PM 2010|2011
Das DSO residiert bei den Pfingstfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden
Die Ferenc-Fricsay-Akademisten des DSO präsentieren sich am 29. Mai
Leonidas Kavakos am 23. Mai erstmals in der Doppelrolle als Violinsolist und Dirigent
Sir Roger Norrington widmet sich der Beziehung von Mahler zu Bach
James Gaffigan im finalen ›Nachtgestalten‹-Programm und Casual Concert
Philippe Jordan dirigiert Strawinskys ›Psalmensymphonie‹ und Beethovens Neunte
Kent Nagano beschließt am 23.4. seine Bruckner-Trilogie mit der 9. Symphonie
Neeme Järvi dirigiert am 15. April Raritäten aus dem Ostseeeraum
Krzysztof Urbańsky debütiert am Pult des DSO mit Werken von Bartók und Strauss
›Nachtgestalten‹ (5.) - Kent Nagano kombiniert Bruckners Siebte mit Rihms Monodram ›Das Gehege‹
Nächtliches Kammerkonzert in der Wandelhalle der Gemäldegalerie am 4. März
Kent Nagano kehrt 3x infolge ans Pult des DSO zurück: am 28.2., 19.3. und 23.4.
Grammy für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano
Nachtgestalten (4.) – Hannu Lintu dirigiert Gustav Holsts ›Planeten‹
Cornelius Meister gibt sein Berliner Philharmonie-Debüt mit dem DSO
Georges Prêtre und das Klavierduo Katia & Marielle Labèque zu Gast beim DSO
CD-NEUERSCHEINUNG - Ingo Metzmacher dirigiert das DSO in Humperdincks Märchenoper ›Königskinder‹
Jonathan Nott debütiert am 16. Januar beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin
Nachtgestalten (3.) – Stéphane Denève und Elisabeth Leonskaja zu Gast beim DSO
»Füllt mir eine Flasche Sekt!« – Ein poetisches Spektakel zum Jahresabschluss
›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ – Ward Stare dirigiert das DSO
Das Weihnachtsoratorium mit dem Windsbacher Knabenchor
CD-Neuerscheinung des DSO mit Dirigent Yutaka Sado bei Challenge Records
Christoph Eschenbach kehrt nach 15 Jahren ans Pult des DSO zurück
Nachtgestalten (2.) – Pablo Heras-Casado debütiert beim DSO
Grammy-Nominierung für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und den Rundfunkchor Berlin
›Notturno‹ – Auftakt der nächtlichen Kammerkonzerte am 3.12. im Bode-Museum
LA BONNE HEURE – Klassiklunch mit dem DSO Berlin
Tugan Sokhiev erstmals als Designierter Chefdirigent am Pult des DSO
Matthias Pintscher im Casual Concert und im Symphoniekonzert des DSO
›Ein deutsches Requiem‹ mit dem Windsbacher Knabenchor und dem DSO
Andrew Manze birgt mit dem DSO am 27. Oktober Schätze des 19. Jahrhunderts
Pianistin Ragna Schirmer debütiert am 17. Oktober beim DSO
Yutaka Sado ist am 10. Oktober zu Gast beim DSO mit fernöstlichen Klängen
›Nachtgestalten‹ (1.) – James Conlon dirigiert Verdis ›Messa da Requiem‹
›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹: Eugene Tzigane am Pult des DSO
David Robertson eröffnet die Saison beim DSO
Das DSO präsentiert seinen neuen Chefdirigenten: Tugan Sokhiev
Das DSO residiert bei den Pfingstfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden
Nikolaus Lehnhoff inszeniert Richard Strauss’ ›Salome‹ mit Angela Denoke
Berlin, 03.06.2011 [DSO] Das DSO ist mit drei Operaufführungen von Richard Strauss' ›Salome‹ (Regie: Nikolaus Lehnhoff) und einem Konzert mit Mezzosopranistin Waltraud Meier unter der Leitung von Stefan Soltesz im Festspielhaus Baden-Baden im Rahmen der Pfingstfestspiele vom 10. bis 16. Juni zu Gast.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin residiert vom 10. bis 16. Juni mit drei Operaufführungen und einem Konzert im Festspielhaus Baden-Baden bei den diesjährigen Pfingstfestspielen. In diesem Rahmen setzt das DSO seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Nikolaus Lehnhoff fort. Nach erfolgreichen Produktionen der Wagner-Opern ›Lohengrin‹, ›Parsifal‹ und ›Tannhäuser‹ sowie Puccinis ›Tosca‹ folgt nun eine Neuproduktion von Richard Strauss’ Opereinakter ›Salome‹. Die Inszenierung ist mit Angela Denoke, Doris Soffel, Kim Begley und Alan Held in den Hauptrollen hochkarätig besetzt. Am Pult des Orchesters steht Stefan Soltesz, unter dessen Stabführung die Essener Philharmoniker bereits zweimal zum ›Orchester des Jahres‹ gewählt wurden. Er leitet auch das Konzert am 12. Juni. Darin werden Strauss’ ›Alpensymphonie‹ Auszüge aus Wagners ›Tristan und Isolde‹ zur Seite gestellt. Als Solistin in Isoldes Liebestod und Mahlers Rückert-Liedern ist die legendäre Mezzosopranistin Waltraud Meier zu erleben.
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Die Ferenc-Fricsay-Akademisten des DSO präsentieren sich am 29. Mai
In der Villa Elisabeth erklingen Werke von Bacewicz, Mozart und Prokofjew
Berlin, 23.05.2011 [DSO] Die Ferenc-Fricsay-Akademisten des DSO präsentieren sich am 29. Mai zusammen mit Musikern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin in einem abwechslungsreichen Kammerkonzert am 29. Mai mit Werken von Bacewicz, Mozart und Prokofjew.
Sie sind jung, talentiert, überaus motiviert, und sie gehören zum Nachwuchs internationaler Spitzenorchester: Die Ferenc-Fricsay-Akademisten des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin sind fest in den Orchesteralltag integriert. Im Rahmen ihres Stipendiums lernen sie jeweils ein Jahr lang die Arbeit eines professionellen Orchesters von innen kennen und wirken an Konzerten sowie an Radio- und CD-Aufnahmen mit. Zudem nehmen Sie an Probespielworkshops teil und werden von Stimmführern des DSO gecoacht. Die Akademisten der aktuellen Saison präsentieren sich am 29. Mai zusammen mit Musikern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin in einem abwechslungsreichen Kammerkonzert.
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Leonidas Kavakos am 23. Mai erstmals in der Doppelrolle als Violinsolist und Dirigent
Auf dem Programm: Bachs d-Moll-Violinkonzert sowie Werke von Lutosławski und Schumann
Berlin, 17.05.2011 [DSO] Leonidas Kavakos ist am 23. Mai erstmals in Berlin als Dirigent und Solist in Personalunion zu erleben. Er leitet Bachs d-Moll-Violinkonzert vom Soloinstrument aus, für Lutosławskis ›Musique funèbre‹ und Schumanns Zweite Symphonie greift er zum Dirigierstab.
Erstmals in Berlin ist der griechische Spitzenmusiker Leonidas Kavakos am Montag, dem 23. Mai in der Doppelrolle als Dirigent und Solist zu erleben. Im Abonnementkonzert des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin leitet er das leidenschaftliche d-Moll-Violinkonzert von Johann Sebastian Bach vom Soloinstrument aus. Für die beiden weiteren Werke des Abends tritt er ans Pult des Orchesters: Neben der ›Musique funèbre‹ von Witold Lutosławski spielt das DSO unter Kavakos’ Leitung die Zweite Symphonie von Robert Schumann.
Bachs Konzert in d-Moll BWV 1052 wurde im 19. und 20. Jahrhundert vor allem für die Soloinstrumente Cembalo und Klavier geschätzt – Bach selbst hatte es für Tasteninstrumente eingerichtet. Als rekonstruierte Konzertfassung für Solovioline erwarb es sich erst in den letzten Jahrzehnten einen fast gleichrangigen Platz neben den populären Violinkonzerten in E-Dur und a-Moll.
Lutosławskis ›Musique funèbre‹ (Trauermusik), ein Auftragswerk des polnischen Rundfunks, sollte 1954 am zehnten Todestag Béla Bartóks uraufgeführt werden. Die Rolle des ungarischen Komponisten, den Lutosławski als ethisches und musikalisches Vorbild empfand, geht jedoch über die des Widmungsträgers hinaus: In der eindringlichen ›Musique funèbre‹ lassen sich spezifische musikalische Einflüsse Bartóks erkennen. Die ›Trauermusik‹ ist ausschließlich für Streicher komponiert, gleichsam die Heimatfamilie von Kavakos’ eigenem Instrument.
Unter seiner Stabführung weitet sich nach der Pause mit Schumanns Zweiter die Besetzung zum klassischen Symphonieorchester. In diesem Werk, das Schumanns Zeitgenossen gar für sein bestes überhaupt hielten, lassen sich eindrückliche Spuren der Auseinandersetzung Schumanns mit Bach erkennen, so etwa in der Verwendung des berühmten B-A-C-H-Motivs oder in der kunstvollen Themenverarbeitung.
Der griechische Musiker Leonidas Kavakos zählt zu den gefragtesten Musikern unserer Zeit. Als er 1985 den Sibelius- und drei Jahre danach den Paganini-Wettbewerb gewann, wurde man auf das große Talent des Geigers aufmerksam. Einladungen zu den renommiertesten internationalen Festivals ließen nicht lange auf sich warten, ebenso wie Konzerte mit Spitzenorchestern weltweit. Seit er 2002 als Erster Gastkünstler die intensive Zusammenarbeit mit der Camerata Salzburg aufnahm, die ihn ab 2007 zum Künstlerischen Leiter berief, tritt das Dirigieren immer stärker in den Vordergrund seiner Tätigkeit, häufig auch in Verbindung mit dem eigenen solistischen Vortrag.
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Sir Roger Norrington widmet sich der Beziehung von Mahler zu Bach
Anu Komsi ist Sopransolistin in Mahlers 4. Symphonie und Bachs Kantate Nr. 51
Berlin, 10.05.2011 [DSO] Sir Roger Norrington stellt am 16. Mai Gustav Mahlers Vierter Symphonie zwei Werke Johann Sebastian Bachs gegenüber, die Vierte Orchestersuite und die Sopran-Kantate ›Jauchzet Gott in allen Landen‹. Die Solopartien übernimmt die finnische Sopranistin Anu Komsi.
Sir Roger Norrington ist eine Ausnahmepersönlichkeit: Bei ihm gehen die Neugier des Forschers und die geschichtsbewusste Musizierfreude eine profunde Verbindung ein. Für sein Konzert mit dem DSO am 16. Mai vermittelt er mit der Interpretation von Gustav Mahlers Vierter Symphonie seine Sicht auf ein Hauptwerk des frühen 20. Jahrhunderts. Zugleich blickt er aber auch zurück auf seine Wurzeln in der Barockmusik: Neben der Vierten Orchestersuite von Johann Sebastian Bach steht dessen Sopran-Kantate ›Jauchzet Gott in allen Landen‹ auf dem Programm. Die hochvirtuose Solopartie übernimmt – ebenso wie den Vokalpart in der Mahler-Symphonie – die finnische Sopranistin Anu Komsi.
»In Bach sind alle Lebenskeime der Musik vereint wie in Gott die Welt. Eine größere Polyphonie war nie da!«, so bekannte es Mahler gegenüber seiner Vertrauten Natalie Bauer-Lechner im Jahr der Fertigstellung seiner Vierten Symphonie. Im Sommer darauf ergänzte er: »Unsagbar, was ich von Bach immer mehr und mehr lerne (freilich als Kind zu seinen Füßen sitzend): denn meine angeborene Art zu arbeiten ist Bachisch!« Selten nur wird auf die aufschlussreiche Beziehung von Gustav Mahler zu Johann Sebastian Bach hingewiesen. Sir Roger Norrington thematisiert sie mit seinem Konzertprogramm.
Der Gründer des Heinrich Schütz Choir und der London Classical Players ist dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin seit 1995 durch regelmäßige Zusammenarbeit verbunden. Norrington verwirklicht die Synthese von historisch informiertem Musizieren mit den Mitteln eines modernen und flexiblen Klangkörpers. Neben sparsamen Gebrauch des Vibrato verwendet er oft zügige Tempi und variiert mit der Aufstellung der Instrumente auf der Bühne entsprechend den Klangidealen des jeweiligen Komponisten.
Anu Komsi ist in den großen Musikzentren Europas und Amerikas zu Hause. In Konzerten mit den bedeutenden Orchestern arbeitete sie weltweit mit Dirigenten wie Rudolf Barschai, Peter Eötvös, Sakari Oramo, Esa-Pekka Salonen und Jukka-Pekka Saraste zusammen. Komponisten wie Unsuk Chin, George Benjamin und Esa-Pekka Salonen komponierten für sie. Anu Komsi ist neben ihrer sängerischen Karriere Gründerin und Künstlerische Leiterin des Kokkola-Opernsommers.
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James Gaffigan im finalen ›Nachtgestalten‹-Programm und Casual Concert
Pianist David Fray interpretiert am 8. Mai Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll
Berlin, 26.04.2011 [DSO] Im letzten Konzert der ›Nachtgestalten‹ -Themenreihe am 8. Mai dirigiert James Gaffigan Richard Strauss´ ›Alpensymphonie‹, die er am darauffolgenden Abend im letzten Casual Concert der Saison auch kommentieren wird. Im Abonnementkonzert steht neben der ›Alpensymphonie‹ Harrison Birtwistles ›Night’s Black Bird‹ und Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 in d-Moll auf dem Programm. Solist des berühmten »dunklen« d-Moll-Konzertes ist der junge Starpianist David Fray.
James Gaffigan leitet am 8. Mai das abschließende Konzert der Themenreihe ›Nachtgestalten‹ beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Vor fünf Jahren stand der 32-jährige New Yorker in der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ erstmals am Pult des DSO, ab der kommenden Saison wird er die Chefdirigentenposition beim Luzerner Sinfonieorchester übernehmen. Für sein Abonnementkonzert mit dem DSO wählte er Harrison Birtwistles ›Night’s Black Bird‹ und Richard Strauss’ Tondichtung ›Eine Alpensymphonie‹. An seiner Seite deutet der junge Ausnahmepianist David Fray das Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart neu. Am 9. Mai dirigiert und moderiert James Gaffigan auch das letzte Casual Concert dieser Saison.
Das Programm des ›Nachtgestalten‹-Konzerts geht an die Fundamente des Saisonthemas, an die mythischen und existenziellen Bedeutungen der ›Nacht‹ und der Gestalten, die sie beleben. Harrison Birtwistle, der 76-jährige britische Komponist, versteht es, die Atmosphäre mythischer, urweltlicher Situationen heraufzubeschwören; sein ›Night’s Black Bird‹ ist durch John Dowlands Lied ›Lacrimae‹ inspiriert. Als Magier des Orchesterklangs gleicht Birtwistle Richard Strauss, der nach einer Serie von Tondichtungen das Glanzstück seiner Instrumentierungskunst mit der ›Alpensymphonie‹ schuf. Sie beginnt und endet in der Nacht. Dazwischen liegt, so die programmatischen Anmerkungen in der Partitur, ein Weg ins Gebirge, mit Sonnenaufgang, Aufstieg, Wald, Gipfelerlebnis, mit Gewitter, Gefahr und nächtlicher Rückkehr. Im Zentrum des Konzerts aber steht Mozarts Klavierkonzert Nr. 20, das häufig als die »Nachtgestalt« unter seinen Solokonzerten gedeutet wurde. Solist ist David Fray, der knapp 30-jährige Starpianist französisch-deutscher Herkunft, der in der vergangenen Spielzeit beim DSO debütierte.
Am Montag, den 9. Mai dirigiert James Gaffigan, der in Cleveland durch seine Initiative ›CityMusic‹ seit 2004 ein junges Publikum für klassische Musik begeistert, im finalen Casual Concert dieser Saison erneut ›Eine Alpensymphonie‹ und erläutert sie persönlich dem Publikum. Im Anschluss daran findet der Abend in der After Concert Lounge im gegenüber der Neuen Nationalgalerie gelegenen Club ›40seconds‹ mit der Berliner Soul- und Funk-Band ›Mo’ Blow‹ als Live Act und mit DJs seine Fortsetzung.
