April mit Stephen Hough ein ausgewiesener Spezialist für Klaviermusik des 19. Jahrhunderts. Neben den Mendelssohn-Kompositionen stehen zwei Bearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs: seine Orchestersuite Nr. 3 D-Dur mit dem berühmten ›Air‹ und der Fragment gebliebene Contrapunctus XVIII aus ›Die Kunst der Fuge‹ in einer Fassung von Andrew Manze. Mendelssohn, der sich intensiv mit Händels Oratorien, vor allem aber mit dem Bach’schen Schaffen, insbesondere mit dessen Matthäuspassion beschäftigte, gelang es in dem Oratorium ›Elias‹, seine Formvorbilder mit der zeitgemäßen romantischen Musiksprache überzeugend zu verbinden. Schon zu seinen Lebzeiten gehörte das groß dimensionierte Opus zu den beliebtesten Vertretern seiner Gattung. Die Faszination, die von Mendelssohns packender Musik um den alttestamentarischen Propheten ausgeht, hat sich bis heute erhalten. Vier profilierte Sängerinnen und Sänger übernehmen die Solopartien: Marlis Petersen (Sopran), Kelley O’Connor (Mezzosopran), Christoph Strehl (Tenor) und Andrew Foster-Williams (Bassbariton). Der RIAS Kammerchor bürgt als eines der weltweit führenden Ensembles seiner Art neben dem DSO für den hohen Anspruch des Konzertabends.
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(37KB)
Die Musikerinnen und Musiker des DSO reagieren auf Ingo Metzmachers Erklärung, als Chefdirigent nicht mehr zur Verfügung zu stehen
Berlin,
27.03.2009
[DSO]
Die Musikerinnen und Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin stellen sich hinter ihren Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter Ingo Metzmacher.
Die Musikerinnen und Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin haben die Erklärung Ingo Metzmachers über 2010 hinaus für die Position des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters nicht mehr zur Verfügung zu stehen mit größtem Bestürzen aufgenommen und bedauern diesen Schritt sehr. Ingo Metzmacher hatte die Erklärung auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Orchesters vor dem Hintergrund eines Finanzplans der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin) verlesen, der eine dauerhafte Stellenreduzierung für das DSO vorsieht. Dies ist auch für das Orchester vollkommen inakzeptabel und nicht hinnehmbar. Die Vertragsverhandlungen Ingo Metzmachers mit der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin) wurden im größten Einvernehmen zwischen Musikern und Dirigent geführt. Diese unerwartete Entwicklung stellt das Orchester vor eine kritische Situation. Die Musikerinnen und Musiker des Orchesters stehen nach wie vor hinter ihrem Chefdirigenten und der Verlängerung seines Vertrages.
PM_Reaktion_der_DSO-Musiker_26-03-09.pdf
(30KB)
Das DSO kehrt von zweiwöchiger Asientournee zurück
Sieben gefeierte Konzerte in China, Japan und Malaysia
Berlin,
24.03.2009
[DSO]
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist von seiner 14-tägigen Asientournee nach China, Japan und Malaysia zurückgekehrt. Insgesamt sieben Mal trat das DSO in Hongkong, Tokio, Peking und Kuala Lumpur in ausverkauften Sälen auf. Die Tournee war die erste transkontinentale Gastspielreise mit Chefdirigent Ingo Metzmacher.
Als Solisten reisten Geiger Christian Tetzlaff und Bariton matthias Goerne mit.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist von seiner zweiwöchigen Asientournee nach China, Japan und Malaysia zurückgekehrt. Insgesamt sieben Mal trat das DSO in Hongkong, Tokio, Peking und Kuala Lumpur in ausverkauften Sälen auf. Die Tournee war die erste transkontinentale Gastspielreise mit Chefdirigent Ingo Metzmacher.
Begleitet wurde das Orchester von zwei namhaften Solisten: Christian Tetzlaff interpretierte das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie das Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹ von Alban Berg, Bariton Matthias Goerne sang Gustav Mahlers ›Kindertotenlieder‹. Außerdem standen Symphonien von Beethoven, Brahms und Bruckner sowie weitere Werke von Webern und Wagner auf dem Programm.
Die beiden Konzerte zum Tourneeauftakt waren gleichzeitig die Abschlussveranstaltungen des 37. ›Hong Kong Arts Festival‹. Die Festspiele, die 1973 gegründet wurden, sind der bedeutendste Anlass in der lokalen Kulturagenda, sowohl was die Anzahl und das Renommee der auftretenden Künstler als auch was die Vielfalt des Programms anbelangt. Zum ersten Mal seit seiner mehr als einwöchigen Residenz 1974 war das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im Festivalkalender wieder vertreten.
In der Tokioter ›Orchard Hall‹ in Japans größtem Kunst- und Kulturzentrum ›Bunkamura‹ war das DSO zum ersten Mal wieder seit den 80er Jahren zu hören. In Peking gastierte das DSO als drittes deutsches Symphonieorchester im ›National Center for the Performing Arts‹, das erst im Juli 2007 eröffnet wurde. Nach Kuala Lumpur war das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin auf Einladung der ›Dewan Filharmonik Petronas‹ gereist. Zum Tourneeabschluss gab hier das DSO zwei umjubelte Konzerte.
Gefeiert wurde das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in den 14 Tagen der Reise von Publikum und Presse gleichermaßen. So schrieb das Hongkonger Magazin ›Time Out‹ über die Interpretation von Bruckners Siebter Symphonie: »In den letzten zwei Sätzen klang das DSO Berlin wie eine Rakete unter Volldampf. Nach einem atemberaubenden Scherzo in a-Moll bebte der gesamte Saal emphatisch unter der Wucht der Blechbläser beim Beginn des erhebenden Hauptthemas des Finalsatzes, gefolgt von einer wörtlichen Wiederholung des Themas aus dem Eröffnungssatz. Dies war der denkbar beste Abschluss, was die Bravo-Rufe bezeugten, die losbrachen noch ehe Metzmacher die Hände sinken ließ.«
Veranstalter aller Konzertorte sprachen dem Orchester gegenüber Wiedereinladungen aus. Finanziell und ideell Unterstützt wurde die Gastspielreise durch den deutschen Auslandssender Deutsche Welle und dem Auswärtigen Amt sowie durch deutsche Unternehmen, Institutionen und Initiativen.
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PM_Asien_2009_Rueckkehr_24-03-09.pdf
(34KB)
Ton Koopman dirigiert Händel und Haydn
Musiker des DSO übernehmen die Solo-Partien
Berlin,
18.03.2009
[DSO]
Der langjährige Gastdirigent des DSO und Alte-Musik-Spezialist Ton Koopman dirigiert am 27. März Händels ›Feuerwerksmusik‹ sowie von Haydn die Sinfonia concertante B-Dur, das Notturno für Flöte und Oboe G-Dur und die Symphonie Nr. 7 E-Dur. Musiker des DSO übernehmen die Solo-Partien.
Zurückgekehrt von seiner Asien-Tournee ist das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin am 27. März wieder in der Philharmonie zu erleben. Mit Ton Koopman dirigiert ein gern gesehener Gast. Seit 2001 hat der Alte-Musik-Spezialist durch seine regelmäßige Arbeit mit dem DSO hohen Anteil daran, dass das Orchester auch Erkenntnisse und Spielkultur der historischen Aufführungspraxis für sich nutzbar machen konnte.
Neben der ›Feuerwerksmusik‹ von Georg Friedrich Händel stehen die Sinfonia concertante B-Dur, das Notturno für Flöte und Oboe G-Dur und die Symphonie Nr. 7 E-Dur von Joseph Haydn auf dem Programm. Musiker des DSO übernehmen die Solo-Partien: Bernhard Hartog (Violine), Mischa Meyer (Violoncello), Kornelia Brandkamp (Flöte), Martin Kögel (Oboe) und Jörg Petersen (Fagott).
Georg Friedrich Händels ›Feuerwerksmusik‹ gehört auch 250 Jahre nach dem Tod des Komponisten ohne Zweifel zu den populärsten Werken der Musikgeschichte. Als Auftragswerk von König Georg II. schrieb es der gebürtige Hallenser und einst überzeugte Wahlengländer anlässlich des Aachener Friedens. Am 27. April 1749 wurde es im Londoner Green Park uraufgeführt.
Neben Händel erfuhr auch der vor 200 Jahren verstorbene Joseph Haydn in England höchste Annerkennung. Seine Symphonie Nr. 97 und die Sinfonia concertante komponierte er für Konzerte, zu denen der Geiger und Musikimpresario Johann Peter Salomon in London einlud. Beide Werke zeigen Haydns Fähigkeit, scheinbar Einfaches mit Raffiniertem zu verbinden, und sie ermöglichen es Orchestermusikern, ihre solistischen Fähigkeiten zur Geltung zu bringen.
Das Notturno D-Dur war ursprünglich für zwei Orgelleiern, den Lieblings-instrumenten des Widmungsträgers Ferdinand IV. von Neapel, besetzt. Da die unorthodoxe Kreuzung zwischen einer Drehleier und einer kleinen Orgel schon damals nur selten gespielt wurde, heute aber gänzlich ausgestorben ist, erklingt die königliche Unterhaltungsmusik im Symphoniekonzert des DSO in der Bearbeitung für Flöte und Oboe.
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Das DSO geht mit Chefdirigent Ingo Metzmacher auf Asientournee: sieben Konzerte in Hongkong, Tokyo, Peking und Kuala Lumpur
Matthias Goerne und Christian Tetzlaff begleiten als Solisten das Orchester
Berlin,
26.02.2009
[DSO]
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin geht mit seinem Chefdirigenten Ingo Metzmacher auf eine zweiwöchige Asien-Tournee. Vom 6.-17. März 2009 werden sieben Konzerte in China, Japan und Malaysia gegeben. Als Solisten reisen Bariton Matthias Goerne und Geiger Christian Tetzlaff mit.
Zwischen dem 6. und 17. März 2009 gibt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit seinem Chefdirigenten Ingo Metzmacher sieben Konzerte in China, Japan und Malaysia. Die Gastspielreise wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle und dem Auswärtigen Amt realisiert und durch die großzügige Unterstützung deutscher Unternehmen, Institutionen und Initiativen ermöglicht. Die einzelnen Tournee-Stationen sind Hongkong, Tokyo, Peking und Kuala Lumpur. Auf dem Programm stehen Symphonien von Beethoven, Brahms und Bruckner, dazu Werke von Berg, Mahler, Mendelssohn, Webern und Wagner. Als Solisten begleiten das Orchester Bariton Matthias Goerne und Geiger Christian Tetzlaff: Matthias Goerne singt Mahlers ›Kindertotenlieder‹, Christian Tetzlaff interpretiert Mendelssohns Violinkonzert in e-Moll sowie das Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹ von Berg.
Zum Tournee-Auftakt tritt das DSO an zwei aufeinanderfolgenden Abenden am 6. und 7. März beim ›Hong Kong Arts Festival‹ auf. Von Februar bis März präsentieren sich in diesem Rahmen sechs Wochen lang sowohl einheimische als auch Künstler aus aller Welt. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1989 gilt das ›Hong Kong Cultural Center‹ als erste Adresse Hongkongs für künstlerische Aufführungen jeder Stilrichtung.
Zweite Station der Reise ist Tokyo. In Japans größtem Kunst- und Kulturzentrum ›Bunkamura‹ gibt das DSO in der ›Orchard Hall‹ an den Abenden vom 10. und 11. März zwei weitere Konzerte. Der Konzertsaal, der für 2150 Konzertbesucher ausgelegt ist, wird für seine außergewöhnlich gute Akustik geschätzt.
Das ›National Center for the Performing Arts‹ (NCPA) in Peking fasst ebenfalls über 2000 Besucher. Im Juli 2007 wurde es im Herzen der chinesischen Hauptstadt als eines der modernsten Bauten der Metropole eröffnet. Mit seiner futuristischen Architektur hebt sich das NCPA von den umgebenden traditionellen Gebäuden, der nahegelegenen ›Großen Halle des Volkes‹ und der antiken ›Verbotenen Stadt‹, deutlich ab und ist zu einem Wahrzeichen des neuen China avanciert. Als eines der ersten deutschen Orchester wird hier das DSO am 14. März konzertieren.
Die ›Petronas Philharmonic Hall‹ in Kuala Lumpur ist Malaysias führende Konzertinstitution im Bereich der klassischen Musik. Der Heimatsaal des ›Malaysian Philharmonic Orchestra‹ befindet sich im Herzen der beiden ›Petronas Twin Towers‹, mit 452 Metern die höchsten Zwillingstürme der Welt. Die Konzerte am 16. und 17. März beschließen hier die Asien-Tournee 2009 des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.
Zwei der in Ihrem Fach führenden Solisten konnten für die Tournee gewonnen werden. Christian Tetzlaff konzertierte bereits mehrfach mit dem DSO in Berlin und auf internationalen Tourneen mit Werken der Klassik, der Romantik und des 20. Jahrhunderts. Matthias Goerne, der als Liedsänger ersten Ranges gilt, ist regelmäßig zu Gast bei den renommierten Festivals und in den bedeutenden Konzertsälen der Welt wie der Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London. Mit dem Pianisten und Dirigenten Ingo Metzmacher verbindet ihn eine intuitive wie fruchtbare Zusammenarbeit. In Liederabenden und Symphoniekonzerten sind sie häufig gemeinsam zu erleben.
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PM_Asien-Tournee2009_26-02-09.pdf
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Ingo Metzmacher dirigiert Wagner, Mahler und Bruckner
Matthias Goerne singt Mahlers ›Kindertotenlieder‹
Berlin,
20.02.2009
[DSO]
Ingo Metzmacher dirigiert im Symphoniekonzert am 28. Februar Wagners Vorspiel zu ›Lohengrin‹, Mahlers ›Kindertotenliedern‹ und Anton Bruckners Siebter Symphonie. Zu einer Wiederbegegnung kommt es an diesem Konzertabend mit dem für seine tiefgehenden Liedinterpretationen geschätzten Bariton Matthias Goerne.
Chefdirigent Ingo Metzmacher und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin widmen sich im Symphoniekonzert am 28. Februar Wagners Vorspiel zu ›Lohengrin‹, Mahlers ›Kindertotenliedern‹ und Anton Bruckners Siebter Symphonie. Zu einer Wiederbegegnung kommt es an diesem Konzertabend mit Bariton Matthias Goerne. Der gebürtige Weimarer, der bei Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau studierte, war im vergangenen Jahr in Eislers ›Ernsten Gesängen‹ zuletzt mit dem DSO zu hören.
Matthias Goerne, der als Liedsänger ersten Ranges gilt, ist regelmäßig zu Gast bei den renommierten Festivals und in den bedeutenden Konzertsälen der Welt wie der Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London. Mit dem Pianisten und Dirigenten Ingo Metzmacher verbindet ihn eine intuitive wie fruchtbare Zusammenarbeit: In Liederabenden und Symphoniekonzerten sind Sie häufig gemeinsam zu erleben. Im März begleitet Matthias Goerne das DSO und Ingo Metzmacher mit Mahlers ›Kindertotenliedern‹ auf eine zweiwöchige Asientournee.
Hauptwerk des Konzertabends vom 28. Februar aber ist Bruckners klanggewaltige Siebte Symphonie. Sie begründete den Weltruhm des Komponisten, keine andere seiner Kompositionen war zu seinen Lebzeiten derartig erfolgreich. Die Zweitaufführung des Werks durch Arthur Nikisch 1885 war der Beginn des Siegeszuges der Symphonie durch Europa und die USA. Sie zeichnet sich durch reichhaltige Melodik und warmen Klang aus.
Die Trauermusik des zweiten Satzes von Bruckners Symphonie entstand, als dieser vom Tod Richard Wagners erfahren hatte: Hier schließt sich der Kreis des Konzertabends, der mit Wagners Vorspiel zu ›Lohengrin‹ beginnt. Gustav Mahler gab mit diesem Werk seinen Einstand als Wiener Operndirektor. Überirdisch-flirrende Klänge versinnbildlichen die Aura des Grals, leise, sphärische Streicherklänge steigern sich bis zum überragenden Höhepunkt und ziehen sich schließlich wieder ins pianissimo zurück.
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Ingo Metzmacher dirigiert Brahms’ Vierte im Symphoniekonzert und im Casual Concert
Christian Tetzlaff interpretiert Bergs Violinkonzert ›Dem Andenken eines Engels‹
Berlin,
11.02.2009
[DSO]
Ingo Metzmacher dirigiert im Symphoniekonzert am 22. Februar die ›Passacaglia‹ von Anton Webern, das Violinkonzert von Alban Berg - interpretiert durch Christian Tetzlaff - und die Symphonie Nr. 4 von Johannes Brahms.
