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Die Saison 2009|2010 im Überblick
In seiner dritten Spielzeit mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin setzt Ingo Metzmacher neue programmatische Akzente.
Versuchung
In all Ihren Schattierungen und Spielarten lockt sie mit Tabubruch, verheißt Genüsse, erweckt die Sehnsucht nach Unerreichbarem und Unerhörtem, führt gleichzeitig in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele und der Menschheitsgeschichte: Versuchung ist Triebkraft und Topos der Künste zugleich. In sechs Konzertprogrammen wird sie von verschiedenen Seiten beleuchtet. Ihr musikalischer Meister war Alban Berg. Wie kaum ein anderer hat er das »Triebleben der Klänge« erforscht, hat seiner Musik Zeichen sehnlichster Wünsche eingeschrieben. Ingo Metzmacher präsentiert die ›Versuchungs‹-Konzerte mit einer erstklassigen Solistenriege, u. a. mit den weltweit geschätzten Sopranistinnen Christine Schäfer und Nina Stemme, mit Bariton Christian Gerhaher und mit Schauspieler Klaus Maria Brandauer, der als Sprecher in Schillings’ ›Hexenlied‹ auftritt. Ein Konzert der Themenreihe dirigiert Charles Dutoit, Solistin ist keine Geringere als Martha Argerich.
Kammermusik und Casual Concerts
Die Kammerkonzerte der neuen Saison finden erneut im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek statt, und im Tacheles, dessen Theatersaal sich in dieser Spielzeit als zweiter Spielort der DSO-Kammermusik etablieren konnte. Allesamt berühren sie das Thema ›Versuchung‹, ebenso wie es die Casual Concerts tun.
Gastdirigenten und Solisten
Zudem begrüßt das Orchester altbekannte wie neue Gastdirigenten: allen voran den ehemaligen Chefdirigenten Kent Nagano, nicht weniger herzlich Herbert Blomstedt, Hans Graf, Andrew Manze und Leonard Slatkin. Die jüngere Generation ist mit Pietari Inkinen, Philippe Jordan, Gianandrea Noseda und Tugan Sokhiev prominent vertreten. Susanna Mälkki debütiert beim DSO. Zu den Gastsolisten zählen neben den erwähnten u. a. die Sängerinnen und Sänger Ingeborg Danz, Matthias Goerne, Werner Güra und Anne Sofie von Otter; als Klaviersolisten Elena Bashkirova, Jonathan Biss, Leon Fleisher, David Fray und Martin Helmchen; die Violinisten James Ehnes, Daniel Hope, Leonidas Kavakos, Julian Rachlin und Vadim Repin; die Bratscherin Nobuko Imai; die Cellisten Alban Gerhardt, Truls Mørk und der Solocellist des DSO, Andreas Grünkorn u.v.a.m. Zum Saisonbeginn wird die langjährige Zusammenarbeit mit dem Rundfunkchor Berlin in Eislers ›Deutscher Sinfonie‹, kurz darauf in Mahlers Symphonie Nr. 3 fortgesetzt.
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