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Philippe Jordan dirigiert Strawinskys ›Psalmensymphonie‹ und Beethovens Neunte
Vokaler Glanz mit dem Rundfunkchor Berlin und einer exquisiten Solistenriege
Berlin, 20.04.2011 [DSO] Am 30. April und 1. Mai führt das DSO in Zusammenarbeit mit dem Rundfunkchor Berlin zwei große Chorsymphonien, Strawinskys ›Psalmensymphonie‹ und Beethovens 9. Symphonie, auf. Die Leitung hat Philippe Jordan, der in der vergangenen Saison sein erfolgreiches Berlin-Debüt mit dem DSO gab. Für die anspruchsvollen Solopartien im Finalsatz der 9. Symphonie konnten Michaela Kaune, Daniela Sindram, Nikolai Schukoff und Günther Groissböck gewonnen werden.
Zwei große Chorsymphonien führt der Schweizer Dirigent Philippe Jordan in seinem Konzertprogramm mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin am 30. April und 1. Mai zusammen: Igor Strawinskys ›Psalmensymphonie‹ und Beethovens Neunte Symphonie. In beiden Werken übernimmt der Rundfunkchor Berlin, der jüngst gemeinsam mit dem DSO den begehrten ›Grammy Award‹ für die beste Opereinspielung erhielt, die anspruchsvollen Chorpartien. Michaela Kaune, Daniela Sindram, Nikolai Schukoff und Günther Groissböck stehen den beiden Ensembles der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH als erstklassige Solistenriege zur Seite.
Während Beethovens Neunte die weitere Musikgeschichte nicht nur im
19. Jahrhundert wie kaum ein anderes Werk der Musikgeschichte prägte, führte Strawinsky mit seiner ›Psalmensymphonie‹ die Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts mit seiner Geschichte der Spiritualität beispielhaft. Strawinsky, der den Chor in allen drei Sätzen fordert, wählte Texte aus den biblischen Psalmen, die in lateinischer Sprache gesungen werden und das Gebet, die Hoffnung und den Lobpreis Gottes thematisieren. Beethoven wiederum gestaltete die ersten drei Sätze seiner Symphonie rein instrumental, bis im Finalsatz nicht nur der Chor, sondern auch ein Solistenquartett hinzutritt. In seiner Vertonung von Schillers ›Ode an die Freude‹, ein Plädoyer für eine Gesellschaft gleichberechtigter, in Freundschaft verbundener Menschen, erhält die ganze Menschheit eine Stimme.
Musikalisch geleitet werden die Aufführungen von Philippe Jordan. Als Musikdirektor der Pariser Oper zählt er mit 36 Jahren zu den herausragenden Dirigenten seiner Generation. Von 2006 bis 2010 war er Erster Gastdirigent der Staatsoper Unter den Linden Berlin, 2008 leitete er am Opernhaus Zürich Wagners ›Ring des Nibelungen‹. Als Konzertdirigent arbeitet er regelmäßig mit den führenden Orchestern Europas und Amerikas zusammen. Vergangene Saison gab er sein Berliner DSO-Debüt, nachdem er zuvor bereits erfolgreich bei den Festspielen Baden-Baden mit dem Orchester gearbeitet hatte.
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Kent Nagano beschließt am 23.4. seine Bruckner-Trilogie mit der 9. Symphonie
Zimmermanns ›Ekklesiastische Aktion‹ mit Matthias Goerne, Thomas Thieme und Ulrich Matthes
Berlin, 15.04.2011 [DSO] Kent Nagano und das DSO schließen ihre Bruckner-Trilogie am Karsamstag mit zwei »Abschiedswerken« ab: mit Bruckners unvollendet gebliebener 9. Symphonie und Bernd Alois Zimmermans ›Ekklesiastischer Aktion‹. Die direkte künstlerische Nachbarschaft der beiden Werke legt die unterschiedlichen Glaubenshaltungen der Komponisten offen. In Zimmermanns Werk stehen Orchester und Dirigent als herausragende Künstler Ulrich Matthes und Thomas Thieme in den Sprechrollen sowie Matthias Goerne in der Basspartie zur Seite.
Ein letztes Mal in dieser Saison ist DSO-Ehrendirigent Kent Nagano zu Gast beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, um eine Symphonie Anton Bruckners mit einem Werk der Neuen Musik in Beziehung zu setzen. Der erste Teil des Konzerts am Karsamstag ist Bernd Alois Zimmermanns ›Ekklesiastischer Aktion‹ gewidmet. Als herausragende Künstler stehen Orchester und Dirigent bei der Interpretation dieses »Abschiedswerks« Ulrich Matthes und Thomas Thieme in den Sprechrollen sowie Matthias Goerne in der Basspartie zur Seite. Anton Bruckners Neunte Symphonie bildet das kompositorische Gegengewicht an diesem Abend.
Mit seiner Neunten Symphonie sprach Bruckner seine musikalisch »letzten Worte«, so wie die ›Ekklesiastische Aktion‹ Zimmermanns letztes Bekenntnis blieb. Beide waren in ihrem Denken und mit ihren inneren Kontroversen tief im Katholizismus verwurzelt. Die unterschiedlichen Zeiten, in denen sie lebten, forderten ihren Glauben zu konträren Haltungen heraus. Die direkte künstlerische Nachbarschaft beider Werke legt die Spannungen und inneren Konflikte offen.
Zimmermann schrieb seine ›Ekklesiastische Aktion‹ 1970 kurz vor seinem selbst gewählten Tod. Mit ergreifender Expressivität wird anhand von alttestamentarischen Texten und Ausschnitten aus Dostojewskis Roman ›Die Brüder Karamasow‹ die christliche Utopie der Freiheit in Frage gestellt. Auch Bruckner komponierte seine Neunte Symphonie über die weite Zeitspanne von 1887 bis 1896 letztlich mit dem Tod vor Augen. Er konnte sie nur noch bis zum Ende des dritten Satzes fertig stellen. Bekenntnishaft widmete er sie »Dem lieben Gott« – ein Ausdruck unverrückbarer Glaubensüberzeugung, die für Zimmermann nicht mehr erreichbar war.
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Neeme Järvi dirigiert am 15. April Raritäten aus dem Ostseeeraum
Symphonien von Tubin und Nielsen stehen Sibelius’ ›Finlandia‹ gegenüber
Berlin, 12.04.2011 [DSO] Der estnische Dirigent Neeme Järvi wird am 15. April einmal mehr die Gelegenheit nutzen, das Publikum mit selten gespielten Werken des Ostseeraums bekannt zu machen. Jean Sibelius’ klanggewaltiger Tondichtung ›Finlandia‹ stellt er die Fünfte Symphonie von Eduard Tubin und Carl Nielsens Vierte Symphonie mit dem Beinamen ›Das Unauslöschliche‹ gegenüber. Alle drei Werke setzten sich thematisch auf individuelle Weise mit dem Schrecken des Krieges, politischer Unterdrückung und Heimatliebe auseinander.
Mit Neeme Järvi kehrt am kommenden Freitag ein Dirigent ans Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin zurück, der in ganz besonderer Weise mit dem Kulturraum rund um die Ostsee verbunden ist. Vielfach nutzte er in der Vergangenheit die Gelegenheit, auch wenig gespielte Werke dieser Herkunft aufs Programm zu setzen. Dies wird er am 15. April einmal mehr tun: In seinem Konzert mit dem DSO stellt Järvi Jean Sibelius’ klanggewaltiger Tondichtung ›Finlandia‹ die Fünfte Symphonie von Eduard Tubin und Carl Nielsens Vierte Symphonie mit dem Beinamen ›Das Unauslöschliche‹ gegenüber.
Alle drei Werke entstanden in von Krisen und Krieg überschatteten Zeiten. In Tubins Fünfter Symphonie klingt der Zweite Weltkrieg als bedrohliche Grundstimmung nach; mit dem lyrischen estnischen Volkslied im zweiten Satz jedoch wird ein verheißungsvoll positiver Gegenpart eingeführt. Tubin legte mit diesem Werk ein emphatisches Bekenntnis zum Land seiner Heimat ab, dem er sich nach der Emigration stets leidenschaftlich verbunden fühlte. Auch Nielsens Vierte Symphonie thematisiert die Schrecken des Krieges, unter anderem als wildes Duell zweier getrennt postierter Paukenpaare im Finale. Das dritte Werk des Abends, Sibelius’ Tondichtung ›Finlandia‹, ist dagegen ein komponiertes Zeichen der Hoffnung: Schon bald nach der Uraufführung im Jahr 1899 wurde es populär als hymnischer Ausdruck des Protests gegen die Herrschaft des russischen Zaren.
Der in Tallinn|Estland geborene Neeme Järvi zählt zu den großen Dirigenten unserer Zeit. Er ist Chefdirigent des Residentie Orkest in Den Haag sowie Ehrendirigent und Künstlerischer Leiter des New Jersey Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er Ehrendirigent des Detroit Symphony Orchestra, der Göteborger Symphoniker und des Royal Scottish National Orchestra. Zu Beginn dieser Saison übernahm er zusätzlich die Position des Chefdirigenten beim Estonian National Symphony Orchestra in Tallinn. Im Laufe seiner Karriere gastierte Järvi bei sämtlichen namhaften Orchestern der Welt. Opernverpflichtungen führten ihn u. a. an die Metropolitan Opera New York, die Opéra de Paris und das Téatro Colon in Buenos Aires. Weit über 400 Aufnahmen hat Neeme Järvi bei renommierten Labels eingespielt, darunter Gesamtaufnahmen der Symphonien von Hugo Alfven, Niels Gade, Carl Nielsen und Jean Sibelius.
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Vivaldi-Spezialist Jean-Christophe Spinosi gibt mit dem DSO sein Berlin-Debüt in der ausverkauften Philharmonie
Telemann und Vivaldi mit DSO-Soloflötist Gergely Bodoky und mit Alexis Kossenko
Berlin, 01.04.2011 [DSO] Der begabte französische Jungdirigent und Vivaldi-Spezialist Jean-Christophe Spinosi debütiert am 9. April mit dem DSO in Berlin. Auf dem Programm stehen Werke von Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann und Ludwig van Beethoven. Der DSO-Soloflötist Gergely Bodoky konzertiert mit Alexis Kossenko im einzigen Konzert für Blockflöte und Flöte von Telemann.
Am 9. April debütiert Jean-Christophe Spinosi, Gründer und Künstlerischer Leiter des ›Ensemble Matheus‹, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester in Berlin. Dem Franzosen eilt ein hervorragender Ruf voraus. Das Konzert ist bereits seit Wochen ausverkauft. Auf dem Programm stehen u. a. drei Werke von Antonio Vivaldi, mit dessen für lange Zeit in Vergessenheit geratenen Opern Spinosi sein internationaler Durchbruch gelang. Zum Auftakt erklingt die Ouvertüre zu ›La fida ninfa‹, der Oper auf seiner aktuell hoch gelobten Vivaldi-Einspielung. Das Flötenkonzert ›La notte‹ wartet mit theatralischen Effekten wie in einer Opernszene auf; den Solopart dieser »Geister- und Schlafbeschwörung« übernimmt mit Gergely Bodoky der Soloflötist des DSO. Als drittes Vivaldi-Werk an diesem Abend wird die ›Sinfonia al santo sepolcro‹ gespielt, ein stimmungsvolles Pendant zur Liturgie der Karwoche. Neben den Kompositionen des venezianischen Musikers sind an diesem Abend das einzige Konzert für Blockflöte und Flöte von Georg Philipp Telemann in der Interpretation von Alexis Kossenko und Gergely Bodoky sowie die Vierte Symphonie von Ludwig van Beethoven zu hören. Jean-Christophe Spinosi gilt als einer der begabtesten Jungdirigenten Europas. Der auf Korsika geborene und in der Bretagne beheimatete Dirigent begeistert das Publikum mit energiegeladener Musizierfreude. Mit seinem ›Ensemble Matheus‹ legte er mehrere furiose CD-Aufnahmen von Vivaldi-Opern vor, die von der Kritik gefeiert wurden. Als Gastdirigent wurde er an die Pariser Opern, die Wiener Staatsoper und im Rahmen der Salzburger Festspiele verpflichtet. Gergely Bodoky ist Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs und der International Flute Competition Kobe. Nach einem Jahr als Soloflötist der ungarischen Nationalphilharmonie ist er seit 1998 Soloflötist des DSO. Solistische Auftritte führten ihn in zahlreiche Länder mit Dirigenten wie Kent Nagano, Andrew Manze und George Benjamin. Alexis Kossenko beherrscht sein Instrument in allen historischen Formen von der Blockflöte über die Renaissance- und Traversflöte bis zur modernen Querflöte. Er konzertierte mit renommierten Ensembles der historischen Aufführungspraxis und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Ton Koopman und John Elliot Gardiner zusammen.
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Krzysztof Urbańsky debütiert am Pult des DSO mit Werken von Bartók und Strauss
Bratschist Adrien Boisseau und Klarinettist Pierre Génisson stellen sich als Solisten vor
Berlin, 24.03.2011 [DSO] Mit dem dritten Konzert der traditionsreichen Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ bietet das DSO am 30. März erneut jungen vielversprechenden Künstlern die Möglichkeit, sich solistisch zu präsentieren. Der bereits international für Furore sorgende 28-jährige Krzysztof Urbański wird ein äusserst farbenreiches Programm leiten. Bevor der Klarinettist Pierre Génisson und der Bratschist Adrien Boisseau die Soloparts in Max Bruchs selten aufgeführtem Doppelkonzert für Klarinette, Viola und Orchester übernehmen, stellen sie sich zuvor einzeln mit einem solistischen Werk vor.
Herausragenden jungen Künstlern eine Plattform zu bieten, das ist seit über 50 Jahren das Ziel der traditionsreichen Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Am 30. März ist der 28-jährige polnische Dirigent Krzysztof Urbański zu Gast, der bereits international für Furore sorgt und in der nächsten Saison die Position als Chefdirigent des Indianapolis Symphony Orchestra antreten wird. Für sein Debüt beim DSO hat der 28-Jährige ein farbenreiches Programm ausgewählt, das von Béla Bartóks ›Bilder aus Ungarn‹ bis zu ›Till Eulenspiegels lustige Streiche‹ von Richard Strauss reicht. Die beiden Solisten, Adrien Boisseau und Pierre Génisson, präsentieren sich zunächst jeweils mit einem solistischen Werk – Boisseau in dem kaum zu hörenden Bratschenkonzert von Leo Smit, Génisson in Claude Debussys ›Première Rapsodie‹ –, bevor sie gemeinsam das ebenfalls selten gespielte Konzert für Klarinette, Viola und Orchester von Max Bruch interpretieren. Unmittelbar nach seinem Abschluss an der Warschauer Chopin-Musikakademie gewann Krzysztof Urbański 2007 den Ersten Preis des Internationalen Dirigenten-wettbewerbs des Prager Frühlings. Seitdem arbeitet er regelmäßig mit allen wichtigen polnischen Orchestern zusammen. 2010 eröffnete er mit der Sinfonia Varsovia den polnischen Schwerpunkt des Schleswig-Holstein Musik Festivals. In der Zwischenzeit arbeitete er mit namhaften Orchestern weltweit. Seit Beginn der Saison 2010|11 ist Krzysztof Urbański Chefdirigent des Trondheim Symfoniorkester. Sein USA-Debüt beim Indianapolis Symphony Orchestra 2010 führte unmittelbar zu seiner Verpflichtung als Chefdirigent des Orchesters ab der Saison 2011|12. Adrien Boisseau, Jahrgang 1991, war in der Spielzeit 2007|08 Mitglied der Orchesterakademie des Orchestre Philharmonique de Radio France und 2008 des Lucerne Festival Academy Orchestra unter der Leitung von Pierre Boulez. Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben war er überaus erfolgreich: So erhielt er 2009 den ersten Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Max-Rostal- Wettbewerb in Berlin. – Pierre Génisson, Jahrgang 1986, schloss 2009 sein Studium am Pariser Conservatoire mit einem Ersten Preis ab. Bereits mit 21 Jahren wurde er Soloklarinettist des Orchestre de Bretagne, seit 2010 spielt er regelmäßig auf der gleichen Position im Rotterdam Philharmonic Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin. Darüber hinaus führten ihn Solo- und Kammerkonzerte zum Festival d‘Aix-en-Provence, zum Festival International de Dinard, zum Festival Jeunes Talents in Paris und zum ClarinetFest nach Austin (USA). Beim Encuentro de Música de Santander präsentierte er sich mit Wolfram Christ, Klaus Thunemann und Felix Renggli.