Chefdirigent Ingo Metzmacher steht am 22. Februar erstmals im nicht mehr ganz so neuen Jahr am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO). Als emotionales Kraftzentrum des Konzertabends wirkt das Violinkonzert von Alban Berg, interpretiert durch einen der bedeutendsten Geiger seiner Generation: Christian Tetzlaff. Eingangs erklingt die ›Passacaglia‹ von Anton Webern, ein Werk, das sich – 1908 komponiert und uraufgeführt – gedanklich in das Jahresthema des DSO ›Aufbruch 1909‹ einfügt; die Symphonie Nr. 4 von Johannes Brahms beschließt als gewichtiges Gegenüber das Programm.
Bergs Violinkonzert, ›Dem Andenken eines Engels‹ überschrieben, zählt unumstritten zu den Meisterwerken seiner Gattung. Darin verarbeitet der Komponist den viel zu frühen Tod der jungen Manon Gropius, der Tochter Alma Mahler-Werfels aus der Ehe mit dem Architekten Walter Gropius. Berg hörte es niemals, er starb kurz nach der Vollendung 1935. Für Christian Tetzlaff hat das Violinkonzert einen besonderen Stellenwert: Seit 20 Jahren nimmt es einen festen Platz in seinem Repertoire ein. Mit diesem Konzert geht er im März zusammen mit dem DSO und Ingo Metzmacher auf Gastspielreise nach Asien.
Dem anrührenden Konzert Bergs stellt Ingo Metzmacher Brahms’ Vierte Symphonie gegenüber, die letzte Symphonie aus der Feder des Komponisten. Reagierten Brahms’ Freunde und Bewunderer anfangs ratlos und verstört auf den herben Charakter der Symphonie, so wurde sie zunächst auf einer Tournee durch Westdeutschland und die Niederlande, schließlich kurz vor dem Tod des Komponisten 1897 auch in Wien, wo sie zuvor durchgefallen war, ein voller Erfolg.
Am 23. Februar wird Ingo Metzmacher Brahms’ Vierte Symphonie auch im Casual Concert vorstellen. Der Chefdirigent moderiert informativ und unterhaltsam das Konzertprogramm, erläutert anschaulich das Werk, lenkt die Aufmerksamkeit auf ungewöhnliche Details in der Musik und gibt dem Konzert so eine persönliche Note. Es gilt wie immer für Musiker und Publikum ein gelockerter Dresscode und freie Platzwahl bei Einheitspreis. Im Anschluss an das Konzert lädt Ingo Metzmacher ab 22 Uhr in die After Concert Lounge in den nahegelegenen Club ›40seconds‹ ein. Als ›Live Act‹ liest er hier aus den Briefen von Johannes Brahms an Clara Schumann. Darüber hinaus bietet die Lounge Gelegenheit, mit Ingo Metzmacher und den Musikern in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.
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(38KB)
Constantinos Carydis dirigiert das DSO im Rahmen der Themenreihe ›Aufbruch 1909‹
Garrick Ohlsson interpretiert das Klavierkonzert Nr. 3 von Rachmaninoff
Berlin,
04.02.2009
[DSO]
Im Rahmen der Themenreihe ›Aufbruch 1909‹ debütiert am 14. Februar der junge griechische Dirigent Cosntantinos Carydis mit einem russischen Programm beim DSO. Werke von Anatol Ljadow, Alexander Skrjabin und Serge Rachmaninoff werden zu hören sein. Solist ist Garrick Ohlsson.
›Aufbruch 1909‹ - Im Rahmen der Themenreihe des DSO werden am 14. Februar in der Philharmonie Werke von Anatol Ljadow, Alexander Skrjabin und Serge Rachmaninoff zu hören sein. Nachdem sich in den beiden ersten Themenkonzerten Chefdirigent Ingo Metzmacher Strawinskys ›Feuervogel‹ und Humperdincks ›Königskindern‹ gewidmet hatte, stehen nun ausschließlich Tonschöpfungen aus Russland um das Jahr 1909 auf dem Programm. Solist ist Garrick Ohlsson, der mit
dem Gewinn des Chopin-Wettbewerbs von 1970 eine bemerkenswerte internationale Karriere begründete.
Kompositionen von Anatol Ljadow sind in Mitteleuropa nur wenig bekannt, in Russland fanden vor allem seine Werke für Klavier Anerkennung. Nationale Mythen inspirierten ihn zu seinen symphonischen Dichtungen, so ist auch der Stoff zu ›Kikimora‹ einer Sammlung russischer Volksmärchen entnommen. Kikimora ist ein teuflisches Wesen; zu Beginn der Tondichtung überwiegen sanfte Klänge, die suggestiv und tonmalerisch das Schaukeln ihrer Wiege darstellen, bevor das Werk kurios-groteske Züge annimmt und spukhaft schillernd endet.
Im Dezember 1908 wurde die symphonische Dichtung ›Le Poème de l’Extase‹ von Alexander Skrjabin uraufgeführt. Zwei Jahre zuvor hatte er ein 370 Zeilen umfassendes Gedicht mit dem Titel ›Poema extasa‹ im Selbstverlag veröffentlicht, dessen Denkansatz sich im Orchesterwerk musikalisch wiederfindet. Thema ist der Kampf des sich selbst erhebenden Ichs, das sich schließlich bis zur Erlösung des Weltalls durch die göttliche Kraft des freien Willens steigert. Skrjabin wendet sich vom Modell des klassischen Symphoniesatzes ab und lässt Konsonanzen und Dissonanzen ohne feste tonale Bezugspunkte variieren.
Serge Rachmaninoff dagegen blieb der europäisch-klassischen Formensprache verhaftet. Sein Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll entstand im Jahr 1909 und wurde in der New Yorker Carnegie Hall uraufgeführt. Das Werk stellt hohe Anforderungen an den Pianisten. Der wehmütige Charakter des berühmt gewordenen Hauptthemas zeigt wegen seiner Einfachheit und seines russischen Charakters Nähe zum orthodoxen Kirchenlied.
Am 15. Februar um 12 Uhr wird die Tondichtung ›Kikimora‹ sowie Modest Mussorgskys ›Eine Nacht auf dem kahlen Berge‹ unter dem Motto ›Verhext‹ im Kulturradio-Kinderkonzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin im Haus des Rundfunks in der Masurenallee zu erleben sein. Christian Schruff moderiert das Konzert im Großen Sendesaal des rbb.
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(35KB)
Kent Nagano kehrt als Ehrendirigent ans Pult des DSO zurück
Schubert, Schumann und Mendelssohn Bartholdy stehen auf dem Programm
Berlin,
28.01.2009
[DSO]
Kent Nagano dirigiert in den Symphoniekonzerten am am 7. und 8. Februar 2009 in der Berliner Philharmonie erstmals als Ehrendirigent das DSO. Auf dem Programm stehen die Symphonie Nr. 3 D-Dur von Franz Schubert, das Konzertstück für vier Hörner in F-Dur von Robert Schumann (Solisten: Horn-Solisten des DSO) und die ›Schottische Symphonie‹ von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Kent Nagano, seit seinem Abschied als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) GMD der Bayerischen Staatsoper sowie Music Director des Orchestre symphonique de Montréal, kehrt am 7. und 8. Februar 2009 für zwei Symphoniekonzerte in der Berliner Philharmonie zum DSO zurück. Im Sommer 2006, als Nagano die Künstlerische Leitung abgab, wurde er zum Ehrendirigenten ernannt, eine Würde, die zuvor nur Günter Wand angetragen worden war. Nun treffen Nagano und das DSO erstmals wieder aufeinander und interpretieren mit den Komponisten Schubert, Schumann, Mendelssohn ein durchwegs romantisches Programm: Der Dirigent zeigt sich damit erneut von einer bisher unbekannten Seite.
Die Symphonie Nr. 3 D-Dur, die zum Konzertauftakt erklingen wird, schrieb Franz Schubert mit nur 18 Jahren. Sind seine späteren Instrumentalwerke deutlich von seinem Liedschaffen geprägt, so stehen die frühen Symphonien noch verstärkt unter dem Einfluss der Wiener Klassik, Ton und Ausdruck aber lassen den romantischen Komponisten schon erahnen.
Das Konzertstück für vier Hörner in F-Dur komponierte Robert Schumann in einer schöpferisch äußerst produktiven Lebensphase: allein 40 Werke entstanden neben der Komposition im Jahr 1849. Zwar weist das Konzertstück durchaus Züge eines Konzerts auf, lässt sich aber schon wegen seiner Kürze nicht dieser Gattung zurechnen. Die vorliegende Binnengliederung orientiert sich an Mozart und Beethoven. Es spielen die Horn-Solisten des DSO: Barnabas Kubina, Ozan Cakar, Georg Pohle und Joseph Miron.
Erste Skizzen der ›Schottischen Symphonie‹ schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy bereits 1829, als er sich lange auf den britischen Inseln, insbesondere in Schottland aufhielt. Fertig gestellt wurde die Symphonie erst Jahre später. Mendelssohn ist Jubilar dieses Jahres, er wurde 1809 in Hamburg geboren. Das Konzertprogramm ist auf sein Werk hin konzipiert, es ist eine romantische Symphonie par excellence: Fernweh, der Grundton der Sehnsucht, ist in ihr vergegenwärtigt.
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(35KB)
Das DSO spielt unter Roland Kluttig und Wolfgang Lischke zwei Konzerte im Rahmen des Festivals für Neue Musik ›Ultraschall‹
Kompositionen von u. a. Poppe, Saariaho und ter Schiphorst stehen auf dem Programm
Berlin,
20.01.2009
[DSO]
Das DSO spielt zwei Konzerte im Rahmen des diesjährigen Festivals für Neue Musik ›Ultraschall‹, am 25. Januar unter Roland Kluttig und am 1. Februar unter Wolfgang Lischke. Kompositionen von Iris ter Schiphorst, Franco Donatoni, Enno Poppe, Saedad Haddad, Malika Kishino, Kaija Saariaho und Fabián Panisello werden dem Publikum vorgestellt. Solisten der zweiten Aufführung sind Saleem Abboud Ashkar (Klavier) und Camilla Hoitenga (Flöte).
Auch 2009 beteiligt sich das DSO wieder mit zwei ambitionierten Konzertprogrammen an dem von Deutschlandradio Kultur und Kulturradio vom Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) bereits in seinem 10. Jahr veranstalteten Festival für Neue Musik ›Ultraschall‹.
Im Eröffnungskonzert am 25. Januar werden junge und jüngste Kompositionen von Iris ter Schiphorst, Franco Donatoni und Enno Poppe durch den im Umgang mit Neuer Musik versierten Dirigenten Roland Kluttig vorgestellt. Des Orchesterwerk ›Altbau‹ von Enno Poppe erfuhr erst vor wenigen Monaten unter Pierre Boulez im Eröffnungskonzert der Donaueschinger Musiktage seine Uraufführung, im Rahmen des ›Ultraschall‹-Konzerts erlebt dieses nun seine Berliner Erstaufführung. »Ich brauche, um zu komponieren, keinen Input. Die Anregung kommt immer aus der Musik selbst. Ich kann mein Vergrößerungsglas in die staubigste Ecke halten und werde dort immer Dinge finden, die nur mir gehören. Das ist kein Stil, sondern eine Technik des Beobachtens. Das Orchester selbst ist der Altbau. Parkett und Stuck; die Fassaden sehen unsaniert besser aus als mit einem aprikosenfarbigen Neuanstrich.«, so der Komponist über seine Neuschöpfung.
Am 1. Februar folgt das zweite ›Ultraschall‹-Konzert. Dem DSO-Publikum wird die beeindruckende Deutsche Erstaufführung des Orchesterwerks ›Mirage‹ von Kaija Saariaho noch in lebhafter Erinnerung sein, die im vergangenen Jahr unter Mitwirkung von Karita Mattila in der Philharmonie gestaltet wurde. Nun stellt das DSO das mit ›Aile du Songe‹ überschriebene Konzert für Flöte und Orchester der finnischen Komponistin vor. Die Widmungsträgerin des Konzerts, die Flötistin Camilla Hoitenga, wird den »Flügel des Traums«, so die wörtliche Übersetzung des Titels, unter dem Dirigat von Wolfgang Lischke zum Schwingen bringen. In der Komposition ›Alternative World-Versions‹ von Saed Haddad übernimmt der palästinensisch-israelische Pianist Saleem Abboud Ashkar den Solopart. Weiterhin wird ein gemeinsames Auftragswerk des rbb und Radio France von Malika Kishino uraufgeführt und ein Orchesterwerk von Fabián Panisello gegeben.
Beide Konzerte werden live im Kulturradio vom rbb übertragen. Weitere Informationen im Internet unter www.kulturradio.de/ultraschall
Karten zu 18 € | erm. 12 € sind erhältlich über den rbb-Shop unter Tel. 030. 97993-84 999
Pressekarten Anke Fallböhmer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (rbb)
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Weitere Informationen Benjamin Dries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (DSO)
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(36KB)
Donald Runnicles dirigiert erstmals das DSO mit Werken von Webern, Berg und Mahler
Die finnische Sopranistin Soile Isokoski interpretiert Bergs Sieben frühe Lieder
Berlin,
07.01.2009
[DSO]
Donald Runnicles dirigiert am 18. Januar in der Berliner Philharmonie erstmals das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Auf dem Programm stehen Werke von Webern, Berg und Mahler. Die finnische Sopranistin Soile Isokoski interpretiert im Rahmen dieses Konzerts Alban Bergs ›Sieben frühe Lieder‹.
Donald Runnicles, der zukünftige Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin und Chefdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra, steht am 18. Januar zum ersten Mal am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Den Berliner Konzert- und Opernbesuchern ist der Brite durch seine erfolgreichen Konzerte mit den Berliner Philharmonikern und als Gastdirigent an der Staatsoper und der Deutschen Oper bekannt.
Beim DSO dirigiert Donald Runnicles ein »Wiener Programm«, das Alban Bergs ›Sieben frühe Lieder‹ in den Mittelpunkt stellt. Interpretiert werden sie von der finnischen Opern-, Lied- und Konzertsängerin Soile Isokoski. Erst kürzlich verlieh ihr die Wiener Staatsoper den Titel der Kammersängerin. 2002 wurde die lyrische Sopranistin für ihre Aufnahme der ›Vier letzten Lieder‹ und weiterer Orchesterlieder von Richard Strauss mit dem begehrten Gramophone Editor´s Choice Award ausgezeichnet. Gerahmt werden Bergs ›Sieben frühe Lieder‹ von Anton Weberns ›Sechs Stücke für Orchester‹ und der Ersten Symphonie von Gustav Mahler.
Aus den Jahren 1905 bis 1908 stammen die Lieder, die Alban Berg 1928 zu einem Zyklus zusammenstellte und orchestrierte. Sie zeigen, wie sehr ihr Komponist aus der Expressivität der menschlichen Stimme dachte und aus ihr auch seine instrumentale Sprache gewann. Das Orchester singt gleichsam mit, in vielen plastischen Linienzügen und reichen Farben. Bergs Lieder entstanden während seiner Studienzeit bei Arnold Schönberg; sie markieren den Weg zum eigenen Stil.
Weberns Orchesterstücke summieren die Erfahrung des Unterrichts bei Schönberg und orientieren sie in die Denkrichtung, die Weberns gesamtes Schaffen auszeichnen sollte: gedrängte Kürze, die nichts verzieren, nichts zwei Mal sagen will.
Als Aufbruchswerk schrieb Gustav Mahler seine Erste Symphonie, als Aufbruch in den »großen Stil«, den er vom 19. Jahrhundert übernahm, und dem er durch Integration von Liedhaftem, von Volkston, Naturlaut und brüchiger Gewissheit eine neue, universale Weite gab. Die Erste Symphonie steht fast programmatisch für dieses große, kosmische Denken in Tönen. Von ihr aus führten viele Wege in die Musik des 20. Jahrhunderts.
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Leif Ove Andsnes interpretiert mit dem DSO Mozarts A-Dur-Klavierkonzert Nr. 23
Herbert Blomstedt stellt die Urfassung von Bruckners Dritter Symphonie vor
Berlin,
29.12.2008
[DSO]
Herbert Blomstedt kehrt an das Pult des DSO mit der Urfassung von Bruckners Dritter Symphonie zurück. Der norwegische Pianist Leif Ove Andsnes interpretiert zuvor Mozarts A-Dur-Klavierkonzert Nr. 23.
Zum Jahresauftakt freut sich das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO), einen langjährigen Gastdirigenten wieder am Pult begrüßen zu dürfen: den schwedisch-amerikanischen Maestro Herbert Blomstedt. Zuletzt brachte er mit dem Orchester Ende Mai Bruckners Neunte Symphonie zur Aufführung. Für die Symphoniekonzerte am 7. und 8. Januar reist er mit einem Novum seiner Bruckner-Auseinandersetzung beim DSO im Gepäck an, mit der Urfassung der Dritten Symphonie von 1873. Dem Monumentalwerk stellt der Grandseigneur der Dirigierkunst Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur gegenüber. Ein anderer bedeutender Musiker mit skandinavischen Wurzeln wird es interpretieren: der 38-jährige Norweger Leif Ove Andsnes.
