|
1. Man muss etwas von Musik verstehen, bevor man in ein klassisches Konzert geht.
Musik vermag jeden Hörer direkt anzusprechen. Ein Konzertbesuch soll Sie erfreuen, entspannen und anregen. Das geschieht unabhängig von Ihrem Vorwissen.
Wenn Sie darüber hinaus den Wunsch haben, auch Ihr Wissen über Musik zu erweitern, laden wir Sie zum Besuch unserer Einführungsveranstaltungen (eine Stunde vor Konzertbeginn) ein.
2. Jeder Konzertbesucher trägt Smoking oder Abendgarderobe.
Zwar sollte ausgewählte Kleidung auch zu Ihrer gehobenen Stimmung beitragen. Doch es gibt inzwischen keine feste Kleiderordnung mehr für einen Konzertbesuch.
3. Sie müssen nach jedem Musikstück klatschen, auch wenn die Musiker die Instrumente noch spielbereit halten.
Um die musikalische Spannung nicht zu unterbrechen, ist es heute üblich, erst dann Applaus zu spenden, wenn ein Werk komplett gespielt ist. Im Falle einer Symphonie oder eines Konzerts heißt das: Es wird erst nach dem letzten Satz geklatscht.
Ein »Satz« ist ein Abschnitt innerhalb des Werkes. Die Satzanzahl einer Symphonie und anderer Gattungen entnehmen Sie dem Programmheft. Normalerweise macht der Dirigent eine 10 bis 20 Sekunden lange Pause, bevor der nächste Satz beginnt. In Beethovens neunter Symphonie müssen Sie zum Beispiel drei solcher Pausen abwarten. Oder Sie warten einfach, bis die Mehrheit des Publikums zu klatschen beginnt.
4. Husten während der Vorstellung stört nicht.
Die Akustik im Saal ist so gut, dass auch die Nebengeräusche für alle gut hörbar sind. Ein Taschentuch hilft wesentlich, bei einer Hustenattacke das Geräusch zu dämpfen. Oft werden unsere Konzerte live im Radio übertragen oder für eine spätere Sendung aufgezeichnet. Auch dafür sind weniger Nebengeräusche wünschenswert.
5. Es genügt, das Handy auf ›leise‹ zu stellen.
Selbst der Vibrationsalarm wird von Ihren Platznachbarn gehört. Gönnen Sie Ihnen und sich ein ungestörtes Konzerterlebins. Sie sollten während des Konzerts ohnehin nicht telefonieren.
|