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›Nachtgestalten‹ (5.) - Kent Nagano kombiniert Bruckners Siebte mit Rihms Monodram ›Das Gehege‹
Sopranistin Rayanne Dupuis übernimmt den expressiven Sopranpart
Berlin, 10.03.2011 [DSO] Am 19. März kombiniert Kent Nagano Anton Bruckners Siebte Symphonie mit Wolfgang Rihms Monodram ›Das Gehege‹. Es ist der zweite Beitrag zu seiner Bruckner-Trilogie, die er am 23. April mit der Neunten in Gegenüberstellung mit Bernd Alois Zimmermanns ›Ekklesiastischer Aktion‹ abschließt, und gleichzeitig die fünfte Folge der DSO-Themenreihe ›Nachtgestalten‹. Sopranistin in Rihms Monodram ist die kanadische Sopranistin Rayanne Dupuis.
Anton Bruckners gewaltige Tonschöpfungen verlangen nach starken Kontrasten. So kombiniert Kent Nagano am 19. März als zweiten Beitrag seiner Bruckner-Trilogie die Siebte Symphonie mit Wolfgang Rihms ›Das Gehege‹. Das Konzert ist die fünfte Folge der DSO-Themenreihe ›Nachtgestalten‹. Rihms Monodram, das Nagano in Auftrag gab und 2006 zu seinem Amtsantritt an der Bayerischen Staatsoper zur Uraufführung brachte, erlebt an diesem Abend seine Berliner Erstaufführung. Mit Rayanne Dupuis übernimmt darin eine ausgewiesene Spezialistin für Neue Musik den expressiven Part des Solosoprans.
Beide Werke des ›Nachtgestalten‹-Programms setzen sich mit dem Tod als großem Menschheitsthema auseinander. Während Bruckner die religiöse Überwindung des Todes musikalisch nachvollzieht, ist der Tod in Rihms Nachtstück geradezu physisch präsent. Als Textgrundlage für seine musikdramatische Szene wählte er die Schlusssequenz aus Botho Strauß’ ›Schlusschor‹: In der Nacht, in der die Berliner Mauer fällt, begibt sich eine Adelige, im Ostteil Berlins aufgewachsene Frau in den West-Berliner Zoo zum Gehege des Steinadlers, um sich ihm körperlich hinzugeben. Da sich der Vogel »ignorant« zeigt, rupft, verwundet und schlachtet sie ihn. Rihm setzte Strauß’ Dichtung musikalisch hochexpressiv um und wirft ein weites Assoziationsnetz aus, das an Schönbergs ›Erwartung‹ und Bergs ›Lulu‹ ebenso denken lässt, wie an Richard Strauss’ ›Salome‹, den Opereinakter, den Nagano dem Monodram 2006 folgen ließ.
Nachdem Kent Nagano bereits Ende Februar ausgewählte Werke Jörg Widmanns mit Bruckners Fünfter Symphonie musikalisch zusammenbrachte, kontrastiert er zum Abschluss der Trilogie am 23. April Bruckners Neunte mit Bernd Alois Zimmermanns ›Ekklesiastischer Aktion‹. Für die Sprechrollen konnten die Schauspieler Ulrich Matthes und Thomas Thieme gewonnen werden, Bassbariton Matthias Goerne übernimmt die Gesangspartie.
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Nächtliches Kammerkonzert in der Wandelhalle der Gemäldegalerie am 4. März
Das DSO lädt mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und den Staatlichen Museen zu Berlin zum 2. Konzert der ›Notturno‹-Reihe ein
Berlin, 01.03.2011 [DSO] Das DSO setzt am 4. März in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Kammerkonzertreihe ›Notturno‹ in der Wandelhalle der Gemäldegalerie am Kulturforum fort. Um 21 Uhr gibt der Direktor des Hauses eine Kurzeinführung, bevor ab 21.15 Uhr Kurzführungen zu Meisterwerken der Sammlung angeboten werden. Ab 22 Uhr folgt das Konzert mit Triokompositionen für Violine, Viola und Flöte unter Führung des Ersten Konzertmeisters des DSO, Bernhard Hartog.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin veranstaltet am 4. März zum zweiten Mal ein Kammerkonzert der Reihe ›Notturno‹. In Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz lädt es unter dem Patronat des Stiftungspräsidenten Prof. Dr. Hermann Parzinger ab 21 Uhr in die Wandelhalle der Gemäldegalerie am Kulturforum ein.
Prof. Dr. Bernd Wolfgang Lindemann, Direktor der Gemäldegalerie, gibt zunächst eine Einführung, im Anschluss finden Kurzführungen zu Meisterwerken der Sammlung statt. Das musikalische Programm, das um 22 Uhr folgt, wird von Bernhard Hartog, dem Ersten Konzertmeister des DSO, mit seiner Kollegin Kornelia Brandkamp, Soloflötistin des Orchesters, gemeinsam mit Amalia Arnoldt, Solo-Bratschistin des Konzerthausorchesters, gestaltet. Auf dem Programm stehen Werke für Violine, Viola und Flöte von Cambini, Beethoven, Mozart, Hoffmeister und Reger.
Passend zur Themenreihe ›Nachtgestalten‹ hat das DSO in dieser Saison die Kammerkonzertreihe ›Notturno‹ in besonderen Räumen der Staatlichen Museen zu Berlin etabliert. Nach dem Bode-Museum im vergangenen Dezember wird nun die Wandelhalle der Gemäldegalerie bespielt, die sich in der Vergangenheit als Konzertsaal schon mehrfach bewährt hat. Durch ihre Dreischiffigkeit mit hoch aufragenden Säulen erinnert sie an sakrale Bauten, erlaubt Kontemplation und Kommunikation, gerade auch in der Zusammenschau der Künste.
Das dritte und letzte ›Notturno‹-Konzert der Saison wird zum Abschluss der ›Notturno‹-Reihe die Nachtschwärmer Berlins am 6. Mai 2011 in die Friedrichswerdersche Kirche, dem wohl authentischsten Werk des großen Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel, entführen. Hier wird das Blechbläserquintett des DSO zu erleben sein.
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Kent Nagano kehrt 3x infolge ans Pult des DSO zurück: am 28.2., 19.3. und 23.4.
Bruckners symphonische Riesen treffen auf Werke von Widmann, Rihm und B. A. Zimmermann
Berlin, 18.02.2011 [DSO] Gleich dreimal in kurzer Folge dirigert Kent Nagano das DSO und konfrontiert je eine Symphonie von Anton Bruckner mit Werken der jüngeren und jüngsten Musikgeschichte: am 28.2. die Fünfte mit Kompositionen von Jörg Widmann, der als Solist beteiligt ist, am 19.3. die Siebte mit Wolfgang Rihms Monodram ›Das Gehege‹ und am 23.4. Bruckners Neunte mit einem Hauptwerk des 20. Jahrhunderts, Bernd Alois Zimmermanns ›Ekklesiastische Aktion‹, unter der Beteiligung der Schauspielern Ulrich Matthes und Thomas Thieme und Bariton Matthias Goerne.
Eben erst wurden das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano mit dem Grammy Award 2011 für die Beste Operneinspielung geehrt, eine großartige Bestätigung der künstlerischen Partnerschaft des DSO mit seinem langjährigen Chef- und heutigen Ehrendirigenten. Gleich dreimal kehrt Kent Nagano in den kommenden acht Wochen zu seinem ehemaligen Orchester nach Berlin zurück, am 28.2., 19.3. und 23.4. An jedem Abend konfrontiert er eine Symphonie von Anton Bruckner mit Werken der jüngeren und jüngsten Musikgeschichte, die deren Klangarchitekturen neu erfahrbar machen.
Zum Auftakt dirigiert Kent Nagano am 28. Februar Bruckners Fünfte Symphonie. Wegen seiner polyphonen Prachtentfaltung ist sie oft mit einer gotischen Kathedrale verglichen worden. Als musikalischen Gegenpol wählt Nagano drei Werke von Jörg Widmann, die den Blick auf diese schärfen wollen. Der Komponist wird sich an der Interpretation seiner Werke als Solist beteiligen, unterstützt von dem Stimmführer der Bratschen des DSO, Igor Budinstein, Christa Schönfeldinger an der exotischen Glasharmonika und dem führenden Solisten am Akkordeon, Teodoro Anzellotti.
Am 19. März setzt Kent Nagano seinen Brucknerzyklus mit dem fünften Konzert der Themenreihe ›Nachtgestalten‹ fort und kombiniert darin Bruckners Siebte mit dem Monodram ›Das Gehege‹ von Wolfgang Rihm. Beide Werke setzen sich mit dem Tod als großem Menschheitsthema auseinander. Während Bruckner die religiöse Überwindung des Todes musikalisch nachvollzieht, ist der Tod in Wolfgang Rihms Nachtstück geradezu physisch präsent. Mit Rayanne Dupuis übernimmt eine ausgewiesene Spezialistin für Neue Musik den expressiven Part des Solosoprans.
Zum Abschluss der »Trilogie« kontrastiert Nagano Bruckners Neunte mit einem Werk, das über vierzig Jahre nach seiner Entstehung an Modernität nichts eingebüßt hat: Bernd Alois Zimmermanns ›Ekklesiastische Aktion‹. Sie ist ein Vermächtnis, ein Aufschrei und Aufruf gegen alles Unrecht in der Welt, und in diesem Sinne wie Bruckners »geistliches« Monumentalwerk dem »lieben Gott« gewidmet. Die Sprechrollen sind prominent mit den Schauspielern Ulrich Matthes und Thomas Thieme besetzt, die Gesangspartie übernimmt Bariton Matthias Goerne.
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Grammy für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano
Kaija Saariahos ›L'amour de loin‹ mit dem DSO Berlin und dem Rundfunkchor Berlin ist ›Beste Opereinspielung des Jahres‹
Berlin,
14.02.2011
[DSO]
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Kent Nagano wurde für die Einspielung der Oper ›L'amour de loin‹ von Kaija Saariaho mit dem ›Grammy Award‹ in der Kategorie ›Best Opera Recording‹ ausgezeichnet.
Bei den gestrigen 53. Grammy-Preisverleihungen in Los Angeles wurden das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der Rundfunkchor Berlin unter der Leitung von Kent Nagano für die Einspielung der Oper ›L'amour de loin‹ von Kaija Saariaho mit dem ›Grammy Award‹ in der Kategorie ›Best Opera Recording‹ ausgezeichnet. Damit erhalten gleich zwei Ensembles der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin (roc berlin) einen der weltweit wichtigsten Musikpreise.
»Ich freue mich über die fantastischen Neuigkeiten und empfinde es als eine große Ehre, dass unsere Aufnahme von ›L'amour de loin‹, für mich eines der bedeutendsten Werke der jüngeren Operngeschichte, ausgezeichnet wurde. Ich gratuliere Kaija Saariaho, den exzellenten Solisten, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunkchor Berlin zu dem gemeinsam Erreichten!«, so Kent Nagano nach der Preisverleihung. Orchesterdirektor Alexander Steinbeis fügt hinzu: »Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin schätzt sich über die hohe Auszeichnung aus Los Angeles überglücklich. Der Grammy-Gewinn dokumentiert die herausragende künstlerische Partnerschaft des DSO mit seinem langjährigen Chefdirigenten und heutigen Ehrendirigenten Kent Nagano als auch mit dem Rundfunkchor Berlin.«
›L'amour de loin‹, ein Auftragswerk der Salzburger Festspiele, erlebte im Jahr 2000 unter Kent Nagano seine Uraufführung in der Felsenreitschule. In den Jahren 2006 und 2008 wurde die Oper im Teldex Studio Berlin sowie in den Bavaria Musik-Studios München aufgenommen und erschien im September 2009 bei ›harmonia mundi‹. Seit ihrer Veröffentlichung wurde die Einspielung bereits mit international renommierten Preisen wie dem ›Diapason d’Or‹ (Oktober 2009) ausgezeichnet.
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Nachtgestalten (4.) – Hannu Lintu dirigiert Gustav Holsts ›Planeten‹
DSO-Solocellist Mischa Meyer interpretiert Dmitri Kabalewskys Violoncellokonzert Nr. 2
Berlin, 11.02.2011 [DSO] Hannu Lintu, der Einspringer am Dirigenten-Pult des DSO von 2008, kehrt am 20. Februar mit dem 4. ›Nachtgestalten‹-Programm der Saison zum Orchester zurück. Als Hauptwerk interpretiert er Gustav Holsts Erfolgswerk ›Die Planeten‹ und dirigiert eingangs Esa-Pekka Salonens packende Komposition ›Insomnia‹. Im Zentrum des Programms steht das Zweite Violoncellokonzert von Dmitri Kabalewsky, mit dem DSO-Solocellisten Mischa Meyer als Protagonisten.
Am 20. Februar leitet Hannu Lintu das 4. Konzert der Themenreihe ›Nachtgestalten‹. Zum Auftakt erklingt ›Insomnia‹, ein Werk des finnischen Dirigenten und Komponisten Esa-Pekka Salonen. Mischa Meyer, Solocellist des DSO, übernimmt im Violoncellokonzert Nr. 2 von Dmitri Kabalewsky den Solopart. Im zweiten Teil des Abends steht Gustav Holsts Erfolgswerk ›Die Planeten‹ auf dem Programm, bei dem die Damen der Berliner Chöre Cantus Domus und Ensemberlino Vocale die Vokalparts übernehmen.
Mit drei Werken des 20. und 21. Jahrhunderts entführt der Finne Hannu Lintu sein Publikum in die Halbwelt der ›Nachtgestalten‹. In dem packenden Werk seines Landsmannes Esa-Pekka Salonen nimmt die Musik den Zuhörer an die Hand und führt ihn durch die Untiefen einer schlaflosen Nacht hin zu einem strahlenden Sonnenaufgang. Als musikalisches Gegengewicht bringt Hannu Lintu für die zweite Konzerthälfte den größten Kompositionserfolg von Gustav Holst mit: ›Die Planeten‹, ein Werk voll mythischer Stimmungsbilder. Ein Höhepunkt verspricht der Auftritt von Mischa Meyer zu werden. Der erst 26-jährige Solocellist des DSO tritt als Solist in Dmitri Kabalewskys Zweitem Cellokonzert auf.
Hannu Lintu befindet sich auf dem Sprung zu einer großen Dirigentenkarriere. Erst kürzlich wurde er zum Nachfolger von Sakari Oramo als Chefdirigent des Finnischen Radio-Sinfonieorchesters ernannt. Zuvor hatte er Chefpositionen beim Tampere Philharmonic Orchestra, Helsingborg Symfoniorkester und Turku Philharmonic Orchestra inne. Außerdem wurde er zu Beginn dieser Saison zum Principal Guest Conductor des RTE National Symphony Orchestra Dublin ernannt. Beim DSO war Hannu Lintu erstmals in der vorletzten Saison als Einspringer mit einer Glanzleistung zu erleben, die nun den ersten »regulären« Auftritt nach sich zieht.
Mischa Meyer wurde zur Saison 2007|08 vom DSO auf die Position des Solo-Cellisten berufen. Aus einer Baden-Badener Musikerfamilie stammend, studierte er bei Martin Ostertag und seit 2004 an der Hochschule für Musik ›Hanns Eisler‹ Berlin bei David Geringas. Mischa Meyer ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Preisträger zahlreicher deutscher und internationaler Wettbewerbe. Neben seinen Auftritten als Solist mit den verschiedensten Orchestern engagiert er sich als vielseitiger Kammermusiker, beispielsweise als Mitglied des Ovid Trios und des Eisler Quartetts.