An keinem Werk arbeitete Bruckner so lang und so oft wie an seiner Dritten, der ›Wagner-Symphonie‹. Bis vor kurzem betrachtete man die späte Fassung von 1889 als deren einzig gültige Gestalt. Inzwischen aber hat sich diese Auffassung grundlegend geändert: Mehr und mehr geht man bei diesem Werk von wenigstens zwei gleichrangigen Versionen aus. Das Anliegen von Herbert Blomstedt ist es, die Eigenständigkeit der Urfassung in seinen Konzerten dem Berliner Publikum unter Beweis zu stellen.
Das Klavierkonzert Nr. 23 ist eines von drei Werken dieser Gattung, die Mozart parallel zur Oper ›Le nozze di Figaro‹ komponierte. Verbindungen zwischen dem Musiktheater und den konzertanten Werken stellen sich bei ihm nicht nur über Themen und Motive her, sondern ebenso über die Gestaltung und Intensität des musikalischen Ausdrucks. Die Expressivität des A-Dur-Konzerts verdichtet sich im langsamen Satz, einer tief leidenschaftlichen Arie für Klavier und Orchester. Kaum jemand wäre besser geeignet die dialogisch-dramatischen Qualitäten herauszustellen als Leif Ove Andsnes. Dessen Mozart-Deutungen sind durch eine reiche kammermusikalische Erfahrung bestimmt, verständig, durchsichtig im Klang und strukturell im Verhältnis von Detail und Ganzem so erhellend wie überzeugend.
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Silvesterkonzert des DSO mit Artisten des ›Circus Roncalli‹ im Tempodrom
Ein poetisches Spektakel mit der Sopranistin Measha Brueggergosman, dirigiert von Pietari Inkinen
Berlin,
19.12.2008
[DSO]
Das traditionelle Silvesterkonzert des DSO mit den Artisten des Circus Roncalli im Tempodorm unweit des Potsdamer Platzes findet auch in diesem Jahr wieder statt. Solistin des Abends ist die schillernde Sopranistin Measha Brueggergosman, es dirigiert in seinem Berlin-Debüt Pietari Inkinen.
Es herrscht einmal mehr künstlerischer Ausnahmezustand beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Nach einer besinnlichen Weihnachtszeit laden die Virtuosen der Manege und die Artisten der Orchesterkultur passend zum Jahreswechsel zu einem außergewöhnlichen Ereignis: das diesjährige Silvesterkonzert mit der Ausnahme-sopranistin Measha Brueggergosman, den Künstlern des ›Circus Roncalli‹ und den Musikern des DSO. Dirigiert wird das »Außer-der-Reihe-Konzert« erstmals von dem charismatischen Finnen Pietari Inkinen. Das poetische Spektakel jährt sich damit zum fünften Mal und will mit betörenden Tönen zu bunt-träumerischem Treiben verzaubern. Das ganz in der Nähe des Potsdamer Platzes gelegene Tempodrom bietet für diesen besondern Anlass den passenden Rahmen.
Auf dem Programm stehen Werke von Komponisten, die ihre Zeit und ihre Zeitgenossen herausforderten, wie Igor Strawinsky mit seinem ›Danse infernale‹ aus dem Märchenballett vom ›Feuervogel‹ oder Maurice Ravel mit ›La Valse‹, deren Schwung auch vom Tanz auf dem Vulkan weiß. Von anderen Komponisten vernimmt man Töne, die man kaum mit ihnen in Verbindung brächte, wie Arnold Schönbergs Kabarett-Kompositionen, die ›Brettl-Lieder‹, mit denen er seine Karriere in Berlin begann. Zu erleben sind stürmische Virtuosität und heiteres, auch nachdenkliches Innehalten, die Brillanz der menschlichen Stimme, des Orchesters und der Artisten.
Die Sopranistin Measha Brueggergosman ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten unter den klassischen Sängerinnen weltweit. Sie studierte in Toronto und München, perfektionierte ihre Ausbildung u. a. durch Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Jessye Norman, Rudolf Piernay und Thomas Quasthoff. Sie gewann hochrangige Preise und Auszeichnungen in Amerika und Europa (u. a. in ’s-Hertogenbosch und den ARD Wettbewerb), wurde für Auftritte bei wichtigen weltpolitischen Ereignissen und Benefizveranstaltungen engagiert. Innerhalb kurzer Zeit hat sie mit einem Repertoire, das von Mendelssohns Oratorien bis zu zeitgenössischen Liedkompositionen, von Mozarts Opern über Beethovens Neunte Symphonie bis zu Vokalzyklen von Mahler, Strauss und Messiaen reicht, mit führenden Orchestern und Dirigenten in Europa und Übersee zusammengearbeitet.
Pietari Inkinen gibt mit dem Silvesterkonzert nicht nur sein DSO-Debüt, sondern tritt auch erstmals in Berlin auf. Der Musikdirektor des New Zealand Symphony Orchestra gilt als einer der großen Talente der skandinavischen Dirigentenkultur. Als Gast wurde er von angesehenen Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Koniglijk Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem Israel Philharmonic und dem City of Birmingham Symphony Orchestra verpflichtet. Als Geigenvirtuose, Schüler u. a. von Zakhar Bron, tritt er in Kammermusikformationen und solistisch auf, oft auch in Doppelfunktion als Solist und Dirigent.
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(37KB)
Ingo Metzmacher dirigiert Humperdincks Märchenoper ›Königskinder‹ konzertant
Die Titelpartien singen Juliane Banse, Klaus Florian Vogt, Christian Gerhaher und Gabriele Schnaut
Berlin,
09.12.2008
[DSO]
Chefdirigent Ingo Metzmacher dirigiert am 15. und 17. Dezember Engelbert Humperdincks Märchenoper ›Königskinder‹. Als Solisten/-innen der konzertanten Aufführungen wirken u.a. Juliane Banse, Klaus Florian Vogt, Gabriele Schnaut, Christian Gerhaher, Christoph Stephinger und Stephan Rügamer mit. Die Chorpartien übernimmt der Rundfunkchor Berlin neben Stimmen des Berliner Mädchenchors.
Chefdirigent Ingo Metzmacher dirigiert als weitere musikalische Wegmarke des Jahresthemas ›Aufbruch 1909‹ Engelbert Humperdincks ›Königskinder‹, eine Märchenoper, die zwischen den großen deutschen Opernkomponisten um die Jahrhundertwende, Wagner und Strauss, einen ganz eigenen Ton findet.
Die konzertanten Berliner Aufführungen des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin an den Abenden vom 15. und 17. Dezember (Beginn 19 Uhr) zeichnen sich durch eine prominente Besetzung der Solopartien aus: So werden Juliane Banse in der Rolle der Gänsemagd, Klaus Florian Vogt als Königssohn, Gabriele Schnaut als Hexe, Christian Gerhaher als Spielmann, Christoph Stephinger als Holzhacker und Stephan Rügamer als Besenbinder neben weiteren namhaften Sängerinnen und Sängern sowie Chorsolisten zu erleben sein. Die Chorpartien übernimmt der Rundfunkchor Berlin neben Stimmen des Berliner Mädchenchors.
In den Schatten gestellt von ›Hänsel und Gretel‹ ist kaum bekannt, dass der Rheinberger-Student und spätere Wagner-Assistent rund fünfzehn Jahre nach seinem bedeutendsten Erfolg mit einer weiteren auf einem Märchenstoff basierenden Oper Furore machte. Fertig gestellt im Jahr 1909 und uraufgeführt 1910 an der Metropolitan Opera New York, stand ›Königskinder‹ in den darauf folgenden Jahren auf den Spielplänen großer Bühnen Europas, verschwand jedoch schon nach kurzer Zeit wieder in Magazinen und Archiven. »Völlig zu Unrecht«, wie Ingo Metzmacher betont, »handelt es sich doch bei den ›Königskindern‹ um die weitaus bessere Musik«. Schon die Uraufführung wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen, man nannte die Oper gar »die ›wertvollste‹ seit Wagners ›Parsifal‹«.
Der zweite ›Königskinder‹-Abend wird als Benefizkonzert zugunsten des ambitionierten Hilfsprojekts ›Schule in der Kiste‹ der Organisation UNICEF veranstaltet, für das an diesem Abend gespendet werden kann. Alle beteiligten Solistinnen und Solisten sowie der Dirigent verzichten zur Ermöglichung des Konzerts am 17. Dezember auf ihre Gage. Katja Riemann, deutsche Schauspielerin und UNICEF-Botschafterin, übernimmt die Projekt-Patenschaft. Informationen zum Förderprojekt ›Schule in der Kiste‹ finden Sie hier ».
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(40KB)
Drei Debüts im ›Deutschlandradio Kultur‹ mit dem DSO
Auf dem Programm stehen Saint-Saëns Violinkonzert Nr. 3 und Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3
Berlin,
02.12.2008
[DSO]
Im Rahmen der Konzertreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ debütieren am 7. Dezember drei junge Musiker mit dem DSO in der Berliner Philharmonie: der französische Dirigent Jean Deroyer, der amerikanische Violinist Stefan Jackiw und der russisch-iraelische Pianist Boris Giltburg. Auf dem Programm stehen Werke von stehen Saint-Saëns, Prokofjew, Magnus Lindberg und Witold Lutosławski.
Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin erklimmen am 7. Dezember der französische Dirigent Jean Deroyer, der amerikanische Violinist Stefan Jackiw und der russisch-iraelische Pianist Boris Giltburg erstmals das Podium der Berliner Philharmonie im Rahmen der Konzertreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Im Mittelpunkt des Abends stehen Camille Saint-Saëns Violinkonzert Nr. 3 in h-Moll sowie Sergej Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur. Gerahmt werden die Solokonzert durch die Orchesterkompositionen ›Feria‹ von Magnus Lindberg und ›Chain 3‹ von Witold Lutosławski. Wie immer wird das ›Debüt‹-Konzert live in ›Deutschlandradio Kultur‹ übertragen.
Der amerikanische Geiger Stefan Jackiw gab bereits als 14-Jähriger sein Europa-Debüt mit dem Philharmonia Orchestra in London. In den USA debütierte er in den letzten Jahren beim Cleveland Orchestra, beim New York Philharmonic, San Francisco Symphony und Boston Symphony Orchestra. Als Kammermusiker gastierte er 2001 beim Schleswig-Holstein Musik Festival zusammen mit Christoph Eschenbach und trat u.a. bei der ›Rising Stars‹-Serie des Ravinia Festivals auf.
Der israelische Pianist Boris Giltburg wurde 1984 in Moskau geboren, sein Studium absolvierte er bei Arie Vardi in Tel Aviv. Giltburg wurde bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. 2006 erschien seine Debüt-CD mit Solowerken von Mussorgsky, Prokofjew und Skrjabin. 2008 gab er Recitals in Amsterdam, London, Paris, Zürich sowie in Schwetzingen und in Miami. In der vergangenen Saison debütierte er in London, Liverpool, Bournemouth, Malmö, Birmingham, Bordeaux und kehrte schließlich zu den Prager Symphonikern zurück, mit denen er 2005 in Tokyo sein äußerst erfolgreiches Debüt gefeiert hatte.
Der französische Dirigent Jean Deroyer, Jahrgang 1979, schloss sein Studium am Pariser Conservatoire mit ersten Preisen in fünf Fächern ab. Pierre Boulez ernannte ihn für zwei Spielzeiten zum Assistenten des Dirigenten des Ensemble Intercontemporain. Deroyer war außerdem Gastdirigent u.a. beim Orchestre de Paris, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem Ensemble Intercontemporain und dem Ensemble Court-circuit Paris. Wichtige kommende Engagements sind u.a. Konzerte mit dem Ensemble Intercontemporain in Rom und mit dem Klangforum Wien in New York. Jean Deroyer ist seit September 2008 Leiter des Ensembles Court-Circuit.
Das ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ gehört zu den traditionsreichsten Konzertreihen des öffentlich-rechtlichen Hörfunks in Deutschland. Gegründet 1959 vom Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS), liefen die Orchesterkonzerte in den ersten Jahrzehnten unter dem Titel ›RIAS stellt vor‹. Zu der langen Liste der ehemaligen Debütanten gehören u.a. Jessye Norman, Jewgenij Kissin und Cecilia Bartoli.
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PM_Debuet_NoI_02-12-2008.pdf
(38KB)
Auftakt im ›Kunsthaus Tacheles‹ mit Musikern des DSO am 5. Dezember
»Russischer Schönberg« und »französischer Brahms« - Nikolaj Roslawez und Gabriel Fauré
Berlin,
26.11.2008
[DSO]
Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin bespielen in unterschiedlich besetzten Kammermusikensembles das ›Kunsthaus Tacheles‹ in Berlin Mitte. Insgesamt sechs Konzerte finden hier statt, das erste am 5. Dezember. Auf dem Programm stehen Werke von Roslawez und Fauré.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin zeichnet sich seit jeher durch eine Offenheit zum Experiment aus. So verwundert es auch kaum, dass Mitglieder des Orchesters in dieser Spielzeit mit ihrem Chefdirigenten samt musikalischen Gästen an ungewohntem Ort zu erleben sind. Auf der Spurensuche nach neuen Tönen begeben sich unterschiedlich besetzte Kammermusikensembles in die Mitte Berlins und bespielen das ›Kunsthaus Tacheles‹ an der Oranienburger Straße. Insgesamt sechs Konzerte finden jeweils zum Einheitseintrittspreis von 15 € im Goldenen Saal (Theatersaal) im ersten Stockwerk des noch existenten Gebäudeflügels statt, das erste am 5. Dezember.
In seiner Ruinenhaftigkeit zeugt das einstmals so prunkvolle Warenhaus, das sich vom Bahnhof Friedrichstraße ausgehend über eine riesige Fläche erstreckte, noch heute von den Umbrüchen des zurückliegenden Jahrhunderts: 1909 als ›Friedrichstadtpassage‹ im jüdischen Viertel für Luxuseinkäufer eröffnet, wurde es im Krieg fast gänzlich zerstört, lag lange Zeit brach. Erst kurz vor der Wende wurde es von der freien Kunstszene besetzt und so vor dem Abriss bewahrt. Die wechselvolle Geschichte des Hauses atmet unwillkürlich die Luft von Wandelbarkeit und Wagnis.
Die ›Tacheles‹-Konzerte des DSO stehen allesamt im Spannungsfeld des Themenschwerpunkts ›Aufbruch 1909‹, der sich wie ein roter Faden durch die laufende Spielzeit zieht. Bevor im kommenden Jahr das Minifestival ›Schönberg Underground‹ den Protagonisten Arnold Schönberg mit drei Konzerten vom 22.- 24. Mai 2009 ins Zentrum stellt, werden im ›Tacheles‹ bereits zuvor drei Kammerkonzerte am 5. Dezember, 20. Februar und 24. April Schlaglichter auf musikalische Tendenzen um das »Fin de Siècle« werfen.
Im Mittelpunkt des ersten ›Tacheles‹-Konzerts steht mit Nikolaj Andrejewitsch Roslawez (1881-1944) einer der originärsten Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der häufig als »russischer Schönberg« bezeichnete Tonsetzer, der von den neuen sowjetischen Machtherren wegen seines Neurertums als »Volks- und Klassenfeind« verfemt wurde, trat als einer der ersten für Neue Musik in Russland ein. Auf der Suche nach einer eigenen Tonsprache entwickelte er sein »neues System der Tonorganisation«, eine atonale Kompositionslehre, die der Zwölftonmusik Schönbergs ähnlich ist, jedoch völlig unabhängig von dem Wiener entstand. Auf dem Konzertprogramm am 5. Dezember steht sein zu Lebzeiten unveröffentlicht gebliebenes Klaviertrio Nr. 2 von 1920.
Gegenübergestellt wird Roslawez einem Wegereiter des französischen Tonfalls um 1900, Gabriel Fauré (1845-1924). Aaron Copland bezeichnete den Lehrer von Nadia Boulanger Maurice Ravel gar als den »französischen Brahms«. Gabriel Faurés Klavierquintette gehören zu den reizvollsten Werken der französischen Kammermusik. Zu hören im ›Tacheles‹-Konzert ist sein zweites Klavierquintett in c-Moll (1886).
