Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

 

Abo-Konzert Serie D

 
02
Sa 02. März 2013
20 Uhr
Philharmonie Berlin

Tugan Sokhiev

Emanuel Ax Klavier

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Aribert Reimann
›Nahe Ferne‹ 
Joseph Haydn
Klavierkonzert D-Dur 
Igor Strawinsky
Capriccio für Klavier und Orchester 
Johannes Brahms
Symphonie Nr. 4 e-Moll 

18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Künstler

Tugan Sokhiev Dirigent Foto: Urban Zintel

Tugan Sokhiev | DirigentTugan Sokhiev

Emanuel Ax | KlavierEmanuel Ax

Tugan Sokhiev Dirigent

Tugan Sokhiev tritt mit Beginn der Saison 2012|2013 das Amt als siebter Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) an. Bereits seit 2008 ist der Nordossete Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre National du Capitole de Toulouse, zu dem er nach drei Jahren als Erster Gastdirigent berufen wurde. Auch mit dem Mariinsky-Theater in St. Petersburg und dem Londoner Philharmonia Orchestra verbindet ihn eine regelmäßige künstlerische Partnerschaft.

Darüber hinaus ist Tugan Sokhiev ein weltweit gefragter Gastdirigent führender Opernhäuser und Orchester. Sein Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker 2010 führte unmittelbar zu Wiedereinladungen. Mit großem Erfolg debütierte er im Jahr zuvor bei den Wiener Philharmonikern. Weiterhin trat er in der jüngeren Vergangenheit mit dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchester der Fondazione Arturo Toscanini, Orquesta Nacional de España, den Symphonieorchestern in Bournemouth und Sydney, den Philharmonischen Orchestern in Montpellier, Moskau, München, Oslo, Rotterdam und Strasbourg, den Rundfunkorchestern in Frankfurt, Helsinki, Paris, Stockholm, Tokyo, Turin und Wien sowie mit dem Bayerischen Staatsorchester, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und im Rahmen der Konzertreihe der Mailänder Scala auf.

Mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Philharmonia Orchestra und dem Mahler Chamber Orchestra gab Tugan Sokhiev zahlreiche vielbeachtete Gastspiele, u. a. in Frankreich, Deutschland, Österreich, Kroatien, Spanien, China, Japan, Südamerika und Russland. 2005 wählte ihn die Union der französischen Musikkritiker nach einem umjubelten Auftritt im Théâtre des Champs-Elysées zur »musikalischen Entdeckung des Jahres«. Seine ersten beiden Einspielungen für Naïve Classique – darunter Tschaikowskys Vierte Symphonie, Mussorgskys ›Bilder einer Ausstellung‹ und Prokofjews ›Peter und der Wolf‹ – erhielten hervorragende Rezensionen. Die Aufnahmen von Schostakowitschs ›Festlicher Overtüre‹ und Tschaikowskys Fünfter Symphonie wurden vom Magazin ›Gramophone‹ als ›Editor’s Choice‹ gewürdigt.

2002 gab Tugan Sokhiev sein Operndebüt in Großbritannien mit ›La Bohème‹ an der Welsh National Opera, zu deren Leitung er danach für ein Jahr berufen wurde. 2003 debütierte er mit der ›Eugen Onegin‹-Produktion des Mariinsky-Theaters an der Metropolitan Opera in New York. Außerdem dirigierte er 2004 erstmals beim Festival in Aix-en-Provence (›Die Liebe zu den drei Orangen‹), gefolgt von erfolgreichen Wiederaufnahmen in Luxemburg und am Teatro Real in Madrid. 2006 leitete er eine gefeierte Aufführung von ›Boris Godunow‹ an der Houston Grand Opera, am Mariinsky-Theater dirigierte er Produktionen von ›Der goldene Hahn‹, ›Iolanta‹, ›Samson und Delilah‹, ›Der feurige Engel‹ und ›Carmen‹ sowie am Théâtre du Capitole viel beachtete Aufführungen von ›Pique Dame‹, ›Iolanta‹ und ›Tosca‹. Produktionen von ›Pique Dame‹ und ›Boris Godunow‹ dirigierte er kürzlich an der Wiener Staatsoper.

Tugan Sokhiev wurde 1977 in Wladikawkas, der Hauptstadt Nordossetiens, geboren. Nach zwei Jahren Dirigierunterricht bei Anatoli Briskin begann er auf Rat und durch Vermittlung seines Lehrers bei Ilja Musin, der einst die Schule des Dirigierens in Russland begründet hatte, in St. Petersburg zu studieren.


April 2012

Emanuel Ax Klavier Foto: Henry Fair

Tugan Sokhiev | DirigentTugan Sokhiev

Emanuel Ax | KlavierEmanuel Ax

Emanuel Ax Klavier

Der amerikanische Pianist polnischer Herkunft Emanuel Ax erregte erstmals 1974 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, als er im Alter von 25 Jahren den ersten internationalen Arthur-Rubinstein-Klavierwettbewerb in Tel Aviv gewann. Fünf Jahre später erhielt er den begehrten ›Avery Fisher Prize‹ in New York. Seither ist er ein gefragter Gast der bedeutenden Symphonieorchester weltweit wie den Berliner Philharmonikern, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, dem London Philharmonic Orchestra und dem Orchestre National de France und arbeitet regelmäßig mit renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mariss Jansons, Sir John Eliot Gardiner, Vladimir Jurowski, Bernard Haitink und Sir Colin Davis zusammen. Eine Vielzahl von kammermusikalischen Projekten mit namhaften Partnern runden sein künstlerisches Schaffen ab.

Zu seinen Veröffentlichungen als exklusiver Künstler von Sony Classical gehören Mendelssohn Bartholdys Klaviertrios mit Itzhak Perlman und Yo-Yo Ma sowie die Gesamteinspielung von Chopins Kompositionen für Klavier und Orchester auf historischen Instrumenten. Für seine Aufnahmen von Haydns Klaviersonaten sowie von Beethoven- und Brahms-Sonaten für Violoncello und Klavier mit Yo-Yo Ma gewann Emanuel Ax den ›Grammy Award‹.

In den letzten Jahren richtete der Pianist seine Aufmerksamkeit auf die Musik des 20. Jahrhunderts und wandte sich u. a. Werken von John Adams, Christopher Rouse und Krzysztof Penderecki zu.

Emanuel Ax wurde an der Juilliard School von Mieczylaw Munz unterrichtet. Außerdem studierte er Französisch an der Columbia University und wurde von den Universitäten Yale und Columbia zum Ehrendoktor für Musik ernannt.