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Cornelius Meister gibt sein Berliner Philharmonie-Debüt mit dem DSO
Ausnahmetrompeter Håkan Hardenberger ist Solist in Haydns Es-Dur-Konzert
Berlin, 04.02.2011 [DSO] Cornelius Meister debütiert mit seinen Konzerten am 13. und 14. Februar in einem Symphoniekonzert und einem Casual Conert gleich in zweierlei Hinsicht, zum einen am Pult des DSO, zum anderen in der Berliner Philharmonie. Er präsentiert an beiden Abenden mit Martinůs Erster Symphonie ein selten gespieltes Werk. Im Symphoniekonzert stellt er diesem Haydns Trompetenkonzert mit dem Ausnahmetrompeter Håkan Hardenberger und zu Beginn Liszts Symphonische Dichtung ›Orpheus‹ an die Seite.
Cornelius Meister gibt sein Debüt am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters und damit seine Berliner Philharmonie-Premiere. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden ist der 30-Jährige, der 2005 zum Generalmusikdirektor in Heidelberg und 2010 zum Chefdirigenten des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien ernannt wurde, in der Philharmonie zu erleben: am 13. Februar im Symphoniekonzert und am 14. Februar im zweiten Casual Concert der Saison.
Mit Bohuslav Martinůs Erster Symphonie dirigiert er eine DSO-Erstaufführung. 1942 im amerikanischen Exil geschrieben, mobilisiert sie Vitalität und Energie gegen die Tragik der Zeit – eines der verkannten Werke aus der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Im Symphoniekonzert stellt Meister ihr nicht nur die Symphonische Dichtung ›Orpheus‹ von Franz Liszt gegenüber, sondern auch das Trompetenkonzert in Es-Dur von Joseph Haydn. Der Schwede Håkan Hardenberger, einer der international führenden Solisten seines Fachs, kehrt mit diesem Konzertklassiker nach langer Zeit zum Deutschen Symphonie-Orchester zurück.
Im Rahmen des Casual Concerts, dem jungen Konzertformat des DSO, das vom Dirigenten moderiert wird und auf eine Kleiderordnung verzichtet, erklärt Cornelius Meister, was ihn an Martinůs Erster Symphonie besonders fasziniert. Danach wird das Werk als Ganzes aufgeführt. Der Kontakt zwischen Orchesterbühne und Publikum ist für Meister ein unverzichtbarer Teil seiner Dirigiertätigkeit. Bereits seit seinem Amtsantritt in Heidelberg als jüngster Generalmusikdirektor in der bundes-republikanischen Geschichte gewinnt er eine neue Hörerschaft durch lebendige Konzerteinführungen.
Nach dem Casual Concert laden Dirigent und Musiker zur After Concert Lounge ein, die diesmal direkt vor den Saaltüren im Foyer der Philharmonie stattfindet. Dort hat man Gelegenheit, den Abend entspannt und unterhaltsam ausklingen zu lassen – oder in die Nacht zu starten. Als Live Act sind Julia Gámez Martin und Maximilian Mann mit Songs und Duetten von John Kander bis Roger Cicero zu erleben, am Klavier begleitet von Dominik Franke.
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Georges Prêtre und das Klavierduo Katia & Marielle Labèque zu Gast beim DSO
Werke von Francis Poulenc und Johannes Brahms in der Berliner Philharmonie
Berlin, 26.01.2011 [DSO] Am 6. und 7. Februar kehrt mit Georges Prêtre ein langjähriger und hochverdienter Gast ans Pult des DSO zurück. Auf dem Programm stehen neben Johannes Brahms’ Zweiter Symphonie zwei Werke von Francis Poulenc: die Suite ›Les animaux modèles‹ sowie das Konzert für zwei Klaviere d-Moll in der Interpretation des berühmten Klavierduos Katia und Marielle Labèque.
Am 6. und 7. Februar sind Georges Prêtre und das Klavierduo Katia & Marielle Labèque mit einem deutsch-französischen Programm in der Berliner Philharmonie zu erleben. Für den Dirigenten wie auch die Solistinnen haben die Kompositionen von Francis Poulenc eine besondere Bedeutung. Georges Prêtre war persönlich mit Poulenc bekannt und übernahm zahlreiche Uraufführungen und Ersteinspielungen seiner Werke. Für die Schwestern Katia und Marielle Labèque war Poulencs Doppelkonzert d-Moll am Beginn ihrer Karriere eines der wenigen Werke für zwei Klaviere und Orchester, sodass es bald zum Standardrepertoire des französischen Klavierduos gehörte. Die klangliche Faszination dieses Konzerts fängt Marielle mit den Worten ein, diese Musik sei »wie ein Glas Champagner«. An den beiden Konzertabenden stellt Georges Prêtre dem brillanten Doppelkonzert mit der Suite ›Les animaux modèles‹ ein weiteres Werk von Poulenc an die Seite. Zum Abschluss erklingt Brahms’ Symphonie Nr. 2 – ein Meisterwerk der deutschen Musiktradition und ein spannungsvoller Kontrast zur Klangwelt Poulencs.
Das DSO kann inzwischen auf eine lange Reihe erfolgreicher Konzerte mit Georges Prêtre zurückblicken; seit den 1980er-Jahren ist er regelmäßig zu Gast. Beim letzten Zusammentreffen im Jahr 2008 leitete der Altmeister mehrere Konzerte in Berlin und während der anschließenden Tournee in Spanien. Georges Prêtre gilt als anerkannte Autorität des Musiktheaters, der an den berühmtesten Opernhäusern der Welt wie der Pariser Oper, der Metropolitan Opera New York und der Mailänder Scala zu Hause ist. Zugleich engagiert er sich regelmäßig im internationalen Konzertleben. 1999 dirigierte er mehrere Konzerte zum 100. Geburtstag von Francis Poulenc, und aus Anlass des 100. Todestages Giuseppe Verdis leitete er 2001 mehrere Aufführungen von dessen Requiem. In den letzten Jahren erlangte Georges Prêtre weltweite Popularität, als er 2008 und 2010 das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigierte.
Die Schwestern Katia und Marielle Labèque kann man angesichts Ihrer außergewöhnlichen Karriere als das Klavierduo par excellence bezeichnen. Schon bald nach ihrem Studium am Pariser Konservatorium widmeten sie sich der zeitgenössischen Musik, insbesondere Werken von Komponisten wie Boulez, Berio, Ligeti und Messiaen. Im Laufe der Zeit erweiterten sie beständig ihr Repertoire. Inzwischen spielen sie mit gleicher Selbstverständlichkeit Kompositionen von Bach auf historischen Instrumenten wie auch die Werke zeitgenössischer Komponisten des 21. Jahrhunderts. Im Jahr 2005 gründeten Katia und Marielle Labèque die KML Stiftung, die mit wissenschaftlichem Anspruch das Bewusstsein für das Repertoire für Klavierduo fördert.
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CD-NEUERSCHEINUNG - Ingo Metzmacher dirigiert das DSO in Humperdincks Märchenoper ›Königskinder‹
Hauptpartien: Juliane Banse, Klaus Florian Vogt, Christian Gerhaher und Gabriele Schnaut
Berlin, 20.01.2011 [DSO] Am 1. Februar erscheint die Märchenoper ›Königskinder‹ von Engelbert Humperdinck unter der Leitung von Ingo Metzmacher mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Rundfunkchor Berlin und einer manhaften Solistenriege - die Hauptpartien werden von Juliane Banse, Klaus Florian Vogt, Christian Gerhaher und Gabriele Schnaut übernommen - als 3-CD-Multipack beim Label Crystal Classics.
Ingo Metzmacher leitete im Dezember 2008 das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in konzertanten Aufführungen der Märchenoper ›Königskinder‹ von Engelbert Humperdinck. Am 1. Februar erscheint nun bei dem Label ›Crystal Classics‹ der Live-Mitschnitt als 3-CD-Multipack. Die Aufnahme besticht durch ihre prominente Besetzung der Solopartien: So ist Juliane Banse in der Rolle der Gänsemagd, Klaus Florian Vogt als Königssohn, Gabriele Schnaut als Hexe, Christian Gerhaher als Spielmann, Andreas Hörl als Holzhacker und Stephan Rügamer als Besenbinder neben weiteren namhaften Sängerinnen und Sängern sowie Chorsolisten zu erleben. Die Chorpartien übernimmt der Rundfunkchor Berlin neben Stimmen des Berliner Mädchenchors.
In den Schatten gestellt von ›Hänsel und Gretel‹, ist kaum bekannt, dass der Rheinberger-Student und spätere Wagner-Assistent Engelbert Humperdinck rund 15 Jahre nach seinem bedeutendsten Erfolg mit einer weiteren auf einem Märchenstoff basierenden Oper Furore machte. Fertig gestellt im Jahr 1909 und uraufgeführt 1910 an der Metropolitan Opera New York, stand ›Königskinder‹ in den darauf folgenden Jahren auf den Spielplänen großer Bühnen Europas, verschwand jedoch schon nach kurzer Zeit wieder in Magazinen und Archiven. »Völlig zu Unrecht«, wie Ingo Metzmacher betont, »handelt es sich doch bei den ›Königskindern‹ um die weitaus bessere Musik«. Schon die Uraufführung wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen, man nannte die Oper gar »die ›wertvollste‹ seit Wagners ›Parsifal‹«.
INGO METZMACHER
Klaus Florian Vogt Königssohn (Tenor)
Juliane Banse Gänsemagd (Sopran)
Christian Gerhaher Spielmann (Bariton)
Gabriele Schnaut Hexe (Mezzosopran)
u.v.a.m.
Berliner Mädchenchor Sabine Wüsthoff (Einstudierung)
Rundfunkchor Berlin Nicolas Fink (Einstudierung)
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Engelbert Humperdinck ›Königskinder‹ - Märchenoper in drei Aufzügen (1897|1907-10)
Label: Crystal Classics (3 CDs), N 67 0044 | Veröffentlichung: 1. Februar 2011
Rezensionsexemplare erhalten Sie unter folgendem Kontakt:
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Das DSO spielt am 23. und 30. Januar unter Wolfgang Lischke und Lucas Vis zwei Konzerte im Rahmen des 13. ›Ultraschall‹-Festivals
Kompositionen von u. a. Camarero, Dallapiccola, Eötvös, Vermeulen und Xenakis
Berlin, 17.01.2011 [DSO] Zwei Konzertprogramme gestaltet das DSO auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des ›Ultraschall‹-Festivals für neue Musik, am 23. Oktober unter Wolfgang Lischke, am 30. Januar unter Lucas Vis. Kompositionen von u. a. Dallapiccola, Eötvös, Vermeulen und Xenakis werden geboten. Solisten in César Camareros Konzert für Schlagzeug und Orchester mit dem Titel ›Vanishing point‹, das am ersten Abend zu erleben sein wird, sind die beiden DSO-Musiker Roman Lepper und Henrik Magnus Schmidt.
Seit seinem Bestehen setzt sich das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin für zeit-genössische Musik ein. Mit dem 208. und 209. Konzertprogramm der verdienten Reihe ›Musik der Gegenwart‹ beteiligt es sich auch in diesem Jahr wieder an ›Ultraschall‹, dem von Deutschlandradio Kultur und dem Kulturradio des rbb veranstalteten Festival für neue Musik.
Im Konzert am 23. Januar steht der im Umgang mit Kompositionen des 20. und
21. Jahrhunderts erfahrene Dirigent Wolfgang Lischke am Pult. Er spannt im ersten ›Ultraschall‹-Programm den Bogen von Iannis Xenakis’ Orchesterwerk ›Eridanos‹ aus dem Jahr 1972 über ›Vanishing point‹, ein Konzert für Schlagzeug und Orchester von César Camarero – Solisten sind die beiden Schlagzeuger des DSO, Roman Lepper und Henrik M. Schmidt –, sowie Rebecca Saunders 2009 überarbeitete Komposition ›Traces‹ bis hin zu ›zeroPoints‹, das Peter Eötvös 1999 für das London Symphony Orchestra und Pierre Boulez schrieb. Darin, so der Komponist, habe er »eine Kette von Anfängen« geknüpft, »um den Nullpunkt des neuen Jahrtausends auf höchst unterschiedliche Weise zu verlassen und dabei nur anzudeuten, in welche Richtung es weiterführen könnte«.
Am 30. Januar bestreitet das DSO auch das Abschlusskonzert des diesjährigen Festivals. In Matthijs Vermeulens Siebter Symphonie und Luigi Dallapiccolas ›Three Questions with Two Answers‹ spürt das Orchester mit dem niederländischen Dirigenten Lucas Vis dem Visionären, das ihre Schöpfer zur Zeit des Kompositionsprozesses vor über 50 Jahren antrieb, nach. Gegenübergestellt sind ihnen Werke der jüngeren und jüngsten Zeit: das erst 2010 fertig gestellte ›Ajna Concerto‹ von Oscar Bianchi sowie ›Loses‹ von Joanna Wozny, das an diesem Abend seine Deutsche Erstaufführung erlebt, und Richard Rijnvos ›Union Square Dance‹ (2008), dem letzten Stück eines sechsteiligen Zyklus über die verrückte Klangwelt von Manhattan.
Beide Konzerte werden live im Kulturradio vom rbb übertragen. Weitere Informationen im Internet unter www.kulturradio.de/ultraschall
Karten zu 18 € | erm. 12 € sind erhältlich über den rbb-Shop unter Tel. 030. 97993-84 944
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Jonathan Nott debütiert am 16. Januar beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin
Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1 mit Christian Tetzlaff
Berlin, 07.01.2011 [DSO] Am 16. Januar debütiert Jonathan Nott, der langjährige Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, beim DSO. Auf dem Programm stehen William Waltons Erste Symphonie, die das Orchester zuletzt vor 16 Jahren gespielt hat, sowie eine Bearbeitung für Orchester der Neunten Klaviersonate von Alexander Skrjabin. An seiner Seite weiß Jonathan Nott in Dmitri Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1 den phänomenalen Geiger Christian Tetzlaff, den seit etlichen Jahren eine künstlerische Partnerschaft mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin verbindet.
Jonathan Nott steht am Sonntag, den 16. Januar erstmals am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Zu erleben ist der gebürtige Engländer mit einer der größten Symphonien seines Heimatlandes des 20. Jahrhunderts, William Waltons Erster Symphonie, und einer selten zu hörenden Bearbeitung der Neunten Klaviersonate Alexander Skrjabins – Georg Friedrich Haas übersetzte sie 2003 ins Klangspektrum des Orchesters. Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1, das als eine Symphonie mit obligater Geige bezeichnet werden kann, wird mit Christian Tetzlaff interpretiert. Geschrieben für David Oistrach, verlangt das Werk vom Solisten ein Höchstmaß an technischem Geschick und musikalischem Einfühlungsvermögen.
»In der Neunten Sonate bin ich tiefer als jemals zuvor in Berührung mit dem Satanischen gekommen«, meinte Alexander Skrjabin, wenngleich der Beiname ›Schwarze Messe‹, der seinem Opus 68 anhaftet, nicht auf ihn zurückzuführen ist. Die Komposition bewegt sich oft in dunklen Klangbezirken, enthält Abbrüche und Stürze wie kein zweites seiner Werke an der Schwelle zur Moderne. Schostakowitsch musste mit den finsteren Mächten direkte Bekanntschaft machen. Die Zeit der Entstehung seines Ersten Violinkonzerts war geprägt durch Verhöre vor dem Geheimdienst, entwürdigende Demütigung vor Kollegen, Zwang zum Widerruf. Sein Erstes Violinkonzert schrieb er in Erwartung und begleitend zu solchen »Maßnahmen«. Er antwortete mit einem Werk, das in Motiven und Klängen auf die verbotene Moderne, auf eigene Stücke und auf Formen aus der Geschichte Bezug nahm, Musik aus der jüdischen Diaspora einbezog und Formulierungen ausprägte, auf die er später wieder zurückkam. In dunkler Tonart ließ auch William Walton seine Erste Symphonie beginnen, doch noch im Eingangssatz enthält sie einen Durchbruch zum Licht, den das Finale weiter ausführt. Das Werk, das 1932–35 entstand, habe mit den Zeitkrisen nichts, alles aber mit einer persönlichen Affäre zu tun.