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(36KB)
Deutsch-türkische Klanggeschichte
Berlin,
19.11.2008
[DSO]
Der türkische Komponist und Sänger Zülfü Livaneli und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin eröffnen die zweite Saison der Konzertreihe ›KlangKulturen‹
Für Türken in aller Welt ist er ein Superstar, dem deutschen Publikum dagegen eher unbekannt: Zülfü Livaneli – Schriftsteller, Musiker, Regisseur und einflussreicher Vordenker der türkischen Kulturszene. Zusammen mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Solisten des Konservatoriums für Türkische Musik Berlin eröffnet er die zweite Saison der deutsch-türkischen Konzertreihe ›KlangKulturen‹ der roc berlin.
Das Programm stellt die verschiedenen Musiktraditionen von Orient und Okzident in den Mittelpunkt und akzentuiert dabei besonders die Geschichte der musikalischen Beziehungen. Livanelis moderne Kompositionen alter türkischer Volkslieder, die westliche und anatolische Instrumente und Klänge zusammenführen, treffen im Konzert auf die Musik des türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun. In seinen Werken finden sich ebenfalls Elemente europäischer Klassik, aber auch Strukturen der osmanischen Kunstmusik wieder. Dem gegenüber gestellt wird Haydns Symphonie Nr. 100, die ›Militärsymphonie‹, die sich wiederum der türkischen Janitscharenmusik bedient. In den multinationalen Klangkosmos fügen sich außerdem die von Islamstudien inspirierten ›Lieder eines verliebten Muezzins‹ des polnischen Komponisten Karol Szymanowski.
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(59KB)
Dirigent Yannick Nézet-Séguin und Geigerin Lisa Batiashivili debütierten beim DSO
Russisch-französisches Programm mit Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 und Debussys ›Jeux‹
Berlin,
12.11.2008
[DSO]
Am Freitag, den 21. November debütieren Dirigent Yannick Nézet-Séguin und Geigerin Lisa Batiashvili beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Auf dem französisch-russischen Programm stehen Werke von Tschaikowsky, Ravel, Debussy und Prokofjew.
Gleich zwei hochkarätige Debüts erwarten das Publikum des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin im Symphoniekonzert am Freitag, den 21. November in der Berliner Philharmonie: erstmals werden der Dirigent Yannick Nézet-Séguin – Nachfolger von Valery Gergiev als Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Rotterdam und Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra – und die eben mit einem ›ECHO Klassik‹ als beste Nachwuchskünstlerin des Jahres ausgezeichnete georgische Geigerin Lisa Batiashvili mit dem Orchester zusammenarbeiten. Das Konzert widmet der 33-jährige Frankokanadier den produktiven Kulturbeziehungen zwischen Russland und Frankreich.
Eröffnet wird das Programm mit Tschaikowskys Symphonischer Dichtung über Liebe und Leid der Francesca da Rimini. Der russische Tonmaler zeichnet darin in starken Kontrasten zwischen ausgedehntem Liebesgesang und emotionalen Stürmen musikalisch nach, was Dante im zweiten Höllenkreis seiner ›Göttlichen Komödie‹ beschrieb. Gegenstück zu der in Tönen gefassten Tragödie ist die zweite Suite aus Maurice Ravels Ballettmusik über die wiedergewonnene Liebe des antiken Hirtenpaares Daphnis und Chloë. Die mit Raffinement gestaltete Partitur gehört zu den großartigen Tanzstücken, die die legendären ›Ballets Russes‹ in Paris inspirierten. Zwischen den beiden rahmenden Kompositionen platziert der junge Dirigent neben Debussys Ballettmusik ›Jeux‹, deren Noblesse und Beschwingtheit schon Strawinsky bewunderte, Sergej Prokofjews zweites Violinkonzert. Als Solistin in diesem Referenzwerk der Geigenkunst, das durch seine effektsichere Virtuosität und brillante Orchestrierung besticht, gibt Lisa Batiashvili ihr Debüt beim DSO.
Auf die Frage, worin für ihn die Bedeutung seiner Berliner Programmgestaltung liege, antwortet Yannick Nézet-Séguin: »Für mich ist die französische Musik am Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur ein wunderbarer Tummelplatz exquisiter Klangfarben in der Orchestermusik, sondern sie erfordert unheimliche Disziplin und Aufmerksamkeit auf musikalische Details und Kollegen, vergleichbar der Kammermusik, nur eben in größerem Maßstab. Aus diesen Gründen, meine ich, ist es für Orchester und Publikum sehr gesund, regelmäßig Ravel und Debussy auf das Programm zu setzen ... Darüber hinaus aber gibt es eine große Nähe zwischen französischer und russischer Musik, die hauptsächlich in der Revolution der Orchesterfarben begründet liegt, also in der farblichen Gestaltung von musikalischen Strukturen, Bewegungen und Gefühlen, ebenso wie in einer starken Beziehung der Musik zum Tanz, im speziellen dem Ballett.« Diese Verbindungen offenzulegen, ist zentrales Anliegen des Konzerts am 21. November.
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PM_Nezet-Seguin_12-11-2008.pdf
(36KB)
Der Windsbacher Knabenchor gastiert mit Mozart und Schubert
Karl-Friedrich Beringer dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin
Berlin,
03.11.2008
[DSO]
Am 9. November gastiert der Windsbacher Knabenchor unter seinem Dirigenten Karl-Friedrich Beringer mit der As-Dur-Messe von Franz Schubert und dem Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Solisten der Aufführung sind Ruth Ziesak (Sopran), Monica Groop (Alt), Thomas Cooley (Tenor) und Thomas Laske (Bass).
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin begrüßt am 9. November ein langjähriges Gastensemble und einen der weltweit besten Klangkörper seiner Art: den Windsbacher Knabenchor. Nach der umjubelten Aufführung von Mendelssohns Oratorium ›Elias‹ vor zwei Jahren – eben bei Sony auf CD erschienen – sind die jungen Sänger am kommenden Sonntag unter ihrem Dirigenten Karl-Friedrich Beringer mit der As-Dur-Messe von Franz Schubert und dem Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart zu erleben. Zu dem namhaften Solistenquartett zählen Ruth Ziesak (Sopran), Monica Groop (Alt), Thomas Cooley (Tenor) und Thomas Laske (Bass).
Das Mozart-Requiem gehört nicht erst seit Milos Formans Film ›Amadeus‹ zu den am beständigsten von Legenden umwobenen Kompositionen der Musikgeschichte. Über ihre ohnehin unmittelbar bewegende Klangsprache hinaus, erfährt die Totenmesse durch die nur ansatzweise zu klärenden Umstände, unter denen sie ihr Komponist als Fragment zurücklassen musste, eine zusätzliche emotionale Aufladung. Am 9. November wird das finale Werk in der von Franz Xaver Süßmayr – wohl weitgehend nach Mozarts Angaben – ergänzten Fassung zu hören sein.
Schubert indes nahm sich für seine fünfte musikalische Messe wie für keine andere seiner Kompositionen Zeit, sie selbst abzuschließen: knapp drei Jahre widmete er zwischen 1819 und 1822 der Ausarbeitung seines großen chorsymphonischen Opus. Die Vertonung des von Schubert eigenwillig abgeänderten Traditionstextes überstieg schließlich auch den Horizont kirchlicher Gebrauchsmusik. 1825 reichte sie der Komponist als Bewerbung um die vakante Position des Vizehofkapellmeisters am kaiserlichen Hof in Wien ein. Der amtierende Hofkapellmeister Joseph Eybler jedoch verweigerte ihre öffentliche Aufführung mit der Begründung, sie »sei gut, aber nicht in dem Styl componirt, den der Kaiser liebt«. Vielleicht war sie ihm zu aufrührerisch und aufgeklärt?
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(35KB)
Georges Prêtre kehrt als Gastdirigent an das Pult zurück
Das DSO spielt Brahms’ Symphonie Nr. 3 und Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹
Berlin,
21.10.2008
[DSO]
Georges Prêtre dirigiert am 27. Oktober Brahms' Symphonie Nr. 3 in F-Dur und Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ in der Instrumentierung von Ravel.
Georges Prêtre gehört zu den beliebtesten Gastdirigenten beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Am Montag, den 27. Oktober dirigiert er die von Dvořák zutiefst bewunderte Symphonie Nr. 3 in F-Dur von Johannes Brahms und lädt mit Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ in der Instrumentierung von Ravel zum musikalisch inspirierten Museumsrundgang ein.
Brahms und Mussorgsky, die beiden Zeitgenossen – Brahms war der um sechs Jahre Ältere –, gingen von unterschiedlichen Voraussetzungen aus. Während Brahms sich in der Tradition mitteleuropäischer Musikgeschichte verstand, suchte Mussorgsky als Komponist diese zugunsten einer neuen russischen Musik zu überwinden.
Brahms komponierte seine Dritte fast fünfzigjährig 1883 im Spannungsfeld der Symphonie bei Robert Schumann und den Idealen der Romantik. Große Gegensätze prägen das Werk. Heiterkeit und Resignation liegen dicht beieinander, zeichnen starke Kontraste. Seine Komposition folgt der Idee einer absoluten Musik, zu deren Verfechtern Brahms zählte, und lässt dennoch viele außermusikalische Deutungsmöglichkeiten offen. So fühlte sich Clara Schumann durch den zweiten Satz an das »Rinnen der Bächlein, Spielen der Käfer« erinnert, hingegen schien ihr der dritte »wie eine Perle, aber es ist eine graue, von einer Wehmutsträne umflossen«.
Ganz anders Mussorgsky. Seine ›Bilder einer Ausstellung‹ (1874) folgen durchwegs einer bildhaften Programmidee, tragen von vornherein ein imaginierte Szene an die Musik heran. Zweifelsohne zählen die ›Bilder‹ zu den beliebtesten Kompositionen der Musikgeschichte überhaupt. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat Maurice Ravel, der durch seine virtuosen Fähigkeiten der Instrumentierung dem Werk eine neue Existenz als orchestrales Konzertstück verlieh. Im Auftrag von Sergej Kussewitzky – dem engagierten Dirigenten, Verleger und Musikförderer – machte sich der französische Komponist an eine Orchestrierung der zehn Klavierstücke Mussorgskys und überführte 1922 den Klaviersatz in eine raffinierte, vielfarbige Partitur.
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(40KB)
Yutaka Sado dirigiert Berliner Erstaufführung von Osvaldo Golijov mit dem DSO
Pianist Sergio Tiempo interpretiert Chopins Klavierkonzert Nr. 2
Berlin,
10.10.2008
[DSO]
Yutaka Sado wird zusammen mit dem DSO erstmals ein Werk von Osvaldo Golijov in Berlin aufführen. Im Zentrum des Konzertabends steht Chopins Klavierkonzert Nr. 2 von Sergio Tiempo interpretiert. Dvořáks Symphonie Nr. 9 ›Aus der neuen Welt‹ wird in der zweiten Konzerthälfte gespielt.
Am 21. Oktober bringt Gastdirigent Yutaka Sado zusammen mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin erstmals ein Werk des argentinischen Komponisten Osvaldo Golijov in Berlin zur Aufführung. Im Zentrum des Konzertabends steht Chopins zweites Klavierkonzert, das der argentinische Pianist Sergio Tiempo interpretiert. Dvořáks Symphonie Nr. 9 ›Aus der neuen Welt‹ rundet dieses Programm ab.
Der 1960 geborene Osvaldo Golijov wuchs in einer Familie osteuropäischer Juden im argentinischen La Plata auf, heute lebt er in den USA. Seine Mutter war Klavierlehrerin, sein Vater Arzt. Musikalisch wurde Golijovs Kindheit und Jugend durch klassische Kammermusik, jüdische liturgische und Klezmermusik sowie dem Tango Nuevo seines Landsmanns Ástor Piazzolla geprägt. ›Last Round‹ komponierte Golijov 1996, als Reaktion auf den Tod Piazzollas. Der Komponist selbst beschreibt sein Werk als »sublimierten Tango-Tanz«.
Im Zentrum des Konzertabends, den Deutschlandradio Kultur live überträgt, steht Frédéric Chopins zweites Klavierkonzert. Interpretiert wird es von dem argentinischen Pianisten Sergio Tiempo. Geboren 1972 in Caracas, Venezuela, begann Sergio Tiempo als Dreijähriger mit dem Klavierspielen, unterrichtet von seiner Mutter. Mit vier trat er bereits im argentinischen Fernsehen auf, und mit sieben Jahren gab er Konzerte in London und Frankreich, mit acht beim englischen Ealing Music Festival, mit 14 Jahren in der Reihe ›Große Pianisten‹ im Concertgebouw Amsterdam. Zu seinen zahlreichen Lehrern gehört auch Martha Argerich. Sergio Tiempo hat bereits weltweit konzertiert, sowohl als Solist als auch als Kammermusiker. Zu seinen Partnern zählen Martha Argerich und Mischa Maisky.
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Uraufführung des »Memoratorium« ›Goya II. Yo lo vi‹ von Helmut Oehring
Verleihung des ›Schönberg-Preis 2008‹ am Sa 11. Oktober in der Berliner Philharmonie
Berlin,
02.10.2008
[DSO]
Ingo Metzmacher und das DSO bringen am 11. Oktober die Komposition von Helmut Oehring ›Goya II. Yo lo vi‹, ein »Memoratorium« für Knabensopran, Soli, Chor, Elektronik und Orchester zur Uraufführung. Ermöglicht wird dieses durch die großzügige Unterstützung durch die ›Schering Stiftung‹. Ingo Metzmacher stellt der Uraufführung Beethovens ›Eroica‹ gegenüber. Helmut Oehring wird im Rahmen des Konzerts in der Berliner Philharmonie der ›Arnold Schönberg-Preis 2008‹ verliehen.
Am 11. Oktober werden Ingo Metzmacher, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, der Rundfunkchor Berlin, Instrumental-, Vokal- und Gebärdensolisten im Zusammen-spiel mit Live-Elektronik das »Memoratorium« ›Goya II. Yo lo vi‹ von Helmut Oehring in der Berliner Philharmonie zur Uraufführung bringen.
Das »zur Erinnerung gemahnende Oratorium« ist ein Kompositionsauftrag des DSO, der dank der großzügigen Unterstützung durch die ›Schering Stiftung‹ und auf Initiative des Förderkreises des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin vergeben werden konnte. Ingo Metzmacher stellt der Uraufführung die Symphonie Nr. 3 in Es-Dur von Ludwig van Beethoven gegenüber.
Helmut Oehring bezieht sich in seiner neuesten Komposition auf die Radierung des spanischen Künstlers Francisco de Goya mit dem Titel ›Yo lo vi‹ (Ich habe es gesehen). Diese thematisiert die Schrecken des Krieges aus der Sicht eines Kindes. ›Goya II‹ ist, wie die anderen großen Werke Helmut Oehrings, räumlich konzipiert, beschränkt sich nicht auf das Gegenüber von Bühne und Publikum. Neben Chor, Soli und großem Orchester, zu dem mit akustischer und elektrischer Gitarre auch Instrumente der Popmusik gehören, verwendet Oehring Elektronik, die den Raum aus verschiedenen Richtungen bespielt. Zudem fordert er eine Sprache, die unmittelbar in den Raum wirkt: das Gebärden, mit dem er als Sohn gehörloser Eltern aufwuchs; er lernte die gestische vor der Lautsprache.
Im Rahmen des Konzertabends wird Helmut Oehring für sein Gesamtschaffen mit dem internationalen ›Arnold Schönberg-Preis 2008‹ als gemeinsame Auszeichnung von Deutschlandradio und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in Zusammenarbeit mit dem Arnold Schönberg Center, Wien, geehrt. In der Ausführung der Jury heißt es: »Als Autodidakt hat sich Helmut Oehring ähnlich Arnold Schönberg größtmögliche künstlerische Individualität erworben. Hervorzuheben ist eine enge Verknüpfung von autobiographisch Erlebtem und einer von allen Menschen geteilten Erfahrungswelt.«
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Metzmacher eröffnet die Themenreihe ›Aufbruch 1909‹ mit Strawinskys ›Feuervogel‹
Sergey Khachatryan interpretiert Brahms' Violinkonzert mit dem DSO
Berlin,
01.10.2008
[DSO]
Mit Strawinskys Ballettmusik ›Der Feuervogel‹ eröffnet Ingo Metzmacher am 6. Oktober die Themenreihe ›Aufbruch 1909‹. Den Abend eröffnet der 23-jährige armenische Geiger Sergey Khachatryan als Solist in Brahms’ Violinkonzert. Es ist zugleich das Debüt des jungen Geigers mit dem DSO.
Am 6. Oktober eröffnet Ingo Metzmacher die Themenreihe seiner zweiten Saison als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, die er unter das Motto ›Aufbruch 1909‹ stellt. In dem ersten von sechs Konzertprogrammen steht ein richtungweisendes Werk am Beginn des 20. Jahrhunderts im Zentrum Metzmachers Betrachtung der musikhistorischen Wegmarke: Igor Strawinskys vollständige Ballettmusik ›Der Feuervogel‹.
Die Auftragsarbeit des Jahres 1909 für die revolutionäre Tanztruppe um Sergej Diaghilew, die ›Balletts Russes‹, begründete den Weltruhm des bis dato weitgehend unbekannten Strawinsky. Während die Handlung auf zwei russischen Volksmärchen beruht, die die Geschichten des Feuervogels und des schwarzen Magiers Kastschei erzählen, besticht die Musik vor allem durch ihre rhythmisch emanzipatorischen Eigenheiten und eine farbige Instrumentierungs-kunst, die zwischen Paris und dem fernen Russland anzusiedeln ist. »Der ›Aufbruch 1909‹ ließ zwar im ›Feuervogel‹ noch die Basis erkennen, von der er sich abstieß, doch leuchtete in dieser Musik auch eine Zukunft auf, an die damals niemand dachte, nicht einmal Strawinsky selbst.« (Habakuk Traber)
Den Abend eröffnet der 23-jährige armenische Geiger Sergey Khachatryan als Solist in Brahms’ Violinkonzert. Als jüngster Preisträger in der Geschichte gewann dieser im Jahr 2000 den Sibelius-Wettbewerb in Helsinki, 2005 den Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel. Er konzertierte bereits mit allen namhaften britischen Orchestern, 2005 trat er erstmals in den USA beim Ravinia und Blossom Festival, in Boston, Washington, San Francisco und Los Angeles auf. Am 6. Oktober debütiert er mit dem DSO.
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(35KB)
›Kent Nagano dirigiert Monumente der Klassik‹ im Kino
Beethovens ›Eroica‹ interpretiert vom DSO Berlin kommt auf die Leinwand
Berlin,
29.09.2008
[DSO]
Ab 5. Oktober präsentiert ›My Screenevent‹ Beethovens dritte Symphonie aus der sechsteiligen Musikreihe ›Kent Nagano dirigiert Monumente der Klassik‹ über das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in mehr als 50 Filmtheatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz und bringt damit erstmals klassische Konzerte auf die Leinwand.
In rund 50 Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert ab dem 5. Oktober ›My Screenevent‹ ›Eroica‹, die dritte Symphonie von Ludwig van Beethoven, aus der sechsteiligen Musikreihe ›Kent Nagano dirigiert Monumente der Klassik‹ mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und seinem ehemaligen Chef- und heutigen Ehrendirigenten.
Dank modernster digitaler Kinotechnik wird das ambitionierte Filmprojekt, das 2006 in einer Kooperation mit der Deutschen Welle entstand, in bester Ton- und Bildqualität in Konzertsaaldimensionen erfahrbar gemacht. Damit werden erstmals nicht nur Opern- oder Ballettaufführungen, sondern auch klassische Konzerte auf die Leinwand gebracht. Zusätzlich zum Konzertmitschnitt der gesamten Symphonie wird eine packend-informative Dokumentation gezeigt.
Ein Produktionsteam von über 30 Spezialisten begleitete das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin über mehrere Monate bei seiner Arbeit. Daraus resultierte eine fesselnde Serie mit expressiven Aufnahmen von Symphoniekonzerten in der Berliner Philharmonie und lebendigen Reportageteilen, die einen Einblick in die Probenarbeit des DSO gewährt. In Interviewsequenzen erläutert Kent Nagano, was ihm bei der Einstudierung herausragender Werke der Musikgeschichte und deren Interpretation besonders wichtig ist. Mitglieder des Orchesters sprechen über ihre Arbeit, die Musik und das Orchester. Eine Besonderheit dieser Produktion sind Trickfilmsequenzen, die unterhaltsam und historisch fundiert, Hintergründiges aus dem Leben der Komponisten erzählen.
Zahlreiche Auszeichnungen bezeugen den großen Erfolg der Konzertreihe: Zwei ›Remi-Awards‹ World Fest 2007 in Houston, ›Intermedia-Globe‹ Worldmediafestival 2007 in Hamburg, ›Teide Award‹ Tenerife International Film Festival, ›Hot Bird TV Award 2006‹ Venedig und ›Certificate of Exellence‹ New York Festival 2007.
Weitere Informationen und alle aktuellen Termine unter www.myscreenevent.com oder auf den Internetseiten des DSO hier ».
PM_Klassik_im_Kino_29-09-2008.pdf
(52KB)
›Casual Concert‹ – Ingo Metzmacher stellt am 28.9. Strawinskys ›Feuervogel‹ vor
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit dem ersten ›Casual Concert‹ der Saison
Berlin,
22.09.2008
[DSO]
Am 28. September wird die Reihe der ›Casual Concerts‹ mit der Ballettmusik ›Der Feuervogel‹ von Igor Strawinsky fortgesetzt. Ingo Metzmacher moderiert das Konzert und führt auch unerfahrene Hörer in ungezwungener Atmosphäre unterhaltsam an die komplexe Musik heran. Im Anschluss an das Konzert lädt Chefdirigent Ingo Metzmacher in die After Concert Lounge in den nahegelegenen Club ›40seconds‹ ein.
Mit den ›Casual Concerts‹ hat Ingo Metzmacher in seiner ersten Saison ein neues Konzertformat eingeführt, das sich beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin schnell etablierte und erfolgreich auch bei jungen Leuten das Interesse für klassische Musik weckt. Am 28. September wird die Reihe mit Strawinskys vollständiger Ballettmusik ›Der Feuervogel‹ in der neuen Spielzeit fortgesetzt.
Zu den Besonderheiten dieser von großer Offenheit geprägten Konzerte gehört neben der legeren Abendgarderobe aller Beteiligten und dem Einheitspreis von 15 € (erm. 10 €) bei freier Platzwahl die persönliche Ansprache des Publikums durch den Chefdirigenten. Ungezwungen und unterhaltsam moderiert Ingo Metzmacher das Konzertprogramm, erläutert anschaulich die Werke und lenkt die Aufmerksamkeit auf ungewöhnliche Details in der Musik.
Auch zum musikalischen Märchen ›Der Feuervogel‹ von Igor Strawinsky wird der Chefdirigent wieder Ungewöhnliches zu erzählen wissen. Der russische Komponist komponierte seinen ›Feuervogel‹ im Jahr 1909 für die von dem russischen Tänzer Sergej Diaghilew gegründeten ›Ballets Russes‹ -1910 wurde er erfolgreich in Paris uraufgeführt. Als Vorlage für die Ballettmusik diente ein russisches Märchen, das von sagenhaft mythischen Gestalten und dem Sieg der ›Guten Mächte‹ über die ›Kräfte des Bösen‹ erzählt.
Die Komposition, die am 6. Oktober auch zum Auftakt der DSO-Themenreihe ›Aufbruch 1909‹ erklingen wird, setzt die slawische Mythologie mit einer üppigen Farbenpracht und großer rhythmischer Spontaneität um. Die einzelnen Charaktere des Märchens werden hier auf engstem Raum musikalisch gegenüber gestellt und in der Motivgestalt des Feuervogels funkensprühend miteinander vereint.
Im Anschluss an das Konzert lädt Chefdirigent Ingo Metzmacher in die After Concert Lounge in den nahegelegenen Club ›40seconds‹ ein.
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PM_CasualConcert_NoI_22-09-2008.pdf
(36KB)
Christa Mayer singt anstatt Jane Irwin in Mahlers zweiter Symphonie
Besetzungsänderung der Symphoniekonzerte am 22./23. September
Berlin,
22.09.2008
[DSO]
Wir freuen uns, dass sich Christa Mayer kurzfristig bereit erklärt hat, die Alt-Partie in Gustav Mahlers 2. Symphonie in den Symphoniekonzerten am 22. und 23. September für die erkrankte Jane Irwin zu übernehmen.
ChristaMayer_22-09-08.pdf
(52KB)
Ingo Metzmacher dirigiert Mahlers ›Auferstehungssymphonie‹ mit dem DSO
Der Rundfunkchor Berlin unter Simon Halsey eröffnet den Abend mit Ligetis ›Lux aeterna‹
Berlin,
16.09.2008
[DSO]
Am 22. und 23. September präsentiert Ingo Metzmacher in der Berliner Philharmonie Mahlers zweite Symphonie mit seinem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Solistinnen Michaela Kaune (Sopran) und Jane Irwin (Mezzosopran) sowie dem Rundfunkchor Berlin. Eröffnet wird der Abend mit György Ligetis Komposition ›Lux aeterna‹ für 16 Vokalsolisten.
Am 22. und 23. September präsentiert Ingo Metzmacher in der Berliner Philharmonie den ewigen Traum der Menschheit, »dass das Leben bleibt und der Tod nicht das Letzte sei«. Das Thema ›Tod und Auferstehung‹ begründet Mahlers zweite Symphonie, die der Chefdirigent mit seinem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Solistinnen Michaela Kaune (Sopran) und Jane Irwin (Mezzosopran) sowie dem Rundfunkchor Berlin interpretieren wird. Eröffnet wird der Abend ebenso durch den Rundfunkchor unter Leitung von Simon Halsey mit György Ligetis Komposition ›Lux aeterna‹ für 16 Vokalsolisten. Mahlers zweite Symphonie, unter dem Beinamen ›Auferstehungssymphonie‹ bekannt, spannt den Bogen von der »Todtenfeier« – wie der erste Satz ursprünglich überschrieben war – bis zum Chorfinale in der Klopstock’schen Ode ›Die Auferstehung‹. Mahler komponiert hierin ein ungemein abwechslungsreiches Werk, in dem er verschiedenste musikalische Einflüsse menschlichen Lebens zueinander ins Verhältnis setzt, zu Aussagen verdichtet – manchmal kindlich unbedarft, oftmals wehmütig ironisierend. So stehen sich Folklore, Wiener Kaffeehausmusik, Militärmusik und Ernste Musik mitunter auf engem Raum dialogisch gegenüber und geben eine Ahnung von der Vergänglichkeit irdischen Lebens und der Seligkeit himmlischen Friedens. Eine musikalische Vision des Ewigen stellt auch Ligeti in seinem Werk ›Lux aeterna‹ vor. Obgleich nur zehn Minuten lang, vermittelt es das Gefühl eines andauernden komponierten Zustands. Klänge in Farbe, Volumen, Dichte und Intensität lassen vor dem inneren Auge das ewige Licht bewegt und bewegend erfahrbar werden. Klangfarbentransformationen erscheinen als subtil ineinander verschlungene, harmonische Verläufe, die sich mit akkordischen Verdichtungen abwechseln. Der kürzlich mit dem Grammy zu höchsten Ehren gekommene Rundfunkchor Berlin wird das komplexe Gewebe des schillernden Tonraums in solistischer Besetzung umsetzen und darin, so Ingo Metzmachers Programmidee, die Essenz von Mahlers zweiter Symphonie gedanklich vorbereiten.
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PM_Metzmacher_Mahler2_16-09-2008.pdf
(35KB)
Angela Denoke singt für die erkrankte Katarina Dalayman am 16. September mit dem DSO im Rahmen des ›musikfest berlin‹
Berlin,
12.09.2008
[DSO]
Angela Denoke übernimmt am 16. September die Sopranpartie in Richard Wagners ›Wesendonck-Liedern‹ für die erkrankte Katarina Dalayman.
Sopranistin Angela Denoke hat sich dankenswerterweise kurzfristig bereit erklärt, am 16. September Richard Wagners ›Wesendonck-Lieder‹ im Rahmen des ›musikfest berlin‹ zusammen mit dem Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin zu singen. Bedauerlicherweise musste Katarina Dalayman ihre Teilnahme als Solistin krankheitsbedingt absagen. Angela Denoke wurde in Stade geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Nach ihrem Examen gehörte sie zunächst dem Ensemble des Ulmer Theaters an, dann der Stuttgarter Staatsoper. Die Sängerin ist der Opera National de Paris, der Wiener und Berliner Staatsoper eng verbunden. Sie singt dort die großen Sopranpartien in Opern von Wagner, Tschaikowsky, Strauss und Korngold. Gastengagements führten sie außerdem an die Metropolitan Opera New York, die Bayerische Staatsoper, die Nederlandse Opera, die Dresdener Staatsoper, das Teatro Real Madrid, das Gran Teatre del Liceu Barcelona und an das Théâtre du Châtelet in Paris. Angesehene Orchester wie die Berliner Philharmoniker und das London Symphony Orchestra engagierten sie als Solistin. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin konzertiert sie zum ersten Mal. Am 26. Mai wird sie in der Reihe ›Aufbruch 1909‹ Arnold Schönbergs Monodram ›Erwartung‹ mit dem DSO unter der Leitung von Ingo Metzmacher interpretieren. Mit dem Konzert am 16. September eröffnet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin seine Spielzeit 2008|2009. Ingo Metzmacher dirigiert zum Auftakt seiner zweiten Saison als Chefdirigent neben Wagners ›Wesendonck-Liedern‹ Olivier Messiaens letztes Orchesterwerk von monumentaler Größe ›Éclairs sur l’Au-Delà …‹.
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PM_Angela_Denoke_16-09-2008.pdf
(40KB)
Saisonauftakt mit Chefdirigent Ingo Metzmacher
Sopranistin Katarina Dalayman singt Wagners Wesendock-Lieder
Berlin,
08.09.2008
[DSO]
Am 16. September eröffnet das DSO Berlin Die Spielzeit 2008|2009. Ingo Metzmacher dirigiert zum Auftakt seiner zweiten Saison als Chefdirigent die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner - Solistin ist Katarina Dalayman - und Olivier Messiaens letzte Komposition ›Éclairs sur l’Au-delà …‹.
Die Spielzeit 2008|2009 eröffnet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im Rahmen des ›musikfest berlin‹ am 16. September in der Berliner Philharmonie. Ingo Metzmacher dirigiert zum Auftakt seiner zweiten Saison als Chefdirigent die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner und Olivier Messiaens letzte Komposition ›Éclairs sur l’Au-delà …‹.
Mehrfach schon zog Messiaens unmittelbar wirksame Klangsprache in den zurückliegenden Monaten Ingo Metzmacher und das DSO in den Bann. Nun widmen sich das Orchester und sein Chefdirigent Messiaens »opus ultimum«. Das gewaltige Orchesterwerk ›Éclairs sur l’Au-delà …‹ umspannt elf Sätze und ist mit 141 Instrumenten geradezu unmäßig groß besetzt. Gleich einem Brennspiegel bündelt es die Erfahrungen und Themen Messiaens gesamten Schaffens: den Gesang der Vögel, die innere Ordnung der Zeit, den Klang der Farbe, das göttliche Geheimnis, das Furchtgebietende der Apokalypse, den Lobgesang der Liebe. Die Vielschichtigkeit des Werks offenbart sich in einem Reichtum an kompositorischen Einfällen: Hindurhythmen, Klangschichtungen, Anklänge an die Gregorianik und die für Messiaen typischen Harmonien seines eigenen Tonartensystems erzeugen ein äußerst komplexes, doch durch und durch emotionales Klangbild.
Von großer Sehnsucht erzählen auch Richard Wagners Wesendonck-Lieder, die mit der schwedischen Sopranistin Katarina Dalayman den Abend eröffnen. Wagners ›Fünf Gedichte für Frauenstimme und Klavier‹ entstanden 1857|1858 in zeitlicher und inhaltlicher Nähe zu ›Tristan und Isolde‹ nach Texten seiner »Muse« Mathilde Wesendonck. Das DSO spielt sie unter Leitung von Ingo Metzmacher in der bekannten Fassung von Felix Mottl, der sie für großes Orchester bearbeitete.
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›Arnold-Schönberg-Preis 2008‹ für Berliner Komponisten Helmut Oehring
Preisverleihung findet am Samstag, 11. Oktober in der Berliner Philharmonie statt
Berlin,
26.08.2008
[DSO]
Dem Berliner Komponisten Helmut Oehring wird der internationale ›Arnold Schönberg-Preis 2008‹, die gemeinsame Auszeichnung von Deutschlandradio, dem Arnold Schönberg Center Wien und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, als Würdigung seines Gesamtschaffens verliehen. Die Preisverleihung findet am Samstag, den 11. Oktober in der Berliner Philharmonie statt.