Während Christian Tetzlaff auf etliche erfolgreiche Konzertereignisse mit dem DSO zurückblicken kann – zuletzt war er 2009 Solist sowohl auf einer ausgedehnten Asien- als auch einer Festivaltournee –, ist Jonathan Nott im Januar das erste Mal zu Gast beim DSO. Ein Nachwuchsdirigent ist er schon lange nicht mehr: Weltweit wird er regelmäßig von den bedeutendsten Klangkörpern eingeladen. Nach Stationen in Wiesbaden, Luzern und beim von Pierre Boulez gegründeten Ensemble intercontemporain in Paris ist er seit mittlerweile zehn Jahren Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, wo er mit innovativen Programmen, die Tradition und Zeitgenössisches gekonnt in Spannung setzen, auf sich aufmerksam macht.
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Nachtgestalten (3.) – Stéphane Denève und Elisabeth Leonskaja zu Gast beim DSO
Liszts’ Bearbeitung von Schuberts ›Wandererfantasie‹ im Zentrum des Programms
Berlin, 04.01.2011 [DSO] Am 8. Januar dirigiert Stéphane Denève das dritte Programm der Themenreihe ›Nachtgestalten‹. Gerahmt wird der Konzertabend durch Schumanns ›Manfred‹-Ouvertüre und Berlioz’ ›Symphonie fantastique‹, im Zentrum steht Schuberts ›Wandererfantasie‹ in der Bearbeitung für Klavier und Orchester von Franz Liszt. Solistin ist Elisabeth Leonskaja.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin setzt am 8. Januar seine Konzertreihe zum Saisonthema ›Nachtgestalten‹ unter der Stabführung von Stéphane Denève fort. Der designierte Nachfolger von Sir Roger Norrington als Chefdirigent des RSO Stuttgart leitet ein Programm, das Höhenflug und Tiefenrausch der Romantik auslotet. Zwischen Robert Schumanns ›Manfred‹-Ouvertüre nach Lord Byrons keine Grenzen akzeptierendem »Helden« und Hector Berlioz’ ›Symphonie fantastique‹, dem Drogentraum von Hexentanz und Weltuntergang, steht im Zentrum des Konzertabends Schuberts ›Wandererfantasie‹. In einer Bearbeitung für Klavier und Orchester von Franz Liszt wird sie von Elisabeth Leonskaja interpretiert.
Der französische Dirigent Stéphane Denève debütierte 2008 am Pult des DSO, eine Wiedereinladung folgte prompt. Als Assistent von Sir George Solti begann er 1995 seine Karriere, die er bei George Prêtre und Seiji Ozawa fortsetzte. Seit 2005 ist er Music Director des Royal Scottish National Orchestra, mit dem er auch bei Festivals und in den Konzerthäusern in Wien, Amsterdam und Paris auftrat. Als Gastdirigent leitete er renommierte Orchester in Europa, den USA und Fernost. Für Bühnenwerke wurde er u. a. an die Opernhäuser in London, Amsterdam, Brüssel, Paris, Bologna und Glyndebourne verpflichtet.
Elisabeth Leonskaja gehört seit Jahrzehnten zu den großen Pianisten unserer Zeit. Bereits mit elf Jahren gab sie ihr erstes Konzert. Als Studentin des Moskauer Konservatoriums gewann sie renommierte Preise wie den Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel. Ihre künstlerische Entwicklung wurde durch die Zusammenarbeit mit Swjatoslaw Richter entscheidend geprägt und gefördert. Als Solistin konzertierte sie weltweit mit den großen Orchestern und bedeutenden Dirigenten, wurde für Soloprogramme von den renommierten Festivals und Konzerthäusern eingeladen. Für ihre Verdienste wurde der Wahlwienerin das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse verliehen.
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»Füllt mir eine Flasche Sekt!« – Ein poetisches Spektakel zum Jahresabschluss
Die Silvesterkonzerte des DSO im Tempodrom mit Artisten des Circus Roncalli und Geigerin Viviane Hagner unter der musikalischen Leitung von Alexander Liebreich
Berlin, 21.12.2010 [DSO] Am 31.12. finden jeweils um 15 und 19 Uhr die traditionellen Silvesterkonzerte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin mit den Artisten des Circus Roncalli im Berliner Tempodrom am Anhalter Bahnhof statt. Das poetische Spektakel wird von Alexander Liebreich dirigiert, Solistin ist die Geigerin Viviane Hagner.
Die Artisten der Orchesterkultur und die Virtuosen der Manege laden zu einem außergewöhnlichen Jahresabschluss ein: den diesjährigen Silvesterkonzerten mit den Musikern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und den Künstlern des Circus Roncalli. Dirigiert wird das »Außer-der-Reihe-Konzert« erstmals von Alexander Liebreich, dem jungen und charismatischen Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter des Münchner Kammerorchesters. Mit Temperament, Brillanz und Sensibilität ist dabei an seiner Seite die Ausnahmegeigerin Viviane Hagner. Das poetische Spektakel will mit betörenden Tönen zu bunt-träumerischem Treiben verzaubern. Das unweit des Potsdamer Platzes gelegene Tempodrom bietet für diesen besondern Anlass den passenden Rahmen.
Frei nach dem Zitat »Füllt mir eine Flasche Sekt!« aus William Shakespeares Drama ›Heinrich IV.‹ begibt sich das DSO auf eine poetisch-musikalische Reise durch die Welten des großen englischen Dichters. Auf dem Programm stehen Kompositionen, die auf seinen Bühnenwerken basieren oder von diesen inspiriert wurden: Ouvertüren, Bühnenmusiken und Ausschnitte aus Stücken von Felix Mendelssohn Bartholdy (›Ein Sommernachtstraum‹), Sergej Prokofjew (›Romeo und Julia‹), Robert Schumann (›Julius Cäsar‹), Dmitri Schostakowitsch (›Hamlet‹), Piotr I. Tschaikowsky (›Romeo und Julia‹) und vielen anderen mehr.
Bei Shakespeare treffen das Noble und die Narretei, Laster und Liebe, pralles Leben und hehre Kunst zusammen. Wenn die Grenzen verschwimmen, werden Wunder möglich. Das erklärt auch, warum die Silvesterkonzerte, die das DSO zum siebten Mal gemeinsam mit dem Circus Roncalli gestaltet, so frisch sind wie im ersten Jahr: Weil das Orchester von der Philharmonie in die Manege wechselt. Weil symphonische Kraft und atemberaubende Akrobatenkunst sich gegenseitig beflügeln. Weil die komischsten Melancholiker und die virtuosesten Klangzauberer gemeinsam unter der Zirkuskuppel feiern: ein Fest der Schönheit und Eleganz, voll Spannung – und atemlosen Staunens.
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›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ – Ward Stare dirigiert das DSO
Pianistin Annika Treutler und Geiger Ray Chen mit Schumann und Glasunow
Berlin, 15.12.2010 [DSO] Der Nachwuchsdirigent Ward Stare leitet am 20. Dezember das Konzert des DSO in der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Als Solisten sind die Pianistin Annika Treutler mit Schumanns Klavierkonzert und der Geiger Ray Chen mit Glasunows Violinkonzerts zu hören. Das Programm des Abends wird abgerundet durch die Ouvertüre zu ›Béatrice et Bénédict‹ von Berlioz und die 1. Symphonie von Barber.
Die Talentreihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ führt am 20. Dezember wieder
drei junge Ausnahmemusiker mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin
zusammen, die an diesem Abend erstmals in der Berliner Philharmonie auftreten.
Diesmal sind es der Dirigent Ward Stare, derzeit Resident Conductor beim Saint
Louis Symphony Orchestra, die Pianistin Annika Treutler, Gewinnerin des 10.
Internationalen Klavierwettbewerbs ›Concours Grieg‹, und der in Taiwan geborene
und in Australien aufgewachsene Geiger Ray Chen, der in Kürze sein Debüt-Album
bei Sony Classical vorlegen wird. Das Konzertprogramm bietet den Solisten mit
Schumanns Klavier- und Glasunows Violinkonzert reichlich Gelegenheit, ihr Können
unter Beweis zu stellen. Ward Stare leitet außerdem Berlioz’ Ouvertüre zu ›Béatrice
et Bénédict‹ und Barbers Erste Symphonie.
Der US-Amerikaner Ward Stare begann seine Karriere zunächst als Erster
Posaunist an der Oper von Chicago, bevor er ins Dirigentenfach wechselte. 2006
gewann er den Robert J. Harth Conductor Prize und 2007 den Dirigenten-Preis des
Aspen Festivals. Mit dem Saint Louis Symphony Orchestra debütierte er 2009 in der
New Yorker Carnegie Hall. In der laufenden Saison wird er u. a. erstmals an der
Norwegischen Oper in Oslo dirigieren. Ward Stare war im Mai 2009 bereits zu Gast
beim DSO – damals jedoch nicht in Eigenverantwortung, sondern als Ko-Dirigent an
der Seite von Sir Andrew Davis in der Vierten Symphonie von Charles Ives.
Ray Chen, 1989 geboren, kann in seinen jungen Jahren auf eine Reihe von
Wettbewerbserfolgen zurückblicken: So gewann er u. a. 2002 die ›Australian
National Youth Competition‹, 2005 die ›National Kendall Violin Competition‹ und
2008 den Menuhin-Wettbewerb in Oslo. In New York wurde er mit dem Ronald
Asherson Prize ausgezeichnet. 2009 ging Ray Chen schließlich als Gewinner des
renommierten ›Concours Reine Elisabeth‹ hervor; er erhielt den ersten Preis, die
Goldmedaille, mehrere Sonderpreise, einen CD-Vertrag mit Sony Classical sowie die
Leihgabe der ›Huggins‹-Stradivari durch die Nippon Music Foundation für drei Jahre.
Ebenso hat die Pianistin Annika Treutler, 1990 geboren, eine beachtliche
künstlerische Laufbahn vorzuweisen: Erst im vergangenen Jahr gewann sie den
10. Internationalen Klavierwettbewerb ›Concours Grieg‹ in Oslo und wurde beim
Münchner Klavierpodium als ›Virtuosin 2009‹ geehrt. Momentan studiert Annika
Treutler in der Klavierklasse von Matthias Kirschnereit an der Hochschule für Musik
und Theater in Rostock. In jüngster Zeit konzertierte sie im Rahmen der Festspiele
Mecklenburg-Vorpommern, als Solistin mit der Polnischen Kammerphilharmonie
sowie bei den Musikfestivals auf Usedom und in Peenemünde.
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Das Weihnachtsoratorium mit dem Windsbacher Knabenchor
Karl-Friedrich Beringer leitet die Deutschen Kammer-Virtuosen Berlin
Berlin, 14.12.2010 [DSO] Am 18. Dezember bringen die Deutschen Kammer-Virtuosen gemeinsam mit dem Windsbacher Knabenchor die Kantaten I-III und VI aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium zur Aufführung. Unter der Leitung von Karl-Friedrich Beringer sind die folgenden Solisten zu erleben: Sibylla Rubens (Sopran), Rebecca Martin (Alt), Norbert Ernst (Tenor) und Thomas Laske (Bass).
Schon im November war der Windsbacher Knabenchor beim Deutschen
Symphonie-Orchester zu Gast, pünktlich zur Weihnachtszeit kehrt er noch einmal
nach Berlin zurück: Am Samstag vor dem 4. Advent ist er um 16 Uhr mit den
Deutschen Kammer-Virtuosen in Johann Sebastian Bachs wohl bekanntestem
und beliebtestem Werk, dem ›Weihnachtsoratorium‹ zu erleben. Die Leitung der
Kantaten I-III und VI liegt in den bewährten Händen des langjährigen Chorleiters
Karl-Friedrich Beringer. Den Knaben stehen die Solisten Sibylla Rubens
(Sopran), Rebecca Martin (Alt), Norbert Ernst (Tenor) und Thomas Laske (Bass)
zur Seite.
Die Deutschen Kammer-Virtuosen Berlin wurden 1995 von Mitgliedern des
Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin gegründet. Alte Musik auf neuen
Instrumenten zu präsentieren ist das Ziel, das sich das Ensemble gesetzt hat. Mit
dem Windsbacher Knabenchor unter Karl-Friedrich Beringer besteht seit vielen
Jahren eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit, die sich in zahlreichen
Gastspielen (Rheingau-Musik-Festival, Festspielhaus Baden-Baden,
Frauenkirche Dresden, Tonhalle Zürich) und Konzertreisen (Südamerika,
Spanien, Sofia, Athen) niederschlug.
Der Chor, ein noch relativ junges Ensemble – im selben Jahr wie das DSO,
1946, gegründet –, gilt weltweit als einer der besten seiner Art, der immer wieder
durch seine Musikalität, technische Genauigkeit, intonatorische Reinheit und
Musikbegeisterung überzeugt. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem DSO
und den »Windsbachern« ist auf mittlerweile fünf CDs bei Sony Classical
dokumentiert, zuletzt erschien im Oktober 2010 eine Neuauflage des Brahms-
Requiems.
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CD-Neuerscheinung des DSO mit Dirigent Yutaka Sado bei Challenge Records
Der japanische Pianist Nobuyuki Tsujii interpretiert Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2
Berlin, 13.12.2010 [DSO]
Rachmaninoffs zweites Klavierkonzert zählt zu den unumstrittenen Meisterwerken
seiner Gattung im 20. Jahrhundert. In der am 1. Dezember 2010 bei Challenge
Records erschienenen Neueinspielung mit dem Deutschen Symphonie-Orchester
Berlin ist es unter der Stabführung von Yutaka Sado mit Nobuyuki Tsujii als Solist zu
erleben. Auf der CD sind außerdem ausgewählte Klavierstücke von Franz Liszt
– Liebestraum Nr. 3, Mephisto-Walzer Nr. 1 und Ungarische Rhapsodie Nr. 2 –
festgehalten.
Der 21-jährige japanische Pianist Nobuyuki Tsujii zählt in seiner Heimat neben den
Dirigenten Seiji Ozawa und Yutaka Sado zu den populärsten Persönlichkeiten im
Bereich der klassischen Musik überhaupt. 2009 wurde er mit der Goldmedaille des
›Van Cliburn Wettbewerbs‹ geehrt. Von Geburt an ohne Augenlicht, erarbeitet sich
Nobuyuki Tsujii sein Repertoire allein nach dem Gehör.
Am 17. Dezember ist der Pianist im Otto-Braun-Saal der Berliner Staatsbibliothek
am Kulturforum mit einem Solo-Recital zu erleben.
Bei Interesse an einem Rezensionsexemplar wenden Sie sich bitte an:
Challenge Records Int.
Wolfgang Reihing, A&R, Marketing & Export Manager Classical
Tel +49. 6223. 867052
E-Mail wolfgang@challenge.nl
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Christoph Eschenbach kehrt nach 15 Jahren ans Pult des DSO zurück
Tzimon Barto und Dimitri Maslennikov sind Solisten in einem Tschaikowsky-Programm
Berlin, 07.12.2010 [DSO] Am 12. Dezember ist Christoph Eschenbach beim DSO mit einem reinen Tschaikowsky-Programm zu erleben. Solist im Klavierkonzert Nr. 1 ist Tzimon Barto, in den Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester Dimitri Maslennikov. Gerahmt wird das Programm durch zwei Orchesterfantasien nach großen Literaturvorlagen, zu Beginn die Ouvertüre ›Romeo und Julia‹ und zum Abschluss die Tondichtung ›Francesca da Rimini‹.
15 Jahre sind seit dem letzten gemeinsamen Konzert von Christoph Eschenbach und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin vergangen. Am 12. Dezember ist er wieder am Pult des DSO zu erleben, und es gibt gute Vorzeichen: Dass Dirigent und Orchester bestens harmonieren, davon zeugte schon die in diesem Jahr bei Capriccio erschienene CD-Einspielung von Gustav Mahlers Erster Symphonie und den Rückert-Lieder mit Sopranistin Christine Schäfer.