Helmut Oehring heißt der Preisträger des internationalen ›Arnold Schönberg-Preises 2008‹. Dem Berliner Komponisten wird der Preis als Würdigung seines Gesamtschaffens verliehen, das bis heute mehr als 160 Werke umfasst. Helmut Oehring, der erst mit 25 Jahren als Autodidakt das Notenlesen erlernte, hat einen besonderen Zugang zur Musik. Als Kind gehörloser Eltern entwickelte er eine eigene, überaus ausdrucksstarke musikalische Sprache, die sich insbesondere mit den Beziehungen zwischen Wort, Bewegung, Raum und Klang auseinandersetzt. Eines der zentralen Themen seiner Arbeiten ist der von mehreren Komponistengenerationen seit den 1920er-Jahren eingeklagte Realitätsbezug von Musik. Oehrings Werke werden auf internationalen Konzertpodien und Opernhäusern sowie bei den weltweit führenden Festivals für Neue Musik aufgeführt, darunter z.B. die Münchner Biennale, die Biennale Venedig, ›Wien Modern‹, Festivals in Oslo, Helsinki, Spoleto, Paris, Donaueschingen und Witten. Das umfangreiche Oeuvre Oehrings, das Solowerke, Kammermusik, Orchesterwerke, Opern, Liederzyklen, Musiktheater, Filmmusik, Hörspiele und Musikvideos umfasst, soll mit der Verleihung des ›Arnold-Schönberg-Preises‹ gewürdigt werden. Zum fünften Mal wird in diesem Jahr der ›Arnold-Schönberg-Preis‹, die gemeinsame Auszeichnung von Deutschlandradio, dem Arnold Schönberg Center Wien und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin verliehen. Frühere Preisträger sind George Benjamin (2001), Jörg Widmann (2004), Unsuk Chin (2005) und Aribert Reimann (2006). Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Konzerts des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin am 11. Oktober in der Berliner Philharmonie statt. Ingo Metzmacher wird aus diesem Anlass die Komposition ›Goya II. Yo lo vi‹ – Memoratorium für Knabensopran, Soli, Chor, Elektronik und Orchester uraufführen, welche Helmut Oehring als Teil seines ›Goya Zyklus‹ im Auftrag des Deutschen Symphonie-Orchesters komponiert hat.
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Tel +49 (0) 30 20 29 87 535 Fax +49 (0) 30 20 29 87 539 Email presse@dso-berlin.de
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(35KB)
Von kleinen Menschen und großen Maschinen
Kooperationspartner des DSO Berlin gewinnt Preis beim Wettbewerb KINDER ZUM OLYMP!
Berlin,
01.07.2008
[DSO]
Für das Projekt ›Maschinenmusik‹, welches im Rahmen der Bildungsarbeit des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin erarbeitet und mit dem Orchester aufgeführt wurde, erhält die Humboldthain-Grundschule einen Preis beim Wettbewerb KINDER ZUM OLYMP! ›Schulen kooperieren mit Kultur‹.
Zum vierten Mal werden in diesem Jahr die Preise des Wettbewerbs Kinder zum Olymp! ›Schulen kooperieren mit Kultur‹ verliehen. Zu den 30 Preisträgern gehört das Projekt ›Maschinenmusik‹ der Humboldthain-Grundschule. Auf Initiative von Musiklehrer Christoph Riggert wurde dieses im Rahmen der Bildungsarbeit des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin erarbeitet und mit dem Orchester aufgeführt. In diesem fächerübergreifenden Projekt sollten den rund 60 beteiligten Schülern aus Berlin-Wedding die historischen Dimensionen der Industriegesellschaft sowie ihr Einfluss auf die Musik und Kunst im 20. Jahrhundert vermittelt werden. Den Ausgangspunkt bildete das Orchesterstück ›Die Eisengießerei‹ des russischen Komponisten Alexander Mossolow von 1929. In einzelnen Kleingruppen wurden neue Rhythmusstimmen zur Originalmusik hinzugefügt, eine Choreographie erarbeitet sowie ein Bühnenbild und Kostüme entworfen. Darüber hinaus wurde der historische und soziale Hintergrund der Industrialisierung auf Schautafeln, die bei dem Konzert präsentiert wurden, entwickelt. Zur Aufführung kam das Projekt am 11. März 2007 im Rahmen der Reihe der Kulturradio-Kinderkonzerte unter dem Motto ›Takt der Technik‹ mit dem Deutschen Symphonie-Orchester unter Leitung von Ekhardt Wycik. Über 1000 allgemeinbildende Schulen aus allen Bundesländern haben sich an dem bundesweiten Kinder zum Olymp! Wettbewerb ›Schulen kooperieren mit Kultur‹ 2007|2008 der Kulturstiftung der Länder in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bank Stiftung beteiligt, den die Kulturstiftung der Länder in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bank Stiftung auslobt. Der Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler entwickelt zusammen mit innovativen Kooperationspartnern aus der Kultur Ideen, um gemeinsam das in den Schulen oft vernachlässigte musische Angebot zu verstärken. Sieben Jurys in den Sparten Bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte, Film und Neue Medien, Literatur, Musik, Musiktheater, Tanz und Theater wählten unter den fast 400 Teilnehmern der Endrunde die besten Beispiele dafür aus, wie Schule und Kultur innovativ und nachhaltig zusammen arbeiten können. Die Preisverleihung findet am 19. September 2008 um 12 Uhr im Theatersaal des Hauses der Kulturen der Welt statt.
Ansprechpartner: Benjamin Dries
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel +49 (0) 30 20 29 87 535 Fax +49 (0) 30 20 29 87 539 Email presse@dso-berlin.de
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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin von Initiative ›Deutschland – Land der Ideen‹ in Anwesenheit des Bundespräsidenten gewürdigt
Saisonabschluss unter Ingo Metzmacher ein voller Erfolg
Berlin,
24.06.2008
[DSO]
Im Rahmen des saisonbeschließenden ›Casual Concerts‹ unter Chefdirigent Ingo Metzmacher würdigte die Standortinitiative ›Deutschland - Land der Ideen‹ das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin als herausragenden Kulturbotschafter im In- und Ausland. Unter den Konzertbesuchern im ausverkauften Großen Saal der Berliner Philharmonie befanden sich auch Bundespräsident Horst Köhler mit seiner Frau.
In Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler würdigte am gestrigen Abend die Initiative ›Deutschland – Land der Ideen‹ das »kulturverbindende Engagement des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin als nationaler und internationaler Botschafter der klassischen Musik«. Im Rahmen des Saisonabschlusskonzerts nahmen Chefdirigent Ingo Metzmacher und Orchestervorstand Heinz Radzischewski stellvertretend für das Orchester die Ehrung von Dr. Karl Hans Arnold, Mitglied des Präsidiums der Initiative und Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, entgegen. ›Deutschland – Land der Ideen‹ ist die gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Horst Köhler. Die Kernbotschaft aller Aktivitäten im Rahmen der Standortinitiative lautet »Deutschland ist führend durch Innovation«. Mit schöpferischer Leidenschaft und visionärem Denken gestaltet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlins seit Jahrzehnten die Kulturlandschaft Deutschlands entscheidend mit. Ein Beispiel hierfür ist die mit der Saison 2007|08 etablierte Konzertreihe der ›Casual Concerts‹. Im ausverkauften Großen Saal der Berliner Philharmonie beschloss das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin am Montag Abend unter großem Beifall mit einem ›Casual Concert‹ die erste Saison unter seinem neuen Chefdirigenten. Entsprechend der Idee des durch Ingo Metzmacher neu eingeführten Konzertformats erschienen Orchester, Dirigent und Publikum in legerer Abendgarderobe. Auch das Staatsoberhaupt verzichtete auf die ansonsten obligatorische Krawatte. In der kommenden Saison werden die von Metzmacher dirigierten und moderierten ›Casual Concerts‹ aufgrund der breiten positiven Resonanz mit weiteren drei Konzerten fortgesetzt.
PM_Deutschland-Land_der_Ideen.pdf
(31KB)
Bundespräsident Horst Köhler besucht ›Casual Concert‹ unter Ingo Metzmacher
Die Initiative ›Deutschland – Land der Ideen‹ würdigt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin
Berlin,
13.06.2008
[DSO]
Im Symphoniekonzert am 20. Juni, um 20.00 Uhr und als ›Casual Concert‹ am 23. Juni, um 20.30 Uhr erklingt Mendelssohns Bühnenmusik ›Ein Sommernachtstraum‹. In Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler dirigiert Ingo Metzmacher mit dem ›Casual Concert‹ das letzte Konzert seiner ersten Saison als Chefdirigent des DSO Berlin. Außerdem würdigt in diesem Rahmen die Initiative ›Deutschland – Land der Ideen‹ das DSO Berlin als nationaler und internationaler Botschafter der klassischen Musik.
›Ein Sommernachtstraum‹ – gleich mehrfach erklingt die Bühnenmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy zu William Shakespeares Komödie: im Symphoniekonzert am 20. Juni, um 20.00 Uhr und als ›Casual Concert‹ am 23. Juni, um 20.30 Uhr. In Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler dirigiert Ingo Metzmacher mit dem ›Casual Concert‹ das letzte Konzert seiner ersten Saison als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Solisten beider Konzerte sind Miah Persson (Sopran), Jossie Pérez (Mezzosopran), Salome Kammer (Erzählerin) und die Damen des Ernst Senff Chors Berlin. Im Symphoniekonzert am 20. Juni, das die Themenreihe ›Von deutscher Seele‹ beschließt, wird Mendelssohns Sommernachtstraum-Musik um zwei weitere, thematisch verwandte Werke ergänzt: die ›Oberon‹-Ouvertüre von Carl Maria von Weber sowie die Symphonie Nr. 8 von Hans Werner Henze. Das ›Casual Concert‹ am 23. Juni nimmt die Initiative ›Deutschland – Land der Ideen‹ zum Anlass, das Engagement des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, stellvertretend für andere Kulturinstitutionen, als nationaler und internationaler Botschafter der klassischen Musik zu würdigen. Das DSO wie auch die Initiative verfolgen das Ziel, den Fortschritt hierzulande mit schöpferischer Leidenschaft und visionärem Denken zu gestalten. Mit ›Casual Concerts‹ hat Ingo Metzmacher in seiner ersten Saison ein neues Konzertformat eingeführt, das sich beim DSO schnell etablierte. Zu den Besonderheiten dieser etwas anderen Konzerte, zu denen alle Beteiligten in legerer Abendgarderobe erscheinen, gehört neben dem Einheitspreis (15 €, erm. 10 €) und freier Platzwahl die persönliche Ansprache des Publikums durch den Chefdirigenten. Unterhaltsam-informativ moderiert Ingo Metzmacher durch das Konzertprogramm und weckt das Interesse für die Musikwerke. Im Anschluss an das Konzert lädt der Chefdirigent in die After-Concert-Lounge in den nahegelegenen Club ›40seconds‹ ein. Er selbst wird sich hier am 23. Juni den Gästen als Pianist präsentieren und begleitet die Sängerin Salome Kammer in Cabaret-Liedern.
Karten sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse.
Pressekarten bestellen Sie bitte unter Tel 030. 20 29 87 535.
PM_Sommernachtstraum.pdf
(37KB)
»Höchste Konzentration und Hingabe«
Janine Jansen debütiert mit Brittens Violinkonzert beim DSO Berlin
Berlin,
06.06.2008
[DSO]
Am 14. Juni, um 20 Uhr debütiert die Geigerin Janine Jansen beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Sylvain Cambreling mit Brittens Violinkonzert. Auf dem Programm steht außerdem Brittens Bearbeitung des zweiten Satzes von Mahlers Dritter Symphonie sowie die Vierte Symphonie von Schumann.
Am 14. Juni, um 20 Uhr debütiert die international gefeierte Geigerin Janine Jansen beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Sylvain Cambreling. Sie interpretiert das selten aufgeführte Violinkonzert von Benjamin Britten im erst kürzlich durch das Orchester wiedereröffneten Großen Saal der Philharmonie. Der große Geiger des 20. Jahrhunderts, Jascha Heifetz, bezeichnete Brittens Violinkonzert einst als »unspielbar«. Die junge niederländische Violinistin spricht dagegen respektvoll von »einer wahnsinnig kraftvollen und intensiven Komposition, einem energischen Stück, technisch anspruchsvoll, das in jedem Moment höchste Konzentration und Hingabe erfordert«. Brittens eigene Lebenssituation der Entstehungsjahre 1938|39 kommt hierin zum Ausdruck. Nach Amerika wanderte er aus, um so dem ihm unerträglich werdenden Faschismus in Europa zu entfliehen. Innere Zerrissenheit und große Sehnsucht prägen seine Komposition. Dem Solokonzert steht ein weiteres Werk Brittens gegenüber: »What the Wild Flowers Tell Me« – eine Bearbeitung für kleines Orchester des zweiten, des Menuett-Satzes »Was mir die Blumen auf der Wiese erzählen« aus Mahlers Dritter Symphonie.
In der zweiten Konzerthälfte erklingt Schumanns erzählerische Vierte Symphonie. Die ursprünglich als Zweite 1841 konzipierte, später aber von Schumann überarbeitete und neu instrumentierte Symphonie erklingt hier in ihrer ersten, eher selten gespielten Fassung. Ein großer Verfechter dieser frühen Version war unter anderem Johannes Brahms, der ihre »schöne, freie und anmutige Bewegung« der »Schwerfälligkeit« der späteren Überarbeitung entschieden vorzog. Schumann verfolgt in dieser Symphonie eine durch und durch »poetische Idee«. Der Tondichtung nahe stehend gehen ihre vier thematisch eng verknüpften Sätze ineinander über.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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PM_Cambreling.pdf
(34KB)
Das ›Te Deum‹ von Walter Braunfels – Das »Schönste und Offenste«
Manfred Honeck dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin
Berlin,
30.05.2008
[DSO]
Manfred Honeck dirigiert beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin das selten zu hörende, monumentale Chorwerk ›Te Deum‹ von Walter Braunfels. Als Solisten treten Michaela Kaune (Sopran) und Kurt Streit (Tenor) auf. Es singt der Rundfunkchor Berlin (Einstudierung Robin Gritton).
Vom »größten Erfolg, den je eine Uraufführung in Köln hatte«, schwärmte Anfang März 1922 ein Kritiker. Wilhelm Furtwängler sprach vom »Schönsten und Offensten«, was der vierzigjährige Walter Braunfels bis dahin geschrieben habe. Manfred Honeck lehnt die Präsentation des ›Te Deum‹ am Sonntag, den 8. Juni um 20 Uhr an diese erfolgreiche Uraufführung an, indem er die originäre Konstellation der Komponisten wieder aufgreift: Neben Braunfels erklingt Mozart. Das DSO spielt zusammen mit dem Rundfunkchor Berlin (Einstudierung Robin Gritton). Als Solisten treten Michaela Kaune (Sopran) und Kurt Streit (Tenor) auf. Braunfels’ ›Te Deum‹ ist nicht nur im eigentlichen Sinne als deutsche Übersetzung der mittelalterlichen Dichtung ein ›Großer Lobgesang‹, sondern auch in kompositionstechnischer Hinsicht. Monumental und mit harmonisch reicher und farbiger Tonsprache komponierte es Braunfels als das Bekenntniswerk eines Katholiken aus jüdischem Hause. Nach seiner Kölner Uraufführung fand das ›Te Deum‹ rasch Verbreitung. Es erlebte in elf Jahren mehr als fünfzig Aufführungen, für ein chorisch so herausforderndes Werk eine außergewöhnlich hohe Zahl. 1933 wurde es von den Konzertprogrammen in Deutschland entfernt. Die Nationalsozialisten entließen Braunfels als Rektor der Kölner Musikhochschule und Verboten die Aufführung seiner Werke. Braunfels’ Erfolg riss jäh ab und auch die Wiederaufnahme im August 1948 durch Günter Wand konnte keine Renaissance seiner Werke einleiten. . Bis heute ist es um den einst sehr erfolgreichen Komponisten noch vergleichsweise ruhig. Vereinzelt jedoch entdecken Dirigenten, Bühnen und Konzerthäuser die musikalische Qualität seiner Werke wieder. So setzt sich auch Manfred Honeck für Braunfels und im Besonderen für sein ›Te Deum‹ ein. In der ersten Hälfte des Konzerts in der Berliner Philharmonie erklingt Mozarts ›Prager‹ Symphonie. Mozart hat mit diesem Werk die Meisterschaft in seinem symphonischen Schaffen erreicht. In der ›Prager‹ mischt sich ein sehr ernster Grundton mit überschwänglicher Lebenslust, die besonders im triumphierenden Finale hervortritt. Die Nähe zur wenig später entstandenen Oper ›Don Giovanni‹ ist unverkennbar.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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PM_Honeck.pdf
(74KB)
Von einsamen Inseln, unverwüstlichen Wüstlingen und wahrer Freundschaft
›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin
Berlin,
27.05.2008
[DSO]
Zusammen mit dem DSO Berlin sind am 2. Juni im Rahmen der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio‹ der Dirigent Juraj Valčuha, die Violin-Solistin Sophia Jaffé, der Cellist Guy Johnston und Klarinettistin Shirley Brill zu erleben. Auf dem Programm stehen Mendelssohns ›Hebriden‹-Ouvertüre, Brahms' Doppelkonzert, Webers Erstes Klarinettenkonzert und Strauss' Tondichtung ›Don Juan‹.
Am 2. Juni, um 20 Uhr werden in der wiedereröffneten Philharmonie im Rahmen der traditionsreichen Konzertreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ herausragende junge Interpreten im Zusammenspiel mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zu erleben sein: der slowakische Dirigent Juraj Valčuha, die in Berlin geborene Violin-Solistin Sophia Jaffé, der britische Cellist Guy Johnston und Klarinettistin Shirley Brill, Israel. Sie stellen sich einem ambitionierten Programm. Die am Meer gelegene Fingalshöhle inspirierte Mendelssohn zu seiner Konzertouvertüre ›Die Hebriden‹, als er diese 1829 auf den Inseln vor der schottischen Küste besuchte. Die Rauheit, Größe und Erhabenheit der Natur hatte es dem großstädtischen Komponisten und weitgereisten Musiker angetan. Mendelssohns »einsame Insel« – so der Arbeitstitel – bedurfte mehrerer Umarbeitungen, ehe sie so richtig nach »Thran und Möven und Laberdan« schmecken sollte. Nicht schwärmerischem Naturerlebnis, wohl aber gleichfalls jugendlichem Schaffensdrang entsprang hundert Jahre nach Mozarts ›Don Giovanni‹ Richard Strauss’ anspruchsvolle Tondichtung zum gleichen Thema. ›Don Juan‹, kraftstrotzend und in glutvoller Üppigkeit charakterisiert das symphonische Werk in jugendlicher Unbekümmertheit den Helden, die Ziele seiner Begierden und alle dazwischen liegenden Seelenzustände.
Zur selben Zeit entstanden, doch ganz und gar kein Jugendwerk ist das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms, das dieser für seinen einst so engen Freund, dem Geiger Joseph Joachim, als Versöhnungsgeste schrieb. Es ist ein ungewöhnlich demokratisches Werk, das beide Solisten aufs Engste miteinander und mit dem Orchestersatz verwebt. Eine Freundschaft begründete auch das weitere Solokonzert des Debüt-Abends, das Klarinettenkonzert Nr. 1 in f-Moll von Carl Maria von Weber. Im Winter 1810 lernte der Komponist den Ausnahme-Klarinettisten Joseph Baermann kennen, schloss Freundschaft mit ihm, und so wurde das Jahr 1811 für ihn ein Jahr der Klarinette. In kurzer Aufeinanderfolge entstanden nicht nur das Concertino für Klarinette, sondern auch seine beiden Klarinettenkonzerte. Vor allem das brillante Rondo seines Ersten Klarinettenkonzerts verlangt dem Solisten höchste Flexibilität und Spielkunst ab.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
Pressekarten bestellen Sie bitte unter Tel 030. 20 29 87 535
PM_Debuet_Valcuha.pdf
(48KB)
›Klassik im Grünen‹ mit Musikern des DSO Berlin
Drei Kammerkonzerte im Botanischen Garten
Berlin,
23.05.2008
[DSO]
Wieder drei Kammerkonzerte im Botanischen Garten werden Musiker und Ensembles des DSO Berlin unter dem Motto ›Klassik im Grünen‹ von Mai bis Juli bestreiten.
Ende Mai wird die Sommersaison der DSO-Kammermusik eingeläutet. Die Reihe ›Klassik im Grünen‹ entführt auch dieses Jahr wieder in eine einzigartige Naturatmosphäre. Von Mai bis Juli werden drei Konzerte verschiedener Ensembles des Orchesters im Botanischen Garten zu erleben sein, bei gutem Wetter im Grünen unter freiem Himmel, bei Regen im Neuen Glashaus. Eröffnet wird die Kammermusikreihe am 30. Mai mit zwei Kompositionen für Streicherensemble. Fünf Musiker des DSO präsentieren Mozarts Streichquintett in C-Dur und das Streichquintett in G-Dur von Brahms. Das Ensemble Farou Berlin spielt Ende Juni neben der ›Petit Suite‹ von Debussy Werke der weniger bekannten Komponisten Taffanel, Pierné und Foerster. Das 2005 von Musikern des DSO gegründete Ensemble widmet sich regelmäßig dem reichhaltigen Repertoire für klassisches Holzbläserquintett in der Besetzung Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, so auch an diesem 27. Juni im Botanischen Garten. Den Abschluss von ›Klassik im Grünen‹ bildet am 11. Juli ein abwechslungsreiches und ungewöhnliches Programm interpretiert von fünf Blechbläsern des DSO. Sie spielen Arrangements der Werke von Händel, Vivaldi, Strayhorn, Grieg, Stevens und Morton. Verbindendes Element der hier vertretenen, ganz und gar unterschiedlichen Stile und Epochen ist das Motto ›Frühling, Sommer, Herbst und Tod‹.
Karten zu 13 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel. 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
Pressekarten bestellen Sie bitte direkt beim Botanischen Garten unter Tel. 030. 838 501 26.
PMKlassik_im_Grnen.pdf
(36KB)
DSO-Konzerte mit Blomstedt verlegt in den Großen Sendesaal des RBB
Brand in der Philharmonie zwingt zur Verlegung der Konzerte am 25.|26. Mai
Berlin,
21.05.2008
[DSO]
Aufgrund des gestrigen Philharmonie-Brands finden die kommenden DSO-Konzerte am 25.|26. Mai im Großen Sendesaal des RBB im Haus des Rundfunks statt.
Die geplanten Konzerte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin unter Herbert Blomstedt am So.|Mo., den 25. | 26. Mai finden statt, werden aber aufgrund des gestrigen Brands in der Philharmonie in den Großen Sendesaal des RBB im Haus des Rundfunks in der Masurenallee 8-14 verlegt.
Alle Eintrittskarten behalten Ihre Gültigkeit. Um frühzeitiges Erscheinen zur Platzierung wird gebeten. Die Konzerte sind zu beiden Terminen ausverkauft. Die Einführungsveranstaltungen mit Habakuk Traber müssen aus logistischen Gründen leider entfallen.
PM_VerlegungBlomstedt.pdf
(31KB)
Herbert Blomstedt dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin
Berwalds einzigartige Dritte und Bruckners kühne Neunte Symphonie
Berlin,
16.05.2008
[DSO]
Herbert Blomstedt stellt in seinen Konzerten mit dem DSO Berlin am 25.|26. Mai Bruckners Neunte Symphonie der selten gespielten ›Sinfonie singulière‹ von Franz Berwald gegenüber.
Herbert Blomstedt, schwedisch-amerikanischer Maestro und weltweit gefragter Gastdirigent, stellt in seinen Konzerten mit dem DSO Berlin am 25.|26. Mai Bruckners harmonisch kühne Neunte Symphonie der selten gespielten ›Sinfonie singulière‹ von Franz Berwald gegenüber. Die innere Beziehung zwischen beiden Werken aufzuzeigen, ist Anliegen von Ensemble und Dirigent. Zu Lebzeiten vom konservativen schwedischen Publikum geschnitten und lange Zeit in Vergessenheit geraten, war Franz Berwald doch einer der bedeutendsten Komponisten Schwedens des 19. Jahrhunderts. Aufgrund seiner gewagten harmonischen Ideen fand der Zeitgenosse Schuberts und Berlioz’ erst sehr spät Akzeptanz in seiner konservativen Heimat. Zwischenzeitlich kehrte er der erlittenen Enttäuschungen wegen seiner Heimat den Rücken, lebte ab 1829 bis 1841 für einige Jahre in Berlin, siedelte schließlich nach Wien über und kehrte erst in den 1840er Jahren vollständig nach Schweden zurück. In Stockholm schrieb er 1845 seine der Wiener Klassik nahe stehende ›Sinfonie singulière‹. Diese bricht durch einen bis dato unkonventionellen Eingriff mit dem tradierten Formkonzept: das Scherzo integriert der Komponist als Mittelteil in den Adagio-Rahmen des zweiten, des Mittel-Satzes, und schafft damit eine Symmetrie, die in der motivischen Verklammerung des ersten und dritten Satzes ihre Entsprechung findet. Obgleich Bruckner lange Zeit um einen vierten Satz seiner letzten Symphonie rang, blieb dieser aus. Berwalds Dritte Symphonie und Bruckners Neunte stehen sich in etlichen Parametern nahe, nicht nur in dem äußeren Merkmal der Dreisätzigkeit, sondern ebenso in der Art, wie Klänge und Spannungen aufgetürmt und gegensätzliche Abschnitte aneinander geschnitten werden. Vor allem aber berühren sie sich durch die Kunst, Musik einerseits wie Architektur, andererseits wie ein flüchtiges Zeitereignis wirken zu lassen.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
Pressekarten bestellen Sie bitte unter Tel 030. 20 29 87 535
PM_Blomstedt.pdf
(34KB)
Vadim Repin interpretiert Prokofjews Erstes Violinkonzert
Dirigent Stéphane Denève debütiert beim DSO Berlin
Berlin,
02.05.2008
[DSO]
Mit einem französisch-russischen Programm debütiert am 11. Mai Stéphane Denève beim DSO Berlin. Der Franzose dirigiert Ravels Suite ›Ma Mère L’Oye‹, Tschaikowskys Vierte Symphonie und Prokofjews Violinkonzert Nr. 1 D-Dur. Solist ist Vadim Repin, einst jüngster Preisträger des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel.
Mit einem französisch-russischen Programm debütiert am 11. Mai der Music Director des Scottish National Orchestra, Stéphane Denève, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Der Franzose, einst Assistent von George Solti, Georges Prêtre und Seiji Ozawa, dirigiert Ravels Suite ›Ma Mère L’Oye‹, Tschaikowskys Vierte Symphonie und Prokofjews Violinkonzert Nr. 1 D-Dur. Solist ist der 1971 in Sibirien geborene Ausnahmegeiger Vadim Repin, einst jüngster Preisträger des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel. ›Meine Mutter Gans‹ - mit diesem Titel überschrieb Ravel die Suite, die er 1908-10 für Klavier komponierte und die 1912 für einen großen Orchesterapparat zur Ballettmusik umgearbeitet im Théâtre des Arts, Paris, uraufgeführt wurde. Sie nimmt in ihren fünf Sätzen Bezug auf die gleichnamige, französische Märchensammlung von Charles Perrault. Von Dornröschen, dem Däumling oder auch von Laideronette, der Kaiserin der Pagoden, fabuliert die Suite. Phantasievoll vielschichtig ist auch Prokofjews Violinkonzert. Darin beweist sich der junge Komponist als musikalischer Lyriker und als ein Meister der Virtuosität. Doch nicht allein das. Im zweiten und dritten Satz bricht das Konzert unerwartet in ausgesprochen wilde Passagen aus. Prokofjew stellt die klassischen Tempo-Verhältnisse auf den Kopf. Die tradierte Satzfolge schnell-langsam-schnell kehrt er um: zwei zunächst ruhige Sätze rahmen ein wirbelndes Scherzo. Das Violinkonzert verlangt hierin vom Solisten nicht nur ein Höchstmaß an Geläufigkeit, sondern gleichermaßen die Fähigkeit zu emotionalen Wechseln. Tschaikowskys Vierte Symphonie ist ebenso hoch emotional. Eröffnet wird sie durch das bekannte ›Schicksalsmotiv‹, das machtvoll in den Hörnern und Fagotten tönt und die Begegnung Tschaikowskys mit Wagners Musik offenlegt. Einem Drama gleich entwickelt sich die Symphonie, schwebt zwischen Gefühlszuständen von Freude bis Schmerz. »Die Vierte Symphonie ist meinem Wesen entsprungen und mit echter Inspiration vom Beginn bis zum Ende geschrieben, mit Liebe und glühender Begeisterung, es ist darin kein Strich, der nicht meinen aufrichtigsten Gefühlen entstammt«, schrieb der Komponist nach Vollendung an seine große Förderin Nadeshda von Meck.
PM_Deneve.pdf
(35KB)
Sir Roger Norrington dirigiert Werke von erhabener Größe
Emanuel Ax interpretiert Beethovens Fünftes Klavierkonzert
Berlin,
23.04.2008
[DSO]
Sir Roger Norrington dirigiert am 1.|2. Mai die Vaughan Williams Fünfte Symphonie und das Fünfte Klavierkonzert Ludwig van Beethovens. Klaviersolist ist Emanuel Ax, Gewinner des Arthur-Rubinstein-Wettbewerbs und Preisträger des Avery Fisher Award.
Sir Roger Norrington dirigiert am 1.|2. Mai beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zwei kontrastierende Kompositionen der großen Form: die Fünfte Symphonie des Engländers Ralph Vaughan Williams und das Fünfte Klavierkonzert Ludwig van Beethovens. Klaviersolist ist Emanuel Ax, Gewinner des Arthur-Rubinstein-Wettbewerbs und Preisträger des Avery Fisher Award. In der Saison 2005|06 war er ›Pianist in Residence‹ bei den Berliner Philharmonikern.
Vaughan Williams komponierte mit seiner Fünften Symphonie ein Werk, das seine Größe in visionären Passagen gewinnt, einen lyrischen Ton anschlägt. Als Schüler Ravels lernte der britische Zeitgenosse von Alexander Zemlinsky, Alexander Skrjabin, Max Reger und Arnold Schönberg die Kunst intensiver Farbgebung durch Harmonik und Instrumentation. An Bach ist die kunstvolle Verflechtung der Stimmen geschult. Seine englische Tradition äußert sich in Eigenarten der Themenformulierung und der Dramaturgie. Die Symphonie endet mit einem »Schlusschor ohne Worte«, verhalten, nicht triumphal.
Dagegen schrieb Beethoven mit seinem Fünften Klavierkonzert ein heroisches Werk. Nicht zufällig steht es in Es-Dur, in derselben Tonart wie seine ›Eroica‹. In dem »großen Klavierkonzert« beschränkt sich Beethoven jedoch nicht auf einen gewaltigen Gestus, sondern es lebt aus der Spannung zwischen energischen und innigen Passagen. In seinem letzten, dem vielleicht bedeutendsten Klavierkonzert fordert Beethoven den Solisten durch alle nur denkbaren pianistisch-technischen Ansprüche seines komplexen Komponierens.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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Andrew Manze dirigiert das DSO Berlin in Haydns ›Jahreszeiten‹
Sally Matthews, Kobie van Rensburg, Nikolay Borchev und der RIAS Kammerchor übernehmen Gesangspartien
Berlin,
11.04.2008
[DSO]
Am 19.|20. April dirgiert Andrew Manze, britischer Dirigent und Spezialist historisch-informierter Aufführungspraxis, Haydns großes Oratorium ›Die Jahreszeiten‹. Vokalsolisten sind Sally Matthews, Kobie van Rensburg und Nikolay Borchev. Der RIAS Kammerchor übernimmt die Chorpartien.
Der anerkannte Deuter historischer Aufführungspraxis, Andrew Manze, dirigiert am 19.|20. April um jeweils 20 Uhr Joseph Haydns Oratorium über die Schönheit der Schöpfung, so wie sie im Kreislauf des Jahres zu erkennen ist: ›Die Jahreszeiten‹. Vokalsolisten sind Sally Matthews (Hanne|Sopran), Kobie van Rensburg (Lukas|Tenor) und Nikolay Borchev (Simon|Bass). Mit dem RIAS Kammerchor übernimmt eines der weltweit führenden Ensembles seiner Art die Chorpartien.
Nach dem überwältigenden Erfolg seiner ›Schöpfung‹ fühlte sich der fast siebzigjährige Haydn ermutigt, ein weiteres, großes Oratorium zu komponieren. Die Textvorlage hierzu stammte aus James Thomsons ›The Seasons‹ und wurde von Baron van Swieten stark gekürzt ins Deutsche übertragen. Mit großer Fantasie und bezaubernder Frische komponierte Haydn danach vielfältige von ländlicher Lebensfreude und idealisierter Naturbetrachtung geprägte Bilder.
Das Oratorium besteht, entsprechend den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter, aus vier Teilen, und besticht in seinen Rezitativen, Arien und Chören durch eine überbordende Fülle des Ausdrucks, randvoll mit Tonmalerei. Gelegentlich erhält das Oratorium in seiner Unmittelbarkeit der wechselnden Stimmen und Stimmgruppen den Charakter eines Singspiels.
Seit seinem überzeugenden Debüt 1999 mit einem Bach-Mozart-Programm ist Andrew Manze regelmäßiger Partner des DSO. 2006 erarbeitete er mit dem Orchester Haydns bekanntestes Oratorium ›Die Schöpfung‹. Nun lässt er das Werk folgen, das der Komponist selbst als Ergänzung und Fortsetzung sah.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
Pressekarten bestellen Sie bitte unter Tel 030. 20 29 87 535
PM_Manze_Jahreszeiten.pdf
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Von skythischer Wildheit und klangfarbenen Bögen
Rozhdestvensky dirigiert Werke von Tschaikowsky, Martinů und Prokofjew
Berlin,
07.04.2008
[DSO]
Am 12.|13. April dirigiert Gennady Rozhdestvensky Tschaikowskys Orchestersuite Nr. 3 G-Dur, das Vierte Klavierkonzert von Bohuslav Martinů und Sergej Prokofjews ›Skythische Suite‹. Solistin ist die erfahrene, russische Pianistin Viktoria Postnikova.