Am kommenden Sonntag dirigiert der Maestro ein Tschaikowsky-Programm, für das er zwei außergewöhnliche Solisten, die man zu seinen Entdeckungen zählen darf, an seiner Seite weiß: den amerikanischen Pianisten Tzimon Barto, der das Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll interpretiert, und den russischen Cellisten Dimitri Maslennikov, zu hören mit den Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester. Den Rahmen des Konzertprogramms bilden zwei symphonische Fantasien, die durch große europäische Literatur inspiriert wurden: ›Romeo und Julia‹ durch Shakespeare, ›Francesca da Rimini‹ durch den Urvater italienischer Dichtkunst, Dante Alighieri.
In den fast sechzig Jahren seiner Karriere, die 1951 mit dem Gewinn des Steinway Wettbewerbs in Hamburg begann, ist Christoph Eschenbach zu einer internationalen Größe als Pianist und Dirigent gleichermaßen gewachsen. Als künstlerischer Leiter und Chefdirigent hat er in dieser Zeit u. a. das Tonhalle-Orchester Zürich, das Houston Symphony Orchestra, das NDR Sinfonieorchester und das Philadelphia Orchestra geleitet und stand dem Ravinia Festival und dem Schleswig-Holstein Musik Festival vor. Seit dieser Saison ist er Music Director des National Symphony Orchestra und das Kennedy Center in Washington, D. C.
Gleich zwei Solisten stehen an diesem Abend mit Christoph Eschenbach und dem DSO auf der Bühne: Dem US-amerikanischen Pianisten Tzimon Barto gelang Mitte er 80er-Jahre der Durchbruch, als er auf Einladung Herbert von Karajans im Wiener Musikverein und bei den Salzburger Festspielen auftrat. Zusätzlich zu seiner Karriere als Pianist betätigt er sich erfolgreich als Schriftsteller, er spricht fünf Sprachen fließend und liest Texte in Latein, Altgriechisch und Hebräisch. Dimitri Maslennikov wurde 1980 in St. Petersburg geboren, als Zwölfjähriger gewann er den Wettbewerb junger Solisten in Moskau und den Internationalen Wettbewerb in Prag. Mit vierzehn verlieh ihm die französische Regierung ein Stipendium für das Pariser Conservatoire, seitdem lebt er in Frankreich. Maslennikow verbindet eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Montreal Symphony Orchestra unter Kent Nagano, mit den Bamberger Symphonikern, dem NDR Sinfonieorchester, dem Chicago Symphony Orchestra und dem Philadelphia Orchestra.
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Nachtgestalten (2.) – Pablo Heras-Casado debütiert beim DSO
›Nächte in spanischen Gärten‹ mit dem Pianisten Saleem Abboud Ashkar
Berlin, 02.12.2010 [DSO] Am 5. Dezember debütieren zwei junge Künstler beim DSO: Dirigent Pablo Heras-Casado und Pianist Saleem Abboud Ashkar. Im zweiten Konzert der DSO-Themenreihe ›Nachtgestalten‹ stehen Claude Debussys ›Ibéria‹, Manuel de Fallas Symphonische Impressionen für Klavier und Orchester ›Nächte in spanischen Gärten‹, Luigi Dallapiccolas ›Piccola musica noturna‹ sowie zum Abschluss des Konzerts Mendelssohns ›Schottische‹ auf dem Programm.
Am 5. Dezember leitet der Spanier Pablo Heras-Casado erstmals das Deutsche Symphonie-Orchester und debütiert damit in Berlin. Das zweite Konzertprogramm der DSO-Themenreihe porträtiert die heiteren, die angenehmen Vertreter der ›Nachtgestalten‹. Luigi Dallapiccolas italienische Variante der ›Kleinen Nachtmusik‹ trifft darin auf Claude Debussys an spanische Tanzmusik angelehntes ›Ibéria‹. Als Solist in Manuel de Fallas Symphonischen Impressionen für Klavier und Orchester ›Nächte in spanischen Gärten‹ debütiert ein weiterer Künstler beim DSO, der israelisch-palästinensische Pianist Saleem Abboud Ashkar. Der Zauber südlicher Nächte verbindet sich zum Abschluss des Konzerts mit dem Musik gewordenen Fernweh in Mendelssohns Symphonie Nr. 3, der ›Schottischen‹.
Der Dirigent Pablo Heras-Casado, 1977 in Granada geboren, sorgt bereits seit einiger Zeit international für Furore. Nach erfolgreicher Zusammenarbeit mit Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, der Dresdner Staatskapelle, dem Cleveland Orchestra, der BBC Philharmonic, dem Züricher Tonhalle und dem NHK Symphonie-Orchester hat er soeben seinen von Presse und Publikum gefeierten Einstand am Pult des San Francisco Symphony Orchestra gegeben. Nun folgen nach seinem Auftritt in der Berliner Philharmonie die Begegnung mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und im kommenden Jahr seine Premiere an der Berliner Staatsoper im Schiller Theater.
Der Pianist Saleem Aboud Ashkar, 1976 in Nazareth geboren, studierte an der Royal Academy of Music in London und an der Hochschule für Musik in Hannover. 1998 gab er sein erstes Konzert in der Carnegie Hall. Nach erfolgreichem Debüt beim NDR Sinfonieorchester lud ihn Christoph Eschenbach für Schumanns Klavierkonzert zum 200. Geburtstag des Komponisten nach Düsseldorf ein. Intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit Zubin Mehta, Daniel Barenboim, Riccardo Muti, Philippe Jordan und Riccardo Chailly. Als Kammermusiker war Ashkar bereits im Concertgebouw Amsterdam, Mozarteum Salzburg und Musikverein Wien zu hören. Er gastierte u. a. bei den BBC Proms, den Festspielen in Salzburg, Ravinia, Tivoli und Luzern.
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Grammy-Nominierung für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und den Rundfunkchor Berlin
Kaija Saariahos ›L'amour de loin‹ unter Kent Nagano auf der Final Nominations List für die beste Operneinspielung
Berlin, 02.12.2010 [DSO] Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der Rundfunkchor Berlin sind für die Einspielung der Oper ›L’amour de loin‹ von Kaija Saariaho unter der Leitung von Kent Nagano in der Kategorie ›Best Opera Recordings‹ nominiert.
In der Kategorie ›Best Opera Recording‹ sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der Rundfunkchor Berlin für die Einspielung von Kaija Saariahos Oper ›L'amour de loin‹ unter der Leitung des langjährigen DSO-Chefdirigenten und heutigen -Ehrendirigenten Kent Nagano nominiert worden.
Das Auftragswerk der Salzburger Festspiele, das im Jahr 2000 seine Uraufführung in der Felsenreitschule ebenfalls mit Kent Nagano erlebte, wurde in den Jahren 2006 und 2008 aufgenommen und erschien im September 2009. Seit ihrer Veröffentlichung wurde die Einspielung mit international renommierten Preisen wie dem ›Diapason d’Or‹ (Oktober 2009) ausgezeichnet.
Die Grammy Awards werden am 13. Februar 2011 in Los Angeles verliehen.
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›Notturno‹ – Auftakt der nächtlichen Kammerkonzerte am 3.12. im Bode-Museum
Eine Kooperation des DSO mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Berlin, 29.11.2010 [DSO] Mit der Kammerkonzertreihe ›Notturno‹ entführt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin partnerschaftlich mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an drei besondere Orte der Stiftung, am 3. Dezember 2010 in die Basilika des Bode-Museum, am 4. März 2011 in die Wandelhalle der Gemäldegalerie am Kulturforum und am 6. Mai 2011 in die Friedrichswerdersche Kirche. Um 21 Uhr werden jeweils Kurzführungen angeboten, um 22 Uhr beginnen die rund einstündigen Konzerte. Zum Auftakt spielt ein Ensemble des DSO Sextett-Kompositionen für die Besetzung Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier von Ernst von Dóhnanyi und Krzysztof Penderecki.
›Notturno‹ heißt die neue Kammerkonzertreihe, die das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin partnerschaftlich mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter dem Patronat des Stiftungspräsidenten Prof. Dr. Hermann Parzinger veranstaltet. Passend zum DSO-Saisonthema ›Nachtgestalten‹ lädt das Orchester zu nächtlicher Stunde in drei besondere Räume der Staatlichen Museen zu Berlin ein. Um 21 Uhr werden jeweils Kurzführungen, geleitet von Direktoren und Kuratoren der Staatlichen Museen zu Berlin, angeboten. Um 22 Uhr beginnen rund einstündige Konzerte mit »Nachtmusiken« für unterschiedliche Besetzungen.
Der Auftakt zur Reihe findet am Freitag, den 3. Dezember in der Basilika des Bode-Museums statt. Das Herzstück des ehemaligen Kaiser-Friedrich-Museums, das 2006 in alter Pracht wiedereröffnet wurde, bietet in seiner Bezugnahme auf Florenz und die Renaissance als Wiedergeburt der Künste den passenden Rahmen. In einem kontrastreichen Programm stellt hier ein Ensemble des DSO zwei Werke für Sextett-Besetzung gegenüber. Welten liegen zwischen den Komponisten Ernst von Dohnányi und Krzysztof Penderecki, historische und ästhetische, doch beiden ist gemeinsam, dass sie als erfolgreiche Künstler in reifem Alter für die Konstellation Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier komponierten.
Das zweite ›Notturno‹-Konzert entführt die Nachtschwärmer Berlins am 4. März 2011 in die Wandelhalle der Gemäldegalerie am Kulturforum, die sich schon mehrfach als Konzertsaal bewährt hat. In seiner Dreischiffigkeit mit hoch aufragenden Säulen erinnert der moderne Raum an sakrale Bauten, erlaubt Entspannung und Kommunikation, gerade auch durch die Zusammenschau der Künste. Beim letzten der ›Notturno‹-Konzerte am 6. Mai 2011 ist das Blechbläserquintett des DSO zu Gast in der Friedrichswerderschen Kirche, dem wohl authentischstem Werk des großen Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel.
Karten kosten 18 €, ermäßigt 12 €.
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LA BONNE HEURE – Klassiklunch mit dem DSO Berlin
Mittägliche Kammerkonzerte im Maison de France | Institut français
Berlin, 24.11.2010 [DSO] Am 1. Dezember 2010 eröffnet das DSO in Kooperation mit dem Institut français im Maison de France in der City West (Kurfürstendamm 211) die neue Konzertreihe ›LA BONNE HEURE – Klassiklunch mit dem DSO Berlin‹. Geboten wird Kammermusik in einem einmaligen Ambiente mit weitem Blick über den Kurfürstendamm wie auch ein Catering.
Am Mittwoch, dem 1. Dezember 2010, wird zur Mittagszeit in der City West im Institut français die neue Konzertreihe ›LA BONNE HEURE – Klassiklunch mit dem DSO Berlin‹ aus der Taufe gehoben. In der 4. Etage des Maison de France am Kurfürstendamm 211 stehen ab 12 Uhr die Türen des Konzertsaals für das Publikum offen. Geboten wird Kammermusik in einem einmaligen Ambiente mit weitem Blick über den Kurfürstendamm wie auch ein Catering an der denkmalgeschützten Bar aus den 1950er-Jahren.
Die neue Konzertreihe lädt dazu ein, der Mittagspause eine besondere Note zu verleihen. An jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat findet ein Konzert der Reihe ›LA BONNE HEURE‹ statt. Der Name deutet auf die Länge der Veranstaltung, vor allem aber auf die Qualität der verbrachten Zeit hin.
Um 12.45 Uhr wird nach einer kurzen Begrüßung durch die Direktorin des Maison de France, Dr. Carine Delplanque, der musikalische Teil der Veranstaltung beginnen. Passend zum Ort des Geschehens werden am 1. Dezember 2010 die französische Cellistin Leslie Riva-Ruppert, seit 2003 dem DSO angehörig, und ihre Klavierpartnerin Isabel Gabbe, international erfolgreiche Pianistin deutsch-französischer Herkunft, Sonaten von Claude Debussy und Dmitri Schostakowitsch zu Gehör bringen.
Das musikalische Programm wird bis ca. 13.30 Uhr dauern. Auch danach hat das Publikum noch ausreichend Gelegenheit, das Catering zu genießen und die »gute Stunde« musikalischer Mittagspause in doppelter Hinsicht gestärkt und entspannt ausklingen zu lassen.
Der Eintritt für das Konzert beträgt 6 €.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Maison de France | Institut français und Concentus Records, einem Berliner Klassiklabel.
›LA BONNE HEURE‹ –
Eröffnungsveranstaltung
Mi 1. Dez | Institut français | Maison de France
Einlass und Lunch ab 12 Uhr | Konzert von 12.45 bis 13.30 Uhr
Leslie Riva-Ruppert Violoncello
mit Isabel Gabbe Klavier
Claude Debussy Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll
Dmitri Schostakowitsch Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40
›LA BONNE HEURE‹
Mi 15. Dez | Institut français | Maison de France
Einlass und Lunch ab 12 Uhr | Konzert von 12.45 bis 13.30 Uhr
Marija Mücke Violine
mit Senka Brankovic Klavier
César Franck Sonate A-Dur für Violine und Klavier
Platzreservierung: klassiklunch@concentusrecords.de
Kontakt: 030. 202 987-534
Weitere Informationen: institut-francais.fr/-berlin
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Tugan Sokhiev erstmals als Designierter Chefdirigent am Pult des DSO
Piotr Anderszewki ist Solist in Béla Bartóks Klavierkonzert Nr. 3
Berlin, 19.11.2010 [DSO] An den Abenden vom 26. und 27. November tritt Tugan Sokhiev erstmals als Designierter Chefdirigent vor das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Als Hauptwerk des Abends nimmt er sich mit seinem künftigen Orchetser Igor Strawinskys ›Le sacre du printemps‹ vor. Zu Beginn erklingt Hector Berlioz’ Ouvertüre ›Le carnaval romain‹. Im Zentrum des Konzertprogramms steht Béla Bartóks Klavierkonzert Nr. 3. in der Interpretation von Piotr Anderszewski.
An den Abenden vom 26. und 27. November tritt Tugan Sokhiev erstmals als Designierter Chefdirigent vor das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Ab der Saison 2012|2013 übernimmt der heute 33-Jährige, der in den zurückliegenden Jahren durch sein Dirigat nachhaltig zu überzeugen wusste, die volle Verantwortung für das DSO. Nach Rachmaninoffs ›Symphonischen Tänzen‹ im Jahr 2007 und Tschaikowskys Fünfter Symphonie im vergangenen Dezember nimmt er sich mit seinem künftigen Orchester nun ein weiteres Hauptwerk der großen russischen Musik vor: Strawinskys ›Le sacre du printemps‹.
Die Brücke Russland-Frankreich, die für Tugan Sokhiev als derzeitiger Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre National du Capitole de Toulouse von wichtiger Bedeutung ist, wird in den beiden Konzerten durch das Eröffnungsstück, Berlioz’ Ouvertüre ›Le carnaval romain‹, unterstrichen. Im Zentrum des Programms aber steht Béla Bartóks Klavierkonzert Nr. 3. Der derzeitige Residenzkünstler der Elbphilharmonie, Piotr Anderszewski, verleiht Bartóks Spätwerk die dramatische Spannung zwischen elegischer Sanglichkeit und energischer Brillanz, die es von seinem Interpreten verlangt.
Am 6. September 2010 wurde Tugan Sokhiev als Nachfolger Ingo Metzmachers der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Berliner Orchester und sein künftiger Chefdirigent kennen sich seit einigen Jahren. Die Zusammenarbeit gestaltete sich von Programm zu Programm vertrauensvoller und intensiver. Zum ersten Mal stand Sokhiev Anfang 2003, damals 25-jährig, vor dem DSO. Er probte und leitete ein Konzert der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Orchester und Management begeisterte er dabei so unmittelbar, dass er sofort für ein weiteres Konzert engagiert wurde. Die erneute Einladung geriet 2007 zu einem denkwürdigen Ereignis in der Orchestergeschichte; überboten wurde es nur durch das Konzert, das Sokhiev zuletzt, am 6. Dezember 2009, dirigierte.
Tugan Sokhiev wurde 1977 in Wladikawkas, der Hauptstadt Nordossetiens, geboren. Er studierte bei Ilja Musin in St. Petersburg. Seit 2000 dirigiert er regelmäßig am St. Petersburger Mariinsky-Theater. 2002 gab er sein Großbritannien-Debüt an der Welsh National Opera, 2003 dirigierte er erstmals an der Metropolitan Opera New York, 2004 beim Festival in Aix-en-Provence. 2001, im Jahr seines Abschlussexamens, begannen internationale Gastengagements bei renommierten Orchestern Europas, der USA und des Fernen Ostens. Er hat inzwischen nicht nur u. a. die Philharmonischen Orchester in Wien, Berlin, Moskau und München sowie das Bayerische Staatsorchester und das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam dirigiert, sondern auch feste Partnerschaften mit dem Philharmonia Orchestra London und dem Mahler Chamber Orchestra geschlossen.
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Matthias Pintscher im Casual Concert und im Symphoniekonzert des DSO
Deutsche Erstaufführung des Orchesterwerks ›Osiris‹ am 18. und 19. November
Berlin, 11.11.2010 [DSO] Matthias Pintscher dirigiert das DSO gleich zweimal: am 18. November im ersten Casual Concert der Saison, am 19. November im Symphoniekonzert. An beiden Abenden präsentiert der international gefragte Komponist sein Orchesterwerk ›Osiris‹ sowie Ravels ›Rapsodie espagnole‹. Im Symphoniekonzert kommen außerdem Bergs Drei Orchesterstücke op. 6 sowie Schumanns Violoncellokonzert, interpretiert von Alisa Weilerstein, zur Aufführung.
Matthias Pintscher steht in der kommenden Woche gleich zwei Mal am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin: am 18. November im ersten Casual Concert der Saison, am 19. November im Symphoniekonzert mit der amerikanischen Cellistin Alisa Weilerstein zur Seite. An beiden Abenden präsentiert der international gefragte Komponist sein Orchesterwerk ›Osiris‹, das 2008 durch das Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Boulez uraufgeführt wurde.
Matthias Pintscher ist nicht nur als Komponist und Dirigent erfolgreich, vielmehr hat er sich ebenso einen Namen als brillanter Musikvermittler gemacht. Von seinen vielseitigen Fähigkeiten kann man sich im Casual Concert überzeugen, das er zum Auftakt der jungen Konzertreihe, die Ingo Metzmacher beim DSO etabliert hat, dirigieren und in unterhaltsam-informativer Weise moderieren wird. Besonders spannend wird es sein, zu erfahren, was er zur Entstehung von ›Osiris‹ zu berichten weiß. Daneben steht Maurice Ravels ›Rapsodie espagnole‹ auf dem Programm.
Im Anschluss an das Casual Concert findet der Abend in der After Concert Lounge im gegenüber der Neuen Nationalgalerie gelegenen Club ›40seconds‹ seine Fortsetzung. Bei phänomenalem Blick über die Dächer des Kulturforums bietet sich die Gelegenheit, das Konzert Revue passieren zu lassen und auf Tuchfühlung mit Musikern und Dirigent zu gehen. Das Blechbläserquintett des DSO ist hier als Live Act mit einem kurzweiligen Programm zu erleben. Außerdem legen DJane Silke Mannteufel und DJ Till Beat auf. Der Eintritt zur Lounge ist frei.
Im Symphoniekonzert am 19. November kommen neben den beiden im Casual Concert gespielten Werken auch Alban Bergs Drei Orchesterstücke op. 6 sowie Schumanns Violoncellokonzert, interpretiert von Alisa Weilerstein, zur Aufführung. Die 1982 geborene Cellistin befindet sich derzeit auf dem Weg in die Weltspitze Ihres Fachs. Sie debütierte in der vergangenen Saison u. a. bei den Berliner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, den BBC Proms und den Petersburger Philharmonikern. Mit drei weiteren Musikern war sie vor einem Jahr für ein Konzert und einen Workshop unter der Schirmherrschaft von Michelle Obama ins Weiße Haus eingeladen.
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›Ein deutsches Requiem‹ mit dem Windsbacher Knabenchor und dem DSO
Christiane Oelze und Alexander Marco-Buhrmester sind Solisten der Aufführung
Berlin, 04.11.2010 [DSO] Am 6. November gastiert der Windsbacher Knabenchor mit dem ›Deutschen Requiem‹ von Johannes Brahms beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Solisten der Aufführung sind die Sopranistin Christiane Oelze und der Bariton Alexander Marco-Buhrmester. Die Leitung hat Karl-Friedrich Beringer.
Am 6. November gastiert der Windsbacher Knabenchor mit dem ›Deutschen Requiem‹ von Johannes Brahms beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Das DSO pflegt mit dem vokalen Spitzenensemble seit mehr als zehn Jahren eine künstlerische Partnerschaft. Für die erneute Zusammenarbeit konnten als Solisten die Sopranistin Christiane Oelze und der Bariton Alexander Marco-Buhrmester gewonnen werden. Die Leitung liegt in den bewährten Händen von Karl-Friedrich Beringer, dem langjährigen Leiter des Chores.
»Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms' deutsches Requiem zu stellen vermag«, urteilte der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick über das wohl bedeutendste Chorwerk im Schaffen des Komponisten. Die Textbasis stellte Brahms aus deutschen Psalmtexten und Bibelstellen selbst zusammen; sie spiegelt sein persönliches Denken über Religion und »die letzten Dinge« wider. Die Idee, ein Trauer- und vor allem Tröstungswerk zu schreiben, hatte er schon sehr früh. Durch den tragischen Tod seines Freundes und Förderers Robert Schumann, aber auch durch den Verlust der eigenen Mutter brachte Brahms die Komposition durch eigenes existenzielles Erleben genährt zu einem beschleunigten Abschluss. In seinem einzigen abendfüllenden Stück vereinte Brahms die beiden Stränge, die sein Œuvre zu ungefähr gleichen Teilen ausmachen: die Vokal- und die Instrumentalmusik, textgebundene Intensität des Ausdrucks und symphonisch differenzierte Gestaltung.
Der noch relativ junge Windsbacher Knabenchor – er wurde im selben Jahr wie das DSO 1946 gegründet – zählt weltweit zu den führenden Ensembles seiner Art. Siebzig Konzerte jährlich in Deutschland, im europäischen und außereuropäischen Ausland bezeugen die hohe Qualität und das Ansehen des Chores. Konzertreisen führten ihn nach Südamerika, in die USA, nach Australien, Japan, Taiwan, Singapur und Israel. Seit 1978 wird er von Karl-Friedrich Beringer geleitet. – Die enge Zusammenarbeit der »Windsbacher« mit dem DSO ist auf mittlerweile fünf bei Sony Classical veröffentlichten CDs dokumentiert; u. a. erschien im Oktober dieses Jahres eine Neu-Auflage der Einspielung des Brahms-Requiems von 2002 mit den Solisten Juliane Banse und Stephan Genz. »In der exzellenten Aussprache und der blitzsauberen Intonation sind die jungen Sänger des Windsbacher Knabenchores vorbildlich, und das innige Strahlen, mit dem die Soprane die ›ewige Freude‹ intonieren, kann man so rein und zuversichtlich vielleicht nur von ihnen hören.« (crescendo)
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Andrew Manze birgt mit dem DSO am 27. Oktober Schätze des 19. Jahrhunderts
Schumanns Violinkonzert in den Händen von Kolja Blacher
Berlin, 19.10.2010 [DSO] Andrew Manze, Spezialist für historisch-informierte Aufführungsgepflogenheiten, wird auch in dieser Saison wieder ein Symphoniekonzert des DSO dirigieren. Im Zentrum des Abends steht Schumanns Violinkonzert, das der herausragende Geiger Kolja Blacher interpretieren wird. Eingeleitet wird das Programm durch die Konzertouvertüre zu Shakespeares Drama ›Heinrich IV.‹ von Joseph Joachim, in der zweiten Konzerthälfte erklingt Schuberts ›Unvollendete‹.
Am 27. Oktober steht der britische Dirigent und Violinist Andrew Manze am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Seit 1999 arbeitet der ausgewiesene Kenner Alter-Musik-Praxis regelmäßig mit dem DSO und bereichert seitdem das Ausdrucksrepertoire des Orchesters um Erfahrungen des historischen Aufführungsstils. In der erneuten Zusammenarbeit entdeckt er versteckte Seiten des 19. Jahrhunderts. Schumanns Violinkonzert – in der Lesart von Violinist Kolja Blacher – steht im Mittelpunkt. Es bildet gleichsam das Scharnier zwischen der Konzertouvertüre zu ›Heinrich IV.‹ von Joseph Joachim und Schuberts Symphonie h-Moll, seiner ›Unvollendeten‹.
Joseph Joachim ist heute meist nur als Geigenvirtuose und Freund von Johannes Brahms bekannt. Dass er in brillanter Kennerschaft packend dramatische Inhalte in Musik zu setzen verstand, das beweist seine »Mit feurigem Schwung« überschriebene Ouvertüre zu ›Heinrich IV.‹ nach William Shakespeare.
Joachim, der nicht zuletzt als Beethoven-Interpret international große Erfolge feierte, gehörte wie Brahms dem engeren Freundeskreis um Robert Schumann an. Er war es auch, der Schumann in einem Brief zu seinem Violinkonzert ermunterte: »Möchte doch Beethoven's Beispiel Sie anregen, den armen Violinspielern, denen es, außer der Kammermusik, so sehr an Erhebendem für ihr Instrument fehlt, aus Ihrem tiefen Schacht ein Werk an's Licht zu ziehen, wunderbarer Hüter reichster Schätze!« Lange Zeit blieb die letzte der konzertanten Kompositionen Schumanns unveröffentlicht, erst 84 Jahre nach seiner Entstehung wurde das meisterhafte Violinkonzert in Berlin uraufgeführt.
Auch Schuberts ›Unvollendete‹ musste lange auf öffentliche Anerkennung warten. Heute zählt sie zu den berühmtesten und meistgespielten Werken überhaupt. Dabei ist die Popularität und Faszination der Symphonie mitnichten auf das Mysterium des Fragments allein zurückzuführen – zumal der zweisätzige Torso in sich geschlossen und keineswegs unvollendet wirkt –, sondern vielmehr auf ihren Reichtum an musikalischen Ideen, der sich an den sanglichen Themen ebenso festmachen lässt wie an der farbenreichen Instrumentierung.
Bei Andrew Manze, dem Chefdirigenten des Symphonieorchesters Helsingborg, liegen die musikalischen Schätze in besten Händen. Als musikalischer Partner steht ihm der Geiger Kolja Blacher zur Seite, der seait 2009 eine Professur für Violine an der Hochschule für Musik ›Hanns Eisler‹ in Berlin innehat. Als Solist wird er weltweit für seine temperamentvollen Interpretationen geschätzt. Er konzertierte mit den großen Orchestern Europas und der USA unter führenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim oder Mariss Jansons. Mit dem DSO war er 2006 mit Arnold Schönbergs Violinkonzert im Rahmen des Jubiläumskonzerts anlässlich des 60-jährigen Orchesterbestehens zu erleben.
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Pianistin Ragna Schirmer debütiert am 17. Oktober beim DSO
Sir Roger Norrington dirigiert ein Mozart-Programm voller Kontraste
Berlin, 11.10.2010 [DSO] Ein Mozart-Programm voller Konteraste dirigiert Sir Roger Norrington am 17. Oktober beim DSO. Neben der B-Dur-Symphonie Nr. 33 und der ›Linzer Symphonie‹ steht auch das Klavierkonzert Nr. 22 auf dem Programm, mit dem Pianistin Ragna Schirmer ihr Debüt beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin gibt.
Ragna Schirmer, die gleich mehrfache ›Echo Klassik‹-Gewinnerin und Bachpreis-Trägerin, gibt am 17. Oktober mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 22 Es-Dur ihr Debüt beim DSO. Neben ihr am Pult steht mit Sir Roger Norrington ein Garant für ungewöhnliche Interpretationen. Der Chefdirigent des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart ist nicht zuletzt auch wegen seines historisch informierten Aufführungsstils ein langjähriger künstlerischer Partner des DSO. Er dirigiert neben dem Klavierkonzert sowohl Mozarts Symphonie Nr. 33 B-Dur als auch dessen ›Linzer Symphonie‹.
Solokonzert und Symphonie, die zentralen Gattungen groß besetzter Instrumentalmusiken der Wiener Klassik, spannen den Rahmen des Abends. Mit seiner Salzburger B-Dur-Symphonie aus dem Jahr 1779 gibt Mozart ein bemerkenswertes Beispiel für den spürbar wachsenden Anspruch des Genres als autonomer Konzertbeitrag. Trotz der Beschränkung auf wenige Instrumente entfaltet er hierin eine erstaunliche Fülle an Klangfarben. Die ›Linzer Symphonie‹, 1784 als ein schneller und genialer Wurf in nur wenigen Tagen komponiert, löst das Postulat einer Konzertsymphonie bereits mit Pauken und Trompeten ein. Sie weist den unmittelbaren Weg zur Meisterschaft seiner letzten vier Symphonien. – Solokonzerte komponierte Mozart, dem Brauch der Zeit entsprechend, vorwiegend für eigene Auftritte. Die Nähe zur Ausdruckswelt des Musiktheaters ist in seinem Es-Dur-Konzert nicht zu überhören – kein Wunder, entstand es doch parallel zur Arbeit an der Oper ›Die Hochzeit des Figaro‹. Bei der Uraufführung begeisterte der langsame Mittelsatz das Wiener Publikum derart, dass er wiederholt werden musste.
Auf Ragna Schirmers Lesart des brillanten Klavierparts darf man gespannt sein. Die Klarheit und Stilsicherheit ihres Spiels wird stets hervorgehoben. Mit Sir Roger Norrington steht ihr ein kongenialer Musiker zur Seite. Der Gründer des Schütz Choir of London und der London Classical Players ist bekannt für seine Forderung nach sparsamem Gebrauch des Vibrato, für die Verwendung oft zügiger Tempi und Orchesteraufstellungen entsprechend den Klangidealen des Komponisten. Auch seine Mozart-Deutungen erlauben erfahrungsgemäß immer aufs Neue frische Blicke auf bekannte Partituren. In dieser Saison kehrt Norrington nochmals zum DSO zurück, und zwar am 16. Mai 2011 mit der Gegenüberstellung von Werken Johann Sebastian Bachs und Mahlers Vierter Symphonie.
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Yutaka Sado ist am 10. Oktober zu Gast beim DSO mit fernöstlichen Klängen
Mayumi Miyata tritt als Solistin mit der japanischen Mundorgel Shō auf
Berlin, 01.10.2010 [DSO] Yutaka Sado dirigiert am 10. Oktober Werke aus seiner japanischen Heimat von Toshiro Mayuzumis, Toru Takemitsu und Toshio Hosokawa in Gegenüberstellung einer Auswahl von Sätzen aus Prokofjews Suiten seiner beeindruckenden Ballettmusik ›Romeo und Julia‹. Solistin auf der selten zu hörenden japanischen Mundorgel ist die Shō-Virtuosin Mayumi Miyata.