In den Symphoniekonzerten am 12.|13. April steht einmal mehr Gennady Rozhdestvensky am Pult des DSO. Er wird drei selten gespielte Werke dirigieren: Pjotr I. Tschaikowskys Orchestersuite Nr. 3 G-Dur, das Vierte Klavierkonzert von Bohuslav Martinů und Sergej Prokofjews ›Skythische Suite‹. Solistin ist die erfahrene, russische Pianistin Viktoria Postnikova.
Tschaikowsky bediente sich in seinem Opus 55, wenngleich äußerlich eine Symphonie, der freieren Form der Suite. Den letzten Satz legte er als Variationensatz an und es gelang ihm darin ein Meisterwerk. Das Thema, so einfach es auch in seiner Grundform ist, nimmt vielerlei Gestalt an, verwandelt sich insgesamt zwölf Mal. Der Satz und damit die Suite schließt in der letzten Variation mit einer ›Polacca‹, einem stilisierten Tanz, in voller Klangpracht.
Prokofjews ursprünglich als Ballettmusik mit dem Titel ›Ala und Lolly‹ eingerichtete ›Skythische Suite‹ wird häufig als dessen ›Sacre‹ bezeichnet. Ähnlich wie Strawinsky wenige Jahre zuvor mobilisiert er die volle Klanggewalt des Orchesters. Dem rhythmisch akzentuierten, und klanglich scharfen Scherzo setzt Prokofjew im letzten Satz, ›Nacht‹, lyrische Passagen entgegen.
Martinůs Viertes Klavierkonzert, das er mit ›Incantation‹ (Beschwörung) überschrieb, besticht in seiner konzentrierten Virtuosität durch große Bögen der Fantasie und leuchtende Farben. Häufig steht die Harfe als vermittelnder Partner dem solierenden Klavier gegenüber.
Das Konzert am 12. April ist ein Familienkonzert und beginnt bereits um 16 Uhr. Um 14.55 Uhr gibt es eine Intro für Jugendliche und parallel dazu eine Einführung für Erwachsene. Das Konzert am 13. April fängt zur gewohnten Zeit um 20 Uhr an, um 18.55 Uhr führt Habakuk Traber in das Konzertprogramm ein.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
Pressekarten bestellen Sie bitte unter Tel 030. 20 29 87 535
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(47KB)
Spielfreude, Eleganz und Leidenschaft - Debüt im ›Deutschlandradio Kultur‹
Werke von Strawinsky, Glasunow, Schostakowitsch und Ravel
Berlin,
02.04.2008
[DSO]
In der traditionsreichen Konzertreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ präsentieren sich am Dienstag, den 8. April mit dem DSO Dirigent Ludovic Morlot, Geiger Antal Szalai und Pianist Alex Kobrin mit Werken von Strawinsky, Glasunow, Schostakowitsch und Ravel.
Am Dienstag, den 8. April um 20 Uhr werden im Rahmen der Konzertreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ herausragende junge Interpreten im Zusammenspiel mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zu erleben sein: Dirigent Ludovic Morlot, Violinist Antal Szalai und Pianist Alex Kobrin. Sie stellen sich einem herausforderndem Programm in einer Mischung aus Spielfreude, Eleganz und Leidenschaft.
Ludovic Morlot, 1973 geboren, leitete in seiner jungen Karriere bereits etliche bedeutende Orchester Europas und der USA, und assistierte 2004-2007 beim Boston Symphony Orchestra u.a. James Levine und Bernard Haitink. Im Debüt-Konzert mit dem DSO dirigiert er neben Solokonzerten von Schostakowitsch und Glasunow auch Igor Strawinskys spielerische Ballettmusik ›Jeu de Cartes‹ sowie Maurice Ravels Hommage an Johann Strauß ›La Valse‹, einen »phantastischen und schicksalshaft-unabwendbaren Wirbel«, wie der Komponist selbst seine Ballettmusik charakterisierte.
Das Zweite Klavierkonzert in F-Dur von Dmitri Schostakowitsch, das dieser 1957 für seinen damals 19jährigen Sohn Maxim schrieb, bildet ein helles Gegenbild zu den 1953 und 1957 entstandenen Symphonien Nr. 10 und 11. Solist der Berliner Aufführung ist der 1980 in Moskau geborene Alex Kobrin, mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe. Antal Szalai, 1981 in Budapest geboren und ehemals Schüler von Pinchas Zukermann, interpretiert Alexander Glasunows bravouröses Violinkonzert in a-Moll.
Das ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ gehört zu den traditionsreichsten Konzertreihen des öffentlich-rechtlichen Hörfunks in Deutschland. Gegründet 1959 vom Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS), liefen die Orchesterkonzerte in den ersten Jahrzehnten unter dem Titel ›RIAS stellt vor‹. Zu der langen Liste der ehemaligen Debütanten gehören u.a. Jessye Norman, Jewgenij Kissin und Cecilia Bartoli.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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(34KB)
Saraste dirigiert Auftragswerk des DSO von Kaija Saariaho
Karita Mattila und Anssi Karttunen übernehmen Solopartien
Berlin,
20.03.2008
[DSO]
Jukka-Pekka dirigiert am 2.|3. April die deutsche Erstaufführung der neuesten Komposition der finnischen Komponistin Kaija Saariaho. ›Mirage‹ für Sopran, Violoncello und Orchester ist ein Auftragswerk Werk u.a. vom DSO. Die Sopranistin Karita Mattila und der Cellist Anssi Karttunen übernehmen die Solopartien.
In den Symphoniekonzerten am 2.|3. April dirigiert Jukka-Pekka Saraste das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Im Zentrum des Abends steht die Komposition ›Mirage‹ für Sopran, Violoncello und Orchester, das gemeinsam vom DSO, dem BBC Symphony Orchestra und dem Orchestre de Paris bei der finnischen Komponistin Kaija Saariaho in Auftrag gegeben wurde. Das Werk erlebt am 2. April seine deutsche Erstaufführung. Die versierte finnische Sopranistin Karita Mattila übernimmt den anspruchsvollen Gesangspart, Anssi Karttunen wird am Violoncello zu erleben sein.
In dem Programm treffen finnische Naturerfahrung und französische Musikauffassung aufeinander und entdecken ihre Gemeinsamkeiten: im Erlebnis der Farben, im Klang des Lichts. Das Programm schlägt den Bogen von Sibelius’ Natur inspirierter Sechsten Symphonie, über Debussys ›La Mer‹, zu der Komponistin, die französische und finnische Tradition in ihrer Person vereint.
Kaija Saariaho, in Helsinki geboren, studierte unter anderem an der Sibelius-Akademie in Helsinki und am IRCAM in Paris, wo sie seit über 20 Jahren lebt. Sie schöpft aus der Kombination von nordischer Landschaftsweite und großstädtischer Modernität, verschmilzt vokale, instrumentale und elektronische Elemente zu einer facetten- und ungeheuer farbenreichen Klangsprache.
›Mirage‹ basiert auf einem Gedicht der jung verstorbenen, schwedisch-finnischen Autorin Edith Södergran, die nicht nur vom deutschen Expressionismus und russischen Futurismus beeinflusst worden war, sondern vor allem vom französischen Symbolismus. Mit Kaija Saariahos Komposition schließt sich hier in Berlin der europäische Kreis, der Frankreich und Finnland gleichsam umfasst.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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(37KB)
Bach und Messiaen – Musikalische Glaubensbekenntnisse
Das Osterfestival des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
Berlin,
11.03.2008
[DSO]
Von Karfreitag bis Ostermontag, 21.–24. März, veranstaltet das DSO sein diesjähriges Osterfestival. In vier Konzerten werden die beiden Komponisten Johann Sebastian Bach und Olivier Messiaen gegenübergestellt.
Bach und Messiaen – Musikalische Glaubensbekenntnisse
Das Osterfestival des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
In Fortführung der Tradition der letzten Jahre veranstaltet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin wieder ein Osterfestival. Die Konzerte von Karfreitag bis Ostermontag, 21.–24. März, stehen dabei ganz im Zeichen zweier zutiefst im christlichen Glauben verwurzelten Komponisten:
Johann Sebastian Bach und Olivier Messiaen.
Am Karfreitag, den 21. März rahmen Bachs frühe Passionskantaten ›Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen‹ und ›Christ lag in Todesbanden‹ Messiaens farbenprächtige Stücke über »Gottes Gegenwart« sowie dessen musikalische Betrachtungen über ›Die vergessenen Opfer‹. Zusammen mit dem Rundfunkchor Berlin wird das Orchester unter seinem Chefdirigenten diese musikalischen Glaubensbekenntnisse im Großen Saal der Philharmonie interpretieren. Unter den Solisten sind Julia Kleiter (Sopran) und Angelika Kirchschlager (Alt).
Im Kammerkonzert am Samstag, den 22. März im Kammermusiksaal der Philharmonie ist Ingo Metzmacher in Messiaens ›Quartett auf das Ende der Zeit‹ am Klavier zu erleben. In diesem Konzert sowie im Symphoniekonzert am Ostersonntag, den 23. März wird die vertraute Klarheit ausgewählter Werke Bachs, darunter die Violinkonzerte in a-Moll und E-Dur (Gil Shaham), wiederum Messiaens Verschmelzung von Klang und Farbe gegenübergestellt. Bei allen kompositorischen Gegensätzen spüren Bach und Messiaen dem Geheimnis religiös-musikalischer Versenkung und wahrer Glaubensfreude gleichermaßen nach.
Ein Orgelabend mit Leo van Doeselaar in der Jesus-Christus-Kirche in Dahlem, in dem die großen Orgelkomponisten Bach und Messiaen geehrt werden, beschließt am Ostermontag, den 24. März das diesjährige musikalische Osterfest des DSO.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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(40KB)
Matthias Goerne sagt Liederabend am Mo., 10. März 2008 im Kammermusiksaal der Philharmonie ab
Berlin,
07.03.2008
[DSO]
Matthias Goerne sagt Liederabend am Mo., 10. März 2008 im Kammermusiksaal der Philharmonie ab. Umtausch oder Rückerstattung der Karten möglich.
Krankheitsbedingt sagt Bariton Matthias Goerne den für Montag, den 10. März im Kammermusiksaal der Philharmonie geplanten Liederabend mit Ingo Metzmacher ab.
Die Symphoniekonzerte am 13.|14. März werden dennoch wie geplant stattfinden.
Karteninhaber für den Liederabend am 10. März haben die Möglichkeit, ihr Ticket gegen eine Karte für eines der Symphoniekonzerte am Do.|Fr., den 13.|14. März beim DSO-Besucherservice einzutauschen, oder aber den Preis der Karte, dort wo sie erworben wurde, erstattet zu bekommen.
PM_Goerne-Absage.pdf
(31KB)
Ingo Metzmacher und Matthias Goerne im Kammer- und Symphoniekonzert
Schubert-Lieder und Eislers ›Ernste Gesänge‹
Berlin,
04.03.2008
[DSO]
Ingo Metzmacher und der Bariton Matthias Goerne bestreiten am Mo., den 10. März gemeinsam einen Schubert-Liederabend. Darin wird der Chefdirigent des DSO erstmals in seiner Berliner Amtszeit als Liedbegleiter in Erscheinung treten. In den Symphoniekonzerten am Do.|Fr. den 13.|14. März kehrt ans Pult zurück und dirigiert Liszts ›Les Préludes‹, Eislers ›Ernste Gesänge‹ und Beethovens 5. Symphonie.
»Beinahe instinktiv« funktioniere sein musikalisches Zusammenwirken mit dem Pianisten und Dirigenten Ingo Metzmacher, sagt der Bariton Matthias Goerne. Dies unter Beweis zu stellen, daran machen sich die beiden Musiker sowohl in einem Liederabend am 10. März im Kammermusiksaal der Philharmonie als auch im Symphoniekonzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester am Do., den 13. und Fr., den 14. März in der Philharmonie um jeweils 20 Uhr. Im Kammerkonzert am 10. März begleitet der Chefdirigent des DSO den für seine tiefgründigen Interpretationen geschätzten Sänger in einem Schubert-Liederabend. Das Programm ist Teil eines ambitionierten Vorhabens: von 2008 bis 2011 wird Goerne elf Schubert-Programme für Harmonia Mundi auf CD einspielen, eines davon in diesem Herbst mit Ingo Metzmacher.
Beide Musiker werden mit dem Orchester auch das Symphoniekonzert am 13./14. März bestreiten. Es ist das 4. Konzert, in dem Ingo Metzmacher die »deutsche Seele« ergründet. Im Zentrum der gewichtigen Programmfolge um Liszts Symphonische Dichtung ›Les Préludes‹ und die 5. Symphonie Beethovens – zwei von den Nazis gründlich missbrauchte Werke – stehen die ›Ernsten Gesänge‹ des Exilierten Hanns Eisler. Diese Lieder um Dichtungen von Friedrich Hölderlin drücken für Goerne eine »Stimmung aus Befürchtungen und Ängsten aus, aber zugleich die Hoffnung auf etwas Besseres«. In Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur wird das DSO am 14. März zum ersten Mal eine ›Brennstraße‹ anbieten. Dabei handelt es sich um einen Stand im Foyer der Philharmonie, an dem der Live-Mitschnitt von Liszts ›Les Préludes‹ und Beethovens 5. Symphonie direkt nach dem Schlussapplaus auf CD gebrannt wird. Versehen mit einem informativen Booklet und einer stabilen CD-Hülle, wird daraus ein hochwertiges und bleibendes Musikerlebnis, das zu einem günstigen Preis erworben oder auch bestellt werden kann.
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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Hélène Grimaud interpretiert das Klavierkonzert in G-Dur von Maurice Ravel
Berlin,
21.02.2008
[DSO]
Hélène Grimaud interpretiert mit dem DSO das Klavierkonzert in G-Dur von Maurice Ravel. Gerahmt wird dieses vom DSO unter Ingo Metzmacher durch das selten zu hörende ›Orchestral Set No. 2‹ von Charles Ives sowie ›Le Sacre du Printemps‹ von Igor Stravinsky.
»Emanzipation des Rhythmus« – so könnte das Symphoniekonzert des DSO unter seinem Chefdirigenten Ingo Metzmacher überschrieben sein, das am So., den 2. und Mo., den 3. März 2008, jeweils um 20 Uhr in der Berliner Philharmonie stattfinden wird.
Maurice Ravel bediente sich für sein vor Klangfarben sprühendes Klavierkonzert in G-Dur neben dem Formvorbild der Wiener Klassik vor allem auch rhythmischer Muster der Jazzmusik. Diese packend und brilliant umzusetzen, dafür zeigt sich die Solistin des Abends, die französische Pianistin Hélène Grimaud, verantwortlich.
Neben musikalischem Material amerikanischer Volks- und Kirchenlieder greift auch schon das den Abend eröffnende ›Orchestral Set Nr. 2‹ von Charles Ives auf Rhythmen des Ragtime und des Jazz zurück. In der Art und Weise, wie Stimmen autonom geführt und gegeneinander gesetzt werden, steht die selten aufgeführte Suite dem Hauptwerk des Konzertprogramms im zweiten Teil nahe.
Igor Strawinskys heidnischem Opfertanz ›Le Sacre du Printemps‹ ist die Entfesselung des Rhythmus programmatisch eingeschrieben. Zweifelsohne eines der aufrührerischsten Werke des 20. Jahrhunderts, dessen Uraufführung im Skandal endete, lässt ›Sacre‹ das gesamte Orchester zum Perkussionsinstrument werden.
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Neuer Mitarbeiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Wir möchten Ihnen heute einen neuen Mitarbeiter vorstellen: Benjamin Dries hat seit Mitte Februar die Aufgabenbereiche der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin übernommen. Herr Dries arbeitete zuletzt im Bereich Organisation und Veranstaltungsmanagement von 2004-2007 für den Kammermusikveranstalter ›Spectrum Concerts Berlin‹.
Herr Dries ist zu erreichen unter:
Tel: +49 (0) 30 20 29 87 535
Fax: +49 (0) 30 20 29 87 539
E-Mail: presse@dso-berlin.de
Karten von 15 € bis 58 € sind erhältlich beim DSO-Besucherservice unter Tel 030. 20 29 87 11 oder unter tickets@dso-berlin.de und an der Abendkasse
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PM_Metzmacher-Grimaud.pdf
(33KB)
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