Yutaka Sado zählt zu den bedeutendsten japanischen Dirigenten, seit zehn Jahren ist er ein regelmäßiger Gast am Pult des DSO. Für das Symphoniekonzert am 10. Oktober reist er erstmals mit Musik aus seinem Heimatland an. Neben Toshiro Mayuzumis Orchesterwerk ›Bacchanale‹ stehen Kompositionen von Toru Takemitsu und Toshio Hosokawa für Orchester bzw. Streichquartett und Shō auf dem Programm. Den Solistenpart auf der selten zu hörenden japanischen Mundorgel übernimmt die Virtuosin Mayumi Miyata. Durch ihr Spiel, so Yutaka Sado, habe er die Schönheit der traditionellen Musik Japans wieder für sich entdeckt. Konzertmeister und Stimmführer des DSO besetzen das Streichquartett in Hosokawas ›Landscape V‹. Auszüge aus Prokofjews dramatischer Ballettmusik ›Romeo und Julia‹ nach William Shakespeare bilden einen gewichtigen Gegenpart in der Programmierung des Abends.br>
Drei Werke japanischer Komponisten eröffnen das Konzert. Sie eint die intensive Durchdringung europäischer und fernöstlicher Kultur. Toru Takemitsu und Toshiro Mayuzumi schufen ihre Werke in der Auseinandersetzung mit der französischen Moderne, Toshio Hosokawa setzte seine Studien nach einem japanischen Hochschulabschluss in Deutschland fort, zunächst in West-Berlin bei Isang Yun, dann in Freiburg bei Klaus Huber. Mayuzumis ›Bacchanale‹ aus den frühen Fünfzigerjahren ist ein Zeichen geradezu stürmischer Aneignung der Möglichkeiten, die in dem um Schlagwerk erweiterten Orchester und in der westlichen Moderne lagen. Takemitsus ›Ceremonial‹ und Hosokawas ›Landscape V‹, die jeweils die Shō als Soloinstrument einbeziehen, zeugen hingegen von rituellen Formen, der Suggestion von Weite und der Stille als Bezugspunkt.
Mayumi Miyata schuf der Shō Beachtung im internationalen Musikleben. Sie regte Komponisten wie John Cage, Toru Takemitsu, Klaus Huber, Maki Ishii, Zsigmond Szathmáry, Joji Yuasa und Toshio Hosokawa zu neuen Werken für ihr Instrument, auch mit Orchester und Kammerensembles, an. Als Pionierin der Shō in der neuen Musik ist Mayumi Miyata, die u. a. auch an der Uraufführung von Helmut Lachenmanns Oper ›Das Mädchen mit den Schwefelhölzern‹ mitwirkte, immer häufiger zu Gast bei renommierten Festivals und Orchestern in Japan und Europa.
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›Nachtgestalten‹ (1.) – James Conlon dirigiert Verdis ›Messa da Requiem‹
Das DSO eröffnet mit den Konzerten am 28.|29. September seine neue Themenreihe
Berlin, 21.09.2010 [DSO] Zur Eröffnung der aktuellen Themenreihe des DSO, die mit ›Nachtgestalten‹ überschrieben ist, dirigiert der amerikanische Spitzendirigent James Conlon an den Abenden vom 28. und 29. September das monumentale Verdi-Requiem. Die Vokalpartien sind prominent besetzt. Neben namhaften Solisten - Julianna Di Giacomo (Sopran), Marina Prudenskaja (Mezzosopran), Pavel Černoch (Tenor) und Vitalij Kowaljow (Bass) - singt der Rundfunkchor Berlin.
Mit der Messa da Requiem von Giuseppe Verdi eröffnet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin am 28. und 29. September 2010 die Themenreihe ›Nachtgestalten‹. Unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten James Conlon sind mit dem DSO namhafte Solisten sowie der weltweit geschätzte Rundfunkchor Berlin zu erleben.
Die Themenreihe des DSO ist wie ein Flanieren durch Kunst-Nächte angelegt. Der Streifzug beginnt bei der klassischen und mächtigsten, dem Todesdunkel. Seit Jahrhunderten bietet der lateinische Text der Messe für die Verstorbenen eine Idealvorlage für musikalische Dramatisierung. In Verdis Vertonung findet er seinen vielleicht gewaltigsten Ausdruck. Das Requiem des wohl berühmtesten italienischen Opernkomponisten war die erste Messe zum Totengedenken, die nicht für den liturgischen Gebrauch, sondern für konzertante Aufführungen bestimmt war. Nicht umsonst wird sie gerne als »Verdis beste Oper« bezeichnet.
Am Pult des DSO steht für die beiden Aufführungen mit James Conlon einer der herausragenden Dirigenten der heutigen Zeit. Seit 2006|07 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Los Angeles Opera und des Ravinia Festivals. Beim DSO ist er nach über 30 Jahren wieder zu Gast.
Die Vokalpartien übernehmen Persönlichkeiten, die im Opern- wie im Konzertfach gleichermaßen hohes Ansehen genießen. Sopranistin Julianna Di Giacomo debütierte in der Saison 2007|08 an der New Yorker Metropolitan Opera. Seitdem führten sie Engagements an die großen Opernhäuser der Welt. Marina Prudenskaja, Gewinnerin des ARD-Musikwettbewerbs 2003, studierte am Konservatorium in St. Petersburg. Im Mai 2010 debütierte die Mezzosopranistin an der Mailänder Scala. Tenor Pavel Černoch verbindet eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Kirill Petrenko, Jiří Bělohlávek oder Gennady Roshdestvensky. Vitalij Kowaljow studierte u. a. in Moskau und Bern. Mit über 40 Opernpartien im Repertoire gastiert der Bass an den großen Häusern in Europa, Asien und Amerika.
Der Rundfunkchor Berlin ist als ein gefragtes Gastensemble internationaler Orchester und Dirigenten sowie als ständiger Partner des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin ein Garant für Konzerte auf höchstem Niveau. 2008 und 2009 wurde er mit dem Grammy Award und 2009 mit zwei ›ECHO Klassik‹-Preisen ausgezeichnet.
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›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹: Eugene Tzigane am Pult des DSO
Pianist Inon Barnatan und Mezzosopranistin Sasha Cooke mit Ravel und Mahler
Berlin, 16.09.2010 [DSO] ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ geht in die 51. Saison. Seit Anfang an dabei: Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (zum Zeitpunkt der Gründung der Reihe noch Radio-Symphonie-Orchester Berlin). Auch am 21. September sind gemäß der Idee des Konzertformats wieder ein herausragender Dirigent und zwei exeptionelle Solisten, die erstmals in der Berliner Philharmonie auftreten, zu Gast beim DSO: Eugen Tzigane dirigiert Werke von Debussy und Strauss, Inon Barnatan ist Solist in Ravels Klavierkonzert G-Dur und Sasha Cooke interpretiert Mahlers Rückert-Lieder.
In der Reihe ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹ begrüßt das DSO am 21. September drei herausragende junge Musiker, die ihren Einstand in der Berliner Philharmonie geben. Eugen Tzigane, frisch gekürter Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford, leitet Debussys schillerndes ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹ und die äußerst anspruchsvolle Tondichtung ›Tod und Verklärung‹ von Richard Strauss. Inon Barnatan, der aus Tel Aviv stammende Pianist, ist Solist in Ravels Klavierkonzert G-Dur; die amerikanische Mezzosopranistin Sasha Cooke interpretiert Mahlers Rückert-Lieder.
Nach dem Gewinn des ersten Preises beim Internationalen Fitelberg-Wettbewerb in Katowice 2007 sowie zweiter Preise beim Internationalen Sir Georg Solti-Wettbewerb in Frankfurt a. M. und beim Internationalen Lovro v. Matačić-Wettbewerb in Zagreb 2008 erhielt Eugene Tzigane Einladungen zu führenden Orchestern weltweit. Der einstige Schüler von James DePreist und Jorma Panula war in der Saison 2004|05 ›Conducting fellow‹ beim Aspen Music Festival unter David Zinman, 2007|08 arbeitete er als Assistent von Alan Gilbert bei der Königlichen Philharmonie Stockholm. Seit dieser Saison ist er Chefdirigent der NWD und damit ein Nachfolger von Andris Nelsons.
Ihre Interpretation der Kitty Oppenheimer in John Adams Oper ›Doctor Atomic‹ an der New Yorker Metropolitan Opera brachte der Mezzosopranistin Sasha Cooke 2008 großes Lob der Kritik und internationale Aufmerksamkeit. In dieser Rolle folgte 2009 auch ihr Europa-Debüt an der English National Opera in London. Als Solistin trat die vielfach ausgezeichnete Sängerin bereits mit führenden Orchestern auf, u. a. mit dem Chicago Symphony unter der Leitung von Bernard Haitink. Das Konzert am 21. September ist Sasha Cookes Deutschland-Debüt.
Zu den Mentoren des Pianisten Inon Barnatan zählt Leon Fleisher. Der Preisträger des Avery Fisher Career Grant 2009 konzertierte in der jüngeren Vergangenheit mit Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra und dem Orchestre de la Suisse Romande in Sälen wie der Carnegie Hall New York, der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw in Amsterdam und dem Wiener Musikverein. In der Saison 2010|11 wird er nicht nur in der Berliner Philharmonie, sondern auch bei der Academy of St. Martins-in-the-Fields debütieren und Solo-Recitals in Amsterdam, Chicago, Vancouver, New York und London geben.
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David Robertson eröffnet die Saison beim DSO
Werke von Bartók, Boulez und Ravel im Rahmen des ›musikfest berlin 10‹
Berlin, 09.09.2010 [DSO] Zur DSO-Saisoneröffnung dirigiert David Robertson am 15. September in der Berliner Philharmonie im Rahmen des ›musikfest berlin 10‹ Werke von Bartók und Boulez, der beim diesjährigen ›musikfest‹ im Mittelpunkt steht. In Gegenüberstellung erklingt in der zweiten Konzerthälfte Maurice Ravels vollständige Ballettmusik ›Daphnis et Chloé‹. Die beiden Berliner Chöre Cantus Domus und ensemberlino vocale übernehmen darin die Vokalparts.
Unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten David Robertson findet am 15. September in der Berliner Philharmonie die Saisoneröffnung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin statt. Mit einem ambitionierten Programm, in dessen Zentrum Pierre Boulez’ ›Figures – Doubles – Prismes‹ gerückt ist und das von Béla Bartóks Divertimento für Steichorchester eröffnet wird, bringt sich das DSO in das ›musikfest berlin 10‹ ein. Die Berliner Chöre Cantus Domus und ensemberlino vocale (Choreinstudierung: Ralf Sochaczewsky, Matthias Stoffels und Tobias Walenciak) sind erstmals zu Gast beim DSO. Sie übernehmen die Chorparts im Finale von Maurice Ravels vollständiger Ballettmusik ›Daphnis et Chloé‹, die zum Abschluss des Konzerts gespielt wird.
Pierre Boulez steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des musikfests berlin. Nicht allein der Komponist, auch der Interpret und Klangforscher wird in diesen Tagen gewürdigt. Die Werke, welche das DSO am 15. September in der Philharmonie präsentiert, hat Boulez häufig selbst dirigiert und in Referenzaufnahmen vorgelegt. In seinen ›Figures – Doubles – Prismes‹, welche er über mehr als zehn Jahre komponierte, veränderte und erweiterte, öffnet Boulez den musikalischen Raum, indem er das Orchester in fünf Ensembles teilt, die gegen- und miteinander musizieren. Damit setzt er seinen Leitsatz um: »Für mich muss ein Werk wie ein Labyrinth sein, man muss sich darin verlieren können.«
Béla Bartóks Divertimento für Streichorchester von 1939 eröffnet das Konzertprogramm. Darin setzt sich der Ungar kritisch mit der klassischen Form auseinander, verwendet tradierte Muster, die er weiterentwickelt, verzerrt und ad absurdum führt. Das traf einen Nerv bei Pierre Boulez. Dieser bezeichnete Bartók als den »wahrscheinlich letzten mit Spontaneität begabten Repräsentanten der alten Welt«. Den Abschluss des Konzertprogramms bildet Maurice Ravels klanggewaltige und farbgesättigte Ballettmusik ›Daphnis et Chloé‹, eine »choreographische Symphonie« mit wortlosem Chor.
David Robertson übernahm 1992 für sieben Jahre die Leitung des von Boulez gegründeten Ensemble Intercontemporain. Seit 2005 ist er Erster Gastdirigent des BBC Symphony Orchestra und Chefdirigent des Saint Louis Symphony Orchestra. Für seine Arbeit und seine Interpretationen wurde David Robertson vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Award for Programming of Contemporary Music für sein Engagement für die Musik der Gegenwart und dem Morton Gould Award für innovative Programmgestaltung.
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Das DSO präsentiert seinen neuen Chefdirigenten: Tugan Sokhiev
Bereits ab der Spielzeit 2010|2011 trägt er den Titel des Designierten Chefdirigenten
Berlin, 06.09.2010 [DSO] Tugan Sokhiev wird Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO). Der 32-jährige Nordossete unterzeichnete am Montag, den 6. September 2010 seinen Vertrag für zunächst vier Jahre, beginnend mit der Saison 2012|2013. Bereits ab der Spielzeit 2010|2011 trägt er den Titel des Designierten Chefdirigenten. Im Zuge dessen wurde auch der Vertrag von Orchesterdirektor Alexander Steinbeis bis 2016 verlängert.
Tugan Sokhiev heißt er, der neue Chefdirigent und Künstlerische Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO). Am Montag, den 6. September 2010 präsentierten der Intendant der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin) Gernot Rehrl und DSO-Orchesterdirektor Alexander Steinbeis im Plenarsaal der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz den Nachfolger Ingo Metzmachers der Öffentlichkeit. Der 33-jährige Tugan Sokhiev unterzeichnete im Beisein von Gesellschaftervertretern der roc berlin einen Vertrag für zunächst vier Jahre beginnend mit der Saison 2012|2013. Bereits ab der Spielzeit 2010|2011 trägt er den Titel des Designierten Chefdirigenten.
In Berlin ist Tugan Sokhiev längst kein Unbekannter mehr. Er dirigierte das DSO mit großem Erfolg bereits drei Mal, zuletzt im Dezember 2009 mit einer umjubelten Interpretation der Fünften Symphonie Tschaikowskys; im Januar dieses Jahres gab er sein Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker. Der russische Dirigent wurde 1977 in Wladikawkas, der Hauptstadt Nordossetiens, geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung in der Dirigentenschmiede des Ilja Musin in St. Petersburg. In seiner noch jungen Karriere konnte er bereits beachtliche künstlerische Beziehungen aufbauen. Seit der Saison 2008|2009 ist er Chefdirigent des Orchestre National du Capitole de Toulouse, darüber hinaus verbinden ihn feste Partnerschaften mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Mahler Chamber Orchestra und den Wiener Philharmonikern. Als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des DSO wird er Abonnementkonzerte in Berlin leiten, ebenso Gastkonzerte, Tourneen und Sonderprojekte. Als Designierter Chefdirigent wird Tugan Sokhiev ab sofort bei Probespielen für zu besetzende Musikerstellen anwesend sein, Einfluss auf das künstlerische Profil des Orchesters nehmen und die Federführung für die Programmplanungen der Spielzeiten ab 2012|2013 innehaben.
»Die Beziehung, die sich zwischen mir und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin über die letzten Jahre entwickelt hat, ist eine äußerst positive; sie wird getragen durch wahren Respekt und dem Wissen um das gemeinsame Streben nach dem best möglichen Musizieren. Ich sehe allen Herausforderungen mit diesem wunderbaren Orchester in einem der bedeutendsten Musikzentren Europas mit Spannung und Freude entgegen«, kommentierte Tugan Sokhiev seine Vertragsunterzeichnung. Roc-Intendant Gernot Rehrl betonte, er schätze sich überaus glücklich, dass es gelungen sei, mit Tugan Sokhiev einen der herausragenden Dirigenten der jungen Generation für Berlin gewonnen zu haben.
DSO-Orchesterdirektor Alexander Steinbeis, dessen Vertrag ebenfalls bis 2016 verlängert wurde, erklärte, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin könne auf ein überaus erfolgreiches Zusammenwirken mit Tugan Sokhiev zurückblicken und sei stolz auf dessen Verpflichtung als siebten Chefdirigenten des DSO. Orchestervorstand Michael Mücke, Mitglied der Ersten Violinen, sprach von einer künstlerischen Erfolgsgeschichte, die sich in Zusammenarbeit mit dem jungen Dirigenten seit 2003 abzeichne und dem jetzt ein entscheidendes neues Kapitel hinzugefügt werde. Tugan Sokhiev genieße das volle Vertrauen des Orchesters.
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